UEFA Champions League 2004-2005

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Kevin Kuranyi vom VfB Stuttgart nagelt den Ball gegen den FC Chelsea unhaltbar in die Maschen. Abwehrspieler und Torwart kommen zu spät. Kevin Kuranyi vom VfB Stuttgart nagelt den Ball gegen den FC Chelsea unhaltbar in die Maschen. Abwehrspieler und Torwart kommen zu spät. Um falsche Hoffnungen auf ein komplett neu entwickeltes Fußballspiel oder gar eine mögliche Wachablösung von Pro Evolution Soccer 4 an der Genre-Tabellenspitze im Keim zu ersticken: UEFA Champions League 2004-2005 ist das, was Euro 2004 im vergangenen Jahr war: ein Ableger des aktuellen FIFA mit reduziertem Spielumfang und einer starken Lizenz. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich im aktuellen Fall um das offizielle Spiel zur Königsklasse des europäischen Vereinsfußballs, der Champions League. Inklusive aller Lizenzen und sämtlicher Originaldaten.

Meisterklasse

Um die begehrte Trophäe kämpfen Sie wahlweise mit dem Starterfeld der laufenden Saison oder Sie erstellen sich aus den 239 mitgelieferten Teams, darunter alle Clubs der europäischen Top-Ligen, Ihren eigenen Wettbewerb. Nationalmannschaften sind nicht mit von der Partie. Höhepunkt des Spiels und eine absolute Innovation zugleich ist der Saison-Modus, bei dem Sie Ihre Mannschaft in 50 Missionen zum Champions-League-Sieg führen. Begonnen wird am finalen Liga-Spieltag der Vorsaison. Mit einem Sieg ergattern Sie den letzten freien Qualifikationsplatz für die Champions League. Dann startet die Saisonvorbereitung mit einem hoffentlich sieg- und torreichen Testspiel gegen die eigene Reserve sowie diversen Trainingseinheiten. Die 50 Missionen spielen sich aber nicht nur auf dem Fußballplatz ab. Unter anderem verlangt Ihr Präsident nach schwachen Vorstellungen, Stammspieler zu verkaufen und durch neue Stars zu ersetzen. Neben einem erfolgreichen Spielausgang gibt es auch sehr spezielle Vorgaben, was Anzahl der Torschüsse, eingesetzte Spieler oder gar exakte Ergebnisse betrifft. Das sorgt einerseits für reichlich Abwechslung, ist im späteren Spielverlauf aber teilweise auch frustrierend schwer.

Atmosphärisch noch stärker

AC Milans Abwehrturm Jap Staam stellt Barcelonas Stürmer ins Abseits. Grafik und Spiellogik wurden 1:1 von FIFA 2005 übernommen. AC Milans Abwehrturm Jap Staam stellt Barcelonas Stürmer ins Abseits. Grafik und Spiellogik wurden 1:1 von FIFA 2005 übernommen. Grafisch und spielerisch hat sich wenig getan, was aufgrund der Tatsache, dass Optik und Spiellogik 1:1 vom erstklassigen FIFA 2005 übernommen wurden, auch kein Wunder ist. Bekannte Kritikpunkte wie dauerhaft wiederkehrende Spielzüge, aufgrund teils übermächtiger Abwehrreihen wenig Torraumszenen und viel Mittelfeldgeplänkel haben die Entwickler nicht ausgemerzt. Lediglich die Standardsituationen bekamen ein sinnvolles Update spendiert: Per Knopfdruck wählen Sie, ob Ihr Kicker das Leder direkt aufs Tor hämmert, in den Strafraum zwirbelt oder einen Pass zum freien Mitspieler ausführt. Beim direkten Torschuss ist das unrealistische Fadenkreuz, das zentimetergenaues Zielen erlaubte, einem Balken gewichen, der nur noch die Region markiert, in der die Kugel einschlagen soll. Neu hingegen: die Spieldarstellung im 16:9-Format, was zu schwarzen Info-Balken an den Bildschirmrändern führt. Neben gewählten Spielern inklusive deren Konditionsanzeige lassen sich dort Spielstand, Spielzeit und nützliche Statistiken wie Torschüsse, Fouls oder Abseitsstellungen ablesen. Für zusätzliche TV-Atmosphäre sorgen mehr Wiederholungen von Highlights bei Spielunterbrechungen und das ausgesprochen fachkundige Kommentatorenduo Steffen Simon und Monika Lierhaus. Eine lustige Idee ist zudem das EA Sports Talk Radio: Im Hauptmenü begleitet Sie neben einem gewohnt fetzigen Soundtrack eine interaktive Call-in-Radioshow, in der sich Fans zum aktuellen Geschehen rund um ihren Club äußern.

Wenig Neues für FIFA-Spieler

Bei Toren oder versemmelten Chancen jubelt und leidet der Trainer mit. Bei Toren oder versemmelten Chancen jubelt und leidet der Trainer mit. Unterm Strich bleibt eine ordentliche, aber innovationsarme Fußball-Simulation der europäischen Meisterliga, die für Fans der FIFA-Serie nicht gerade einen Pflichtkauf darstellt. Denn wer auf Missionen, Champions-League-Fanfare und die anderen Neuerungen verzichten kann, bekommt im genialen Karriere-Modus des genauso teuren, aber umfangreicheren FIFA 2005 neben der Champions League auch noch den "normalen" Liga-Alltag geboten.

Bildergalerie

Wertung zu UEFA Champions League 2004-2005 (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Innovativer Missions-ModusOffizielle Champions-League-LizenzFantastische Präsentation
Nach wie vor teils unpräzise SteuerungGeringerer Spielumfang als bei FIFA 2005

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von rekumo NPC
        Das mit den schwarzen Streifen auf dem Bildschirm ist eine ganz tolle Idee. Hoffentlich hat die nächste Version nicht nur oben und unten sondern auch links und rechts diese Streifen. Dann hätte man endlich mehr Platz für Post-It Zetteln am Monitor :ugly:
      • Von rekumo NPC
        Das mit den schwarzen Streifen auf dem Bildschirm ist eine ganz tolle Idee. Hoffentlich hat die nächste Version nicht nur oben und unten sondern auch links und rechts diese Streifen. Dann hätte man endlich mehr Platz für Post-It Zetteln am Monitor :ugly:
      • Von Chrissy_26 Mitglied
        Und weiter geht sie, die EA Sports Geldmacherei. :ugly:
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