Der bekannte Comiczeichner Philippe Druillet zeichnete schon für die post-moderne Gestaltung von Ring der Nibelungen und Ring 2 verantwortlich. Mit Salammbo steht jetzt seine Adaption vom Fall Karthagos als 360°-Adventure in den Läden. Sie spielen den karthagischen Sklaven Spendius und erleben die Liebesgeschichte zwischen der schönen Salammbo und dem Söldner Mâtho sowie die punischen Kriege. Salammbo begeistert vor allem durch die technische Qualität mit detailreichen Hintergründen und fantastisch gerenderten Charakteren, die fast (aber wirklich nur fast) an ihre Leidwandkollegen aus Final Fantasy heranreichen.
Weniger schön geriet die Benutzerführung. In den mit kryptischen Symbolen versehenen Menüs verläuft man sich ebenso leicht wie in den unübersichtlichen Außenarealen, für die zwar eine Übersichtskarte zu Verfügung steht, mit deren Hilfe sich jedoch nicht der Standort wechseln lässt. Die angenehm schweren Rätsel bestehen genretypisch vorwiegend aus Logikpuzzles; hin und wieder müssen Sie aber auch gefundene Objekte kombinieren. Wer 3D-Adventures mag, macht mit Salammbo nicht viel verkehrt.