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Man neigt dazu, Großes von einem Spiel zu erwarten, dem eine große Vorlage zugrunde liegt. Und die Erwartungen werden zum Teil erfüllt: Der Sandwurm zu Beginn ist wahrlich gigantisch. Die Gewöhnlichkeit, die diese Umsetzung aber später ausstrahlt, trifft einen wie ein Schlag ins Gesicht: Als Paul Artreides stapfen Sie in Outcast-Manier und mit einer Kombination aus Maus und Tastatur über die orangenfarbenen, dreidimensionalen Dünen des Wüstenplaneten, reden Nebensächliches mit Ihren Verbündeten, den Fremen, kämpfen gegen Ihre Feinde, die Harkonnen, und vor allem: langweilen sich ein bisschen. Später wird die Langeweile vom aufkeimenden Frust abgelöst: Die Missionen sind zu schwer, die Munition ist zu knapp, die Steuerung zu ungenau. Und Speicherpunkte werden vom Programm festgelegt. Also immer wieder von vorne anfangen. Das Einzige, was nachhaltig unser Interesse an dem Titel wecken konnte, ist dieses mysteriöse Multikanal-Animationssystem, von dem der Packungstext spricht. Bezieht sich das auf die Lippenbewegungen der Figuren, die gelegentlich nicht synchron zum vertonten Text ablaufen? Oder ist damit gemeint, dass die Gegner Paul Artreides oft auch dann aufspüren, wenn er, wie vom Spielprinzip vorgesehen, behutsam um Ecken schleicht? Vielleicht ist es auch nur heiße Luft, dazu angetan, etwaige Käufer Großes erwarten zu lassen.
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