Der Entwickler kündigt Guild Wars an, wie man Spiele in der Branche eben ankündigt: "Lernt die nächste Generation von Online-Rollenspielen kennen!" Computerspieler wissen, dass man bei solchen Werbesprüchen vorsichtig sein muss, denn auch ein Moorhuhn wird gern mit Superlativen beschrieben.
Doch Guild Wars gelingt tatsächlich ein einzigartiger Spagat zwischen Einzel- und Mehrspieler. Wenn andere Entwickler das innovative Guild Wars-Konzept kopierten, würde es niemanden wundern. Zuerst einmal: Sie haben es hier nicht mit einem klassischen MMORPG zu tun. Sie finden hier keinen Gegner, dessen Lebensenergiebalken so riesig ist, dass er eigentlich über den Monitorrand hinausragen müsste.
Sie dürfen auch kein Handwerker sein, also vergessen Sie den Traum von der Holzfällerkarriere. Sie sind Held, sonst nix: Aufträge lösen, Monster hauen, bessere Gegenstände finden, das ist Ihre Bestimmung. Guild Wars ist damit mehr Diablo als World of Warcraft, nur dass es ausschließlich online funktioniert. Und es ist Counter-Strike mit Fantasy-Figuren: PvP-Kämpfe finden in Arenen statt, niemals mit Hunderten von Spielern, sondern immer Team gegen Team. In der Story-Kampagne brauchen Sie keine Angst zu haben, dort sind Sie vor Spielerangriffen sicher.
Neues Spielspaß-Konzept
Nach der Geburt Ihres Charakters scheint Ihnen die Sonne ins Gesicht. Ringsherum erheben sich die Stadtmauern von Ascalon. Vor Ihnen führen Stufen auf den Marktplatz hinab, wo Händler hinter ihren Ständen stehen und Krieger mit Schwertern daneben. Es herrscht ein reges Treiben: Einige Spieler suchen nach einer Gruppe, andere tanzen und begrüßen Neuankömmlinge vor den Stadttoren. Online-Rollenspiel pur!
Und dann verlassen Sie Ascalon und alles ist anders: NPCs bewachen den Wegesrand, weiter hinten Monster, aber kein Spieler weit und breit. Es wirkt so leer, man möchte "Echo" rufen. Geben Sie nicht der Telekom die Schuld, Sie machen nur gerade Bekanntschaft mit einem neuen Konzept: Alles abseits der Städte ist in Guild Wars eine Instanz, ein Areal, ganz für Sie allein. Niemand wird Ihnen Gegner oder Quest-Gegenstände vor der Nase wegschnappen. Bis zu acht Spieler passen in eine Instanz, Voraussetzung ist nur, dass die Partybildung innerhalb einer Stadt erfolgt.
Sie müssen sich die Städte als Battle-Net mit 3D-Grafik vorstellen: Dort trifft man sich, plant Heldentaten und startet dann gemeinsam das Abenteuer. Weil ein einziger Server alle Guild Wars-Spieler fasst, sind die Städte immer gut gefüllt. Sollte eine Stadt aus allen Nähten platzen, generiert das Programm automatisch eine Kopie, Distrikt genannt. Über ein Pulldown-Menü springen Sie bequem von einem Distrikt zum anderen, begegnen Deutschen, Amerikanern, Koreanern. Globalisierung in einem Computerspiel. Dafür, dass Sie meistens unter Hunderten von Spielern sind, ist die Gruppensuche überraschend umständlich. Absprachen sind nur im Chat möglich, kein Menü zeigt an, wer eine Gruppe sucht. Auch beim gemeinsamen Lösen von Quests legt Ihnen Guild Wars Steine in den Weg: Quests lassen sich nicht wie in World of Warcraft auf Mitspieler übertragen.
Erste große Schritte
Der Preis für das längste Tutorial der Welt geht an Guild Wars. Sobald Sie die Hauptstadt Ascalon verlassen haben, erstreckt sich vor Ihnen ein üppiges Fantasy-Gebiet: Flüsse schlängeln sich durch Wiesenlandschaften und exotische Vögel stolzieren durch meterhohes Gestrüpp. Am Wegesrand lauern Banditen, die den erstbesten Spieler überfallen, und im Wasser tummeln sich Würmer, die sich gen Himmel recken, sobald man ihnen zu nahe kommt.
Weiter hinten ein Dorf mit Hütten aus Lehm und Stroh, daneben eingezäunte Gärten, in denen sich Schweine im Schlamm suhlen. Bauern warten dort auf Abenteurer, die Aufträge erledigen. Jemand möchte Eier aus einer Höhle klauen, braucht aber Geleitschutz; andere müssen eine dringende Botschaft überbringen, können das Dorf aber nicht verlassen. Die Quests sind anfangs anspruchslos und Sie ein Handtuch - passt.
Je weiter Sie fortschreiten, desto stärker entfernen Sie sich von der Zivilisation: Hinter etlichen Brücken wird das Gebiet hügelig und karg, die Straße fällt steil ab und schon stapfen Sie durch eine Winterlandschaft. Man kann sich lange in diesem Gebiet aufhalten, ohne mitzubekommen, dass es sich nur um ein Areal handelt, in dem Sie sich mit der Steuerung und der Spielmechanik von Guild Wars vertraut machen sollen: Mit den WASD-Tasten laufen, aus der Verfolgerperspektive gucken.
Ein Doppelklick startet den Kampf, die Zifferntasten aktivieren Ihre Fähigkeiten. Alles ist Standard, wer eigene Tastaturbelegungen bevorzugt, editiert nach Belieben im Optionsmenü. Außerdem entscheiden Sie sich im Anfangsareal für eine Zweitklasse, Ihren Hauptberuf haben Sie bei der Charaktergenerierung ausgesucht. Sie müssen keine zusätzliche Profession wählen, sollten aber. Man wird flexibler, ohne in der Freiheit, sich zu spezialisieren, eingeschränkt zu sein.
Ist die Vorbereitungsphase abgeschlossen, finden Sie sich in Ascalon wieder. Jetzt ist es an der Zeit für Ihre erste richtige Mission und Sie werden sich nach deren Abschluss überrascht die Augen reiben. Die idyllische Fantasy-Welt sieht hinterher aus, als hätte Old Shatterhand mit der Faust draufgeschlagen: Ascalon in Ruinen, draußen umgestürzte Bäume, gähnende Schluchten und Felsen, deren zerschlagene Kanten ausschauen wie Raubtierzähne.
Wo vorher Sonnenschein war und die Vögel zwitscherten, hat sich jetzt ein unheilvolles Rot über den Himmel gelegt, in das die Krähen hineinkreischen. Schuld an der Verwüstung tragen die Charr-Monster, so viel verraten Ihnen die Zwischensequenzen. Das Tutorial ist vorüber, das richtige Spiel beginnt. Und die Größe der Welt hat sich ganz nebenbei verzehnfacht.
Riesige Fantasy-Welt
Sie haben vielleicht schon in einer älteren Guild Wars-Vorschau gelesen, dass der Weg zum Maximal-Level 20 etwa zwei Tage beansprucht. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Es geht hier nicht um zwei Nachmittagssitzungen, die über zwei Tage verteilt sind, sondern um etwa 50 Stunden. Wer sich nicht hetzt, öfter mal den Blick schweifen lässt und jeden Auftrag angeht, braucht zum Erklimmen der Level-Leiter locker doppelt so lange.
Die Zeit nimmt man sich gerne, denn die unzähligen Schauplätze sind bis an den Rand mit Monstern, Schätzen und wundersamen Objekten gefüllt. Die Entwickler wissen ganz genau, wie man den Erkundungsdrang der Spieler weckt. Besuchte Schlüsselpunkte tauchen auf Ihrer Karte als Markierung auf, zu der Sie per Mausklick immer wieder zurückreisen können.
Während Ihrer ersten Tour durchs Land wird Ihnen auffallen, dass selbst kniehohe Hügel ein unüberwindbares Hindernis darstellen; nur der Weg ist begehbar. Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit macht die Außenareale zu einem Irrgarten. Sie können sich daher nie vollständig auf den Zeiger verlassen, der Ihnen in Echtzeit die Richtung zum Ziel des ausgewählten Auftrags weist. In neun von zehn Fällen müssen Sie einen Umweg in Kauf nehmen - es wäre ja auch zu einfach gewesen!
Story in einem Online-RPG
In Guild Wars gibt es zwei Arten von Quests. Die einen lösen Sie, um sich mit neuen Fähigkeiten auszustatten, die anderen schalten weitere Gebiete frei und treiben die Story voran. Spannend sind vor allem Letztgenannte. In der zweiten Mission schreiten Sie durchs Ödland und mischen die Charr auf, indem Sie ramponierte Katapulte reparieren und Geschosse in die Gegnerhorden feuern. Später flüchten Sie vor einer Übermacht in Windeseile über verschlungene Pfade, während hinter Ihnen die Monster immer näher kommen.
Bis zum Ende bleiben die Missionen abwechslungsreich. Mal müssen Sie ein Portal vor heranstürmenden Gegnern beschützen oder Türen mit Dynamit aufsprengen, mal sollen Sie Punkte auf der Karte besetzen und den Feind vom Vorrücken abhalten. Schön, wie sich Guild Wars von der kontextlosen Monstermetzelei anderer Online-Rollenspiele abhebt. Jede Mission enthält einen Bonus-Auftrag, der zusätzliche Erfahrungspunkte einbringt, inklusive Wutanfälle. Denn viele Zusatzziele sind auf Anhieb kaum zu schaffen. Gottlob haben Sie unendlich viele Versuche.
Ist eine Mission überstanden, folgen Zwischensequenzen, die eine klischeebeladene Geschichte von Helden und Intrigen erzählen: Prinz Rurik hält patriotische Reden, die Bösen grummeln fies ihre Drohungen und über allem liegt der elegante Soundtrack von Musiker Jeremy Soul, der schon für Dungeon Siege und Morrowind Fantasy-Hymnen komponierte. Nur die fehlenden Lippenbewegungen der Figuren sind schwarze Flecken auf der sonst strahlend weißen Atmosphäreweste.
Solistenkompatibel
Für ein Online-Rollenspiel ist Guild Wars erstaunlich solofreundlich. Das heißt nicht, dass Sie die wildesten Monster mit dem kleinen Finger in die Flucht schlagen können, sondern: Wer mag, rekrutiert in den Städten computergesteuerte Mitstreiter. Diese so genannten Gefolgsmänner erweisen sich im Kampf als wertvolle Verbündete: Der Mönch heilt, bevor man "HILFE!!!!" tippen kann, der Waldläufer schießt Pfeile wie Legolas in Herr der Ringe und der Zauberer beschwört Feuerstürme, als wäre er Duracellbetrieben.
Bloß Kämpfer Stefan stellt sich an wie jemand mit fingernagelgroßem Gehirn: Wenn er einen Feind auf einer Anhöhe erblickt, rennt er davon und zieht die Aufmerksamkeit viel zu vieler Gegner auf sich. Lassen Sie Stefan in der Stadt vergammeln! Wer mit KI-Kameraden loszieht, statt menschliche Spieler mitzunehmen, muss einen weiteren Nachteil in Kauf nehmen. Die NPCs ziehen Erfahrungspunkte und verlangen einen Anteil an der Beute. Sie müssen dann also wehmütig zuschauen, wenn ein glitzerndes Schmuckstück in den Taschen Ihres computergesteuerten Mitstreiters verschwindet. Und manchmal lassen die Monster wahrhaft Edles fallen: Zauberstäbe, die Ihre Manaregeneration beschleunigen, oder Bögen, die dem Feind Energie entziehen - der Sammeltrieb erwacht.
Gegenstände sind in ihrer Wichtigkeit nach Farben gegliedert: Weiße Schrift bedeutet Futter für den Mülleimer, blaue Sachen sollten Sie sich näher ansehen und purpurfarbene oder gelbe gleichen einem Lottogewinn. Alles, was Sie nicht brauchen, zerlegen Sie mittels Werkzeug in seine Einzelteile. Eisen, Holz und Leder sind beim Händler in der Stadt gegen Rüstungen eintauschbar. Quillt das Inventar über, verstauen Sie Rohmaterialien in Ihrer persönlichen Truhe, von der man sich wünscht, dass sie größer wäre.
Taktische Gildenkriege
Guild Wars heißt nicht Guild Wars, weil die Entwickler einen Namengenerator benutzt haben, sondern weil darin PvP-Kämpfe zwischen Gilden von größter Wichtigkeit sind: In unterschiedlichen Arenen geben sich Teams, die aus mindestens vier und höchstens acht Kämpfern bestehen, gegenseitig auf die Mütze. Zaubersprüche und Angriffskniffe werden vorher in der Stadt bestimmt, nirgendwo sonst.
Aus Ihren 150 Fähigkeiten wählen Sie acht aus, die auf der Hotkey-Leiste Platz finden. Kein Zauberspruch ist stärker als der andere, sie sind nur verschieden, wodurch unzählige Kombinationsmöglichkeiten entstehen.
Nach Spielbeginn können Sie sofort einen Level-20-Charakter für PvP zusammenschrauben. Seine Fähigkeiten picken Sie einzeln aus einer Liste oder Sie entscheiden sich für eine der Voreinstellungen. Doch nur ein Bruchteil von dem, was es an Ausrüstungsgegenständen gibt, ist verfügbar - den Rest müssen Sie mit einer richtigen Rollenspielfigur freischalten. Und die beginnt bei null. Doch das macht gar nichts, denn die Story-Kampagne ist so gut, dass man sie gerne anpackt.
Die PvP-Kämpfe sind nicht nur einmalig, sondern auch einmalig gut.
Guild Wars hat das Zeug zum Evergreen und könnte so populär wie Counter-Strike werden. Dass ich mich mit dieser Aussage heftig weit aus dem Fenster lehne: schon klar. Aber die PvP-Kämpfe sind dermaßen gut, ich kann mir das Jubelgeschrei nicht verkneifen. So viele Skills, so viele taktische Möglichkeiten! Und trotz des komplexen Spielablaufs ein Tempo wie im Shooter. Und jetzt das Kleingedruckte: Damit sich das Spaßpotenzial vollständig entfalten kann, brauchen Sie fähige Mitspieler, die strategisch vorgehen und nicht wild vorstürmen. Suchen Sie sich eine Gilde und stimmen Sie Ihre Fähigkeiten untereinander ab.
naja ob dann die kiddies wegbleiben? ich bezweifel das einfach mal, d2 läuft ja auch in instanzen und trotzdem sind überall deppen.. also wenn du nicht viele gute freunde hast die das game auch spielen wird das nix..
deswegen sucht man sich ja eine gilde, um zuverlässige mitspieler zu haben! außerdem gibt's auch noch die computergesteuerten begleiter...
Also ich habe eine etwas gewartet bis ich mir eigentlich WoW holen wollte, jedoch habe ich nix gutes über WoW gehört zb. das die Auftraggeber gekillt werden und man das Quest erstmal nicht abschließen kann, lange Warteschlangen bei Questgebern etc. das mag daranliegen das es wegem dem Hype lauter Kiddies in WoW unterwegs sind, jedoch zahle ich keine 15€ im Monat wenn mir dann sowas abläuft :(.
Dann kam GuildWars und mit dem großen Plus, das es keine mntl. Gebühren gibt. Es ist zwar nicht großartig wie WoW jedoch macht es im Solomodus spaß, man kann kleine Gruppen bilden und dann kräftig skillen :D. Mir macht es nix aus das es Instanz Map sind dann hat man wenigsten ruhe vor den Kiddies etc. Und man den sehr umfangreichen Solomodus durch ist, gibts gibts ja noch das eigentliche Herzstück von GW die Gildenkriege =). Fazit viel Spielspaß für wenig Geld !!
naja ob dann die kiddies wegbleiben? ich bezweifel das einfach mal, d2 läuft ja auch in instanzen und trotzdem sind überall deppen.. also wenn du nicht viele gute freunde hast die das game auch spielen wird das nix..
Also ich habe eine etwas gewartet bis ich mir eigentlich WoW holen wollte, jedoch habe ich nix gutes über WoW gehört zb. das die Auftraggeber gekillt werden und man das Quest erstmal nicht abschließen kann, lange Warteschlangen bei Questgebern etc. das mag daranliegen das es wegem dem Hype lauter Kiddies in WoW unterwegs sind, jedoch zahle ich keine 15€ im Monat wenn mir dann sowas abläuft :(.
Dann kam GuildWars und mit dem großen Plus, das es keine mntl. Gebühren gibt. Es ist zwar nicht großartig wie WoW jedoch macht es im Solomodus spaß, man kann kleine Gruppen bilden und dann kräftig skillen :D. Mir macht es nix aus das es Instanz Map sind dann hat man wenigsten ruhe vor den Kiddies etc. Und man den sehr umfangreichen Solomodus durch ist, gibts gibts ja noch das eigentliche Herzstück von GW die Gildenkriege =). Fazit viel Spielspaß für wenig Geld !!