Breath of Fire 4
In den Städten tauschen Sie ihre abgenutzten Gegenstände gegen neuwertige Ware aus und halten mit den Einwohnern Smalltalk.
Die Entwickler vollbrachten ein kleines Kunststück: Breath of Fire 4 schaut auf dem PC noch schlechter aus als das zwei Jahre alte Playstation-Original. Schauplätze und Effekte sind so hässlich, dass man sie zu Beginn für einen Grafikfehler hält. Hinter der abstoßenden Oberfläche verbirgt sich ein typisch japanisches Rollenspiel: Drollige Figuren stapfen durch streng lineares Areal, philosophieren in Textfenstern über Gott und die Welt und reifen im Laufe des Abenteuers zu wahren Superhelden heran.
Gekämpft wird rundenbasiert in einem gesonderten Bildschirm. In Textmenüs wählen Sie mit Tastatur oder Gamepad Befehle wie "Angreifen" oder "Gegenstand benutzen" aus und beobachten anschließend, wie ihre Haudegen in putzigen Animationen auf den Gegner eindreschen.
Innovativ in Breath of Fire 4 ist, dass sich Zaubersprüche kombinieren lassen: Wenn Held Ryo zur gleichen Zeit eine Magieformel murmelt wie Kampfkollegin Elena, verstärkt das die Wirkung. Das lädt zum Ausprobieren ein. Ansonsten verläuft alles nach dem alten Final Fantasy-Rezept, aus dem im fernen Osten immer wieder neue Rollenspiele entstehen. Schade, dass man sich mit der Breath of Fire 4-Umsetzung so viel Zeit gelassen hat - vor zwei Jahren wäre die Grafik nur schlecht, aber nicht miserabel gewesen.

Aber Thomas Weiß.. :-(