Vermeer 2
Prosit Neujahr! Wir schreiben das Jahr 1917 und Ihr steinreicher Onkel ist dem Herzinfarkt nah. Der Grund: Seine Gemäldesammlung ist Gaunern in die Hände gefallen. Damit die Kunstwerke schnellst möglich wieder auftauchen, drückt er Ihnen und seinen vier anderen Neffen jeweils 200.000 Dollar in die Hand. Wem es gelingt, die kostbarsten Bilder wieder aufzutreiben, wird vom betuchten Anverwandten als Universalerbe eingesetzt. Mit der Kohle errichten Sie rund um den Globus Kakao-, Kaffee- oder Tabak-Plantagen und verhökern die Ernte mit sattem Gewinn. Binnen kurzer Zeit häufen Sie auf diese Weise ein beträchtliches Vermögen an. Das tragen Sie jedoch nicht zur Bank, sondern zu Auktionshäusern auf der ganzen Welt. Dort werden die gestohlenen Gemälde nämlich meistbietend verschachert.
Reiferen Computerspielern wird dieses Szenario bekannt vorkommen - hat es doch schon stolze 17 Jahre auf dem Buckel und erlangte als Vermeer in den 80er-Jahren Kultstatus. 1997 adap-tierte Ascaron das erfolgreiche Spielprinzip erstmals auf den PC. Auch Vermeer 2 ist nicht viel mehr als ein Remake des Ur-Spiels mit einer zeitgemäßeren, aber nach wie vor recht biederen Optik. Einzige Neuerung ist die Möglichkeit, Kunstkurse zu besuchen: Mittels der beiliegenden Decoderbrille lassen sich anschließend Fälschungen im Vorfeld einer Auktion erkennen. Die ewigen Wartezeiten zwischen den Schiffs- und Bahnreisen nerven nach wie vor.
