Testbericht

29.04.2004 15:17 Uhr

Far Cry

Das lange Warten hat ein Ende: Mit ihrem überragenden Erstlingswerk Far Cry (dt.) läutet das Coburger Entwicklerstudio Crytek wahrhaft paradiesische Zustände im Actiongenre ein.

PC Games-
Spielspaß-Wertung
(Ausgabe 05/2004)
92%
Durchschnittliche
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Das lange Warten hat ein Ende: Mit ihrem überragenden Erstlingswerk Far Cry (dt.) läutet das Coburger Entwicklerstudio Crytek wahrhaft paradiesische Zustände im Actiongenre ein.

Geographie-Studenten und Abiturienten aufgepasst: Wie heißt der seit 1984 unabhängige Inselstaat im Westpazifik mit elf Buchstaben? Richtig, Mikronesien! 702 Quadratkilometer Landesfläche verteilen sich dort auf mehr als 2.000 kleine Inseln und Atolle (Vergleich Deutschland: 357.022 Quadratkilometer). Und das Beste: Nur die wenigsten sind von Menschen bewohnt! Viel Platz also für Aussteiger, die ihren glatt gebügelten Geschäftsanzug gegen ein buntes Hawaiihemd tauschen und der Zivilisation den Rücken kehren möchten. Einer von ihnen ist Jack Carver, der seine Brötchen mit Bootsausflügen verdient. Mit seiner Yacht Medusa befördert er normalerweise erholungsbedürftige Touristen zu einsamen Traumstränden, bis ihn eines Tages die Reporterin Valerie Constantine anheuert. Die junge, attraktive Dame ist den Machenschaften des zwielichtigen Wissenschaftlers Dr. Krieger auf der Spur und will auf einer abgelegenen Insel auf eigene Faust ein paar Nachforschungen anstellen. Man munkelt, dass Herr Krieger ziemlich abgedrehte Gen-Experimente an Tieren und sogar Menschen durchführt, um einen besonders gefährlichen Virus zu entwickeln. Und genau da beginnt die Geschichte von Far Cry, dem mit Abstand besten Ego-Shooter seit dem legendären Klassiker Half-Life (dt.) von Valve.

Zweitklassige Story

Wie es sich für einen guten Shooter gehört, beginnt Far Cry mit einem knalligen Render-Intro, bei dem man aufgrund mehrerer Zeitsprünge und wilder Kamerafahrten schneller den Faden verliert als Edmund Stoiber im TV-Duell mit Bundeskanzler Schröder. Um es kurz zu machen: Valerie wird bei ihrer Schnüffeltour von Kriegers Sicherheitskräften in flagranti erwischt und festgenommen, anschließend versenken die schwer bewaffneten Söldner noch Jacks Bötchen mit einem gezielten Panzerfaust-Schuss. Unser Held entkommt die-sem Anschlag nur knapp, schwimmt gen Strand und rettet sich vor Kriegers Schergen in die verlassene Ruine eines japanischen Vorpostens aus dem Zweiten Weltkrieg. Ab diesem Punkt hat der Spieler dann die volle Kontrolle über Jack und bekommt den Rest der Story in Zwischensequenzen - sowohl in grandioser Spielgrafik als auch in optisch verschwommenen Render-Filmchen - präsentiert. Letztere wirken aufgrund der überragenden Qualität der im Spiel verwendeten 3D-Engine etwas deplatziert - Entwickler Crytek und Publisher Ubisoft wären hier deutlich besser beraten gewesen, sich auf einen einheitlichen Stil zu beschränken. Die deutsche Version des Insel-Shooters bietet hingegen eine erwartungsgemäß professionelle Sprecherbesetzung. Jacks Stimme hört sich zwar ein wenig nach Martin Semmelrogge an und dürfte daher nicht jedermanns Sache sein, dennoch bringt der Sprecher den sarkastischen Charakter von Herrn Carver ziemlich gut rüber. Auch die übrigen Synchronsprecher erledigen ihren Job ordentlich; der deutsche Synchronsprecher von Nicolas Cage leiht seine markante Stimme beispielsweise Jacks mysteriösem Helfer Harlan Doyle.

Die Story von Far Cry erreicht selbst in den wenigen erzählerischen Höhepunkten bestenfalls B-Movie-Niveau - das stört bei einem Shooter wie Far Cry aber nicht im Geringsten. Inhaltliche Ähnlichkeiten zum Roman Die Insel des Doktor Moreau von H.G. Wells aus dem Jahr 1896 und den beiden gleichnamigen Hollywood-Verfilmungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Spiel bis hin zum Schluss der Einzelspieler-Kampagne. An deren furio-sem Ende tritt Jack natürlich Dr. Krieger gegenüber und ... aber das erspielen Sie dann lieber selbst.

Spielspaß, so weit das Auge reicht

Das Geniale an Far Cry ist natürlich nicht die klischeebeladene Story über wild gewordene Mutanten, verrückte Wissenschaftler und geheimnisvolle Helfer im Verborgenen. Was den Ego-Shooter wirklich meilenweit aus der Masse an Actionspielen hervorhebt, ist das rundum gelungene, detailverliebte Spieldesign. Das fängt schon im ersten Level an, der gleichzeitig als Tutorial dient. Die Entwickler haben in diese erste Map mehr Spielspaß, Spannung und Aha-Effekte eingebaut, als andere Teams in
ihr gesamtes Spiel. Zunächst krabbeln Sie durch den baufälligen Bunker und machen in einer Zwischensequenz Bekanntschaft mit dem bereits erwähnten Doyle. Dann geht es raus an die frische Luft und Sie bekommen zum ersten Mal einen Eindruck davon, wieso die Grafik-Technologie von Far Cry die derzeitige Nummer 1 im Action-Genre ist.

Die wunderschöne Inselwelt, an der man sich nicht nur zu Beginn kaum satt sehen kann, verliert auch in den kommenden 19 Levels der Einzelspieler-Kampagne nie ihren Reiz. Dank unterschiedlicher Tages- und Nachtzeiten sowie des wechselnden Einsatzes von weitläufigen Außenarealen und düsteren Innenlevels à la Doom 3 kommt so schnell keine Langeweile auf.

Shootertypische Déjà-vus wie "Da schau her, ein weiterer rechteckiger Raum mit Steintapete" bleiben glücklicherweise aus. Stattdessen überbieten sich die Levels mit immer neuen Sehenswürdigkeiten und Schauplätzen. Mal kämpfen Sie sich durch das Innere eines havarierten japanischen Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg oder flüchten wie in Jurassic Park vor angriffslustigen Mutanten, den so genannten Trigens. Dann wiederum geht's am Steuer eines Jeeps mit Vollgas durch ein weitläufiges Areal, in dem sich Trigens und Dr. Kriegers Söldnertruppe erbitterte Gefechte liefern. Wer will, kann sich anstelle des Jeeps natürlich auch einen Paraglider schnappen, vom nahe gelegenen Berg hüpfen und sich das bunte Treiben aus der Luft anschauen. Oder sich in Rambo-Manier zu Fuß durchs Gelände schlagen und wild um sich ballern. Oder mit der schallgedämpften MP5 im Anschlag von Strauch zu Strauch schleichen. Oder, oder, oder ...

Alles drin, alles dran

Manche Maps in Far Cry sind an Spielspaß und Abwechslung wirklich nicht mehr zu überbieten und rechtfertigen fast schon alleine den Kaufpreis von 45 Euro. Besonders gut gefallen hat uns der Level "Boot". Man startet zunächst in einem Schlauchboot und bekommt von Doyle per Handy die Anweisung, drei gegnerische Senderanlagen auszuschalten. Diese befinden sich auf drei verschiedenen Inseln und werden natürlich von Dr. Kriegers Söldnern bewacht. Wie in nahezu jedem Level des Spiels können Sie Ihre Mission eher leise und unauffällig lösen oder auf bedachtes Vorgehen verzichten und mit einem Mix aus Granaten-Feuerwerk und Maschinengewehr-Geknatter von Sender zu Sender stürmen.

Egal welche Vorgehensweise Sie wählen: Bis alle drei Kommunikationsanlagen gesprengt sind, müssen Sie mehrere schwer bewachte Söldnerlager ausheben, sich per Motorboot oder Paraglider von einer Senderstation zur nächsten durchschlagen und können zwischendrin immer mal wieder mit Buggys oder Jeeps über die kleinen Atolle flitzen. Liegt der letzte Funkmast dann in Schutt und Asche, hört das Spektakel noch lange nicht auf! Doyle meldet sich per Bildhandy und informiert Jack, dass sich gleich hinter dem nächsten Berg noch eine Bucht befindet, in der ein voll beladenes Frachtschiff der Krieger Corporation nur darauf wartet, auf den Grund des Meeresbodens gebombt zu werden. Gesagt, getan!

Und während der Kahn nach erfolgreicher Sprengung sinkt wie Camerons Titanic, schaut mal eben der stin-
kige Söldner-Anführer Colonel Rick Crowe höchstpersönlich nach dem Rechten. Allerdings nicht, um sich für das tolle Feuerwerk zu bedanken. Sondern Crowe setzt sich an die Minigun seines Kampfhubschraubers und lässt ein wenig Blei vom Himmel regnen. Pech für Jack, dass der Frachter, auf dem er sich immer noch befindet, langsam, aber sicher kentert ...

Fehler im Design?

Wie man sich anhand der vorangegangenen Level-Beschreibung denken kann, dauert so ein Spaziergang über mehrere verschiedene Schauplätze seine Zeit. Profi-Zocker und Counter-Strike-Veteranen mögen vielleicht nach 30 bis 40 Minuten jeden Strohhalm eines Levels gesehen und jeden Gegner in die ewigen Jagdgründe geschickt haben. Wer weniger souverän mit Pistole und Schrotflinte hantiert, braucht aber deutlich mehr Zeit. Vor allem deswegen, weil Far Cry zumindest offiziell keine Quicksave-Funktion besitzt. Eine Autosave-Funktion speichert zwar nach den meisten wichtigen Szenen ab, sodass Sie im schlimmsten Fall nicht den gesamten Level von vorne spielen müssen, trotzdem kostet das konsolenartige Speicherpunkt-System Zeit und Nerven - etwas, das gerade berufstätigen Spielern nicht in unbegrenztem Maße zur Verfügung steht.

Auf unsere Nachfrage beim Entwickler Crytek antwortete Firmenchef Cevat Yerli, man wolle verhindern, dass sich Spieler wie in anderen Shootern von Quicksave zu Quicksave hangeln. Außerdem würde das aktuelle Speicherpunkt-System viel zu der spannenden Atmosphäre von Far Cry beitragen. Es sei aber geplant, pünktlich zum Release einen Patch zu veröffentlichen, der die im Spiel vorhandene Schnellspeicher-Funktion freischaltet. Dadurch kann jeder selbst entscheiden, ob er mit Quicksave spielen möchte oder nicht. Ein guter Kompromiss, wie wir meinen. Denn laut unserer Online-Umfrage wünschen sich die meisten PC-Games-Leser eine solche Speicherfunktion in Actionspielen und Ego-Shootern.

Aus Freude am Fahren

Aufgrund der teils riesigen Maps sind Fahrzeuge in Far Cry nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern bitter nötig, um schnell von A nach B zu kommen. Glücklicherweise ist der Fuhrpark recht umfangreich und bietet für nahezu jede Spielsituation den passenden Untersatz. Gesteuert werden die Vehikel ganz simpel mit den vier Richtungstasten, der Blickwinkel lässt sich mit der Maus verändern. Zur besseren Übersicht gibt es auf Tastendruck noch eine nützliche Verfolgerperspektive. Bei bewaffneten Fahrzeugen wie Humvee-Jeep oder Motorboot kann man in dieser Ansicht aber nur sehr schwer mit den Bordwaffen auf etwaige Gegner zielen, sodass man gezwungen ist, vor einem Kampf auf Cockpit-Sicht umzuschalten.

Konkurrenz für UT 2004?

Die Fahrzeuge spielen natürlich auch im Mehrspieler-Modus Assault eine Rolle, wenn auch keine so entscheidende wie in Battlefield Vietnam. Ähnlich wie im Assault-Modus von UT 2004 muss ein Team auf jeder der sechs Levels jeweils drei Missionsziele innerhalb einer bestimmten Zeit erobern, während das andere dies mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Bei-de Parteien setzen sich aus drei Spieler-Klassen zusammen: Der Scharfschütze, welcher mit Snipergewehr oder Raketenwerfer aus großer Distanz angreift, aber sonst keine Waffe mit sich führt. Dann der Soldat, der neben Maschinengewehren wie OICW, AG 36 oder SAW noch eine Machete, eine Pistole sowie Schrotflinte oder Maschinenpistole für den Nahkampf trägt. Und zu gu-ter Letzt gibt es noch den Techniker, der mit seinem Multifunktionswerkzeug an bestimmten Stellen im Level schützende Mauern sowie bewaffnete Bunker und Wachtürme errichten beziehungsweise sprengen kann. Außerdem müssen Sie sich als Techniker entscheiden, ob Sie anstelle des M4-Karabiners lieber drei Medipacks mitnehmen, um sich selbst oder verletzte Teamkameraden heilen zu können. Das würde natürlich bedeuten, nur mit einer popeligen Pistole in der Hand durch den Level zu laufen - knifflige Entscheidung!

Wer bei den taktisch anspruchsvollen Kämpfen ins Gras beißt, steht nicht sofort wieder auf dem Schlachtfeld. Ähnlich wie in Battlefield kommt die "Verstärkung" nur alle 15 Sekunden wieder zurück. Auch Action-Puristen dürften auf den fünf Deathmatch- und Team-Deathmatch-Karten viel Spaß ha-ben. Und dank des einfach zu bedienenden Sandbox-Editors sollte es in den kommenden Wochen und Monaten reichlich Nachschub an neuen Einzel- und Mehrspieler-Levels geben ... von interessanten Mods ganz zu schweigen!

Die Crème de la Crème

Über die Technik von Far Cry zu schreiben ist keine einfache Sache. Das liegt zum großen Teil daran, dass die Programmierer scheinbar jedes nur erdenkliche DirectX-9-Feature für ihre Zwecke einsetzen und selbst gestandene Spieleredakteure in Erklärungsnöte bringen. Sagen wir es so: Wenn Sie eine DX9-taugliche Grafikkarte ab dem Kaliber einer Radeon 9600 XT besitzen, kriegen Sie schon jetzt eine Grafikqualität geliefert, wie sie Knaller vom Schlage eines Doom 3 oder Half-Life 2 bislang nur auf Screenshots oder in Tech-Demos zeigen. Und das je nach Qualitätseinstellungen in völlig akzeptabler Geschwindigkeit! Selbst auf einem betagten 1-GHz-Prozessor mit 512 MByte RAM und einer Grafikkarte mit Geforce2-Pro-Chip läuft Far Cry mit minimalen Qualitäts-Settings anstandslos ... und sah dabei noch besser aus als viele andere aktuelle Shooter.

Ein dicker Wermutstrop-fen für alle Nvidia-Fans: Geforce-FX-Karten waren in unseren Leistungs-Checks teilweise um die Hälfte langsamer als vergleichbare Ati-Pendants. Ob man Entwickler Crytek einen Vorwurf machen kann, lässt sich vorerst nicht beurteilen. Fakt ist, dass dieses Problem auch bei anderen PC-Spielen auftritt, in denen Shader-Effekte zum Einsatz kommen (zum Beispiel Yager oder Prince of Persia: The Sands of Time).

Als kostenloses Gimmick unterstützt Far Cry im Zusammenspiel mit DX9-Grafikkarten fünf Render-Modi: Neben der Standard-Darstellung lässt sich im Options-Menü "Verbessert", "Paradies", "Kalt" und "Cartoon" auswählen. Während die ersten drei Einstellungen Helligkeit, Farbintensität und Bildschärfe beeinflussen, stellt der "Cartoon"-Modus Far Cry ähnlich wie bei XIII im Comic-Look dar. Auf die Performance wirken sich diese Modi nicht aus, weshalb die Wahl des Render-Modus eine Geschmacksfrage ist. Wir empfehlen, Far Cry zuerst im Standard-Modus durchzuspielen und die anderen Modi bei einem zweiten Anlauf anzutesten.

Melodien für Millionen

Großes Lob gebührt den Soundtechnikern und Musikern von Crytek. Den fetzigen Titelsong könnte man ohne weiteres für einen hochkarätigen Hollywood-Film verwenden und die wuchtigen, realistischen Waffensounds drücken einen regelrecht an die Wand. Darüber hinaus bietet das Soundmenü von Far Cry dreimal so viele Einstellungsmöglichkeiten wie vergleichbare Konkurrenztitel - von EAX über realistische Dopplereffekte bis hin zur 5.1-Unterstützung ist alles dabei, was Soundkarte und Boxenkonfiguration hergeben.

Gedacht, getan!

Auch wenn so manche Gazette im Vorfeld etwas anderes geschrieben hat - eine bessere Gegner-KI als in Far Cry können Sie im Shooter-Genre lange suchen. Ihre Widersacher verhalten sich in neun von zehn Fällen äußerst clever und nutzen geschickt die sich ihnen bietende Deckung, um ihre virtuelle Haut möglichst lange vor lebensbedrohlichen Kugeln zu schützen. Selbst wenn mal ein Baum oder eine Wand zum unüberwindlichen Hindernis für einen Computerkrieger wird, macht das auch nicht viel aus. Dr. Kriegers Söldner sind fast immer im Team unterwegs und schlagen sofort Alarm, wenn urplötzlich ein Kamerad in ihrer Nähe tödlich getroffen zu Boden sackt. Eine Ausnahme bilden die Trigens: Die genmanipulierten Kreaturen kennen meist nur den Vorwärtsgang Richtung Spieler und halten wenig von Taktik und Angriffen im Team.

Das intelligente Verhalten der Gegner in Far Cry ist alleine schon deswegen eine Notwendigkeit, weil man als Spieler in den riesigen Außenlevels jede erdenkliche Route einschlagen kann und die Entwickler unmögliche jede Situation vorhersehen konnten. Von den Designern vorberechnete, stets gleich ablaufende Spielsituationen wie in vielen anderen Actiontiteln kommen in Far Cry zwar auch vor, in der Regel beschränkt sich das aber auf das reine Auslösen einer bestimmten Situation; anschließend übernimmt die KI die Regie und sorgt so auch beim erneuten Durchspielen für Abwechslung.

Viel Blei in der Luft

Auf keinen Fall vergessen dürfen wir die realistische Spielphysik in Kombination mit den geschmeidigen Animationen. Was die Auswirkungen von großen Explosionskräften auf kleine Spielfiguren betrifft, liefert Far Cry ähnlich spektakuläre Szenen wie Max Payne 2. Da fliegen Söldner aufgrund detonierender Handgranaten meterweit durch die Luft oder verlieren die Kontrolle über ihr Maschinengewehr, sobald sie von Kugeln erwischt werden. Monströse Trigens gehen bei direkten Raketentreffern ächzend in die Knie, während sich kleinere Exemplare im vollen Lauf überschlagen, wenn man nur die richtige Menge an Blei in der Luft verteilt. Und das dürften bei dem Action-Gehalt von Far Cry und den rund 20 Spielstunden der Solo-Kampagne einige Tonnen Schwermetall sein.
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Dirk Gooding

Gäbe es einen Oscar für PC-Spiele, Far Cry wäre der ganz große Abräumer!

Gäbe es eine Oscar-Verleihung für PC-Spiele, so wäre Far Cry dieses Jahr das Herr der Ringe unter den Actionspielen. Einen Oscar für Grafik, einen für Sound, noch einen für die KI, die Physik, die Spezialeffekte, das Spieldesign ... die Liste wäre lang. Klar, beim Thema "Bestes Drehbuch“ hätte es wohl nicht mal zu einer Nominierung gereicht, aber irgendeinen Preis soll Half-Life 2 ja auch noch mit nach Hause nehmen dürfen. Über die fehlende Quicksave-Funktion war ich anfangs doch ein wenig verdutzt. Zwar stimme ich persönlich Crytek-Chef Cevat Yerli zu, dass das Speicherpunkt-System gut funktioniert und der Atmosphäre zuträglich ist. Allerdings will die große Masse der Spieler genau dann speichern, wann sie es für richtig halten. Hoffen wir auf den Patch! Machen wir es kurz: Cryteks Erstlingswerk rockt dermaßen die Bambushütte, dass man vor Freude glatt seinen gesamten Jahresurlaub auf Cabatu buchen möchte. Etwas Vergleichbares gibt es im Shooter-Genre derzeit nicht - ergo landet Far Cry verdientermaßen auf dem ersten Platz. Gratulation!
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4 Kommentarezum Artikel

Alle Kommentare lesen
Ebb-Knarrknie - 27.07.2009 00:18
Zitat: (Original von Boesor am 07.12.2008 19:22)
Zitat: (Original von memberx1 am 07.12.2008 19:14)
Und genau da beginnt die Geschichte von Far Cry, dem mit Abstand besten Ego-Shooter seit dem legendären Klassiker Half-Life (dt.) von Valve.

Das ist so lächerlich und unglaubhaft, dass es schon fast peinlich ist...
     
Die Story von Far Cry erreicht selbst in den wenigen erzählerischen Höhepunkten bestenfalls B-Movie-Niveau...

Ich verstehe nicht, wie das mit dem obigen Zitat in Einklang zu bringen ist...


Und das fällt dir 4,5 jahre später auf? Wow.
Und natürlich sind die Sätze miteinander in Einklang zu bringen, denk mal an andere Meilensteine des genres, die hatten teilweise überhaupt keine Story.
Revolutionäre Shooter müssen anders als andere Spiele nicht unbedingt eine super Story haben.



Es ist ein Unterschied, wenn "überhaupt" keine Story angeboten wird, also nur Bossgegner ala Quake oder Doom, oder was weiß ich noch für "Meilensteine", oder aber nur n bisschen und nicht überzeugend, ganz nach dem Argument "ganz oder gar nicht". So, und der überhammer ist das Spiel nun wirklich nicht... das frickel ich jetz mal nich auseinander, aber noch ein weiteres Jahr später hat jemand das Spiel zum ersten Mal gespielt und kann nur sagen, dass es kein Vergleich zu Crysis ist. Aber Crysis is jetz auch nicht der Himmel wie es Unreal mal war....
Boesor - 07.12.2008 19:22
Zitat: (Original von memberx1 am 07.12.2008 19:14)
Und genau da beginnt die Geschichte von Far Cry, dem mit Abstand besten Ego-Shooter seit dem legendären Klassiker Half-Life (dt.) von Valve.

Das ist so lächerlich und unglaubhaft, dass es schon fast peinlich ist...
     
Die Story von Far Cry erreicht selbst in den wenigen erzählerischen Höhepunkten bestenfalls B-Movie-Niveau...

Ich verstehe nicht, wie das mit dem obigen Zitat in Einklang zu bringen ist...


Und das fällt dir 4,5 jahre später auf? Wow.
Und natürlich sind die Sätze miteinander in Einklang zu bringen, denk mal an andere Meilensteine des genres, die hatten teilweise überhaupt keine Story.
Revolutionäre Shooter müssen anders als andere Spiele nicht unbedingt eine super Story haben.
memberx1 - 07.12.2008 19:14
Und genau da beginnt die Geschichte von Far Cry, dem mit Abstand besten Ego-Shooter seit dem legendären Klassiker Half-Life (dt.) von Valve.

Das ist so lächerlich und unglaubhaft, dass es schon fast peinlich ist...
     
Die Story von Far Cry erreicht selbst in den wenigen erzählerischen Höhepunkten bestenfalls B-Movie-Niveau...

Ich verstehe nicht, wie das mit dem obigen Zitat in Einklang zu bringen ist...
Marko93 - 27.08.2004 22:58
WOW, 10 Seiten pures FAR CRY.
Und ads die Story aufgelöst wurde war genial, denn im Spiel bekommt man keine einzige information, oder ?
Aber einbisschen gespoilert wurde ja auch.
aber am Schluss bleibt mir noch eine Frage:
Woher wusstet ihr das das ein Japanischer Bunker aus dem 2.Weltkrieg ist`?
SYSTEM - 27.08.2004 22:58
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Allgemeine Infos

Name Far Cry (dt.)
Genre Ego-Shooter
Webseite http://www.farcry.de
Hersteller Crytek Studios GmbH & Co. KG
Anbieter Ubisoft
VÖ-Termin 25.03.2004 - zu diesem Produkt einen Lesertest schreiben!
Preis nicht bekannt
Plattformen: pc.gif
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