Full Spectrum Warrior trägt ein Shooter-Kleid, doch darunter kommt das Genre der Echtzeit-Taktik zum Vorschein: Sie dirigieren zwei Trupps strategisch durchs fiktive Zekistan und nehmen es mit Terroristen auf. Die Kamera hängt mitten im Geschehen, statt gottgleich über allem zu schweben: Suchen Ihre Männer hinter einem Autowrack Deckung, rutscht die Perspektive entsprechend nach unten; geben Sie den Befehl zum Gegenfeuer, spähen die Figuren übers Dach hinweg, woraufhin die Ansicht wieder nach oben wandert. Erst Ernst, dann Spaß In den Bits und Bytes von Full Spectrum Warrior stecken die Überreste einer Lehrsoftware: US-Soldaten sollten damit den Städtekampf üben. Aus dem trockenen Fundament wurde ein Titel, der vor allem Entertainment-Bedürfnisse befriedigt. Schon der Vorspann wirkt, als wäre er direkt einem Kinofilm entnommen: Soldaten wandern durch die vom Krieg zerklüfteten Straßen Zekistans. Bei jeder Nahaufnahme friert das Bild kurz ein, um per Textbotschaft über die Figuren zu informieren. Jeder Mann im Team ist einzigartig: Der eine macht sich vor Angst in die Hosen, der andere ist Meister im Dummschwätzen. Angeschlagene Figuren werden während eines Einsatzes über die Schulter geladen, um sie in Sicherheit zu bringen. Fällt ein Soldat, folgt das "Game Over". Taktik mit Servolenkung Obwohl etliche Icons auf dem Bildschirm blinken, ist die Steuerung simpel wie das kleine Einmaleins. Ein Rechtsklick lässt vier Richtungsfelder entstehen, die Sie mit der Maus über den Boden schieben. Noch ein Klick lässt Ihr Team zum anvisierten Punkt vorrücken. Innovativ ist, wie sich die Kameraperspektive auf die Wahrnehmung der Soldaten auswirkt. Fliegen Ihrem Trupp plötzlich die Kugeln um die Ohren, sind Sie wehrlos, bis Sie den Feind mit der Maus manuell aufspüren. Mit dem Scrollrad zoomen Sie auf Häuserdächer, um Scharfschützen ausfindig zu machen. Ist der Gegner im Bild, weiß auch Ihr Team Bescheid und kann sich wehren. Zeitgemäße Grafikeffekte Plastischer Nebel steigt hinter abgeschossenen Raketen auf, und wenn Sie den Bildausschnitt gen Himmel schieben, verschwimmen die Konturen im Sonnenlicht. Vor allem die Havoc-Physik-Engine ist dem Spielspaß zuträglich: Granaten sprengen etwa Markisen in die Luft, die samt Stützpfeiler realistisch einstürzen. Um solche Optikfinessen zu genießen, brauchen Sie mindestens 2.000 MHz und eine Grafikkarte der Marke Radeon 8000 Pro.
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