Gearbox legt nach: Der neue Teil wartet mit spannender Story, klügeren Gegnern und einem neuen Heldentrüppchen auf.
Trocken fasst Sergeant Joe "Red" Hartsock die Ereignisse der vorangegangenen blutigen Schlacht zusammen: "Carentan war ein Witz verglichen mit St. Sauveur." Der ehemalige Weggefährte Matt Bakers, des Helden aus dem ersten Teil, kletterte die Karriereleiter hoch und führt seither ein eigenes Trüppchen an. Der Kriegsberichterstatter Colonel Marshall interviewt Hartsock, der sich in einer Rückblende eher widerwillig an das kürzlich Erlebte erinnert. Sie schlüpfen in Hartsocks Haut und spielen seine Einsätze nach.
Sperrfeuer und Flankieren
Wie schon im ersten Brothers in Arms-Teil Road to Hill 30 führen Sie in Earned in Blood zwei kleine Trupps, beziehungsweise einen Trupp und einen Panzer, gegen die deutschen Besatzer in der Normandie ins Feld. Im Gegensatz zu reinen Action-Shootern wie Call of Duty haben schießwütige Einzelgänger hier schlechte Karten. Überlegtes Vorgehen und Teamplay sind gefordert, zumal die Waffen nur auf kurze Distanz treffen.
Auf erfreulich simple Art dirigieren Sie Ihre Leute über das Schlachtfeld: Mit ein paar Mausklicks scheuchen Sie eine Gruppe zur nächsten Deckung, lassen Sperrfeuer geben und fallen dann den festgenagelten Widersachern mit dem zweiten Trupp in die Flanke. Dabei gefallene Mitstreiter bleiben bis zum Ende einer Runde liegen, sind im nächsten Level aber wieder putzmunter mit von der Partie - es sei denn, der Exitus war vom Programm vorgegeben.
Für den nötigen Überblick soll die taktische Sicht von schräg oben sorgen, in der das Kampfgeschehen pausiert. Mangels frei beweglicher Kamera und fehlender Befehlsmöglichkeiten ist diese jedoch recht unnütz. Trotz einiger Einsatzvarianten, bei denen Sie Flakgeschütze sprengen, Panzer knacken oder abgeworfenen Nachschub ausfindig machen, nutzt sich dieses Spielprinzip mit der Zeit ab.
Denn freies Spielen ist nicht möglich, im Endeffekt läuft es immer auf die beschriebenen Kampfhandlungen hinaus. Zäune und Hecken stellen für Joe und seine Mannen unüberwindliche Hindernisse dar, Leitern kann er nicht erklimmen und selbst simples Hinlegen funktioniert nicht. Letztlich bleiben zwei, drei vorgegebene Pfade, über die Sie zum Feind gelangen. Immerhin sind die Schauplätze bei Earned in Blood, verglichen mit dem Vorgänger, etwas komplexer und damit taktisch anspruchsvoller.
Keine hellen Köpfe
Ohnehin hat Gearbox den Schwierigkeitsgrad ein wenig angehoben, wofür nicht zuletzt die agileren Gegner verantwortlich zeichnen. Die lassen sich nicht mehr ganz so einfach überrumpeln und suchen ihr Heil auch mal in der Flucht. Oder gehen sogar zum Angriff über - wetzen dabei aber schon mal kopflos quer durchs Dorf. Das macht die Gefechte dynamischer, verharrten die Soldaten im ersten Teil doch zu oft brav an einer Stelle.
Nach wie vor stört die flache Künstliche Intelligenz des eigenen Teams, wenn auch inzwischen seltener. So rennen Kameraden immer noch sehenden Auges ins MG-Feuer, statt einfach die Köpfe einzuziehen. Oder der Panzer, auf dem Sie sitzen, dreht sich mal eben kurz vor den Feinden in die entgegengesetze Richtung. Das sind Momente, die, abgesehen von den spontan herbeigeführten Spielabbrüchen, jeder noch so packenden Schlacht viel an Glaubwürdigkeit und Spannung rauben.
Grandiose Stimmung
Doch spannende Momente gibt es auf jeden Fall reichlich. Die in Rückblicken erzählte Geschichte ist nahtlos ins Spiel integriert. Da wechselt das Bild kurz auf schwarzweiß, Sekunden dehnen sich zu Minuten, während im Hintergrund Sergeant Hartsock Colonel Marshall seine Todesangst schildert. In dramatischen Szenen sterben treue Kameraden und auch unser Held schrammt nur haarscharf an den ewigen Jagdgründen vorbei.
Für den Plot hatten die Entwickler übrigens eine reale Vorlage: die Kämpfe der 101. Luftlandedivision der US-Streitkräfte, die im Zweiten Weltkrieg den D-Day in der Normandie mit vorbereitete. Für die nötige Atmosphäre sorgt militärische Musik sowie ein glasklarer Sound. Die Geräusche lassen sich in der Umgebung genau orten, Explosionen rumsen fantastisch und die Computercharaktere rufen sich hektisch Befehle zu.
Bei schweren Explosionen verschwimmt Ihre Sicht und Sie hören nur noch ein lautes Pfeifen. Die Kugeln zwitschern an Ihnen vorbei, graben sich in den Boden, spritzen Ihnen virtuelles Blut und Erde ins Gesicht. Schade nur, dass die Grafik da nicht ganz mithalten kann. Die detaillierten Charaktere sind wegen der ausgefeilten Mimik absolut sehenswert - das Kontrastprogramm bilden die teilweise unschönen Texturtapeten der Umgebung.
Zu guter Letzt können Sie sich nach den 13 Kapiteln im Einzelspielermodus an fünf Extramissionen wagen, in denen Sie allein oder mit Freunden vorgegebene Aufgaben erledigen. Das ist kurzweiliger als der richtige Mehrspielermodus, in dem Sie mit bis zu vier Spielern die Teams übers Spielfeld kommandieren. Dabei versucht eine Partei etwas zu sprengen oder Akten zu einem bestimmten Punkt zu bringen. Die Widersacher sollen das verhindern - hier fällt das taktische Unvermögen der Bots besonders auf. Da bleibt für Teil 3 noch Raum für Verbesserungen.
Sorry RC68, aber ich muß doch ein bischen mehr meckern über BiA -Earned in Blood. Das Spiel steht zur Zeit als "10,- EUR Nachschlag" in den Regalen diverser Tech-Märkte und hat mich deshalb wohl aus der Reserve gelockt. (Ich hab Call of Duty, Crysis und diverse andere Shooter schon durch gespielt und warte jetzt wie viele Shooterfans auf Far Cry2...)
Besonders negativ bei BiA ist mir aufgefallen:
- Keine Möglichkeit die teilweise langatmigen Filmsequenzen zu überspringen.
- Keine Möglichkeit eigene Spielstände abzuspeichern, was dazu führt dass man bei versehentlichem Klicken ein ganzes Kapitel lang in der "Wiederholungshölle" schmoren kann.
-Keine Möglichkeit Musik und Sounds getrennt auszubalancieren, was einem schon den Nerv rauben kann, wenn man dieses typisch amerikanische Heldengesäusel nicht ertragen will.
Generell ist mir das Spiel ein bissl zu anstrengend, um für mich zu den "wirklich tollen Spielen zu gehören". Also, ich werds nicht weiterempfehlen!
Da stimmt aber einiges nicht. Erstens: Die im Spiel vorhandenen Feuerwaffen treffen sehr wohl auf Distanz! Zugegeben; das Zielen gestaltet sich als schwieriger als man es aus "herkömlichen" Taktik- / Shootern kennt. Allerdings ist es keineswegs unmöglich seinen Gegener auch aus der Distanz zu treffen. Auch die schwere Kritik am Add-on Prinzip verstehe ich nur bedingt. Zugeben rechtfertigen "die Neuerungen" (für alteingesessene Kritiker: "die kleine Verbesserungen") den doch sehr stattlichen Preis nicht. Aber! Wurde je behauptet das es sich um ein neues Spielprinzip handele? In puncto Spielprinzip war BiA Road to Hill 30 vor allem für WWII-Gamer eine nette Erfrischung. Zumal man BiA sehrwohl recht action lasstig spielen kann. Genau wie die Sache mit dem Zielen, ist das gleichzeitige Stellungswechseln, Befehle geben, feuern und fankieren eine Trainingssache. Richtig angewandt kann man mit dieser Methode die "Krauts" nicht nur in einem "ewig" dauerndem Stellungskampf besiegen. BiA ist zwar linear, doch hat der Spieler mehr taktischen Freiraum als zum Beipiel in Call of Duty und somit lassen sich manch brenzlige Situationen schneller und "erfolgreicher" meistern als es in Call of Duty der Fall ist. Als Fazit kann ich nur sagen: Wer gerne WWII Shooter spielt, nichts gegen taktische Elemente hat und Wert darauf legt seine mit ihm kämpfenden Kameraden auch aktiv befehligen zu können der ist bei Brother in Arms genau richtig. Ein wirklich tolles Spiel!
am grundlegenden spielablauf hat sich in der tat nicht viel geändert, aber: die areale sind um ein vielfaches grösser, die atmosphäre ist noch besser als in teil 1und die ki ist auch um klassen besser [...] falls sie dich doch interessieren sollte, schau einfach in den sammelthread (siehe sig).
Ich zitiere:
Zitat: (Original von Bonkic am 05.10.2005 14:15)
- levels sind ein klein wenig weitläufiger (so weit ich das beurteilen kann) -texturen sind - wie ich meine - ein klein wenig höher aufgelöst -gegner ki scheint auch ein wenig besser zu sein
*g*
(so weit ich das beurteilen kann)
jetzt, wo ich durch bin, kann ichs besser beurteilen.
am grundlegenden spielablauf hat sich in der tat nicht viel geändert, aber: die areale sind um ein vielfaches grösser, die atmosphäre ist noch besser als in teil 1und die ki ist auch um klassen besser [...] falls sie dich doch interessieren sollte, schau einfach in den sammelthread (siehe sig).
Ich zitiere:
Zitat: (Original von Bonkic am 05.10.2005 14:15)
- levels sind ein klein wenig weitläufiger (so weit ich das beurteilen kann) -texturen sind - wie ich meine - ein klein wenig höher aufgelöst -gegner ki scheint auch ein wenig besser zu sein
Und wieso? Hat sich ja angeblich nicht viel geändert seit Teil 1.
am grundlegenden spielablauf hat sich in der tat nicht viel geändert, aber: die areale sind um ein vielfaches grösser, die atmosphäre ist noch besser als in teil 1und die ki ist auch um klassen besser
Zitat: (Original von Dumbi am 25.10.2005 20:54)
Wie fandest du das Spiel?
meine meinung tut nichts zur sache - damit steh` ich eh relativ alleine da. falls sie dich doch interessieren sollte, schau einfach in den sammelthread (siehe sig).
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