Zenturios gesucht! Die Prätorianer fordern selbst ausgefuchste Taktiker.
Mithilfe zweiter Belagerungstürme erklimmen die Legionäre die Mauern eines feindlichen Forts. Die gegnerischen Bogenschützen haben einen der Türme bereits in Brand gesteckt. Infanteristen versuchen verzweifelt, das Feuer zu löschen. Die Bogenschützen dahinter geben ihnen Deckung.
Auf den ersten Blick trennt Praetorians Welten von der Reihe, mit der die Macher der Madrider Pyro Studios berühmt geworden sind - Commandos. Auf den zweiten Blick jedoch hat der Römerfeldzug viel mit dem vertrackten Puzzlespiel des großen Bruders gemein. Nämlich die ständig wiederkehrende Frage, an welcher Stelle Ihre Männer am besten zuschlagen, um in der Kette der Verteidiger das entscheidende Glied zu zertrümmern. Nur, dass Ihre Männer Sandalen statt Armeestiefel tragen ...
Als Tribun zu Caesars Zeiten begleiten Sie den großen Feldherren auf seinen Feldzügen nach Germanien, Gallien, England und entlang der Mittelmeerküste. In 24 Missionen gebieten Sie über bis zu 1.000 Mann, aufgeteilt in kleine Trupps aus einem bis drei Dutzend Kämpfer. Mal gilt es einfach, ein paar Widerstandsnester auszuheben, mal sollen Sie eine Festung erobern, mal einen gegnerischen Anführer gefangen nehmen. Was genau Ihre Ziele sind, erläutern die gut gemachten In-Game-Zwischensequenzen bei Missionsbeginn (eine Handvoll exzellenter Rendervideos begleitet die Story).
Mit zunehmender Spieldauer werden die Aufgaben komplexer: Da müssen Sie 20 Minuten lang ein hastig errichtetes Palisadenfort gegen eine vielfache Übermacht verteidigen, da schlagen Sie sich mit einer Reitertruppe durch die feindlichen Linien und eilen einem belagerten Konsul zu Hilfe, während zwei Boten verstreute Legionäre mobilisieren, mit denen Sie schließlich zum Gegenangriff blasen. Dann wieder werden Sie in Palästina vor die Wahl gestellt, dem Stamm der Samariter gegen die Judäer zu helfen oder umgekehrt - während die Armee der Nabateaner der lachende Dritte zu werden droht. Zeitlimits, diplomatische Entscheidungen, Frontalangriffe, Belagerungen - die Szenariodesigner haben sich wirklich eine Menge einfallen lassen. Der Rohstoff ZeitVom gewohnten Ressourcenmanagement und Basisbau ist in Praetorians nicht viel übrig geblieben. Die einzigen Bauwerke sind Wachtürme, der einzige Rohstoff Zeit. Zeit, um Dorfbewohner zu Soldaten auszubilden. Zeit, bis sich die Dorfbevölkerung davon wieder erholt hat. Zeit, bis ein Katapult oder eine Baliste gezimmert ist.
Und Zeit haben Sie selten, denn natürlich rekrutieren Ihre Gegenspieler ebenfalls in eroberten Siedlungen, fabrizieren ebenfalls schweres Gerät. Deshalb sollten Sie so schnell wie möglich so viele Orte wie möglich besetzen. Wer aber einfach vorprescht, hat schon verloren. Ein "Rush" - Überrennen der Gegner mit einer Übermacht - funktioniert in Praetorians selten. Faktoren wie das Terrain, Formationen oder Erschöpfung wirken sich wesentlich stärker aus als bei anderen Echtzeit-Strategiespielen.
Ein Beispiel: Bogenschützen haben sich auf einer Anhöhe verschanzt. Von dort aus überblicken sie nicht nur das Tal, sondern genießen auch einen Reichweitenvorteil. Der erhöht sich noch weiter, weil sie in Wartestellung ausharren. Der Nachteil: Sie brauchen ein paar Sekunden, um sich wieder marschfertig zu machen. Ein Sturmangriff auf diesen Hügel würde etwa in Age of Mythology ein paar tote Schwertkämpfer und viele tote Bogenschützen bedeuten. In Praetorians halten die Fernkämpfer selbst zwei Trupps Legionären stand. Es sei denn, die setzen auf die aus Asterix berühmte Schildkrötenformation. Damit marschieren sie zwar im Schneckentempo vorwärts, sind aber gegen Pfeilhagel nahezu immun. Wenn dann noch ein Medicus die Blessuren kuriert und ein Zenturio den Angriff koordiniert, haben die Verteidiger keine Chance. Die taktischen Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

mal sehen wies is.....
Neuerdings spielen auch Höhenunterschiede plötzlich wieder eine ungeahnte Rolle.... hr hr....
http://www.zocker-heaven.de
Fazit: Praetorians ist ein äußert solides Spiel, das jedoch durch nichts bestechen kann, was man nicht auch schon vorher kannte. Wer hier einen absoluten Strategiehit erwartet hat, wird sehr schnell unsanft auf den Boden der Tatsachen aufprallen. Zwar kann man keine gravierenden Schwächen ausmachen, bis auf die Tatsache des eingeschränkten Überblicks (wie auch im Test erwähnt), aber großartige Neuerungen, fantastische Features oder eine überragende Grafik wird der Spieler eher vergebens suchen.
Zwar ist es schön, mit der richtigen Truppenauswahl und dem Ausnutzen des Terrains zum Erfolg zu kommen, und sich somit als Kriegsstratege bestätigen zu können, dennoch ist es nicht alles, was das Zockerherz begehrt. Ein völliges Weglassen des Bauparts, um dem Spieler die Möglichkeit zu geben, sich besser auf sie Schlacht zu konzentrieren, kann man machen, ob es aber wirklich sinnvoll ist, sollte jeder Spieler für sich selbst entscheiden.
Wer dieses Genre liebt und sich für Spiele dieser Art begeistern kann, sollte sich erst das Demo besorgen, bevor er zugreift. Auch Neulingen sei erst ein Probespiel ans Herz gelegt. Ich lasse mich zu ganz schwachen 9/12 Punkten hinreißen. (Zottel)
Grafik: 8/12
Atmosphäre: 9/12
Gameplay: 9/12
Motivation: 8/12
Gesamt: 9/12
Was ich vor allem bei Praetorians gut fand ist, dass man kein ewiges Ressourcenmanagement am Anfang betreiben muss, sondern sofort zur Action kommt. Auch gefallen haben mir die taktischen Möglichkeiten, den Feind zu besiegen.
Beide Daumen hoch!
Nur isses wirklich hammerschwer... ich bin momentan bei der 3.ten "richtigen" Mission, also die Verteidigung der Festung... leider verliere ich in der letzten Minute immer!
Super Spiel! :)
Was ich vor allem bei Praetorians gut fand ist, dass man kein ewiges Ressourcenmanagement am Anfang betreiben muss, sondern sofort zur Action kommt. Auch gefallen haben mir die taktischen Möglichkeiten, den Feind zu besiegen.
Beide Daumen hoch!
Nur isses wirklich hammerschwer... ich bin momentan bei der 3.ten "richtigen" Mission, also die Verteidigung der Festung... leider verliere ich in der letzten Minute immer!