Jedi Academy ist die unwiderstehliche Mischung aus Science-Fiction, Kampfsport und Zeitlupe, die Enter the Matrix sein wollte.
PC Games- Spielspaß-Wertung
90%
Durchschnittliche Lesertestwertung:
83%
Seit vor vier Jahren Matrix in den Kinos lief, haben Action-Helden einen neuen Verbündeten: die Schwerkraft. Wer cool sein will, läuft nicht am Boden, sondern an Wand und Decke, am besten noch in Zeitlupe. Die Jedis aus Jedi Academy liegen deshalb voll im Trend: Sie rennen schneller als der Wind, springen höher als Trampolinkünstler und schwingen ihre Lichtschwerter mit einer Geschwindigkeit, die jenseits der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit liegt. Damit Sie trotzdem alles mitkriegen, schaltet das Spiel in ausgewählten Szenen auf den visuell beeindruckenden Slow-Motion-Modus - und verdrängt damit den direkten Konkurrenten Enter the Matrix in die Bedeutungslosigkeit. Jedi Academy ist hübscher, spannender und besser.
Vom Azubi zum Meister
Auch Jedis werden alt. Kyle Katarn, Hauptdarsteller aus dem Vorgänger, hat sich auf Yavin 4 zurückgezogen, wo er sich seitdem um den Jedi-Nachwuchs kümmert. An der Seite von Luke Skywalker unterrichtet er die Padawane im Lichtschwertkampf. Sie sind einer davon. Ihr Name: Jaden. Ihr Aussehen: variabel. Ähnlich wie in einem Rollenspiel legen Sie vor Spielbeginn fest, in welcher Form Sie das Böse bekämpfen wollen. Sie bestimmen Geschlecht, Gesicht, Kleidungsstil und Rasse. Neben Menschen stehen auch ungewöhnliche Rassen zur Auswahl, zum Beispiel die Rodianer oder die Twi'Lek. Auch die Farbe Ihrer Klamotten sowie des Lichtschwerts lässt sich verändern. Im Grunde aber ist das nur Spielerei. Denn ob Sie nun als Alien mit rosa Waffe in den Kampf ziehen oder doch lieber den Bilderbuch-Helden verkörpern, das ist dem Spielablauf völlig egal - der bleibt gleich. Und zwar so lange, bis Sie einige Stufen Ihres Trainings mit Erfolg abschließen. Später dürfen Sie sich ein funkelnigelnagelneues Lichtschwert zimmern lassen - oder auch zwei, mit denen Sie anschließend gleichzeitig herumfuchteln. Ebenfalls erhältlich: die Doppelklinge, mit der schon Darth Maul in Episode 1 fürchterlich aufräumte. Ihre Entscheidung bestimmt, wie der Schwertkampf verläuft. Mit zwei Waffen halten Sie sich locker mehrere Angreifer vom Hals. In Notsituationen schwirren die Schwerter wie von Geisterhand um Ihre geduckte Gestalt herum - die perfekte Verteidigungslage. Einen offensiven Spielstil erzwingt die doppelläufige Klinge: Kurze Stöße und Kreiselattacken lassen den Gegner kaum verschnaufen.
Welcher Level darf's denn sein?
Jedi Academy stellt Sie laufend vor Entscheidungen: Sind Sie Mensch oder Rodianer, gut oder böse, ist Ihr Lichtschwert blau oder rot? Aber auch: Welcher Level darf's denn als Nächstes sein? Der Spielablauf ist diesmal nicht streng linear, stattdessen wählen Sie drei Mal aus einem Pool von fünf Aufträgen jeweils einen aus. Die Missionen finden teilweise losgelöst von der eigentlichen Story statt. Vier davon müssen Sie erledigen, die letzte ist schließlich optional. Wer mag, darf sich dann wieder zurück in die Akademie verziehen, wo Luke und Kyle den nächsten Hauptauftrag vorstellen. In der Theorie ist diese Entscheidungsfreiheit ja ganz schön, aber auf den zweiten Blick entpuppt sie sich doch als überflüssig. Denn wer will schon freiwillig auf Spielinhalt verzichten, zumal wenn er in einer solch genialen Form wie hier präsentiert wird? Und viel wichtiger: Jedi Academy orientiert sich in Sachen Umfang am kleinen Bruder Elite Force 2. Selbst wenn Sie alle Missionen spielen, kommt das Ende für erfahrene Spieler bereits nach rund 14 Stunden. Also bloß nichts auslassen!
Mächtig mächtig
Türsteher mit einem Handwink überreden oder mal eben den Weltrekord im Weitsprung aufstellen - die Machtfähigkeiten der Jedis wären im wirklichen Leben ziemlich praktisch. Jedi Academy bietet im Grunde dasselbe Repertoire wie der Vorgänger, allerdings mit einem Unterschied: Waren in Jedi Outcast nur acht Tricks im Einzelspielermodus anwendbar, sind es jetzt alle 16. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Fähigkeiten finden Sie unten auf dieser Seite. Besonders motivierend: Die Jedi-Kniffe lassen sich nach jeder bestandenen Mission um einen Punkt steigern, wodurch sie an Effektivität gewinnen. Beispielsweise können Sie mit dem Blitz zu Beginn gerade mal ein Grillhähnchen rösten. Bei Stufe 3 aber, dem Maximum, gleicht das Resultat einem verheerenden Sturm: Blaue Strahlen schießen in sämtliche Richtungen, lähmen Gegner und befördern selbige im hohen Bogen durch die Luft. Peter Molyneux hätte an Jedi Academy seine Freude! Wenn man Sturmtruppen mit einem Fingerschnippen im Vorbeigehen gen Abgrund schubst, fühlt man sich wie ein unbesiegbarer Gott. Dunkle Jedis machen diese Illusion aber ganz schnell wieder zunichte. Sie wehren Zauberangriffe häufig ab, indem sie ihren Arm schützend vors Gesicht halten und dann in fieses 1a-Bösewicht-Gelächter ausbrechen. Beängstigend. Sie müssen schon schlauer sein: Klauen Sie dem Widersacher doch sein Lichtschwert mittels "Griff", wenn er es gerade nach Ihnen schmeißt ...
Ego-Shooter mal anders
Jedi Academy als Ego-Shooter zu bezeichnen, das trifft die Sache nur halb. Zwar schießen Sie mit Blaster, Raketenwerfer und Scharfschützengewehr in der Ich-Perspektive gelegentlich auf Sturmtruppen. Aber die meiste Zeit weilt die Kamera hinter dem Rücken Ihrer Spielfigur, die ein buntes Lichtschwert führt. Der Nahkampf hat viele Vorteile: Die Munition geht nie aus, herannahende Geschosse werden je nach Macht-Level mehr oder weniger genau auf den Aggressor zurückgeworfen und - was am wichtigsten ist - als cooler Säbelakrobat haben Sie mit Abstand den meisten Spaß! Dabei spielt sich Jedi Academy schon fast wie ein Prügelspiel. Bestimmte Tastenkombinationen entlocken der Spielfigur richtiggehende Zirkuseinlagen: Sie laufen regelmäßig an Wänden, stoßen sich mit den Füßen ab und springen mit einem Salto hinter verdutzte Gegner. Oder wie wäre es mit dem so genannten Schmetterlingsangriff? Richtungstaste und Sprung gleichzeitig lassen Sie wie einen Eiskunstläufer im Kreis hüpfen und dabei die Waffe mit einer Eleganz schwingen, dass man am liebsten applaudieren möchte. Auch den Kampf gegen mehrere Gegner simuliert das Spiel mit Bravour: Wer beispielsweise beide Feuertasten gleichzeitig drückt, während links und rechts ein Angreifer steht, springt in die Luft und kickt die Widersacher mit einem gelungenen Spagat in die Magengrube. Beim Kampf gegen Jedis unterstreicht eine Zeitlupe die grafische Eleganz, während die Kamera ums Geschehen kreist. Dieser Effekt lässt sich bei Nichtgefallen deaktivieren. Übrigens: All diese Kunststücke sind auch und vor allem im grandiosen Multiplayer-Modus (siehe Extrakasten auf Seite 82) Ihr Ass im Ärmel.
Der beste Star-Wars-Shooter
In Jedi Academy infiltrieren Sie feindliche Basen, legen Sprengsätze und brechen aus einem Gefängnis aus. Klingt nach 08/15-Strickmuster. Doch das ist noch nicht alles. Sie kämpfen beispielsweise auch auf einer rasanten Schwebebahn gegen einen dunklen Jedi, während unter Ihnen das Glasdach Stück für Stück wegbricht. Oder Sie nehmen vor einem mutierten Rancor Reißaus, der hinter Ihnen unter Getöse die Level-Architektur zerlegt. In einer anderen Mission hüpfen Sie ins Cockpit eines Walkers und stampfen damit durchs Feindgebiet. Haben wir schon die Fahrt mit dem Bike erwähnt? Da düsen Sie in Hochgeschwindigkeit durch Schluchten und drücken Drängler mit der Macht ins Abseits. Am Ende steht ein waghalsiger Sprung über einen Abgrund bevor, der nur mit Turbo zu meistern ist. Der Einzelspielermodus ist in den 14 Stunden, die man damit beschäftigt ist, perfektes Entertainment. Jedi Academy ist die Mischung aus Science-Fiction, Kampfsport und stilvoller Slow-Motion, die Enter the Matrix gerne gewesen wäre. Muss man haben!
Jedi Academy ist wie eine Achterbahnfahrt: kurz, aber verdammt spannend!
Also, für Epileptiker ist das wahrlich nichts! Da blitzt und zischt und donnert es ja an allen Ecken und Enden im Spiel. Solche fantastischen Schwertduelle habe ich noch nie erlebt: Kopfüber mit dem surrenden Säbel in Richtung Ziel hechten, sich geschmeidig vom Boden abrollen und dann die Wand quer hochtrippeln so etwas Spektakuläres kannte ich bisher nur aus dem Kino. Übrigens: Diesmal schnetzeln Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes auch durch die deutsche Version. Ein klug angebrachter Schwertschwinger haut schon mal eine Sturmtruppen-Rüstung entzwei. Einen
Kritikpunkt muss sich Jedi
Academy trotz all der Lobhudelei aber gefallen lassen: 14 Stunden sind verflixt noch mal zu wenig Spielzeit, vor allem, wenn sie wie im Fluge vergehen. Nur gut, dass der Multiplayer-Modus länger fesselt.
am 25.09.03 um 10:33 schrieb Spookymulder: Ja da hast du recht shadowman. Es gibt aber ein Magazin in England genannt PC Gamer die das Spiel mit niedrigen 70ern Bewertet haben und auch viele in diesem Forum angesprochenen Aspekte bemängelt haben. Über die Gründe kann man nur mutmaßen. Aber ich meine im generellen beobachtet zu haben das die Spieltiefe von PC Spielen in den letzten 10 Jahren auf dem Markt dramatisch abgenommen hat. Natürlich gibt es wenige Ausnahmen welche durch die nun gegebenen technischen Möglichkeiten die Spieltiefe im Gegensatz zu früheren Titeln erheblich verbessern (Deus EX, Morrowind, Gothic, Warcraft3 etc.) Was ich damit sagen will ist das im generellen früher mehr auf Spieltiefe geachtet wurde da man nicht so viel mit Graphik und Soundeffekten punkten konnte. So hat mich die auch vor 1,5 Jahren leicht in die Jahre gekommenen Quake 3 Engine bei Jedi Outcast nicht gestört das Level und Spieldesign stimmig war und so an den Bildschirm fesselte das man die graphischen Mängel getrost vernachlässigen konnte. (Ein ähnliches Spieltiefen Monster ist z.B. auch das mittlerweile 10 Jahre alte erste Panzer General welches ich immer noch gerne Spiele. Die klassischen Lucas Arts Adventure möchte ich hier gar nicht erwähnen). Aber abschließen kann man feststellen das die Spielzeit im Vergleich zu früher von teilweise über 50 Stunden und mehr mittlerweile immer häufiger Werte um die 15 Stunden erreicht. (Elite Force 2, Unreal 2, Jedi Academy, und wahrscheinlich auch Doom3 nach einem Interview von Carmack)..... to be continued?
Tja, diese Annahme ist m.E. grob falsch und basiert auf stark selektiver Wahrnehmung und nostalgischer Verklärung....und einem drastischen Denkfehler.Du schließt daraus, daß die Dinger halt früher schlechter aussahen und klangen z.B. einfach, daß es nicht möglich gewesen sei,mit Grafik und Sound zu punkten" und man deswegen mehr Wert auf Spieltiefe gelegt hätte. Man braucht sich nur mal Werbung für z.B. C-64 Games oder frühe PC-Games anzuschauen um draufzukommen, was für ein Blödsinn das ist. Der allergrößte Teil aller Spiele und Spielehersteller (Textadventures und echte Nischenprodukte mal ausgenommen) hat *immer und zu jeder Zeit* versucht mit Grafik- und Soundeffekten zu punkten. Und zwar gemessen am Stand des technisch Machbaren. Auf die Idee "Mit der Grafik nicht punkten zu können", wären Spieleentwickler *erst garnicht gekommen*, weil sie eigentlich immer versucht haben, die bestmögliche Grafik zu realisieren. Davon abgesehen war die Spielzeit der meisten Spiele früher keineswegs länger. Man hat sich aber selber -aus Mangel an Übung und aus Mangel an anderen Produkten- früher viel mehr Zeit für ein Spiel genommen. Ein Beispiel für diese Verzerrung der Wahrnehmung ist auch die Darstellung des ersten "Panzer General" als "Spieltiefemonster". Das ist ein echter Scherz. Das hat mir damals zwar auch Spaß gemacht, grade im Vergleich zu modernen vergleichbaren Games, wie Medieval: Total War, Combat Mission 1 & 2, Age of Wonders 2 oder auch der etwas älteren Close Combat Serie ist PG ein absolutes, simplizistisches Leichtgewicht. Praktisch jedes moderne vergleichbare Game bietet mehr Einheiten, Kombinationsmöglichkeiten, taktische und strategische Einflüße und eine komplexere Spielmechanik und damit eben mehr Spieltiefe. Ein gutes Beispiel dafür, wie Nostalgie und vor allem auch die Veränderung des eigenen Verhaltens einem Beobachtungen, wie eine vermeintliche Abnahme an Spieltiefe suggerieren können.
am 25.09.03 um 17:53 schrieb OrionSyndicate: Wunderbar, "Spookymulder" hat mir bereits die Arbeit abgenommen, euren katastrophalen Test zu Jedi Knight3 zu kommentieren. Ich hoffe nur für euch, dass ihr dafür gut bezahlt worden seit. Es entspricht nämlich überhaupt nichts von dem der Wahrheit. Ich kann genauso gut ein Online Magazin lesen, die sind sogar objektiver als ihr ...
Schwall ins All. Was an dem Test entspricht denn "nicht der Wahrheit" ?
Was soll an dem Test denn katastrophal sein ? Klar hat das auch etwas Schwächen, aber im Großen und Ganzen ist das Ding prima. Allerdings sehe ich das auch eher an der 85 als bei 90. Aber das Teil sieht ziemlich gut aus und läuft butterweich, die Missionen sind wirklich abwechslungsreich, Steuerung ist klasse und durchdacht, zweimal Durchspielen (mindestens) lohnt sich auch.
Es ist recht amüsant hier im Forum die Nörgeleien über Jedi Academy zu lesen
Beginnen wir mal mit der kurzen Spielzeit. Ich gehöre zu den wenigen, die das mögen. Denn ich kann nicht "endlos" Zeit vor dem Monitor verbringen, sondern bin dankbar, wenn eine Mission dynamisch beginnt, zügig vorwärts zieht und dann auf einen Punkt kommt. Und in diesem Punkt ist Jedi Academy alles andere als schlecht.
Übrigens, jene die sich beschweren, das Spiel sei zu kurz, die hätten ja vorher PC-Games lesen können und als mündige Kunden das Spiel in den Regalen stehen lassen können (Ich glaube fast, so funktioniert der Markt). Aber wer natürlich blind ins Regal greift, der kann durchaus etwas dann gekauft haben, das nicht seinem Geschmack entspricht.
Wer bestreitet, dass man beim Gamen eine gewisse Routine bekommt, sollte einfach mal seine Eltern mit einem neu erworbenen Game an den PC setzen, und schauen warten bis sie einen Level durchgespielt haben. Danach spielt ihr diesen Level. Und wenn die Eltern nicht ebenfalls täglich zocken, dürften sie etwas länger vor dem Monitor sitzen als ihr.
Besonders gefallen mir jene, die über die Allmacht der Jedi-Ritter beschweren. Die haben höchstwahrscheinlich nicht mitbekommen, was es im Star-Wars-Universum beduetet in Jedi zu sein. Übrigens, jene müssen auch Jedi Outcast und Jedi Knight gehasst haben, denn dort gilt ebenfalls dieses Spielprinzip. Kurz sei hier noch angemerkt, dass es einen Schwierigkeitsgrad-Regler gibt und beim höchsten dürften auch die Beschwerdefüher etwas ausgelastet sein .
Wer jetzt nicht mit der 90%-Wertung leben kann - ich kann's - soll doch einfach den Artikel in der PC-Games lesen und siehe da, alle Kritikpunkte, die euch so zu schaffen machen, sind dort auch erwähnt, nur hat man das nicht so schwer gewichtet. Langer Rede kurzer Sinn: Prozentwertungen sind relativ - wer sich darüber aufregt, ist selber schuld. (Hauptsache der Artikel stellt das Game nicht falsch dar und das tut er sicher nicht).
am 26.09.03 um 11:50 schrieb Snark7: Warum Du das Beispiel mit dem Buch Quark findest, müsstest Du schon erklären. Vor DOOM z.B. hat *niemand* einen "Quasi-3D" Shooter gespielt. Vor Quake *niemand* einen echten 3D-Shooter. 10 Jahre später hat jeder "normale" Spieler Dutzende und Aberdutzende davon gespielt. Das soll keinen Übungseffekt und Einfluß auf die Spieldauer haben ? Erzähl mir doch nix.
Und das das beim zweitenmal schneller geht, das hat keineswegs vor allem damit zu tun, daß man die Spiele schon kennt. Mal nicht vergessen, daß das locker 6 - 7 Jahre (bei Fallout) her ist. Das liegt einfach dran, daß man viel mehr Übung hat. Setz doch einfach mal jemand, der denselben Erfahrungsgrad hat mit 3D-Shootern und Computerspielen, wie die meisten zur Erscheinungszeit von DOOM, an den Rechner und laß ihn eines der "viel zu kurzen" Spiele zocken. Wetten, daß der *nicht* in 12 Stunden fertig ist ? Wetten, daß der z.B. bei Tron 2.0, für das ich auch nicht allzulange gebraucht habe, locker mal 50 Stunden brauchen kann ?
Das mit dem Buch ist Unsinn, da man das Erlernen einer Fremdsprache nicht mit dem Erlernen der Handhabung von 3D-Computerspielen vergleichen kann.
Was deinen "Übungsfaktor" betrifft, hast du die Grundlagen verstanden und ain"deiner Theorie" gut erklärt: Ein Anfänger in Sachen Computerspielen braucht logischweise viel länger für ein Spiel als ein Fortgeschrittener. Das ist aber subjektiv und hat ziemlcih wenig zu tun mit der Diskussion über Spieldauer aufgrund weniger Levels, usw.
Das Erlernen von Fähigkeiten ist -was das Thema hier angeht- durchaus vergleichbar. Wer Fähigkeiten stetig übt, egal welche, dem wird die Sache dann eben immer leicher vorkommen als am Anfang. Und ihm werden z.B. Texte die ihm als Anfänger sehr umfangreich und komplex vorkamen, eben leicht und vielleicht zu "dünn" vorkommen.
Für den Vergleich von einem Spiel mit seinem direkten Vorgänger stimmt Deine Ansicht natürlich. Man kann Spiele anhand objektiver Merkmale vergleichen, wie z.B. der Anzahl an Leveln (wobei man dann aber natürlich noch Größe und Komplexität des Leveldesigns einbeziehen muß) , Entscheidungswegen, Gegnerm, Puzzles. Wenn das geschieht, prima, keine Einwände. Macht aber normalerweise kaum jemand, sondern was man hört sind generelle Aussagen wie "früher hatten Spiele 50 Stunden Spieldauer, heute nur noch 15" , werden immer kürzer etc. Und in den allermeisten Fällen stimmt das eben nicht, sondern der Nostalgiker vergleicht einfach die Zeit, die er mal für z.B. DOOM gebraucht hat mit der Zeit die er für ein EF2 oder JK3 oder meinetwegen auch Unreal 2 gebraucht hat und ist dann enttäuscht. Zu Unrecht. Weil eben die Zeit nicht davon abhängig ist, daß Doom umfangreicher war, sondern einfach damit daß der Spielende viel mehr Übung hat.
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