Künstliche Kollegen, ziemlich natürlich
Dass Call of Duty dem Spieler immer wenigstens eine kleine Gruppe von verbündeten Soldaten zur Seite stellt, ist eine der vorstechendsten Besonderheiten: Weil man stets von Kameraden umringt ist, entsteht das eindringliche Gefühl, zu einem tatsächlichen Kampftrupp zu gehören. Deren Verhalten ist entscheidend - blind ins Feindfeuer rennende oder sich gegenseitig blockierende Mitstreiter würden die Stimmung zerstören.
Call of Duty 2 setzt parallel Skripts und eine ganz neue künstliche Intelligenz ein, um den Begleitern Leben einzuhauchen. Meist gelingt das hervorragend: Die Computer-Kameraden werfen eigenständig Granaten, tauchen vor gegnerischen Kugeln ab und rücken automatisch vor. Unnatürlich fühlt sich lediglich der ständige Nachschub an Unterstützung an - sterben Verbündete, und das passiert nicht selten, tauchen regelmäßig Ersatzleute auf. Ob man sich über die Unterstützung freut, oder diesen wenig authentischen Mechanismus verdammt, ist Geschmackssache.
Grund für den Bedarf nach einer neuen KI ist das veränderte Leveldesign. Oft führen mehrere Wege zum Ziel; Sie entscheiden sich zwischen alternativen Einsatzbefehlen, deren Erfüllung den Einsatz erfolgreich abschließt.
Nicht weniger überzeugend, als das Verhalten der eigenen Einheiten, ist das der Feinde. Gegner blasen zum Rückzug, wenn sie unterlegen sind, schießen vergleichsweise präzise, gehen vor Granaten in Deckung und schleudern selbst welche auf den Spieler. Gerade letzteres klappt beängstigend gut: Verstecken Sie sich, setzt die KI geschickt Granaten ein, um Sie aufzuscheuchen und nach Möglichkeit in die Schusslinie zu treiben. Manche versuchen gar, von Ihnen geschleuderte Granaten aufzunehmen und zurückzuwerfen.
Was den Widersachern fehlt, ist Persönlichkeit: Man trifft nicht auf außergewöhnliche Scharfschützen oder andere Feinde mit herausragenden Fähigkeiten, sondern ist fast ausschließlich in Gefechte mit anonymen, stinknormalen Soldaten verwickelt. Ausnahmen bilden Leute an stationären Maschinengewehren, deren Waffe sie besonders macht, und Panzer. Wieder ist es eine Frage des Geschmacks, ob man in dieser Hinsicht die Orientierung an der Realität schätzt.

Mfg. Klon1234
Natürlich: Im realen Leben gibt es Soldaten, die z.B. besonders gut mit dem Scharfschützengewehr umgehen können, aber ich denke, dass man einen solchen Realitätsgrad sehr schlecht erreichen kann.
Das wäre imo sehr aufwendig und bei einem solchen Spiel auch eher unnötig!
Um zum Punkt zu kommen: Ich freue mich auf das Spiel :)
Mfg. Klon1234
Neue KI??? Nicht lineares Leveldesign???
Ich glaube hier wurde ein anderes Spiel getestet. CoD2 ist nichts weiter als ein weiterer unrealistischer und innovationsloser WW2 Shooter. Die Demo hat mir schon gereicht. Alles alter Tobak. Das Spiel werde ich mir garantiert nicht zulegen. Warum auch, ich bin noch gut mit dem genialen BiA:EiB beschäftigt. Da muss man wenigstens sein Gehirn anstrengen um weiter zu kommen.
Habs schon fast durch