Dinos jagen am PC
Verdeckt vom Gegner und verwirrt von immer neuen unsinnigen Kameraperspektiven ist man ein leichtes Opfer.
Zehn Jahre, nachdem Steven Spielberg mit Jurassic Park die Dinos wiedererweckte, streifen noch immer Echsenrudel über Fernsehgeräte und Monitore. Als ob ihre Zeit nicht längst zum zweiten Mal abgelaufen wäre, machen die hartnäckigen Gottesgeißeln diesmal einen Urwald unsicher, der sich aus nicht weiter wichtigen Gründen auf einem Stadtgebiet materialisiert hat. Bewaffnet mit Machete und Schrotflinte soll nun der Spieler Bildschirm für Bildschirm Herr der Lage werden.
Das wäre auch weiter kein Problem, weil die angriffslustigen Riesenechsen schon nach wenigen Messerstichen umfallen. Da aber Ihre Spielfigur ständig gegen Bäume rennt und oftmals mit dem Rücken zu seinen Gegnern steht, ist der Ladebildschirm schnell der beste Bekannte des Spielers. Schuld an diesem Debakel ist die verkorkste Bedienung: Während die Steuerung für eine Ego-Perspektive geeignet wäre, zeigt die unbewegliche Kamera die Szenerie aus den unmöglichsten Blickwinkeln.
Um beispielsweise an den linken Bildrand zu gelangen, drückt man nicht die Taste für links. Stattdessen versucht man, sich trotzt der ungeeigneten Perspektiven in die gewünschte Richtung zu drehen, um anschließend vorwärts zu laufen. Zu allem Überfluss ist Dino Crisis 2 auch noch unglaublich hässlich. Die staksigen Dinos leben auf dermaßen verwaschenen Hintergründen, dass man ständig versucht ist, seinen Monitor zu putzen.

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