Tribes: Vengeance

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Tribes: Vengeance Als Tribes 2 vor drei Jahren kam, liefen die Fans weg. Erst nach etlichen Patches und Mod-Stützen von Drittanbietern war der Mehrspieler-Shooter von allen Bugs befreit. Um die Wahrscheinlichkeit zu vermindern, dass sich die Geschichte wiederholt, legte Vivendi die Entwicklung des dritten Teils in die vertrauenswürdigen Hände der Macher von Spielen wie System Shock 2 und Freedom Force: Irrational Games sollte Schadensbegrenzung betreiben und neben dem Mehrspieler-Herzstück auch eine Einzelspieler-Kampagne programmieren. Diese ist mit ihren knapp zehn Stunden Spielspaß gut, aber nicht großartig geworden. Falls Sie neu im Tribes-Universum sind: Hier kämpfen verfeindete Stämme unter freiem Himmel gegeneinander. Raketenrucksäcke, standardmäßig auf den Rücken eines jeden Kämpfers geschnallt, ersetzen längere Laufwege; alternativ werden große Entfernungen mit Jeeps und Fluggeräten überbrückt. Waffen stehen an Ausrüstungskonsolen zur Abholung bereit und liegen normalerweise nicht im Level verstreut herum. Neu ist im dritten Teil, dass Sie beim Solo-Spiel viel Zeit in Innenräumen hochmoderner Basen und Raumschiffe zubringen, statt ausschließlich Frischluft zu atmen.

Viel Story, viel Action

Tribes: Vengeance Warum der Untertitel "Vengeance" lautet, wird nach wenigen Missionen klar: Reichlich Figuren sterben, ebenso viele nehmen Rache. Es geht um Prinzessinnen und Vogelfreie, um verbotene Liebe und die Machtgier der Reichen. Es geht um zu viel. Trara wird gemacht und große Worte in dramatischer englischer Sprachausgabe fallen, aber nach dem vierten Perspektivenwechsel und dem x-ten Zeitsprung verwechselt sich Tribes: Vengeance mit einem Theaterstück für Intellektuelle. Dabei will man doch nur ballern. Das ist gottlob weniger anstrengend, als die vielschichtige Story zu verfolgen. Als Rebell düsen Sie mit dem Raketenrucksack über gigantische Außenareale, werfen Granaten auf feindliche Stützpunkte ab und freuen sich über die spielerischen Freiheiten. Von weitem mit der präzisen Scheibenkanone feuern, deren Projektile explodieren? Oder lieber die Energie-Schrotflinte hernehmen und den Frontalangriff wagen? Sie entscheiden. Spaßig: Bei gedrückter Leertaste schlittert Ihre Figur Hügel hinab wie ein Skater. Weniger taktisch, sondern geradlinig verläuft das Spiel hinter vier Wänden: Sie säubern den Raum, suchen die Schaltkonsole und öffnen die nächste Tür - das ist der Doom 3-Rhythmus. Einsteiger werden sich oft am Kopf kratzen, weil sie vergessen, dass auch oben und unten Wege verlaufen, die per Jetpack erreichbar sind. Abwechslung ist eine Disziplin, die das Spiel mit Auszeichnung meistert: Einmal sind Sie der Brutalo, ein anderes Mal übernehmen Sie die Rolle eines Mädchens, das aus einem Raumschiff flüchtet. Später hangeln Sie sich mit einem Dreikäsehoch an Mauertrümmern per Enterhaken hoch, noch später fliegen Sie mit einem Minihelikopter durch Gänge und feuern Raketen ab.Alte, neue Engine
Schön sind sie, die Außen---area-le mit der enormen Weitsicht und den malerischen Landschaften. Schön ist auch die Physik-Engine, die Kistenstapel einstürzen lässt und Trümmer umherschleudert. Doch bei der Farbgebung treibt es das Spiel zu bunt: Grüne Wände, blaue Böden, man kommt sich vor wie auf dem Kinderfasching. Damit nutzen die Entwickler zwar die technischen Fähigkeiten der modifizierten Unreal-Engine aus, versagen aber beim Grafikstil.

Bildergalerie: Tribes: Vengeance
Bild 1-3
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Wertung zu Tribes: Vengeance (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Üppige AußenarealeViele Arten der FortbewegungAbwechslungsreiche Solo-Kampagne
Verwirrende StoryUnspektakuläre Innenareale

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