Breed
Im flinken Flieger des USC werden die Breed-Stellungen aus der Luft angegriffen.
Willkommen im Club der enttäuschten Spieler. Diesen Monat im Programm: der Sci-Fi-Shooter Breed von Brat Designs. Was die britischen Programmierer bei ihrem Erstlingswerk zusammengewurstelt haben, hätte eigentlich einen dieser Trost- und Peinlichkeits-Preise verdient, die in Klatschblättern an Promis verliehen werden. Wieso der "Halo-Killer" von einst so schlecht abschneidet und warum Sie vorerst lieber die Finger davon lassen sollten - das alles steht auf diesen Seiten.
Die Pflicht ruft
Wir schreiben das Jahr 2600. Die Menschheit hat mittlerweile den Weltraum erobert und gründet überall in der Galaxie Kolonien. Doch plötzlich ertönt ein Hilferuf aus dem Bersalius-System: Die roboterähnliche Alienrasse Breed greift unverhofft Siedlungen an und droht sämtliche Verteidigungslinien zu überrennen. Zur Unterstützung schickt der Erdenrat die brandneuen Schlachtkreuzer Magellan und Darwin los. Das Besondere: An Bord der gigantischen Pötte werden so genannte Grunts gezüchtet. Das sind menschliche Superkrieger, die in kürzester Zeit vom Baby zum kräftigen Mann heranwachsen und denen das Kriegshandwerk gentechnisch in die Wiege gelegt wurde. Beide Schiffe und ihre Besatzungen schaffen es, die Invasion erfolgreich abzuwehren, allerdings kann die Magellan aufgrund schwerer Beschädigungen nicht mehr zur Erde zurückfliegen. Den Heimweg tritt die Darwin alleine an - und macht eine grausige Entdeckung: Die gesamte Erde wurde in der Zwischenzeit von den Breed erobert, der Angriff auf die Kolonien war lediglich ein Täuschungsmanöver. Jetzt liegt es an den Männern der Darwin, ihren Heimplaneten in einem Guerillakrieg zurückzuerobern ... und damit in erster Linie am Spieler, der sich als Soldat des United Space Corps (kurz USC) mitten ins Action-Getümmel stürzt. Dabei ist er nicht auf sich allein gestellt; je nach Mission zieht man mit einem vierköpfigen Team aus unterschiedlich ausgerüsteten Grunts los und kann nach Lust und Laune zwischen den Figuren hin- und herschalten.
Immer feste drauf!
Du kannst nicht vorbei Ein Breed-Hunter will uns den Weg in eine Basis versperren.
Breed ist grob gesagt eine Mischung aus Ego-, Taktik- und Fun-Shooter. Wie in Renegade laufen Sie oft als Einzelkämpfer durch die Spielwelt, da der Rest Ihres Teams aufgrund erbärmlicher Intelligenz und absurder Wegfindungsroutinen keine große Hilfe ist - doch dazu später mehr. Den eigenen Soldaten können Sie à la Ghost Recon jederzeit mithilfe der F-Tasten Formationsbefehle und konkrete Anweisungen wie "Halt", "Sammeln" oder "Feuer einstellen" erteilen. Scharmützel mit den Breed erinnern manchmal an Serious Sam: Horden schwer bewaffneter Blecheimer stürmen auf den Spieler zu und lassen sich von Maschinengewehren, Raketenwerfern oder Schrotflinten in Windeseile zu Metallschrott verarbeiten. Das Ganze läuft in weitläufigen Außen- und Innenlevels ab, die irgendwie immer ein wenig an Halo erinnern. Glücklicherweise verbringen Sie den Großteil der Zeit an der frischen Luft und können die enorme Weitsicht genießen, statt in drögen Innenlevels herumzuirren. Die Levels spielen abwechselnd auf kleinen Inseln, in sanften Tälern oder in Eislandschaften, die in der Regel mit militärischen Einrichtungen und etwas Vegetation verziert sind.
Wer hat den Breed zum "Halo Killer" gemacht? Das war sicherlich nicht Brat sondern die Presse. Egal ob PC Games, GameStar oder wie sie alle heissen. Alle haben schon nach den ersten Screenshots die frohe Nachricht des "Halo Killers" verbreitet. Das es nun doch nicht dazu gekommen ist, ist sicherlich die Schuld der Entwickler. Kein Zweifel. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden ist aber die Schuld der Presse, welche diese Erwartungen erst definierte.
Bei Half-Life 2 ist das zum Beispiel anders. Da entstehen die Erwartungen aufgrund des Vorgängers und der Technologie, nicht aufgrund eines Vergleichtitels wie bei Breed.
Wobei ich selber bei Spellforce meinen Grundsätzen untreu geworden bin und prompt bestraft wurde ;)
Dass dabei aber nicht wenige Spieler auf der eigenen Sabberspur ins Trudeln kommen, ist aber nicht die Schuld der Presse. Oder glaubst Du alles, was dort geschrieben steht? Ich informiere mich sehr gerne über Previews, um zu wissen, was denn in den nächsten Monaten so alles erscheinen wird. Mehr nicht, ich informiere mich. Ich treffe keine Kaufentscheidung, ich mach mir nicht in Höschen, nur weil das Spiel "bestimmt totaaaaaal geil wird" und bleibe auch bei Release gelassen und ruhig. Es gibt Demos, es gibt dutzendweise Reviews, es gibt Forenbeiträge, die man in Ruhe studieren kann. Leute, die voll blinder Vorfreude teuer Geld für überhypte und verbuggte Scheisse ausgeben und sich hinterher beschweren, haben mein Mitleid nicht mehr.
Wobei ich selber bei Spellforce meinen Grundsätzen untreu geworden bin und prompt bestraft wurde ;)
Wer hat den Breed zum "Halo Killer" gemacht? Das war sicherlich nicht Brat sondern die Presse. Egal ob PC Games, GameStar oder wie sie alle heissen. Alle haben schon nach den ersten Screenshots die frohe Nachricht des "Halo Killers" verbreitet. Das es nun doch nicht dazu gekommen ist, ist sicherlich die Schuld der Entwickler. Kein Zweifel. Dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden ist aber die Schuld der Presse, welche diese Erwartungen erst definierte.
Bei Half-Life 2 ist das zum Beispiel anders. Da entstehen die Erwartungen aufgrund des Vorgängers und der Technologie, nicht aufgrund eines Vergleichtitels wie bei Breed.