Echtzeit-Strategiespiel, das dieses Genre um neue Ideen bereichert.
Im Einzelspielermodus werden Sie zwei der Völker - eines davon gut, das andere böse - durch je eine Kampagne mit insgesamt 18 Missionen lenken, von denen etwa 13 relevant sind: Nach durchschnittlich jeder zweiten Mission stehen auf einer Auswahlkarte die nächsten Ziele zum Vorrücken bereit. Die Entscheidungsfindung, ob Sie gut oder böse sind, geschieht zu Beginn: Protagonist Kenji trifft nach langer Abstinenz in seinem Heimatdorf ein, in dem gerade Sklaventreiber für Aufruhr sorgen. Helfen Sie den Gaunern beim Vermöbeln der Bauern, so blendet sich das unheilvolle Interface des Schlangen-Clans ein. Wer sich auf die Seite des Arbeitervolkes stellt und ihre Peiniger in die Flucht schlägt, wird das Spiel mit dem freundlichen Drachen-Clan lösen.
Jede einzelne Einheit aller vier spielbaren Clans, das sind insgesamt rund 50 Stück, ist so aufwendig animiert, als wollten die Entwickler speziell in dieser Kategorie Fleißpunkte sammeln. Battle Realms schaut trotz seiner Dreidimensionalität unglaublich detailliert aus: Die Landschaft scrollt butterweich, enthält Bäume, Wiesen, Tümpel, Wasserfälle und Hügel. Die dynamischen Schatteneffekte auf dem Boden simulieren eine Welt, die atmet. Zischt ein Pfeil durch den Wald, schießen wild Blätter hervor. Rennen Kämpfer durchs seichte Wasser, kreisen Wellen ringsherum.
Hinter der Hochglanzfassade verbirgt sich ein Spiel, das die Echtzeit-Strategie um neue Ideen erweitert. Schon der Bauer gelangt hier zu völlig neuen Ehren. Denn Sie müssen ihn nicht für Geld produzieren, er wächst stattdessen von selbst heran. Je größer die Armee, desto langsamer der Geburtenrhythmus. Tummeln sich 40 Einheiten auf dem Spielfeld, ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Battle Realms ist das erste Echtzeit-Strategiespiel, das Sie zum Kämpfen zwingt, was auf die neuartige Upgrade-Politik zurückzuführen ist: Wer seine Krieger stärker, schneller oder robuster machen will, braucht Yin- und Yang-Punkte. Sie landen nur durch eines auf Ihrem Konto: Krieg. Der Clou dabei: Tobt die Schlacht weit abseits der Heimatbasis, so heimsen Sie am meisten der begehrten Symbole aus der japanischen Mythologie ein.

Sorry, der Begriff bzw. die Abkürzung ist für mich so normal, dass ich daran nicht gedacht habe. :)
RTS = Real Time Strategy (für alle Nicht-Spanier ;) )
- (im Gegensatz zu vielen anderen RTS-Titeln) sehr gut gelungen.
.
was isn RTS??? RundenbasierteTeilStrategie kann's nicht sein, auch RudimentärerTaktikShoother fällt weg... ebenso... hmm... ist es RealTimeStrategy??? Wenn ja, dann schreib doch bitte (wenigstens einmal am Anfang)
Ok ok, die Animationen der einzelnen Einheiten müssen noch erwähnt werden, diese sind in der Tat sehenswert. (Besonders der fette Kanonier, der sich seine Kanone aus lauter Langeweile über den Kopf stülbt, sehr sehenswert.)
Hat wer ne andere Meinung, kein Problem, Kommentare werde gerne angenommen und verarbeitet.
-TessAmaan
Ich hatte mir von diesem Spiel auch mehr erwartet. Zu den Ausbildungsstätten möchte ich noch sagen, dass es zwar eine neuartige Idee ist, verschiedene Einheiten durch die Kombination mehrerer Gebäudeverschickungen zu erstellen. Fürs Spiel bedeutet es aber im Vergleich zum Klick auf Icons in Menüs lediglich ein mehr an Klicks und ein mehr an nervigem Scrollen.
Gruß aph
Auch die KI im Skirmish stellt sich nicht dumm an und sogar die deutsche Sprachausgabe und Übersetzung der Einheitenbezeichnungen ist ausnahmsweise (im Gegensatz zu vielen anderen RTS-Titeln) sehr gut gelungen.
Allerdings muss ich sagen, dass die Vielzahl der möglichen Spezialfähigkeiten auf jeder Seite (bei manchen Klans können es sogar zwei bis drei verschiedene pro Einheit sein - je nachdem in welches Haus man sie schickt) eher verwirrend als bereichernd ist. Insbesondere da sich die Aufbauphasen der Armee auf ca. 20 Minuten strecken können und diese Armee dann in max. 10 Sekunden völlig vernichtet sein kann. Ein etwas langsameres Gameplay hätte da gut getan, um die Fähigkeiten überhaupt taktisch sinnvoll einzusetzen. Und leider habe ich auch nicht die Möglichkeit gefunden, Formationen zu bilden, wobei diese einen großen Unterschied ausmachen können (wenn man denn den Nerv hatte seine ganzen Einheiten per Hand richtig aufzustellen). Ausserdem fehlt noch das kleine Extra, dass heutzutage praktisch jede bessere RTS zu bieten hat (und sogar die schlechteren ;) ): Erfahrungspunkte!
Übrigens: Das mit dem Punkte sammeln nur durch Angriff wurde bereits von Force Commander benutzt! Allerdings auch für die Produktion von Einheiten - wovon bei Battle Realms glücklicherweise abgesehen wurde.
Für hat das Spiel viele gute Ansätze, die alle etwas mehr Feinschliff hätten vertragen können und brilliert mit einer ausgezeichneten Graphik. Aber für ein Spiel des Monats hinterlässt es einfach keinen abgerundeten Eindruck.