SuM: Spielspaß-Schwergewicht
Quelle: PC Games
Alles andere als Fast Food: Die Schlacht um Mittelerde zieht dank knackigem Schwierigkeitsgrad sogar erfahrene Echtzeit-Strategen für rund 80 Spielstunden in ihren Bann. Den Ablauf der Kampagnen legt man zu einem großen Teil selbst fest: Auf einer animierten 3D-Karte von Mittelerde zieht man sowohl im guten als auch im bösen Feldzug eine von maximal zwei Armeen und kämpft pro Zug um ein Gebiet - die Schlacht selbst wird dann in Echtzeit ausgefochten.
Lediglich die Storymissionen finden zu festgelegten Zeitpunkten statt. Zusätzlich zu den Bewegungen der großen Heere bahnen sich auch Frodo und die Gefährten ihren Weg durch Mittelerde und lösen dabei wichtige Ereignisse aus den Filmen aus. Genau die dürfen Sie dann nachspielen: Den Kampf gegen den Balrog von Moria, die Schlacht um Helms Klamm oder das Gefecht vor den Toren von Minas Tirith (eine detailliertere Beschreibung der "besonderen" Einsätze lesen Sie im Mittwoch erschienenen Themenwochen-Artikel).
Entscheidet man sich für die gute Seite, kann man das Spie nach 21 Missionen lösen (dauert ungefähr 30 Stunden). Wer aber wirklich jeden Landstrich erobern möchte, hat sage und schreibe 37 Level und eine geschätzte Spielzeit von 50 Stunden vor sich. Dazu kommt noch die böse Kampagne mit mindestens 18 Missionen und knapp 15 Stunden. Um auch hier alles einzunehmen, müssen in etwa 30 Stunden Spielzeit 36 Level gewonnen werden.

Grafik: Bombe
Sound: Bombe
Doch bleibt der erste Eindruck auch nach bsw. 12 Stunden zocken erhalten?
Das Tutorial:
Das "Tutorial" ist eine Kette aus Videos, in denen man Ihnen mit Pfeilen und Worten erklärt, wie man was wo macht. Ich find´s nicht grade doll, aber wer´s braucht.
Tutorial: Geht so
Die erste Mission der "Bösen Kampagne":
Entscheident ist immer: Wie gut ist die Kehrseite der Medaille dargestellt?
Kommt man sich wirklich vor wie ein Böser oder spielt man nur das Gegenteil der anderen Kampagne?
Nach der ersten Mission kam in mir schon ein leicht schlechtes Gewissen hoch, als ich die ersten Ents niedergestreckt hatte. Nach der zweiten Mission wäre ich fast in Tränen ausgebrochen, als der Gigant Baumbart zu Boden ging. Doch die Untertanen freuen sich dessen und sammeln reichlich Erfahrung.
Flair der Bösen: Sehr gut
Spielbarkeit:
Es ist schon reichlich merkwürdig: Man ist aus Command & Conquer ja gewöhnt, das man Einheiten mit links anklickt und auch mit links losschickt, aber damit ist Schluss. "Schlacht um Mittelerde" orientiert sich an Konkurrenten wie "Warcraft", wobei noch gezielt hervorgehoben wird, dass man die Einheitenselektur aufheben kann. Der Bau von Einheiten gestaltet sich simpel aber einfach: Häuser baut man auf dafür vorgesehene Bauplätze und Einheiten, indem man auf die Icons der gewünschten Einheit klickt.
Hat man den ersten Bataillon Armbrustschützen, fühlt man sich schon wesentlich sicherer, aber wenn Sie keine Lust haben sich die vorpro-grammierte Atmosphäre wieder kaputtmachen zu lassen, sollten Sie sie erst mal da lassen wo sie sind. Oder Sie schicken sie wohin und halten sich die Augen zu, denn die Wegfindungs-KI ist so schlecht, das selbst ein Blinder einen besseren Weg findet. Wenn man Lurtz auf den Hügel Amon Hen (Dritte Mission Böse Kampagne) schickt, will er erst quer durch Feindesgebiet latschen. Das ist angesichts seiner Stufe vier ein regelrechtes Selbstmordkommando.
Apropo: ALLE Einheiten und Gebäude, in denen etwas produziert wird (außer Belagerungswaffen) sammeln im Laufe der Zeit Erfahrung und steigen auf. Gebäude bis Stufe drei, Einheiten bis Stufe zehn. Das macht den Drang, was kaputtzumachen noch größer. Der Drang ist aber gleichzeitig auch ein Zwang: Gebäude brauchen, um bessere Einheiten zu produzieren (doofer Begriff in diesem Zusammenhang) auch einen höheren Rang, was den Spieler zur Produktion zwingt.
Erfahrene Einheiten nehmen Sie mit in die nächste Mission.
Die Funktion Bataillone miteinander zu verknüpfen ist sehr komfortabel. so kann man Armbrustschützen von Lanzenträgern bewachen lassen, wenn die gefährlichen Rohirrim(Olifanten) kommen und alles niedertrampeln, was sich ihnen in den Weg stellt. Diese verknüpften Bataillone sammeln gemeinsam Erfahrung. Es ist fast so wie eine zweiköpfige Schlange: Die eine spritzt Säure, die andere beißt.
Spielbarkeit: Sehr gut
Jetzt aber zurück zur Grundfrage: Hält die Atmosphäre einer 12-stündigen Dauerzockerei stand?
Die Antwort ist ja. Musik und Gameplay, Grafik und Flair! Alles ist bombastisch in einem Spiel vereint.
Wer schon immer ein Spiel haben wollte, in dem auch die enfachsten Einheiten zu großen Helden aufsteigen können, wo ein Mythos naturgetreu nachgestellt wird und wer über Macken in der KI bis zum nächsten Patch absehen kann, der plündert sein Konto für dieses Spiel!
Ich spiel gerade auf der bösen Seite der Macht :ugly:
und da ist mir aufgefallen, dass meine Orks scheinbar so verblödet sind, dass sie nicht reagieren, wenn sie beschossen werden... :-S
da-loord
Wen kratzt es ob man einen einzelnen mann "microt" oder hundert leute.
ich habe "Rome" zwar nicht gespielt aber ich habe es schon bei einem kumpel gesehen und es hat mich wirklich nich vom hocker gehauen.
wenn man einfach nur eine tolle umgebung und fette schlachten sehen will kann man sich auch einfach den film kaufen.
Das sind die leute die warcraft 3 zu "unstrategisch" finden, weil sie es einfach nich hinkriegen, da es online nicht grad einsteigerfreudig ist!
das is meine meinung
ich frage mich ob die PCGames R. überhaupt das Spiel probiert hat, der text ist voller falschen angaben, die spielzeit liegt bei eher 40 stunden, das spiel ist nicht schwehr ich hab es im modus "mittel" gezockt und muss sagen es war sehr leicht, bei Ages of Empires hat man sicher mehr für sein Geld ... man kann auch bei der bösen kampagne mehr als nur zwei armeen über die map bewegen
ne ne das spiel hat keine 93% wertung verdient eher 85%, der multiplayer teil macht auch viel weniger spass al z.b. warcraft3 ...
:-$ :-$ :-$
Ich persönlich halte "Schlacht um Mittelerde" für die beste RTS-Umsetzung von "Herr der Ringe".
Rayve
schade das waren wieder mal 50 euro in den sand gesetzt
Wenn es von der Hardware her möglich ist für Standardzocker mit 100.000 Mann auf dem Schlachtfeld zu kämpfen dann hätten dies die EA entwickler sich er wahrgenommen...
Bsp. Rome:
Ab 10000 Einheiten aufwärts fängt es an zu ruckeln
Grafik: Bombe
Sound: Bombe
Doch bleibt der erste Eindruck auch nach bsw. 12 Stunden zocken erhalten?
Das Tutorial:
Das "Tutorial" ist eine Kette aus Videos, in denen man Ihnen mit Pfeilen und Worten erklärt, wie man was wo macht. Ich find´s nicht grade doll, aber wer´s braucht.
Tutorial: Geht so
Die erste Mission der "Bösen Kampagne":
Entscheident ist immer: Wie gut ist die Kehrseite der Medaille dargestellt?
Kommt man sich wirklich vor wie ein Böser oder spielt man nur das Gegenteil der anderen Kampagne?
Nach der ersten Mission kam in mir schon ein leicht schlechtes Gewissen hoch, als ich die ersten Ents niedergestreckt hatte. Nach der zweiten Mission wäre ich fast in Tränen ausgebrochen, als der Gigant Baumbart zu Boden ging. Doch die Untertanen freuen sich dessen und sammeln reichlich Erfahrung.
Flair der Bösen: Sehr gut
Spielbarkeit:
Es ist schon reichlich merkwürdig: Man ist aus Command & Conquer ja gewöhnt, das man Einheiten mit links anklickt und auch mit links losschickt, aber damit ist Schluss. "Schlacht um Mittelerde" orientiert sich an Konkurrenten wie "Warcraft", wobei noch gezielt hervorgehoben wird, dass man die Einheitenselektur aufheben kann. Der Bau von Einheiten gestaltet sich simpel aber einfach: Häuser baut man auf dafür vorgesehene Bauplätze und Einheiten, indem man auf die Icons der gewünschten Einheit klickt.
Hat man den ersten Bataillon Armbrustschützen, fühlt man sich schon wesentlich sicherer, aber wenn Sie keine Lust haben sich die vorpro-grammierte Atmosphäre wieder kaputtmachen zu lassen, sollten Sie sie erst mal da lassen wo sie sind. Oder Sie schicken sie wohin und halten sich die Augen zu, denn die Wegfindungs-KI ist so schlecht, das selbst ein Blinder einen besseren Weg findet. Wenn man Lurtz auf den Hügel Amon Hen (Dritte Mission Böse Kampagne) schickt, will er erst quer durch Feindesgebiet latschen. Das ist angesichts seiner Stufe vier ein regelrechtes Selbstmordkommando.
Apropo: ALLE Einheiten und Gebäude, in denen etwas produziert wird (außer Belagerungswaffen) sammeln im Laufe der Zeit Erfahrung und steigen auf. Gebäude bis Stufe drei, Einheiten bis Stufe zehn. Das macht den Drang, was kaputtzumachen noch größer. Der Drang ist aber gleichzeitig auch ein Zwang: Gebäude brauchen, um bessere Einheiten zu produzieren (doofer Begriff in diesem Zusammenhang) auch einen höheren Rang, was den Spieler zur Produktion zwingt.
Erfahrene Einheiten nehmen Sie mit in die nächste Mission.
Die Funktion Bataillone miteinander zu verknüpfen ist sehr komfortabel. so kann man Armbrustschützen von Lanzenträgern bewachen lassen, wenn die gefährlichen Rohirrim(Olifanten) kommen und alles niedertrampeln, was sich ihnen in den Weg stellt. Diese verknüpften Bataillone sammeln gemeinsam Erfahrung. Es ist fast so wie eine zweiköpfige Schlange: Die eine spritzt Säure, die andere beißt.
Spielbarkeit: Sehr gut
Jetzt aber zurück zur Grundfrage: Hält die Atmosphäre einer 12-stündigen Dauerzockerei stand?
Die Antwort ist ja. Musik und Gameplay, Grafik und Flair! Alles ist bombastisch in einem Spiel vereint.
Wer schon immer ein Spiel haben wollte, in dem auch die enfachsten Einheiten zu großen Helden aufsteigen können, wo ein Mythos naturgetreu nachgestellt wird und wer über Macken in der KI bis zum nächsten Patch absehen kann, der plündert sein Konto für dieses Spiel!
Rayve