Feedback-Ergebnis: Unreal 2

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Häufig als Schwäche von Unreal 2 genannt: Die kurze Spieldauer. Häufig als Schwäche von Unreal 2 genannt: Die kurze Spieldauer. Fast alle PC-Games-Leser teilen die Meinung unserer Tester über Unreal 2: The Awakening: ein exzellenter Ego-Shooter mit Bombast-Grafik, wunderschönen Levels und brauchbarer Story - aber viel zu kurz. Für die meisten wäre die geringe Spielzeit der Einzelspieler-Kampagne gar nicht so schlimm, wenn Legend einen brauchbaren Mehrspieler-Modus integriert hätte. Der fehlt leider - aus Gründen, die uns Leveldesigner Matthias Worch in einem Interview erklärt.

Fünf Fragen an den Entwickler

PC Games: Die Spielzeit von Unreal 2 ist im Vergleich mit anderen Shootern sehr kurz geraten. Wieso habt ihr dem Spiel nicht noch ein paar Levels mehr spendiert?

Matthias Worch (Leveldesigner beim Unreal 2- Entwickler Legend Entertainment): "Natürlich versucht ein Hersteller immer, ein Spiel so zu gestalten, dass auch erfahrene Spieler längerfristig Spaß haben. Aber irgendwo muss ein Mittelweg zwischen den Ansprüchen der Profispieler und dem zeitlich und finanziell Machbaren gefunden werden."

PC Games: Warum habt ihr Unreal 2 dann nicht wenigstens einen simplen Mehrspieler-Modus eingebaut? Das hätte viele Fans gefreut.

Worch: "Wenn man es mit einer so hochkarätigen Marke wie Unreal zu tun hat, kann man sich keine halben Sachen erlauben und muss darauf achten, dass beispielsweise die Qualität des Netcodes mit ähnlichen Spielen mithalten kann. Es blieb einfach keine Zeit, Code-Updates eines ganzen Jahres in die von uns modifizierte Unreal-Engine einzubauen und diese Veränderungen ausreichend zu testen."

PC Games: Viele eurer Ideen für Unreal 2 kennt man aus bekannten Sci-Fi-Filmen und aus anderen PC-Spielen. Hattet ihr keine eigenen guten Ideen?

Worch: "Streng genommen wärmt ja jedes Spiel alte Ideen des Genres auf und versucht, sie zu etwas Neuem zu verbinden. Entscheidend ist meiner Meinung nach eine gelungene Umsetzung dieser Ideen und nicht der Versuch, krampfhaft von bewährten Pfaden abzuweichen. Im Nachhinein wäre es aber wahrscheinlich besser gewesen, sich bei Unreal 2 etwas mehr auf das Flair und die Atmosphäre des ersten Teils zu besinnen. Aber solche Einsichten kommen meistens dann, wenn man etwas Abstand gewonnen hat und seine eigene Arbeit objektiv beurteilen kann."

PC Games: Viele bemängeln, dass Unreal 2 zwar grafisch herausragend sei, aber einen nicht so umhauen würde wie seinerzeit der erste Teil. Wie erklärt ihr euch das?

Worch: "Heutzutage ist es einfach schwieriger, einen erfahrenen Spieler zu beeindrucken. Jemand, der alle Shooter der letzten fünf Jahre gespielt hat, wird einfach viel kritischer und ist kaum noch zu beeindrucken. Das ist bei Spielfilmen ganz ähnlich - Terminator 2 und Jurassic Park hatten geniale Spezial-Effekte, verglichen mit heutigen SpecialFX sind die aber recht primitiv. Heute fällt doch auch ein neuer Star Wars-Film bei vielen Zuschauern unter die Kategorie ,Alles schon gesehen'."

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chromax Anwärter/in
        Zitat
        am 28.03.03 um 22:06 schrieb borzork:
        Der gute Herr Worsch hat im Interview wirklich alles getan um abzuwiegeln. Es wäre also nicht genug Zeit geblieben um einen Multiplayer-Modus zu integrieren und wir Spieler wären halt zu verwöhnt..............
        Du hast völlig recht, aber ich würde nicht so viel von ID erhoffen.
        Ich erinnere mich dunkel an Quake 3, das eigentlich nur eine schnell dahingehauene Sache war um die Engine zu demonstrieren und zu verkaufen.

        Und was war mit Quake 2 ?
        Ausser brutalität hatte es nichts. Das Leveldesign hätte ich und viele andere besser machen können.

        ID Software macht generell nur "Engine-Demos"....

        Aber die Programmierer von Unreal waren schon immer lahm, alle Unreal Teile sind die obergähner und werden nur wegen der Grafik gespielt.
      • Von chromax Anwärter/in
        Zitat
        am 28.03.03 um 22:06 schrieb borzork:
        Der gute Herr Worsch hat im Interview wirklich alles getan um abzuwiegeln. Es wäre also nicht genug Zeit geblieben um einen Multiplayer-Modus zu integrieren und wir Spieler wären halt zu verwöhnt..............
        Du hast völlig recht, aber ich würde nicht so viel von ID erhoffen.
        Ich erinnere mich dunkel an Quake 3, das eigentlich nur eine schnell dahingehauene Sache war um die Engine zu demonstrieren und zu verkaufen.

        Und was war mit Quake 2 ?
        Ausser brutalität hatte es nichts. Das Leveldesign hätte ich und viele andere besser machen können.

        ID Software macht generell nur "Engine-Demos"....

        Aber die Programmierer von Unreal waren schon immer lahm, alle Unreal Teile sind die obergähner und werden nur wegen der Grafik gespielt.
      • Von chromax Anwärter/in
        Absolut Falsch.

        Unreal 2 vertritt genau dieselben Atribute wie der Vorgänger.
        Nur gute Grafik, das ist da, ansonsten nur langeweile weil alles extrem vorhersehbar ist.

        Schon der erste Teil mit seinen lächerlichen Waffen und dem grauenhaften Leveldesign brachte nicht den Hauch von Spielspass auf.
        Der 2. Teil macht auch nicht mehr her. Ja die Grafik ist vorhanden. Das ist für mich persönlich aber ein Teil der eher hinten rangiert.
        Spiele wie Half-Life sind nicht so legendär wegen der Grafik.

        Sie haben es aber versucht...
        Sie haben versucht etwas Handlung reinzubringen. Das haben sie auch geschafft. Aber ich wünschte mir manchmal einen Schalter "Spannung" in den Optionsmenus anzustellen.
        Wo ist der denn?

        Die PC Games scheint ein anderes Spiel zu haben denn ich renn da nur durch langweilige Level und huch, wie nach der Stechuhr werde ich pünktlich in der Mitte jedes Raumes beschossen.
        Wenn man es oft genug spielt kann man die Gegner sicher mit verbundenen Augen erledigen.
        Die Waffen sind effektgeladen aber auch zu stark. Es ist kein Hinderniss jemanden umzulegen.
        Auch Waffen mit übertrieben Effekte sind sehr sinnvoll, sodass man gar nicht erst mehrere abgeben kann, da man sonst erstmal nichts sieht vor Lichteffekten.

        Außerdem stören Kleinigkeiten gewaltig. Neben der schrecklichen Synchro kommt bei mir das Gefühl auf das die mit dem Hauptcharakter etwas "Arnie"-Atmosphäre reinbringen wollten.
        Irgendwie wirkt das nicht, schon gar nicht mit der unmotivierten Stimme meines Nachbarn.
        Außerdem nervt der Kerl. Ein Typ der gerne zu den Marines will, das ist wie einer der zum Bund will, nachdem ich Wehrdienst hatte kann ich nur eines sagen, Idioten!

        Auch Aida erinnert mehr an Frau Croft und ihre dümmliche gespielte Härte nervt später auch. Für manche mögen die Konversationen zwischen den beiden Interessant sein, ich finds nervig.

        Falls jemand wissen will wie es richtig geht der schaue sich Alien vs Predator oder Mafia an. Die Tschechen wissen wie es geht.
        DAS sind Spiele mit Atmosphäre.

        Unreal 2 wird nach dem Durchspielen sofort deinstalliert und landet im Schrank, na danke!

        PC Games, toller Test, nach dem von Mafia und GTA 3 noch einer bei dem ihr so richtigen Müll abgelassen habt.
      • Von Mahatma77 Gelegenheitsspieler/in
        Zitat
        am 28.03.03 um 22:06 schrieb borzork:
        D3 soll ein Fest für den Single-Player werden. Die Jungs von ID-Software werden es bestimmt schaffen uns angeblich verwöhnte Langzeit-Spieler dann doch wieder zu beeindrucken.
        Deine Meinung unterschreibe ich so, wie sie da steht, 100% korrekt und treffend formuliert!
        Aber mal im Ernst: Du erwartest, daß D3 all diese Fehler nicht hat? Es ist schön zu wissen, daß es auf dieser Welt noch Optimisten wie Dich gibt. Ein derart gehyptes Spiel muß gar nicht geil sein, damit die Leute es kaufen. Daher freue ich mich tausend mal mehr auf S.T.A.L.K.E.R oder Far Cry. Diese Spiele müssen etwas leisten! Doom3, das wage ich zu prophezeihen, wird ähnlich enttäuschend wie Unreal2 (, das meiner Meinung nach nur über den Namen mit dem Original verwandt ist).
      • Von Nali_WarCow Spiele-Professor/in
        Zitat
        am 28.03.03 um 22:06 schrieb borzork:
        Meine Hoffnung ist, dass die Jungs von ID-Software nicht den gleichen dummen Fehler machen. Aber danach sieht es nicht aus nach allem was ich gehört habe:
        D3 soll ein Fest für den Single-Player werden. Die Jungs von ID-Software werden es bestimmt schaffen uns angeblich verwöhnte Langzeit-Spieler dann doch wieder zu beeindrucken.
        Nur nicht zu vorschnell urteilen. Sollte man ja mitlerweile von Unreal 2 und andern Games kennen;)
        D3 soll zwar ein SP Game werden, allerdings soll es auch recht kurz sein laut ID (War mal was von unter 10 Stunden).
      • Von borzork Anwärter/in
        Der gute Herr Worsch hat im Interview wirklich alles getan um abzuwiegeln. Es wäre also nicht genug Zeit geblieben um einen Multiplayer-Modus zu integrieren und wir Spieler wären halt zu verwöhnt.

        Nun, zwischen U1 und U2 lag eigentlich genug Zeit für die Multiplayer-Implementierung. Dass es trotzdem nicht gereicht haben soll kann ja nur daran liegen, dass alle Entwickler um UT herumgetanzt sind und keiner Bock hatte U2 multiplayerfähig zu machen.

        Und dass man uns angeblich verwöhnte Profi-Spieler nicht mehr beeindrucken kann und dazu Paralellen zu Star-Wars-Filmen zieht, kanns ja wohl nicht sein.

        Vielleicht liegt es eher daran, dass schon längst etablierte Techniken wie "Full-Destruction" oder nicht-lineare Storylines überhaupt gar nicht implementiert wurden. Meines Wissens kann man in U2 keine einzige Lampe ausschiessen.

        Ich denke es ist so:
        Da das Ausarbeiten einer guten Single-Player-Kampagne viel Zeit, viel Geld und viel Arbeit kostet, die Firmen aber andererseits nur noch an möglichst schneller und möglichst unriskanter Gewinnmaximierung interessiert sind, setzt man voll und ganz auf Multiplayer.
        Das Leveldesign, die Feinde und die KI der Feinde werden dadurch sekundär und die Entwicklungsarbeit reduziert sich erheblich.

        Mit anderen Worten: Man ist faul geworden und will aber trotzdem gut Geld verdienen. Also verkauft man die neu entwickelte Multi-Player-Engine mittels schnell hingeqälten Levels mal eben als Single-Player-Game.

        Ich honoriere diese Single-Player-feindliche Geschäftspolitik in der Form, dass mir UT u.ä. bis heute völlig unbekannt sind.
        Gegen Bots in Multiplayer-optimierten Levels zu spielen ist so öde wie sonstwas, da kann die Graphik noch so toll sein.

        Meine Hoffnung ist, dass die Jungs von ID-Software nicht den gleichen dummen Fehler machen. Aber danach sieht es nicht aus nach allem was ich gehört habe:
        D3 soll ein Fest für den Single-Player werden. Die Jungs von ID-Software werden es bestimmt schaffen uns angeblich verwöhnte Langzeit-Spieler dann doch wieder zu beeindrucken.
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