Teamfähigkeit ist Trumpf Schon die ersten Spielminuten von Commandos: Strike Force überraschten uns angenehm: das Spiel ist definitiv weit entfernt von abgedroschenen 08/15-Zweite-Weltkriegs-Shootern. Je nach Mission ist für die 14 Levels mehr oder weniger Köpfchen nötig. Bei einigen Aufträgen schlagen Sie sich actionreich durch die Reihen, an anderer Stelle operieren Sie dagegen unentdeckt. Es gilt, die Charaktere clever einzusetzen, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten glänzen und zwischen denen Sie jederzeit wechseln können.
Spezialisten unter sich Spieler der Vorgänger werden bereits mit den Fähigkeiten der Commandos vertraut sein. Beim neuesten Teil wurden die Spezialisten auf drei Leute reduziert, was dem Spielfluss zu gute kommt:
Captain Francis O'Brien, seines Zeichens Green Beret, ist der Haudegen der Truppe. Er hantiert mit schweren Waffen: mit MGs, zwei Maschinenpistolen gleichzeitig oder einer Panzerfaust räumt er ordentlich auf. Per Granaten oder Minen lässt er es ordentlich krachen und braucht nicht einmal Panzer zu fürchten.
Das genaue Gegenstück bildet Lieutenant William Hawkins. Als Scharfschütze greift er meist auf weite Distanz ins Geschehen ein. Im Nahkampf zückt er seine Wurfmessern oder eine Pistole mit Schalldämpfer, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen.
Mit Köpfchen löst der Meister der Verkleidung, Colonel George Brown, alle Probleme. Er wirf beispielsweise eine Münze auf den Boden, erdrosselt mit seinem Würgedraht hinterrücks einen sich danach bückenden Offizier, klaut die Uniform und spaziert damit unerkannt zwischen den Gegnern umher. Notfalls lenk er mit seinen Deutschkenntnissen Wachen ab. Gleichrangige Soldaten schauen zwar misstrauisch, aber nur die höhergestellten werden ihm wirklich gefährlich und durchschauen die Verkleidung fast sofort. Als Besonderheit bringt er Sprengstoff für Sabotageaufträge mit oder legt per Gasgranaten ganze Kompanien schlafen, während er mit Gasmaske und schallgedämpfter Pistole ungerührt daneben steht.