Ein Hauch von Risiko
Quelle: PC Games
Das vom französischen Fotografen und Filmregisseur Albert Lamorisse erfundene Gesellschaftsspiel Risiko (La Conquête du Monde) zählt heute unbestritten zu den Klassikern unter den strategischen Brettspielen. Hier kämpfen die Armeen der bis zu sechs Spieler auf einer vereinfachten Weltkarte um Ländereien und Macht. Seit dem Debüt in den fünfziger Jahren erfuhr der Titel mehrfach kleinere Verbesserungen und existiert inzwischen in diversen Ablegern mit unterschiedlichen Szenarien.
Fast wie das Brettspiel
Jetzt können Sie in diesem Stil auch die Welt des Herrn der Ringe unsicher machen. Abseits der Kampagne schlägt Schlacht um Mittelerde II mit dem spannenden Ringkriegmodus in die gleiche Kerbe und bietet damit ebenso viel Suchtpotential wie das Gesellschaftsspiel. Auf einer Übersichtskarte Mittelerdes, die Ihnen von der Kampagne des Vorgängers her bekannt vorkommen dürfte, ziehen zwei Parteien rundenweise ihre Armeen übers Spielfeld. Das hört sich simpel an, macht aber ungemein Spaß und fordert genau überlegtes Vorgehen. Wenn sie einen Großteil der 38 Ländereien besitzen, haben Sie jedenfalls mächtig zu tun. Vorhandene Heere erwehren sich der Angreifer, können jedoch nur unter der Führung von Helden selbst ins Feindesland eindringen. An vorgegebenen Orten errichten Sie wichtige Gebäude und für komplett eroberte Provinzen winken Boni. Im Falle eines Kampfes findet die Schlacht entweder in Echtzeit statt oder wird auf Wunsch kurzerhand berechnet. Als Solospieler beteiligen sich wahlweise bis zu fünf Computerparteien an den Schlachten, oder Sie treten gegen einen Freund an. Ein Hoch auf die Speicherfunktion, denn damit sind auch tagelange Gefechte kein Problem. Die Siegbedingungen und Ausgangssituation legen Sie dabei vorab fest, sodass immer neue Varianten möglich sind.

Dieser Ringkrieg ist nur ein bloßer Versuch die alte Karte aus dem ersten Teil wieder aufleben zu lassen. Dazu wollte man sich wohl an die Total War Reihe anlehnen was kläglich gescheitert ist.
Eine Runde des Ringkrieges ist in drei Phasen unterteilt. Angriffs- und Rückzugsphase erklären sich von selber. Die dritte Phase ist die taktische wo man bauen kann. Aber bei nur 4 Gebäuden und den spärlichen Baupunkten auf den einzelnen Ländern, kann man das getrost als notwendiges Übel für den Bau und der Erschaffung von Einheiten ansehen. Das ganze ist dann sehr zäh und zieht sich unverhältnissmäßig in die Länge.
Werde mich jetzt mal an die Gefechte und ersten Missionen der beiden Kampagnen wagen. Hoffentlich wird das auch nicht so ein Trauerspiel.