Unaufhaltsam prescht Ihr Landungsboot in Richtung Ufer. Aus der Ferne vernehmen Sie MG-Feuer. Der verängstigte Gesichtsausdruck Ihrer Kameraden spricht Bände. Niemand weiß so recht, wie viele Japaner auf Tarawa warten. "Wir sehen uns am Strand, Tommy!", schallt es vom Nachbarschiff herüber. Plötzlich gibt es einen Schlag und Sie werden ins Wasser geschleudert: Der Kahn ist gekentert! Während Sie hinter Wrackteilen Schutz suchen, treiben Leichen an Ihnen vorbei. Sie würden am liebsten umkehren, aber Ihr Anführer gibt den Befehl zum Vorrücken. Im Kugelhagel hechten Sie von Deckung zu Deckung und erreichen schwer verletzt den weißen Sandstrand. Der Sanitäter hat keine Zeit, sich um Ihre Wunden zu kümmern. Horden von Japanern rennen nämlich bereits auf Ihre Stellung zu. Verzweifelt versuchen Sie den Angriff abzuwehren. Vergebens, es sind zu viele. Nach einem heftigen Feuergefecht sinken Sie bewusstlos in den weißen Sand. Der Bildschirm wird schwarz. Doch anstelle eines "Game over" ziert der Schriftzug "2 Jahre vorher" den Monitor und Sie finden sich in der Grundausbildung in San Diego wieder. Ein packender Spieleinsteig, den sich EA für MoH: Pacific Assault hat einfallen lassen. Anstatt Sie wie im ersten Medal of Honor gleich zu Beginn mit dem obligatorischen Training zu langweilen, bringt MoH: Pacific Assault Ihren Puls sofort zum Rasen und Sie gewinnen einen Eindruck davon, was für schweißtreibende Einsätze auf Sie zukommen.
Filmreifer Spieleinstieg
Auch wenn der eingangs geschilderte Level schwer an die Landung der Alliierten in der Normandie erinnert, setzen Sie keinen Fuß auf europäischen Boden. Gekämpft wird ausschließlich auf den idyllischen Pazifikinseln Makin, Guadalcanal, Tarawa und Hawaii. Auf letzterem Eiland erleben Sie den Auslöser für den Kriegseintritt der Amerikaner hautnah mit. Kaum haben Sie in San Diego den Hindernisparcours gemeistert und sich mit der typischen Ego-Shooter-Steuerung vertraut gemacht, erhalten Sie den Marschbefehl nach Pearl Harbor. Noch während der Fahrt zur Unterkunft bricht am 7. Dezember 1941 die Hölle über den Marinestützpunkt herein. Aus buchstäblich heiterem Himmel tauchen hunderte japanische Bomber am Firmament auf. Um Sie herum stürzen Gebäude ein, mächtige Schlachtschiffe treiben mit Schlagseite brennend im Meer, verwundete GIs liegen schreiend am Boden und Kampfflieger fegen wenige Meter über Ihrem Kopf. Und Sie? Sie helfen, wo es nur geht. Mal klemmen Sie sich hinter das Heckgeschütz eines Patrouillenbootes, dann gehen Sie an Bord der schwer beschädigten USS West Virgina, retten eingeschlossene Matrosen mit einer Axt und bemannen die Flugabwehrkanonen. Selbst Hollywoodproduktionen wie Pearl Harbor oder Tora! Tora! Tora! setzen den Überfall keinen Deut beklemmender in Szene. Ganz im Gegenteil: Da Sie in MoH: Pacific Assault das Geschehen stets aus der Ich-Perspektive erleben, ist die Atmosphäre sogar noch einen Tick dichter.
Vietnam lässt grüßen
Nach Pearl Harbor schickt Sie Pacific Assault für beinahe den kompletten Rest des Spiels in den Dschungel. Hätten Sie nicht Waffen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in den Händen, könnte man meinen, Sie seien in Vietnam unterwegs. Im Klartext heißt das: grüne Büsche, so weit das Auge reicht. Wenigstens sind Sie nicht allein im Dickicht unterwegs. Sie feiern ein Wiedersehen mit Ihren Kollegen aus dem Trainingslager. Diesen erteilen Sie im Gegensatz zu Men of Valor oder Call of Duty (dt.) sogar knappe Befehle. Aber keine Sorge, von einem Taktik-Shooter der Sorte Hidden & Dangerous 2 ist MoH: Pacific Assault in etwa so weit entfernt wie Deutschland von einer Pazifikinsel. Die Kommandos sind nur bei Gefechten verfügbar und beschränken sich lediglich auf vier simple Aktionen, die Sie standardmäßig mit den Cursor-Tasten verteilen. Da Ihre Männer ohnehin recht geschickt sind, müssen Sie dieses Instrument nicht zwingend einsetzen. Manche Situationen meistern Sie allerdings leichter, wenn Sie Ihre Jungs "führen" - beispielsweise beim Ausheben von MG-Nestern. Während das Team den Gegner mit Sperrfeuer in Schach hält, rennen Sie vor und knipsen den Bösewichten persönlich das Licht aus. Beim erneuten Durchspielen ergeben sich dadurch immer andere Situationen.
Kluge Kerlchen
Über jeden Zweifel erhaben ist die künstliche Intelligenz. Sowohl Ihre Mitstreiter als auch die Feinde agieren erstaunlich menschlich. Liegt ein Soldat unter Beschuss, bleibt er so lange in Deckung, wie ihm Blei über das Haupt fegt. Selbst wenn die Luft rein ist, kann es passieren, dass er weiter verängstigt in der Ecke kauert und sogar direkte Befehle ignoriert. Traut sich ein Asiate nicht aus seinem Versteck, schmeißen Sie entweder eine Granate oder kreisen ihn ein. Es sei denn, er hockt hinter einer Holzkiste. Dann pusten Sie einfach diese Deckung weg. Dank der Havoc-Engine lassen sich nämlich bestimmte Objekte physikalisch korrekt in sämtliche Einzelteile zerlegen. Als Landschaftsgärtner à la Söldner dürfen Sie sich aber nicht austoben. Lediglich Kisten und diverse Aussichtstürme brechen zusammen. Sehr authentisch simuliert MoH: Pacific Assault den japanischen Kampfgeist: Nähern Sie sich einem Gegner auf wenige Meter, so stürmt dieser todesmutig auf Sie zu und versucht, Sie mit dem Bajonett oder - im Falle von Offizieren - mit dem Samuraischwert aufzuspießen. Und wehe, Ihr Magazin ist in diesem Moment leer und Sie müssen nachladen. ... Obwohl sich Ihre Kameraden in puncto Wegfindung keine Schnitzer erlauben, treiben die Jungs Sie besonders gegen Spiel-ende in den Wahnsinn. In engen Passagen, also in Bunkeranlagen oder Häusergängen, platzieren sich die Computerkrieger derart unglücklich, dass Sie einfach nicht mehr an ihnen vorbeikommen. Mal eben einen Kollegen nett beiseite schieben, wie es in Raven Shield möglich ist, geht nicht. Wenn es kein Durchkommen gibt, können Sie nur noch einen alten Spielstand laden oder per Granate die "Blockade" wegsprengen. Sterben können Teammitglieder übrigens nicht. Der Sanitäter ist ein wahrer Wunderheiler und hilft jedem Verletzten mit ein paar Spritzen wieder auf die Beine. Auch Ihnen, wenn Sie es nötig haben. Aber Vorsicht: Der Medizinmann führt nur für KI-Marines und sich selbst unbegrenzt Verbandspäckchen mit. Für Sie selbst sind seine Sprechstunden auf etwa fünf pro Level begrenzt.
Wiederholungstäter
Während die Pearl-Harbor-Mission vor allem durch den enormen Abwechslungsreichtum und die fantastische Atmosphäre begeistert, verliert MoH: Pacific Assault im Dschungel merklich an Fahrt. Ähnlich grandiose Passagen tauchen in den folgenden neun Stunden nur selten auf. Die Einsätze sind stellenweise fast genauso eintönig wie die Spielumgebung. Zudem halten sich Überraschungen in Grenzen. Ein Beispiel für solch eine Szene: Nichts ahnend betreten Sie eine Lichtung. Überall liegen Leichen. Als Sie die Körper untersuchen wollen, stehen die tot geglaubten Soldaten plötzlich auf und eröffnen das Feuer. Die übrige Zeit sprengen Sie wiederholt Artilleriestellungen, holen zum x-ten Mal in bester Incoming-Manier minutenlang Feindflieger vom Himmel, vertreiben immer wieder Japaner aus Dörfern und wehren zig Angriffswellen auf eigene Stellungen ab. Das war's. Bis Sie sich dem eigentlichen Missionsziel nähern, latschen Sie in der Regel fast eine Stunde lang durch die linearen Levels und ballern alles ab, was Ihnen über den Weg läuft. Hier beschleicht einen das Gefühl, dass die Spielzeit auf Biegen und Brechen nach oben geschraubt werden sollte. Weniger wäre in diesem Fall deutlich mehr gewesen. Obendrein hemmen die häufigen Ladezeiten den Spielfluss.
Bruchpilot
Nicht gerade mit Ruhm bekleckert sich MoH: Pacific Assault im letzten Abschnitt des Guadalcanal-Kapitels. Zunächst nehmen Sie als Bordschütze eines Jagdbombers Verfolger aufs Korn. Als Ihr Pilot schwer verwundet zum Fallschirm greift, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als ins Cockpit zu klettern und selbst Hand an den Knüppel zu legen. Eigentlich eine nette Einlage, wäre die Steuerung nicht eine mittelschwere Katastrophe. Da Joysticks nicht unterstützt werden, müssen Sie mit Tastatur und Maus ran. Während diese Kombination bei der Battlefield-Serie tadellos klappt, kommen Sie bei MoH: Pacific Assault aus dem Fluchen nicht mehr raus. Ihr Fluggerät reagiert überempfindlich auf die kleinste Bewegung und verhält sich alles andere als glaubwürdig. Ein Ziel zu treffen, grenzt beinahe an ein Wunder. Wenigstens entschädigt Sie unmittelbar nach dieser Sequenz die grandios inszenierte Invasion auf Tarawa für den Ärger.
Realistische Mimik
MoH: Pacific Assault beschreitet nicht nur beim Szenario im Vergleich zum Vorgänger neue Wege. Auch technisch hat sich eine ganze Menge getan. Die neu entwickelte Grafik-Engine weckt mit ihren idyllischen Landschaften beinahe Urlaubsgefühle - würde nicht hinter jedem Busch der Feind lauern. Am meisten beeindrucken aber die lebendig wirkenden Charaktere. Einen Vergleich mit Doom 3 braucht Medal of Honor: Pacific Assault in dieser Hinsicht nicht zu scheuen. Je nach Situation ändert sich die Mimik, was vor allem während der häufigen Zwischensequenzen ins Auge sticht. Bei der Invasion auf Tarawa steht Ihren Kameraden beispielsweise die Angst förmlich ins Gesicht geschrieben, während die Japaner mit bedrohlicher Miene und weit aufgesperrtem Mund auf Sie zustürmen. Pacific Assault ist ein gelungener Ego-Shooter mit tollen Grafikeffekten, der sich aufgrund der recht abwechslungsarmen Einsätze nur knapp von Call of Duty (dt.) geschlagen geben muss.
ich habe das game seit längerem auch schon durch. habe das regelrecht in mich aufgesaugt. ich finde die ganze atmosphäre in dem game voll geil. alleine schon das man sich meist vom sanitäter verarzten lassen muss.
schon sehr geil umgesetzt.
habe für das game keinen patch installiert und bei mir isses auch nich einmal abgestüzt. über lange ladezeiten kann ich mich auch nicht beschweren. habe aber auch 1gig ram... weiß nich wie das mit 512 aussieht.
bugs habe ich keine bemerkt. deswegen habe ich den patch auch nich installiert.
leider is das spiel zu schnell durch finde ich. wird zeit für ein addon
kann das spiel eigentlich allen leuten empfehlen die schon die vorgänger oder cod gerne gezockt haben.
halte das spiel für absolut unterschätzt - kam wohl daher, dass es fast zeitgleich mit hl2 erschienen ist :
ok, es hat ein paar detailmängel, zb. bei der ki und v.a. der kollisionsabfrage, die mich persönlich aber nicht so extrem gestört haben. grafik ist grösstenteils auch sehr ansehnlich - und dass das spiel mit der zeit immer mehr abflacht- sprich langweiliger wird wie im pcg- test geschrieben -kann ich ehrlich gesagt überhaupt nicht behaupten - imho ist genau das gegenteil der fall.
Zitat: (Original von PeterPit am 08.01.2005 14:11)
In meinen Augen ist Medal of Honor - Pacific Assault noch stark verbesserungwürdig. Zum einen finden sich im Spiel etliche Bugs (zB. Sanitäter verarztet Soldaten, man kann jedoch kein Verbandsmaterial sehen; MG Schütze steht versetzt zum MG und schießt trotzdem). Desweiteren nervt der immense Hardwarehunger, obwohl die Grafik meiner Meinung nach nicht besser aussieht als die von Call of Duty.
Aber storymässig ist das Spiel mal eine alternative. Vor allem da man dieses Mal gegen einen anderen Gegner als Deutschlnad spielt. Darum
Also die Grafik ist meiner Meinung nach auf jeden Fall besser als die von Call Of Duty! Ansonsten find ich das Spiel zum Teil gut, die Dschungellevel, besonders die Verteidigung vom "Bloody Ridge" und das letzte Level, der Sturm auf Tarawa sind sehr gelungen! Zum anderen Teil fand ich dagegen den ganzen Pearl Habor Scheiß und das komplette Flugzeuglevel unnötig. Bugs, die das Spiel groß beeinträchtig haben, sind mir nach der Installation von Patch 1.1 eigentlich überhaupt nicht aufgefallen.
also ich hab - anscheinend zu euch - keine probleme mit dem spiel gehabt - keine abstürze unsoweiter... k die bugs wie z.b. das liegen neben mg oder so - in welchem spiel gibts die nicht? selbst in spielen die schon ettliche patches hatten... die "abscheuliche" steuerung wie im artikel beschrieben hab ich nicht gemerkt, im gegenteil, es ist arcadelastig, logischerweise gibts da keine flugsim steuerung... und ich hab alles problemlos getroffen - bin ich nen pro? ladezeiten... jo viele texturen und relativ große wenn auch lineare levels... ich finde das spiel komplett gelugen, abwechslungsreich und die grafik ist nicht wirklich wie die von cod ich spiele beides sehr gern und sie ist einiges besser... mal alle details aufdrehen und augen auf - reflektionen bumpmapping im gesicht z.b. die schatten... die pflanzen... im gegensatz zu cod das meiste grünzeug aus polygonen... und türlich kann man nicht alles haben, super grafik, zeitgemäß türlich die auf ner 4200 oder so was läuft is natürlich net wirklich möglich...
ich find das spiel in allen punkten gelungen, hab nichts großes auszusetzen
Die Grafik ist gut, aber Hardwarehungrig. Diverse Bugs trüben allerdings den Spielspaß. - Man schiesst in Wurzeln die nen halben Meter unterm Gewehrlauf sind. - Man bleibt an unsichtbaren Wänden hängen weil da die Levelbegrenzung ist (besonders ärgerlich wenn man Gegnern ausweichen will) - Insbesondere die Abstürze von denen man oft in diversen Foren liest und von denen ich auch betroffen bin nerven.(Patch 1.1 hilft nicht) Die Atmosphäre kommt irgendwie nicht so ganz rüber wenn man ständig auf den Quicksave Button haut weil jeden Augenblick das Spiel wieder abstürzen kann.
Die Story ist allerdings wirklich gut und das Spiel an sich sehr Abwechslungsreich. Mit etwas mehr Tests hätten auch die Bugs ausgemerzt werden können, so muss mal wieder ein großteil der Leute auf die Patches warten.
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