Den Prince of Persia Test zum neuesten Prinzenabenteur (erschienen am 12. Dezember 2008) gibt's natürlich auch auf pcgames.de.
Der Matrix-Rummel ist am Mittleren Osten nicht spurlos vorübergegangen: In Prince of Persia: Sands of Time tragen die Leute zwar keine dunklen Sonnenbrillen oder schwarze Ledermäntel, doch hüpfen und kämpfen sie elegant wie Neo - wenn's sein muss, dann sogar in Zeitlupe. Der Prinz, 1989 noch ein grober Pixelhaufen, ist zum coolen Schwerkraft-Überwinder herangewachsen, der Dinge kann, von denen Lottospieler träumen: Er spult die Zeit vor und zurück wie andere ein Videoband. Und das Beste: Sie spielen diesen Typ! Willkommen in einem der schönsten Geschicklichkeitsspiele seit der Erfindung des Genres.
Märchengeschichten
Schreckliches geschieht im alten Persien: Der Prinz stibitzt einen magischen Dolch, um seinem Vater damit ein Geschenk zu machen. Bei der Übergabezeremonie rät ein falscher Wesir, den Dolch stattdessen in eine unheilvoll aussehende Sanduhr zu stecken - worauf der Prinz prompt eingeht und dabei gekonnt die dramatischen "Neiiiin! Niiicht!"-Rufe aus dem Publikum ignoriert. Und Sie sollten ihm dafür danken: Hätte er die Waffe nicht in die Sanduhr gestoßen, dann wäre ihr tödlicher Inhalt nicht herausgeströmt. Die Palastbewohner wären nicht zu Zombies mutiert und Sie hätten keinen Grund, die Welt zu retten. Drei Überlebende lässt der Sandsturm zurück: den Prinz - also Sie -, eine hübsche Prinzessin namens Farah und besagten Wesir. Die nächsten zehn Stunden werden Sie damit verbringen, den Bösewicht im Schloss aufzustöbern. Bis zum Ende balancieren Sie über etliche Mauervorsprünge, laufen zigmal an Wänden entlang, hüpfen über Abgründe und kämpfen gegen untote Palastwachen. Gelegentlich lösen Sie zudem Rätsel, die auch jene nicht überfordern dürften, die beim PISA-Test ganz unten in der Rangliste stehen: Kisten verschieben, Schalter und Hebel umlegen - mehr ist selten notwendig.
Prinzenrolle leicht gemacht
Die meisten Geschicklichkeitsspiele führen zu erhöhter Schweißbildung: Millimetergenaues Balancieren auf schmalen Gängen erfordert starke Konzentration, ein Fehltritt endet zumeist tödlich. Das mag spannend sein, meistens ist es aber einfach nur frustrierend. Das neue Prince of Persia ist in diesem Zusammenhang deutlich humaner als beispielsweise Tomb Raider: Angel of Darkness. Der Prinz steuert sich wie mit Servolenkung: Er hangelt sich automatisch an Vorsprüngen hoch, wenn er darauf zuläuft, und hält sich in letzter Sekunde an einer Mauer fest, wenn er versehentlich ausrutscht. Beim Sprung von Säule zu Säule sind nur 90-Grad-Drehungen zugelassen, was das Abschätzen der Richtung zum Kinderspiel macht. Sollte dennoch mal ein Missgeschick passieren, so greift eines der besten Features in Prince of Persia. Mittels des untertitelgebenden "Sand der Zeit" lässt sich das Geschehen um ein paar Sekunden zurückspulen: Das Bild friert zunächst ein, der Ton verstummt, dann läuft alles im Schneckentempo rückwärts ab - und zwar so lange, wie Sie die entsprechende Taste drücken oder bis die Kraft des Sands nachlässt. Ein weißer Balken am oberen Bildschirmrand gibt Auskunft darüber, wie lange und auch wie oft Sie in der Zeit zurückfahren dürfen, bis der Saft ausgeht. Diese clevere Methode ersetzt die üblichen Quicksave- und Quickload-Orgien, die sonst den Spielfluss stören. Richtig gespeichert wird nur an dafür vorgesehenen Punkten, was vollkommen in Ordnung geht, da die Checkpoints mit löblicher Fairness verteilt wurden.
Orientalische Slowmotion-Kämpfe
Die Kämpfe im Spiel sehen aus wie vorher von Zirkuskünstlern einstudiert. Sie stoßen sich von Mauern ab, hechten mit gezücktem Dolch nach vorn, laufen über verdutzte Widersacher und drehen sich im Flug. Sie kicken, boxen und stechen in alle Richtungen: Mit einem Fußtritt bringen Sie einen Zombie zum Stolpern, mit dem Säbel fechten Sie auf der linken Seite und der magische Dolch landet nach einem Salto im Gegner Nummer 3. Weil Sie ständig gegen eine Überzahl antreten, ähneln die meisten Gefechte den typischen Massenschlachten aus Kung-Fu-Filmen. Wenn's gar zu hektisch wird, leitet ein Tastendruck den Slowmotion-Modus ein. Dann ist der Prinz von der Coolness eines Max Payne nur eine Haaresbreite entfernt. Im Zeitlupengefecht erklingen alle Geräusche träge und in tiefer Frequenz, während ein Unschärfeeffekt den Bewegungen einen stilvollen Touch verpasst. Später im Spiel, wenn Ihre "Sand-Macht" auf ein Maximum angewachsen ist, halten Sie die Zeit per Knopfdruck sogar für einige Sekunden vollständig an; nur Sie bewegen sich - das erschöpft allerdings mit einem Schlag sämtliche Energiereserven. Beim Kämpfen gegen die Sand-Kreaturen hilft Farah, die schöne Prinzessin, mit ihrem Bogen. Ihre Pfeile lähmen getroffene Gegner und Sie haben währenddessen Zeit, sich um den Rest zu kümmern. In den Rätsel- und Turn-Abschnitten des Spiels nimmt Farah zumeist eine Abkürzung und schlüpft durch Nischen in der Wand, um weit entfernte Bodenplatten oder Hebel zu betätigen. Ab und an ergeben sich auch bissige, sehr humorvolle Gespräche zwischen den beiden - ein Paar zum Liebhaben!
Schön mit JADE
Der Optik von Prince of Persia haftet etwas Magisches an: Das Spiel sieht aus wie direkt aus dem Märchenbuch übernommen. Viele Kleinigkeiten verursachen in ihrem Zusammenspiel diesen Effekt. Da ist zum Beispiel der Unschärfefilter, der das Bild bei Bewegungen behutsam "weichspült". Der aus Tron 2.0 bekannte Lichtschimmer ist ebenfalls stets präsent: An Fenstern leuchtet es grell und Sonnenstrahlen, die hindurchkommen, erhellen gegenüberliegende Texturen. Vorhänge bewegen sich außerdem realistisch wie in Splinter Cell, wenn man an ihnen vorbeiläuft. Zu verdanken haben Sie die Grafikpracht einer angepassten Version der JADE-Engine, die ursprünglich für das Zeichentrick-Adventure Beyond Good & Evil entwickelt wurde. Am beeindruckendsten an den ganzen Optikspielereien aber ist, wie lebensecht der Prinz wirkt: Seine Haarpracht bewegt sich so geschmeidig wie bei den Models in der TV-Shampoo-Werbung und der Dolch an seiner Hüfte schwingt beim Turnen im richtigen Rhythmus mit. 700 Animationsstufen ergeben extrem realistische und geschmeidige Bewegungsabläufe. In keinem anderem Spiel - in Tomb Raider 6 nicht und auch nicht in Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft - hat man das Gefühl, einen lebensechter animierten Helden zu spielen.
Prince of Persia: Sands of Time ist ein würdiger
Thronfolger des Klassikers.
Seit 15 Jahren fluchen Spieler, wenn sie nach einem Fehltritt in den Abgrund plumpsen und wieder von vorne anfangen müssen. Prince of Persia präsentiert die Lösung dieses Problems mit einer Eleganz, dass man den Entwicklern mächtig auf die Schultern klopfen möchte: einfach die Zeit zurückspulen, statt einen alten Spielstand zu laden. Damit habe ich genug Chancen, den Todessprung das nächste Mal entsprechend zu korrigieren. Auch sonst gibts nicht viel zu schimpfen im alten neuen Persien. Die Grafik ist zauberhaft, der Spielablauf rasant, die Steuerung bis auf ein winziges Detail perfekt: Manchmal fällt es schwer, im Kampf den finalen Dolchstoß anzubringen, der die Zombies endgültig killt. Aber das ist, wie gesagt, nur ein Detail. Viel trauriger bin ich über die Tatsache, dass dieses wundervolle Spiel nach zehn Stunden bereits zu Ende ist
Das Spiel ist wirklich der Oberhammer... Endlich mal ein Spiel bei dem man das Gefühl hat alle Grafikeffekte die es gibt zu Gesicht zu bekommen. Es sieht einfach alles phantastisch aus. Die Steuerung hat auch großen Respekt verdient. Nach ner Gewissen Zeit hüpft, springt, klettert, hangelt, rollt und kämpft man als hätte man noch nie etwas anderes getan. Einziger Kritikpunkt sind die Kämpfe... Viele sind einfach nur geil und sehn aus wie Matrix im Orient, aber einige sind so dermaßen schwer, daß man echt am liebsten aufgeben möchte. Das erste mal bin ich fast verzweifelt als man seinem Zombivater gegenübersteht. Aber nach ca. 20 Versuchen hats irgendwann geklappt. Dann kommen noch einige recht schwere Fights und nun bin ich an nem Punkt an dem ich mir Wünsche 10x mal so viel Lebensenergie zu haben. Aber selbst wenn ich nicht sterbe dann tuts meine hübsche Begleiterin. Das is echt frustrierend.
Mich würde echt ma interessieren wie PCGames auf NUR 10 Stunden Spielzeit kommt ?! Ich spiel jetz bestimmt schon 15 Stunden und bin erst bei 65%. Naja bin halt kein Hardcoregamer und hab auch net die Lösung beim Spielen neben mir liegen.
p.s.: betrachtet Euch mal Eure Begleiterin aus der First Person Sicht.
Ich hab das Spiel auch, natürlich extra mit Gamepad dabei. Aber PC Games hat mich angelogen, es sei Game zu leicht (Stand ja im Testbericht drauf) und für Einsteiger geeignet, aber es stimmt aber nicht!!! Das Game ist übel schwer, wegen zu viele Zombies, die ich keine Chance hab gegen ihn, zu viele Zombies schlägt mich und kann ich nicht entkommen!! Ich hänge bei 17% fest!!!
So ein Frechheit!!! Das Game ist viel zu schwer, obwohl ich Max Payne 2 höchste Schwierigkeitgrad schaffe und fand zu leicht!
Ich such den Cheat, bis ich weiterkomme Das einzige Game, die ich Cheaten muss!
das spiel ist perfekt nur finde ich die kämpfe scheisse.. plage mich nun schon seit einiger zeit an der stelle wo die doofe prinzessin mit mit diesem al-qaida piraten rumprügelt. aber sonst ist es einfach genial.. erinnert mich an splinter cell wo es einfach nur spaß gemacht hat mit sam fisher durch die gegend zu hoppeln und sich die umgebung und die ideen anzukucken
am 12.12.03 um 10:19 schrieb Garid: Das Spiel ist fantastisch. Ich bin positiv überrascht. Das passiert in letzter Zeit leider nicht so oft. Die Hersteller versprechen oft mehr als sie halten können. Bei diesem Spiel ist es umgekehrt!
Stimmt, ist bei mir auch so, finde das Spiel klasse.
Arrgh, da muss ich mir das Game mal anschauen!! Auf zum MediaMarkt!!!
am 12.12.03 um 10:19 schrieb Garid: Das Spiel ist fantastisch. Ich bin positiv überrascht. Das passiert in letzter Zeit leider nicht so oft. Die Hersteller versprechen oft mehr als sie halten können. Bei diesem Spiel ist es umgekehrt!
Stimmt, ist bei mir auch so, finde das Spiel klasse.
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