Imperial Glory: Taktische Formationskämpfe
Ende des 18. Jahrhunderts waren kriegerische Auseinandersetzungen von klaren Fronten und geordnete Formationen bestimmt - Guerillaattacken oder kleinere Soldatenhaufen in wilder Aufstellung gab es nicht. Imperial Glory hält sich eng an historische Vorgaben und setzt im Echtzeit-Modus ganz auf riesige Truppenverbände, weitläufige Schlachtfelder und spannende Taktik-Duelle.
Besonderheiten des Geländes - etwa Hügel, Flüsse oder Dörfer - spielen bei der Aufstellung der Einheiten und im anschließenden Gefecht eine zentrale Rolle. Erhebungen verleihen Schützen beispielsweise eine höhere Reichweite. In Gebäuden verschanzen sich Fußsoldaten und nutzen die Fenster als Schießscharten, wo sie sicher vor der feindlichen Kavallerie sind. Eine solche Bastion lässt sich nur mit hohen Verlusten stürmen.
Die Vielfalt der taktischen Möglichkeiten veranschaulicht folgende Szene. Geschosse von weit entfernten Kanonen treffen donnernd auf einen Kavallerieverband, Rauch erfüllt die Luft und Soldaten werden meterweit weg geschleudert. Der Angriff scheint aussichtslos. Doch nahezu gleichzeitig stürmt eine Gruppe Infanteristen auf die Verteidigungslinien zu und verwickelt die Bewacher der Artillerie in einen erbitterten Nahkampf. Mit einem schnellen Vorstoß von Reitern werden nun die todbringenden Kanonen eliminiert - das Blatt wendet sich.

Die strategische Sicht auf die Welt, die in den Screens gezeigt ist, erinnert mich doch stark an ein Europa Universalis 2, dass ich immer noch sehr gerne Spiele.
Auch bei dem Bergverteidigungsbonus für Schützen oder dem Vorteil für Kavallerie in ebenen Landschaften, sowie der Tatsache, dass sich feindliche Festungen erstürmen lassen, haben die Entwickler von Imperial Glory nicht gerade das Rad erfunden.
Trotzdem:
Die strategisch nutzbaren Schlachtfelder und die gute Grafik lassen mich auf neues Strategiefutter hoffen. Mal sehen ob ichs mir zulege... :-D