Bombastische Effekte, nervenzerfetzende Missionen und rasante Action vor einem realen Hintergrund: Black Hawk Down beeindruckt und erschreckt zugleich.
Ununterbrochen hallen knatternde Gewehrsalven durch die verwinkelten Häuserschluchten, ein Konvoi amerikanischer Humvees rumpelt durch eine enge, verdreckte Gasse. Jäh zerschneidet ein gellender Schrei die schwüle Abendluft: "R P G!!" Plötzlich tauchen an Fenstern und auf den Dächern vermummte Gestalten auf, deren Bewaffnung nicht klar erkennbar ist. Dann ist es zu spät - eine Rakete hat den Humvee zerfetzt, auf dem Sie als Bordschütze fuhren. Willkommen im neuen Delta Force-Teil: Black Hawk Down. Genau wie der gleichnamige Kinofilm von Gladiator-Regisseur Ridley Scott behandelt Black Hawk Down die Ereignisse in Somalia in den frühen 90ern: Jahrelange blutige Bürgerkriege haben das Land von einer Hungersnot in die nächste gestürzt. Das nutzten General Mohammed Aidid und seine Habr Gedir-Miliz aus, plünderten UN-Hilfskonvois, und verschacherten die Lebensmittel. Für USA und UNO war bald klar: Aidid musste als Friedensstörer beseitigt werden. Diese Aufgabe wurde einer Sondereinheit bestehend aus Army Rangers, Delta Force und 10th Mountain Division übertragen, zur Luftunterstützung trat die 160th Fliegerstaffel an.
Vorgetäuschte Abwechslung
Trotz des realen Hintergrundes sind nicht alle Missionen der Einzelspielerkampagne authentischen Aufträgen nachempfunden, sondern es wurden einige völlig fiktive eingebaut. Die Liste der Einsatzziele verheißt abwechslungsreiche Spannung: Lebensmittel-Konvois müssen beschützt, Geiseln befreit, Radiostationen zerstört und hohe Habr-Gedir-Offiziere gefangen genommen werden. Aber schon nach wenigen Leveln macht sich etwas Ernüchterung breit, denn der Spielablauf ist arg monoton. Anfangs begeistern vor allem die rasanten Sequenzen als Bordschütze von diversen Fahr- und Flugzeugen, man hat das Gefühl, etwas völlig Neues zu erleben. Für sich genommen sind sie zwar ein kurzweiliges, auflockerndes Element, werden dann allerdings so penetrant häufig eingesetzt, dass schnell Routine einkehrt. Dazu kommt, dass auch die Vorgehensweise als Infanterist weder vom Missionsziel noch von der gerade gesteuerten Einheit abhängt. In einer Nacht-Mission sollen Sie zum Beispiel eine kleine Delta-Force-Gruppe möglichst unauffällig durch ein streng bewachtes Gebiet zu einem Sendemast lotsen. Das wäre eigentlich eine willkommene Abwandlung zum sonst sehr offenen Vorgehen der Soldaten, wenn man denn wirklich gezwungen wäre, zu schleichen. Im Grund genügt es aber, mit der schallgedämpften MP Gegner um Gegner niederzustrecken und zum Ziel zu rennen - dieser Einsatz spielt sich also exakt wie allen anderen.
Augen zu und Ballern
Die ungeahnt fassbar wirkenden Kriegsszenarien haben zur Folge, dass sich gelegentlich ein etwas mulmiges Gefühl einstellt. Noch nie wurde Häuserkampf ähnlich beklemmend und ungeschönt dargestellt. Und selten sahen die Gegnerhorden so wenig nach Soldaten oder Monstern aus, sondern aufgrund ihrer Kleidung eher wie Zivilisten. Unbewaffnete sollte man übrigens nicht niederstrecken, denn nach ein paar Fehltreffern wird man von den eigenen Kollegen ausgeschaltet. Tritt man einen Schritt zurück, und ruft sich beim Spielen gelegentlich ins Bewusstsein, dass es sich nur um ein Computerprogramm handelt, findet man sich in einem ordentlichen Ego-Shooter mit ein paar Mängeln wieder. So ist die KI trotz immenser Bemühungen seitens Novalogic, besonders ausgereifte Routinen zu präsentieren, eher dürftig - und das gilt sowohl für Gegner als auch Teamkameraden. Ein typisches Beispiel: Sie spurten mit drei Kollegen im Schlepptau durch einen Häuserflur, von dem links und rechts je drei offene Durchgänge abzweigen. Da hinter diesen Ecken höchstwahrscheinlich Gegner lauern, rennen Sie an den ersten beiden Gängen vorbei, um etwaige Angreifer aus dem hintersten abzufangen. Wenn Sie jetzt aber erwarten, dass die KI-Streiter selbstständig die Räume kontrollieren und gegebenenfalls die Milizionäre ausschalten, haben Sie recht schnell ein bleihaltiges Problem mit Ihrer Rückseite. Denn statt auf etwaige Feinde zu achten, läuft Ihre Gefolgschaft, den Blick wie mit Scheuklappen starr auf Sie gerichtet, bis zu Ihnen vor.
Epik ade
Fast schon Novalogic-typisch, geizt auch Black Hawk Down mit Story-Elementen. Die Missionen werden genau wie beispielshalber in der Comanche-Serie ohne direkte Verknüpfung abgespult. Eine Geschichte oder gar Charakterentwicklung gibt es nicht, so dass Langzeitmotivation einzig und allein entsteht, weil man "Irene", die letzte Mission, spielen möchte, um die auch der Film gestrickt wurde. Stark ist hingegen, wie abgerundet und vollständig die einzelnen Einsätze wirken: Man muss ins Zielgebiet kommen, hat schon dabei mit Problemen zu kämpfen, etwa, wenn man in einem Sabotageauftrag per Boot an einem Strand landen will und plötzlich schwere Geschütze das Feuer eröffnen. Und auch mit der einfachen Erledigung des Ziels ist es meist noch nicht getan; häufig soll man beispielsweise vorher befreite Geiseln auch noch bis zu einem Konvoi eskortieren. Sehr positiv aufgefallen sind ebenfalls die oft genutzten geskripteten Ereignisse, wodurch man sich mehr als Beteiligter einer ganzen Operation fühlt. Mal können Sie etwa beobachten, wie eine andere Gruppe Rangers Stellungen stürmt, Ihnen zur Hilfe eilt oder möglicherweise von Feinden in die Enge getrieben wird und auf Ihre Hilfe hofft. Oder die über der Stadt patrouillierenden Little-Bird-Hubschrauber schlagen mit ihren verheerenden Miniguns eine Schneise in gegnerische Straßensperren, so dass Sie leichter vorankommen. Auch die abstürzenden Hubschrauber in der letzten Mission sind per Skript inszeniert.
Black Comanche Down 4?
"Das ist doch Comanche 4, oder?", mögen sich Fans der Hubschrauberspiele von Novalogic beim Anblick von Black Hawk Down fragen. Ist es nicht. Aber es verwendet dieselbe Technik, lediglich mit deutlich aufgebohrten Spielermodellen. Daher sind die detailstrotzenden Landschaften, Städte und Objekte kaum verwunderlich. Auch in Sachen Effekte wurde etwas Verbesserungsarbeit geleistet - wehender Sand durch die Rotoren der tieffliegenden Hubschrauber und atemberaubende Wasseroberflächen (leider nur in wenigen Missionen zu bestaunen) zeigen die Stärken der Engine. Ähnlich beeindruckend der Sound - hier kann man wirklich von einer "Kulisse" sprechen. Selten herrscht Stille im Funk, dauernd schnarrt es neue Anweisungen, Hilferufe oder andere Meldungen durch den Äther. Und die Filmmusik sorgt für so manchen Gänsehautmoment. Als Ego-Shooter-Spieler sollten Sie abwägen, wie viel Wert Sie auf Realitätsnähe legen, denn in Sachen Spielspaß und Umsetzung sind Medal of Honor: Allied Assault (dt.), No One Lives Forever 2 oder Jedi Knight 2 deutlich besser als Black Hawk Down. Möchte man aber ein intensives, manchmal erschreckend real anmutendes, aber immer unglaublich spannendes Action-Erlebnis und kann über kleinere Schwächen hinwegsehen, ist man mit Black Hawk Down gut beraten.
Mit mehr Variation beim Gameplay und ein paar mehr Missionen, hätte ein großartiges Spiel daraus werden können.
Müssen Ego-Shooter kurz sein? Zwischen 12 und 15 Stunden unterhält Black Hawk Down auf recht hohem Niveau, der Wiederspielwert ist aber gleich Null. Beim zweiten Mal bringen geskriptete Ereignisse keine Überraschung mehr, und Gegner hüpfen hinter den immergleichen Ecken hervor. Viel schlimmer ist aber, dass sich das Spiel die ganze Zeit gleich anfühlt, nämlich auf Dauer zu linear. Immerhin gibt es einen umfangreichen Mehrspieler-Modus, das hilft Spielern ohne Internet aber auch nicht weiter. So bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack. Entweder ignoriert man den und verbringt für 45 Euro ein paar aufregende Stunden, oder man verzichtet gänzlich aufs Spiel. Ein Highlight würde man nicht verpassen, einzig die superspannenden Missionen glänzen mit überraschenden Wendungen und durch das geschickte Design. Trotzdem ist Black Hawk Down besser als alle Vorgänger - und hat glücklicherweise nur noch wenig mit den etwas trägen DF: Landwarrior oder Taskforce Dagger zu tun.
Es ist schon recht lustig und sehr amüsant, wie sich einige hier gegenseitig runterputzen. lol
Da ich schon seit einiger Zeit DF Spieler bin, kann ich nur sagen das Nova mal wieder ein guter Wurf gelungen ist, leider kann ich das aber nur vom MP behaupten, da mich der SP rein garnicht interessiert. Was mir relativ egal ist liegt eigentlich auf der Hand. KI ist kein Thema, da es im MP sowas nicht gibt, weiterhin interssiert mich auch nicht eine Story, ist im MP ebenfalls nicht von Nöten. Und was mich am wenigsten stört, das ich kein Blut sehe, was ich auch nicht bedauer und mir deswegen auch keinen Blutpatch runterlade. Für was auch??? Was mich interssiert ist, habe ich langzeit Spielspass, was kann ich alles im MP spielen (TKOTH, TDM oder A&D und und und) , der Rest ist mir mal grob gesagt sch.... Egal.
Wenn einige Glauben sich hier über den Sinn oder den Unsinn eines Spieles zuäussern, ist das wohl Ihre Freiheit, deswegen sag ich mal mein Teil zu bei.
Krieg, ist das was kein Mensch möchte und da kann mir einer sagen was er will.
Aber Krieg im wahren Leben und als Spiel ist für mich ein himmelweiter unterschied. Denn ich kann für meinen Teil selber unterscheiden womit ich am besten leben kann. Und wenn hier schon Moralfragen kommen, dann müßte man nach einigen Meinungen, die Hälfte aller Spiele und Filme verbieten, denn es ist doch egal, was man sieht unmoralische Sachen zu finden ist nicht schwer.
am 06.04.03 um 16:06 schrieb ElPoyoDiablo: ich find das spiel ehrlich gesagt miserabel. die grfaik ist ok das gameplay blöde. erstmal hat es nichts mehr mit den alten delta force teilen zu tun und die KI ist einfach schrecklich. teammember stehen seelenruhig rum während sie von hinten erschossen werden, gegner rennen knallhart mitten durch dein team ohne was zu machen oder ne reaktion zu verursachen. wenn man in dunklen missionen nicht snipert sieht man den gegener nicht außer in den situationen wo im serious sam stile gegner von allen seiten auf dich zurennen und nur darauf warten erschossen zu werden. Außerdem findet man nur mit ein wenig Glück raus was man tuen soll. soll man jetzt die sprengung noch ausführen? oder soll man sich zurückziehen? das spiel läßt einen da im dunkeln.
OK, deine Beschriebenen Maengel sind schon da, aber ich find trozdem das es gut umgesetzt ist. Ich sag ja auch net das ein Toptietel is. Aber die demo hat schon Spaß gemacht. Sowieso jedem das seine, Greez
ich find das spiel ehrlich gesagt miserabel. die grfaik ist ok das gameplay blöde. erstmal hat es nichts mehr mit den alten delta force teilen zu tun und die KI ist einfach schrecklich. teammember stehen seelenruhig rum während sie von hinten erschossen werden, gegner rennen knallhart mitten durch dein team ohne was zu machen oder ne reaktion zu verursachen. wenn man in dunklen missionen nicht snipert sieht man den gegener nicht außer in den situationen wo im serious sam stile gegner von allen seiten auf dich zurennen und nur darauf warten erschossen zu werden. Außerdem findet man nur mit ein wenig Glück raus was man tuen soll. soll man jetzt die sprengung noch ausführen? oder soll man sich zurückziehen? das spiel läßt einen da im dunkeln.
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