Schweden ist nicht nur für sichere Autos, den Elchtest oder Ikea-Möbel berühmt. Auch einer der beliebtesten Multiplayer-Shooter der letzten Jahre stammt aus dem hohen Norden. Die Rede ist von Battlefield 1942, das beklemmende Weltkriegsgefechte für bis zu 64 Spieler lieferte und obendrein Fahrzeuge im Genre salonfähig machte.
Egal ob es sich um riesige Schlachtschiffe, U-Boote, Kampfpanzer oder Jagdflieger handelte - beinahe jedes Gefährt aus dem Zweiten Weltkrieg wartete nur darauf, bemannt zu werden. Seit Digital Illusions 2002 mit Battlefield 1942 neue Maßstäbe setzte, erscheint kaum ein hauptberuflicher Mehrspieler-Shooter mehr ohne Vehikel.
Sogar in der Unreal Tournament-Serie brauchen Sie seit UT 2004 (dt.) nicht mehr auf einen fahrbaren Untersatz zu verzichten. Natürlich ebenso wenig in Battlefield Vietnam, dem inoffiziellen zweiten Battlefield-Titel. Einen ähnlich großen Anklang wie Battlefield 1942 fand das Dschungelabenteuer allerdings nicht. Große Neuerungen blieben - abgesehen vom Szenario - aus. Außerdem schwor die Mod-Community dem guten, alten Battlefield 1942 die Treue. Schließlich hatte man gleich mehrere richtig gute Eisen im Feuer, allen voran Desert Combat.
Kein weiteres Add-on
Da Battlefield 2 nahezu dasselbe Szenario wie das ehrgeizige Fanprojekt behandeln sollte, nämlich eine Art Irakkrieg, beschloss Digital Illusions, mit den Hobbyprogrammierern gemeinsame Sache zu machen, und kaufte die Trauma Studios auf. So hatte man eine kompetente Kraft an der Seite, die bereits viel Erfahrung mit der modernen Kriegsführung am PC gesammelt hatte. Aber keine Sorge, Battlefield 2 erweckt alles andere als den Anschein einer Modifikation für Battlefield 1942.
Bereits ein erster Blick macht deutlich: Hier handelt es sich tatsächlich um einen echten Nachfolger und nicht erneut um eine Erweiterung zum Vollpreis. Digital Illusions stampfte die bewährte Technik aus Battlefield 1942 beziehungsweise Battlefield Vietnam ein und schuf stattdessen eine nagelneue Grafik-Engine, die traumhaft schöne Spielumgebungen und bombastische Spezialeffekte auf den Monitor zaubert.
Aber auch beim Gameplay hat sich einiges getan. Ein Commander soll beispielsweise das Teamspiel auf öffentlichen Servern fördern und die Charakterklassen wurden auf sieben durchdachte Berufe aufgestockt. Mehr zu diesen Themen später.
Was das Szenario anbelangt, widmet sich Battlefield 2 zum einen Kampfhandlungen in der arabischen Welt; eine Koalition des Mittleren Ostens (MEC) kämpft gegen die USA in der Wüste. Zum anderen lassen die Amerikaner in einem fiktiven Konflikt mit China die Waffen sprechen. Das alte Kriegsgerät aus Battlefield 1942 hat also ein für alle Mal ausgedient. Sie ziehen mit den modernsten Errungenschaften der Rüstungsindustrie in die Schlacht.
Bewährter Spielmodus
Herzstück von Battlefield 2 ist der aus den Vorgängern bekannte Eroberungs-Modus für maximal 64 Spieler. Sie sind siegreich, sobald entweder alle Basen eingenommen wurden oder der Gegner keine Verstärkung mehr aufs Feld werfen kann, da ihm die Respawn-Tickets ausgegangen sind.
Ein äußerst simples und dennoch sehr spaßiges und spannendes System. Von weiteren Spielvarianten fehlt allerdings jede Spur. Nicht einmal Deathmatch oder King of the Hill haben es in Battlefield 2 geschafft. Selbst der von Digital Illusions im Vorfeld angekündigte Modus Support Lines fehlt überraschenderweise. Schade, etwas Abwechslung wäre sicherlich wünschenswert gewesen.
Aber seien wir ehrlich: Wer hat schon bei Battlefield 1942 etwas anderes als die geniale "Eroberung" gespielt? Vielleicht schießt Digital Illusions Support Lines in einem Update nach. Die Schaltfläche zur Auswahl diverser Spielmodi existiert schließlich bereits im Servermenü. Auch wenn man dort bislang nur einen Eintrag, nämlich Eroberung, antrifft.
Häuserkampf hoch drei
Exakt ein Dutzend Karten haben die schwedischen Leveldesigner Battlefield 2 spendiert. Sieben davon entführen Sie in die Wüste, wo Sie wahlweise aufseiten der US Marines oder der Terroristenpartei kämpfen. Trotz des staubigen Szenarios ist für jede Menge Abwechslung gesorgt. Selbst die drei reinen Stadtkarten unterscheiden sich enorm voneinander.
In Sharqi Peninsula dreht sich alles um einen TV-Sender, der von einem verschlafenen Feriennest am Persischen Golf aus Propaganda macht. Hotels, Ferienwohnungen, eine Uferpromenade und im Bau befindliche Hochhäuser kennzeichnen diese interessante Map.
Ganz anders sieht Strike at Karkand aus. Hier spielen sich die Gefechte in einem dreckigen Industrieviertel ab. Doch damit nicht genug: Draußen wütet ein Sandsturm, der das Setting gespenstisch wirken lässt. Das typische Klischee einer orientalischen Stadt erfüllt Mashtuur City mit seinen Bauwerken im morgenländischen Stil am besten.
Den Mittelpunkt dieser Karte bildet eine bezaubernde Moschee. Auch wenn die drei Karten optisch sehr verschieden sind, eines ist allen gemein: der Häuserkampf. Aufgrund der verwinkelten Levelarchitektur haben es Panzer und Fahrzeuge besonders schwer. Hinter jeder Ecke könnte ein Hinterhalt lauern. Aber auch Infanteristen leben gefährlich:
Die zahlreichen Balkone und Dächer bieten ein wahres Eldorado für Scharfschützen. Glücklicherweise sind die Sniper nicht übermächtig. Drei Treffer sind vonnöten, um einen Soldaten über den Jordan zu schicken. Es sei denn, eine Kugel erwischt den Kopfbereich. Dann fällt unverzüglich der Vorhang.
Ab in die Wüste
So richtig austoben können sich Piloten von Kampfhubschraubern, Düsenjets und Panzern bei den restlichen Orientlevels. Denn hier lassen Sie die engen Gassen der Städte hinter sich und unternehmen einen Abstecher aufs Land.
Sehr beeindruckend fällt beispielsweise die gewaltige Kulisse von Kubra Dam aus. Ein riesiger Staudamm verbindet zwei Gebirgszüge miteinander, im vertrockneten Flussbett liefern sich F-15 Eagles und SU-35 Flankers atemberaubende Dogfights in Top Gun-Manier.
Ins kühle Nass schickt Sie Battlefield 2 während der Operation Wetlands. In der Abenddämmerung sollen die Marines eine Inselgruppe einnehmen. Die Schlüsselrolle spielen auf dieser dunklen Karte neben Schlauchbooten der Radpanzer LAV-25 Piranha beziehungsweise sein russisches Pendant, der BTR-90. Beide Einheiten eignen sich aufgrund ihrer Amphibieneigenschaften auch perfekt für die weiten Sumpflandschaften von Zatar Wetlands.
Einen Hauch von Urlaub versprüht die Map Golf von Oman (auch in der spielbaren Demo enthalten). Spätestens wenn T-90 Kampfpanzer über den Strand rumpeln, ist die Träumerei aber vorbei. Eine Besonderheit dieses abwechslungsreichen Szenarios ist ein amerikanischer Flugzeugträger der Wasp-Klasse, der vor dem Strand vor Anker liegt und gleichzeitig die uneinnehmbare Hauptbasis der Marines bildet.
Von hier aus starten der F-35 Joint Strike Fighter, AH-1 Super Cobras und UH-60 Blackhawks. Trotz dieser augenscheinlichen Militärübermacht gerät die Spielbalance - wie auch auf den anderen Schauplätzen - nicht aus dem Lot. Der Gegner greift von einem abgelegenen Luftstützpunkt aus auf ebenso mächtige Kriegsmaschinerien russischer Bauart zurück.
China-Kracher
Vom Nahen in den Fernen Osten verschlägt es Sie bei dem Konflikt zwischen Amerika und China. Die fünf Karten sind allesamt in den ländlichen Regionen der Volksrepublik angesiedelt. Dort erwarten Sie saftige Wiesen, dichte Wälder und ein bergiges, unwegsames Gelände.
Fährt man am FuShe-Pass die serpentinenreichen Passstraßen entlang, fühlt man sich beinahe wie in den Alpen; wären da nicht ein paar Häuser im traditionell chinesischen Stil, die an Filme wie Tiger & Dragon oder Der letzte Kaiser erinnern.
Neben diesen kunstvollen Bauwerken stoßen Sie auf den anderen Maps auch auf richtige Schandflecken, beispielsweise ein Atomkraftwerk (Dalian Plant) oder Ölraffinerien (Daqing Oilfields). Ein unheimlicher Nebel verleiht ferner den sumpfigen Schlachtfeldern Songhua Stalementes ein ganz besonderes Flair.
Nicht minder beeindruckend wie das durchdachte Leveldesign, das auf keiner der zwölf Karten einer Partei einen unfairen Vorteil verschafft, ist das exotische Kriegsgerät der Kommunisten. Statt auf die gängigen Vehikel setzen die Chinesen auf ihre eigenen Konstruktionen, die nur in den wenigsten Spielen, etwa Söldner, anzutreffen sind.
Dazu zählt unter anderem der Type 98 Kampfpanzer, der schlagkräftige WZ-10 Helikopter und der wendige J-10 Abfangjäger. Leider dürfen Sie mit Ihren Fliegern auch dieses Mal nicht beliebig weit in die Pampa hinausdüsen. Wers trotzdem macht, gilt als Deserteur und wird liquidiert. Dasselbe gilt natürlich auch, wenn Sie sich per pedes oder mit einem Fahrzeug vom eigentlichen Ort des Geschehens entfernen.
Anpassungsfähige Karten
Schlichtweg genial ist die variable Kartengröße. Jede Map besitzt eine Konfiguration für 16, 32 und 64 Teilnehmer. Wollen Sie nur in einer kleinen Gruppe Schlachten schlagen, nehmen Sie die 16er-Version. In diesem Fall beschränkt Battlefield 2 den Krisenherd auf das Kartenzentrum, etwa die Innenstadt.
Flugzeuge gibt es in dieser Einstellung keine, die Infanterie steht im Vordergrund. Bei der Variante für 32 und 64 Leute fügt das Programm schrittweise weitere Bezirke inklusive neuer Respawn-Basen und zusätzlicher Vehikel hinzu. Schade, dass es so etwas nicht schon damals für die riesigen Battlefield 1942-Maps El Alamein oder Gazala gab. Nicht selten war man eine kleine Ewigkeit unterwegs, bis es zum Feindkontakt kam.
Charakterfrage
Kennen Sie das auch: Sie stehen vor dem Kleiderschrank und wissen nicht, was Sie anziehen sollen? Ähnlich ergeht es Ihnen bei der Berufswahl in Battlefield 2. Gleich sieben Charakterklassen, also drei mehr als bei Battlefield Vietnam, stehen zur Wahl.
Das Beste daran: Jede Rolle besitzt ihre Daseinsberechtigung und ist abseits ihrer Spezialfähigkeit auch zum Kämpfen geeignet. Selbst der Sanitäter ist in Battlefield 2 endlich ein nicht zu unterschätzender Gegner geworden. Schließlich trägt er dasselbe Gewehr wie der normale Sturmsoldat.
Nur muss er auf den montierten Granatwerfer verzichten. Alles in allem ist der Medic die mit Abstand interessanteste Spielfigur. Mit dem Verbandspäckchen in der Hand heilt der Sani automatisch sich selbst und alle Kollegen in unmittelbarer Nähe. Doch damit nicht genug.
Segnet ein Teammitglied das Zeitliche, können Sie ihn mit dem Defibrillator wiederbeleben, was besonders praktisch ist, wenn Ihr Trupp weit hinter den feindlichen Linien unterwegs ist. Ein Universaltalent ist die Special-Forces-Einheit. Dank des C4-Sprengstoffs, der an Objekten haften bleibt, lassen sich selbst Panzer im Handumdrehen zerlegen.
Die Aufgaben des Scharf- und Panzerabwehrschützen - Letzterer führt eine Panzerfaust mit Lenkraketen im Inventar mit - erklären sich von selbst. Unverzichtbar für den Erfolg ist ferner der Versorgungssoldat. Er rüstet die Kollegen mit frischer Munition aus. Außerdem legt er mit dem MG vorzugsweise Sperrfeuer. Nachteil: Im Stehen treffen Sie mit der fetten Knarre auf Distanz nicht einmal ein Scheunentor.
Apropos Munition: Gehen Ihnen die Kugeln aus, haben Sie ein echtes Problem. Denn im Gegensatz zu früher existieren in Battlefield 2 keine festen Versorgungspunkte, an denen man sich neu ausrüsten und heilen kann. Dadurch gewinnt der Versorgungssoldat ebenso an Bedeutung wie der Sanitäter und der Pionier. Letzterer stellt nämlich so gut wie die einzige Möglichkeit dar, Fahrzeuge zu reparieren.
Der Clou: Hocken Sie als Pionier in einem Wagen, setzen Sie ohne Zutun sämtliche Vehikel um sich herum instand. Außer Ihr eigenes - dafür müssen Sie aussteigen und auf altmodische Art und Weise zum Schraubenschlüssel greifen. Das Aussehen Ihrer Spielfigur lässt sich übrigens nicht verändern. Was nicht weiter stört. Schließlich bleibt im Eifer des Gefechts keine Zeit, seine Kameraden zu mustern.
Chefsache
Wie bringe ich jemanden dazu, auch auf öffentlichen Servern Teamgeist an den Tag zu legen? Söldner begegnete diesem Problem als erster Multiplayer-Shooter überhaupt mit einem Commander. Wirklich gebracht hat dieser aber wenig. Nach wie vor herrschte oft das reine Chaos.
Auch Battlefield 2 will die Leute mit einem Anführer dazu zwingen, gemeinsam um die Flaggen zu kämpfen. Überraschenderweise ging es während unserer Test-Matches im Internet erstaunlich geordnet zu. Bloß warum? Was macht Battlefield 2 besser als die Konkurrenz? Zunächst einmal fällt die Bedienung des schwedischen Commanders leichter.
Der Kartenbildschirm ist übersichtlich gestaltet, über ein Drop-down-Menü wählen Sie die entsprechenden Befehle aus, etwa Angreifen, Verteidigen oder Unterstützen. Das allein reicht natürlich längst nicht aus, um einen Mitspieler zu motivieren, Punkt XY einzunehmen. Dafür sorgen die Feuertrupps. Jeder kann ein Team von maximal sechs Männern organisieren.
Wobei der Squad-Chef als mobiler Spawnpunkt fungiert. Fällt ein Kamerad, braucht er nicht bei der ewig weit entfernten Basis einsteigen, sondern betritt das Spielfeld unmittelbar bei seinen Jungs. Stecken die gerade in einem Gefecht, hilft der Neuankömmling natürlich automatisch mit, das Zugehörigkeitsgefühl steigt. Auch der Squadleader erteilt seine Anordnungen über die Karte. Außerdem nimmt er die Anweisungen des Commanders entgegen. Ob er sie ausführt, bleibt natürlich ihm überlassen.
Gute Aufstiegschancen
Ferner stärkt ein gelungenes Belohnungssystem den Teamgeist. Punkte gibt es nicht nur für Flaggeneroberungen und Kills, sondern auch immer dann, wenn Sie jemanden heilen, etwas reparieren oder Verbündete mit Munition versorgen.
Selbst wenn Sie keinen einzigen Schuss abfeuern, können Sie theoretisch am Ende einer Partie ganz oben auf der Score-Liste stehen. Während die nächste Karte lädt - das dauert bei Battlefield 2 eine ganze Weile - wird ferner aufgeschlüsselt, wer in welchen Kategorien besonders gut bei der vergangenen Partie abgeschnitten hat.
Das spornt ebenso zu Höchstleistungen an wie die Weltrangliste. Alle gesammelten Punkte werden auf einem zentralen Server gespeichert und sind für jedermann ersichtlich. So wissen Sie sofort, wie gut Sie im internationalen Vergleich sind und ob es beispielsweise noch bessere Piloten als Sie gibt.
Außerdem steigen Sie im Laufe Ihrer Karriere im Rang auf und schalten eine Bonuswaffe, etwa das G-36, frei. Zurück zum Commander: Er kann nicht nur kommandieren, sondern auch per Satellit und Aufklärungsdrohne alle feindlichen Einheiten für kurze Zeit sichtbar machen sowie Versorgungskisten über dem Zielgebiet abwerfen lassen.
Außerdem ist der Team-Chef der einzige, der einen Artillerieschlag ordern darf. Wer sich gerade im Zielgebiet befindet, hat kaum Überlebenschancen. Leider erweist sich diese mächtige Aktion als großer Kritikpunkt. Denn mit spielerischem Können hat die Artillerie nichts zu tun. Ein Mausklick reicht und schon krachts gewaltig. Besonders frustrierend ist das, wenn Sie gerade eine Stellung einnehmen wollen.
Sie haben sich mühsam bis zu Flagge vorgearbeitet, plötzlich machts peng und Ihr ganzes Squad ist von jetzt auf gleich eliminiert, ohne sich auch nur in irgendeiner Weise wehren zu können. Bereits nach wenigen Minuten - was viel zu kurz ist - stehen dem Anführer die Geschütze für einen erneuten Beschuss zur Verfügung. Immerhin lassen sich die Haubitzen mit C4 zerstören. Dummerweise kann ein Pionier diese aber im Handumdrehen wieder reparieren.
Unkomplizierte Steuerung
Wer die Vorgänger gespielt hat, fühlt sich bei Battlefield 2 sofort heimisch. Aber auch Einsteiger finden sich schnell zurecht. Die Menüs sind übersichtlich gestaltet, die Charakterwahl selbsterklärend und die Steuerung der Einheiten kinderleicht. Was nicht bedeutet, dass jeder einen Hubschrauber fliegen kann.
Um diese zu beherrschen, ist viel Training und Fingerspitzengefühl erforderlich. Sonst endet die Reise schnell am nächsten Baum. Die glaubwürdige Flug- und Fahrzeugphysik wurde nahezu unverändert aus Battlefield Vietnam übernommen.
Lediglich bei den Schadensmodellen gab es Änderungen. Rumpeln Sie mit einem Panzer gegen einen Baum, quillt nicht mehr sofort der Rauch aus dem Blech. Nach unserem Geschmack kostet diese Lappalie jedoch nach wie vor zu viele Schadenspunkte.
Wer statt mit Tastatur und Maus lieber mit dem Joystick abhebt, wird angenehm überrascht sein. Auch mit dem Controller sind geschmeidige Flugmanöver drin; nur bei den Helis reagiert der Knüppel einen Tick zu sensibel auf Ihre Bewegungen.
Als Copilot sind Sie übrigens bei den Helis und Jets nicht zum Zuschauen verdammt. Über einen Kamerabildschirm manövrieren Sie per Maus lasergelenkte Raketen ins Ziel. Völlig neue Wege beschreitet Battlefield 2 beim Teamfunk. Statt wie einst über die Funktionstasten teilen Sie Ihren Kameraden gesichtete Feinde über ein Radialmenü im Raven Shield-Design mit. Gewöhnungsbedürftig, aber praktisch!
Grafikpracht
Als Ihr größter Gegenspieler entpuppt sich anfangs immer wieder die neue Grafik-Engine von Battlefield 2 - im positiven Sinne. Denn die Schlachtfelder und Einheiten sehen dermaßen realistisch aus, dass man gelegentlich vor lauter Sightseeing den Kampf vernachlässigt.
Die ohnehin sehr dichte Atmosphäre wird durch den authentischen Look und die naturgetreuen Animationen nochmals verstärkt. Insbesondere die Schatten erzeugen so manche Gänsehaut - etwa wenn es plötzlich um Sie herum dunkel wird, weil ein Hubschrauber zur Landung ansetzt.
Aber auch die brachialen Soundeffekte passen hervorragend zu den beiden glaubwürdigen Szenarien. Einziger Wermutstropfen: das Radio aus Battlefield Vietnam hat ausgedient und selbst mit einem High-End-Rechner müssen Sie auf das ein oder andere Detail verzichten, damit Battlefield 2 ruckelfrei läuft.
Was den Netzcode anbelangt, gab es keinen Anlass zur Kritik. Battlefield 2 lief sehr stabil, Lags waren die Ausnahme. Ob die Server allerdings auch unter Volllast zufriedenstellend funktionieren, wird die Zukunft zeigen. Zum Zeitpunkt unseres Tests existierte nur ein einziger Server, der extra für die europäische Fachpresse eingerichtet wurde.
Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, was die Netzwerk-Performance anbelangt. Zum Schluss noch eine Info für alle Level-Bastler. Pünktlich zum Verkaufsstart sollen Editor und Mod-Tools zum Download bereitstehen.
Wenn ich mich recht erinnere, dann war die KI in BF1942 in der ersten Version auch miserabel. Da ich da noch Modem hatte, hab ich wenig online gespielt. Jedenfalls haben die Bots es beispielsweise nicht fertiggebracht, sich in einen Panzer zu setzen, wenn man selber drin war. Die sind dann ständig ein- und ausgestiegen.
Nach einigen Updates hat Dice das aber in den Griff bekommen und man kann - wie wir ja alle wissen - auch hervorragend allein oder mit wenigen Freunden im Coop-Modus spielen. Ich hoffe natürlich, dass Dice es wieder in ein, zwei Monaten hinbekommt.
Ob die EInschränkung auf die 16 Spieler im Bot-Modus aufgehoben werden kann, da bin ich mir nicht so sicher. Das Spiel verschlingt im Netz bei 64 Spielern ja schon enorm Ressourcen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da noch Reserven gibt, um 63 Bots halbwegs intelligent zu simulieren. Selbst BF Vietnam hat da schon seine Probleme.
Zitat: (Original von N8Mensch am 20.07.2005 15:57)
Na gut, die Bots . In erster Linie ist BF2 ein Multiplayer-Spiel. Bots sind nur eine Zugabe und man sollte froh sein, das es überhaupt welche gibt. Das sehen SinglePlayer-Fans natürlich anders. Aber viele könnten sich auch aufregen, das der Doom3 MP-Modus schwach ausgefallen ist oder das MaxPayne überhaupt keinen hat. Auch sinnlos....
Vielleicht wird die Anzahl der Bots durch Patchs/ Addons noch erhöht. Mal abwarten.
Naja, aber solchen Ansichten haben wir es wohl zu verdanken, dass es keinen richtigen COOP-Modus mehr gibt Im Gegensatz zu manch anderem find ich Bots superwichtig. Man hat ja schließlich nicht immer gleich 20 Leute parat, die mit einem zocken. So kann man das Spiel quasi für eine kleine lan-party vergessen. Wäre doch genial gewesen, wenn man mit Bots und 2-3 Kumpels zusammen auf den großen Karten hätte zocken können. Der Coop-Modus fehlt wirklich sehr. Ich weiß, dass es Möglichkeiten gibt, aber das geht nur richtig mit den kleinen Maps und es ist nicht so toll, wie es bei BF1942 oder Vietnam war. Schade Auch hätten es ein paar Maps und Spielmodis mehr sein können, ansonsten allerdings find ich das Spiel insgesamt Spitze. Es macht wirklich schon sehr süchtig, wenn man da mal angefangen hat, ist es schwer wieder aufzuhören
Zitat: (Original von Schisshase am 20.07.2005 19:31)
Ein Grund für die 16er Beschränkung dürfte sein, daß die Bots viel Rechenzeit verbrauchen. 64 Bots ziehen den durchschnittsrechner ganz schön nach unten. Ich hab mal 150 Bots eingestellt. Das Ergebnis war eine Diashow.
Aber mit 32 zu spielen macht´s mindestens 5 mal so viel spass wie mit 16. Mit 64 sind die maps jedoch zu klein.
Weiß jemand ob man herrausgefunden hat wie die Maps größergestellt werden können?
Ja das ist eine gute Frage, würde ich auch gerne wissen. Wie stelle ich überhaupt die Botanzahl um? Auserdem habe ich noch ein Problem. Ich habe einen Athlon64 4000+, mit einer ASUS 6800GT und 1024PC400 Arbeitsspeicher, trotzdem ruckelt das Spiel am Anfang eine Weile, warum?
Zitat: (Original von Schisshase am 20.07.2005 19:31)
Ein Grund für die 16er Beschränkung dürfte sein, daß die Bots viel Rechenzeit verbrauchen. 64 Bots ziehen den durchschnittsrechner ganz schön nach unten. Ich hab mal 150 Bots eingestellt. Das Ergebnis war eine Diashow.
Aber mit 32 zu spielen macht´s mindestens 5 mal so viel spass wie mit 16. Mit 64 sind die maps jedoch zu klein.
Weiß jemand ob man herrausgefunden hat wie die Maps größergestellt werden können?
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