City of Villains

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Ein Online-Rollenspiel, heruntergekocht aufs Wesentliche: kein Inventar, keine Zahlenspielerei, nur Kampf.

Schaut im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre: Ein Mutant, der einen Fernseher auf dem Kopf trägt. Schaut im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre: Ein Mutant, der einen Fernseher auf dem Kopf trägt. Comics erzählen meist von maskierten Rettern, die Heldentaten vollbringen. City of Villains hat diesen Standpunkt verrückt: Hier zeigt das Scheinwerferlicht auf die Bösewichte. Ihr Schurke wird in einem Charakterbaukasten von einzigartiger Vielfalt geboren: Kleidung, Gesichtsausdrücke, Tattoos, Frisuren - es gibt nichts, was sich nicht beliebig festzurren lässt.

Scharfe Grenzen existieren im eigentlichen Spiel: Typisches fürs Genre, etwa Inventar, Statuswerte oder Gegenstände, wurden als Ballast abgeworfen, Prügeleien stattdessen zum Inhalt erkoren. Es ist eine einzige Jagd nach Erfahrungspunkten, die den Stufenanstieg zur Folge haben. Sofort greift diese "Nur noch einen Level"-Sucht, weil sich dann neue Fähigkeiten wählen und vorhandene ausbauen lassen - und schwups ist es nach Mitternacht. Damit Angriffe weniger Ausdauer kosten oder mehr Schmackes haben, setzen Sie so genannte Verbesserungen in verfügbare Plätze ein. Dass man frei kombinieren kann, zeichnet dieses System aus.

Weil es sich bei City of Villains um ein Spiel über Figuren mit ungeheuren Begabungen handelt, gibt es auch ausgefallene Fähigkeiten, darunter kilometerhohe Sprünge, Flüge über Wolkenkratzer oder Sprints in Lichtgeschwindigkeit. Dadurch kommt authentisches Superschurken-Feeling auf.

Viele Kämpfe, wenig Pausen

Lagerhallen wie diese sind häufige Missionsschauplätze. Die Aufgabe: alle Gegner beseitigen. Lagerhallen wie diese sind häufige Missionsschauplätze. Die Aufgabe: alle Gegner beseitigen. Die Charakterklassen sind gerade so unterschiedlich ausgefallen, dass sich Teams von bis zu acht Spielern schlüssig ergänzen: Ein Distanzkämpfer bleibt hinten und schießt Strahlen aus den Augen, vorn stehen die Dicken mit geballten Fäusten und stecken Schläge ein. Wer heilen will, nimmt Einbußen beim Angriff hin, gilt aber als Standbein jeder Party. Die Gefechte haben Tempo, taktische Überlegungen beschränken sich auf ein Minimum. Spieler, die gern Instanzen in Millimeterarbeit angehen (etwa in World of Warcraft), sind hier überqualifiziert.

Aus den öden Missionen des Vorgängers haben die Entwickler keine Lehren gezogen. Die Aufträge sind immer noch so uninspiriert, als würde sie ein Zufallsgenerator ausspucken: Besiege alle Gegner hier, besiege alle Gegner dort. Auch die Orte gleichen sich pausenlos, seien es nun Fabrikhallen, Banken, Höhlen oder Militärbasen.

Die eigentliche City ist kaum spannender: Polygon- und texturarme Bauten reihen sich dicht an dicht. Aber sie hat etwas von dieser dreckigen Großstadt-Romantik, die man sich in einem Spiel über Schurken erhofft. Gut gelungen: wie Spieler ihre Basen errichten, gegen die Helden der City of Heroes dann Sturm laufen. Bloß an genug PvP-Spielern mangelt es bislang. Noch.

Bildergalerie: City of Villains
Bild 1-3
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Wertung zu City of Villains (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Genial quirliges Charakter-DesignRasantes und motivierendes TeamplayGroße Auswahl an coolen Fähigkeiten
PvP leidet unter geringer SpieleranzahlLangzeitspaß fraglich, da kaum Abwechslung

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