City of Heroes
Gigantische Häuser und Details wie diese Statuen lassen die grau texturierte Stadt deutlich ansprechender wirken.
Superhelden sind cool. Sie tragen schicke Kostüme, fliegen majestätisch durch die Luft und feuern bei Bedarf Laserstrahlen auf fiese Widersacher. Mit City of Heroes darf man endlich in die Haut so eines edlen Übermenschen schlüpfen und dabei die Pfade gängiger Online-Rollenspiele verlassen.
Held aus dem Baukasten
Das Spiel kommt überraschenderweise ohne Lizenzen aus, denn in City of Heroes darf man sich einen Charakter nach eigenem Geschmack zusammenbasteln: Ob Mann, Frau oder Gigant, alle lassen sich bei unterschiedlicher Statur in zahllosen Varianten einkleiden und verzieren. Das Beste: Praktisch jede Figur sieht wirklich so aus, als wäre sie einem guten Comic-Heft entsprungen. Bei den Klassen setzt das Spiel hingegen auf Altbewährtes: Nahkämpfer, Heiler oder Magier kennt man schon aus Everquest & Co. Fix landet man in der Tutorialzone, wo die simple Steuerung erlernt und erste Quests erledigt werden. Schade: Nahezu alle Aufträge bestehen aus dem Vermöbeln übler Burschen, Abwechslung gibt es kaum. Auch bietet City of Heroes derzeit nicht die Möglichkeit, dass Spieler gegeneinander antreten können. Allerdings soll diese Option bald mittels Download-Erweiterung nachgeliefert und Ende des Jahres per Add-on sogar noch ausgebaut werden. Monatlich schlägt das Spiel mit 12,99 E zu Buche.
Auf, auf und davon
Unser bärenstarker Nahkämpfer zückt im Gefecht gerne mal die Keule und verträgt eine Menge Treffer.
Paragon City ist eine dicht bevölkerte Metropole, in der es vor Bösewichten nur so wimmelt. Wer die Schurken erledigt, erhält Erfahrungspunkte sowie gelegentlich eine Belohnung. Manchmal findet man auch eine der begehrten Verbesserungen, die sich auf die eigenen Fähigkeiten anwenden lassen. Beispielsweise ist es sinnvoll, den Elektroblitz mit Upgrades für Treffsicherheit und Durchschlagskraft auszurüsten. Nach einem Levelaufstieg winken dann wieder neue Fertigkeiten beim Superheldentrainer. Das ist auch schon alles, was City of Heroes an Charakterentwicklung zu bieten hat, denn der Schwerpunkt liegt deutlich auf schneller, unkomplizierter Action. Die City of Heroes-Grafik ist etwas veraltet. Vor allem die Stadt und die Dungeons sind grau und langweilig texturiert, wirken aber dank vieler Passanten nicht allzu leblos. Besser gefallen die schicken Helden mit ihren effekt-reichen Fähigkeiten: Bei so viel Blitzen und Laserstrahlen verliert man in den Kämpfen schon mal die Übersicht.
