Was ist eigentlich Rome: Total War?
Für alle, die Rome bislang verpasst haben, fassen wir nachfolgend kurz zusammen, warum sich ein Einstieg für alle Strategen unbedingt lohnt. Genau wie die beiden bisherigen Titel der Total-War-Serie (Shogun, Medieval) enthält auch Rome zwei völlig unterschiedliche Spielmodi - sozusagen zwei Spiele in einem. Einerseits agieren Sie als Imperator im rundenbasierten Management-Modus; andererseits führen Sie als Feldherr die Truppen in viele Echtzeit-Gefechte.
Im Rundenstrategie-Modus blicken Sie auf eine riesige 3D-Karte von Europa hinab. Details wie Bergketten, Flüsse oder Wälder sind genau so gut zu erkennen, wie die verschiedenen Städte und Dörfer. Militäreinheiten erkennen Sie anhand kleiner Symbole.
Als oberster Herrscher obliegen Ihnen neben der Platzierung und Instandhaltung der Truppen vor allem auch wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten. Nur ein gefülltes Staatssäckel ermöglicht wichtige Investitionen (neue Einheiten, Waffen oder Gebäude). Genügen die Einnahmen einmal nicht, stehen Steuererhöhungen an.
Wichtige Verbesserungen Ihrer Stellung erlangen Sie durch Gebäude, beispielsweise Tempel (Glauben des Volks), Pferdeställe für Reiter-Einheiten, Übungsplätze zur Fortbildung der Krieger, Schmieden für neue Waffen sowie Marktplätze, auf denen Händler sich ansiedeln können.
Übrigens steht ständig ein optional abschaltbarer Berater mit hilfreichen Tipps zur Seite.
Wenn sich mehrere verfeindete Verbände auf der Europa-Karte des Management-Parts begegnen, wechselt Rome in den Taktik-Modus. In schicker 3D-Grafik werden nun die Eigenheiten des jeweiligen Landstrichs dargestellt: Schlängelte sich auf der Übersichtskarte ein Fluss durch das betreffende Areal, kämpfen die Truppen nun an einem detailgetreu nachgebildeten Teilabschnitt des Stroms.
Vor allem Gefechte um Siedlungen oder Dörfer bestechen durch fantastische Optik: Sie blicken beim Angriff auf malerische Tempel, Bäder, Kasernen und andere Strukturen, die der regionale Herrscher im Spielverlauf errichtet hat.
Auch die Grafik der Einheiten überzeugt durch ungekannten Detailreichtum - obwohl an jeder Schlacht mehrere tausend Kämpfer beteiligt sind. Zoomt man ganz nah ans Geschehen, sind bei jedem einzelnen Soldaten liebevoll ausgearbeitete Einzelheiten wie verzierte Schilde, Kämme auf den Helmen oder mehrteilige Rüstungen zu bestaunen.
Entsprechend imposant wirken die Kämpfe. Wenn 500 Infanteristen sich gegen 200 heranpreschende Reiter stellen und Sekunden später beide Verbände unter Tosen und Donner aufeinanderprallen, fährt man die Kamera ganz automatisch möglichst nah ans Schlachtfeld, um ja kein Detail zu verpassen. Das Erlebnis ist vor allen Dingen während der ersten Stunden buchstäblich überwältigend - auch in spielerischer Hinsicht.
Sie kommandieren eine Vielzahl verschiedener Einheitentypen, von der leichten Kavallerie über Speerwerfer, Bogenschützen und Lanzenkämpfer bis hin zum "klassischen", mit einem Schwert bewaffneten Legionär. Jeder verfügt über unterschiedliche Eigenschaften. Während Reiter beispielsweise aufgrund ihrer Schnelligkeit perfekt geeignet sind, um gegnerische Fernkämpfer aus der Nähe zu überraschen, haben sie kaum eine Chance gegen Infanteristen, die mit langen Lanzen ausgestattet sind.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Moralsystem. Motivierte, gut bezahlte Soldaten zeichnen sich durch Schlagkraft und Durchhaltevermögen aus. Dahingegen ergreifen eingeschüchterte, elanlose Untertanen schon bei einer sich andeutenden Bedrohung die Flucht. Häufig hängen Disziplin und Moral der Truppe von einem bestimmten General oder Feldherren ab. Fällt diese spezielle Einheit, verlieren auch die restlichen Einheiten schnell den Mut.
Dieses Wissen erlaubt ausgefeilte Taktiken. Sie könnten beispielsweise die feindliche Hauptstreitmacht mit einem Köder zum Angriff bewegen und allmählich vom Kommandeur weglocken. Nun attackieren Ihre zuvor in der gegnerischen Flanke postierten Krieger direkt die meist vergleichsweise kleine Garde um den General. Ihr Widersacher muss nun entweder den Verlust der Spezialeinheit in Kauf nehmen, oder einen Teil der kämpfenden Truppe zur Verteidigung abziehen. In jedem Fall erleichtert sich dadurch die Aufgabe Ihrer Frontkämpfer.
