War Thunder: Realistischer F2P-Schlachtsimulator im Test - Konkurrenz für World of Tanks?

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War Thunder: Realistischer F2P-Schlachtsimulator im Test - Konkurrenz für World of Tanks?
Quelle: PC Games

Die Panzer- und Flugzeug-Schlachten der IL 2-Sturmovik-Macher haben am 22. Dezember nach vier Jahren die Beta-Phase verlassen. Wir haben die sogenannte Release-Version auf Herz und Nieren geprüft und sagen euch, ob die vielen Millionen Wargaming-Jünger endlich eine ernstzunehmende Alternative haben.

Die Hobby-Panzerfahrerfahrer und -Piloten unter uns können sich nicht wirklich über zu wenig Spielefutter beklagen. Während man aktuell die ehemals hoch geschätzten Simulatoren fast an einer Hand abzählen kann, hat der geneigte Genreveteran die vielen Free2Play-Titel für sich entdeckt, die in die Fußstapfen von legendären Spielen wie Red Baron, M1A1 Tank Platoon oder Secret Weapons of the Luftwaffe getreten sind. Am bekanntesten dürften die kurzweiligen Gefechte von World of Tanks sein, die mit über 100 Millionen registrierten Spielern den Hersteller Wargaming zu einem der größten Spielepublisher gemacht hat. Doch für so manchen sind die Panzerschlachten von World of Tanks eine Spur zu oberflächlich und vielleicht auch mitunter ein wenig zu eintönig. Wargaming setzt bei seinen Spielen ein Kampfsystem ein, das zwar Dinge wie Aufprallwinkel, die Kaliber der Geschosse und deren Geschwindigkeit beachtet, aber am Ende geht es stets darum, wie in einem Action-Spiel die Trefferpunkte des Feindes auf null zu reduzieren. Zudem beschränkt sich der Genrekönig ausschließlich auf Panzerschlachten - wer mit einem Flugzeug oder Schiff auf die Jagd gehen möchte, muss zu World of Warplanes beziehungsweise World of Warships greifen und so - falls erwünscht - gleich für mehrere Spiele Echtgeld ausgeben.
In den realistischen Gefechten müssen wir auf Dinge wir einen Zielassistenten verzichten. Quelle: PC Games In den realistischen Gefechten müssen wir auf Dinge wir einen Zielassistenten verzichten.

War Thunder hingegen, das bei den IL-2 Sturmovik-Machern von Gaijin Entertainment entstanden ist, bietet sowohl Luft- als auch Bodenkämpfe an.Dabei leugnet der Free2Play-Titel seine starken Simulatoren-Wurzeln nicht - ganz im Gegenteil. In den großangelegten Schlachten haben die Flug- und Fahrzeuge zum Beispiel keine Trefferpunkte, sondern Module und Mannschaften, die es auszuschalten gilt. Sobald man etwa ein Stück des Flügels in einem Dogfight verliert, wird es ziemlich schwer - aber nicht unbedingt unmöglich! - mit dem Fliegen. Das gleiche gilt fürs Schießen, wenn der Ladeschütze im Panzer durch feindliche Kugeln verletzt wird. Ebenso legen die Macher sehr viel Wert auf ein realistisches Flug- beziehungsweise Fahrmodell und verlangen so von den Spielern viel Einübungszeit für die jeweiligen Vehikel. Zudem können hier in bestimmten Spielmodi tatsächlich auch Panzer gegen Flugzeuge gegeneinander antreten, wodurch die Gefechte noch einen Grad mehr Realismus an den Tag legen als die der Konkurrenz.
Auf dem Papier klingt das fast wie Marschmusik in den Ohren eines Simulations-Enthusiasten. Wir wollen in unserem Test zu War Thunder aber herausfinden, ob die Panzer- und Luftschlachten nach einer vierjährigen Beta-Phase auch in der Praxis so viel Spaß machen, dass auch die überzeugtesten World of Tanks-Fahrer über einen Umstieg nachdenken sollten.

War Thunder im Test: Umfangsmonster

Eines lässt sich aber auch anhand von nackten Zahlen sagen: War Thunder ist ein Umfangsmonster und muss sich vor dem gigantischen Arsenals eines World of Tanks nicht verstecken! Insgesamt stehen uns mehr als 800 detailliert ausgearbeitete und historisch akkurate Fahr- und Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges und der frühen 50er-Jahre zur Auswahl, die wir - ähnlich wie in World of Tanks - durch in Gefechten verdiente Forschungspunkte und Credits (hier Silver Lions genannt) freischalten. Darunter befinden sind ebenso Klassiker wie etwa die berühmten Jagdflugzeuge Spitfire und Messerschmitt Bf 109, aber ebenso eher unbekannte Modelle wie der britische Blenheim-Bomber oder die deutsche Raketenartillerie Panzerwerfer 42. Man sollte sich wie bei anderen Free2Play-Titeln aber auf ziemlich lange Grinding-Phasen gefasst machen. Wir hatten zum Beispiel nach rund 100 Spielstunden erst die Fahrzeuge des vierten von insgesamt fünf Rängen erreicht - und das nur bei zwei von fünf Nationen. Wer den Fortschritt ein wenig beschleunigen möchte, sollte sich entsprechend ein Premium-Konto für etwa 10 Euro im Monat gönnen. Zudem kann man auch gegen Echtgeld normale und Premium-Flug- sowie -Fahrzeuge kaufen, was aber auf Dauer mit hohen Kosten verbunden ist. Richtige Pay2Win-Elemente hat War Thunder hingegen nicht. Allerhöchstens die Möglichkeit, mit einem bestimmten Vehikel mehrmals eine Schlacht zu bestreiten, könnte ein Dorn im Auge von Kritikern sein.

War Thunder im Test: Modi-Vielfalt

Bomber verfügen zwar über Maschinengewehre, können sich aber selten gegen mehrere flinke Jäger zeitgleich wehren. Quelle: PC Games Bomber verfügen zwar über Maschinengewehre, können sich aber selten gegen mehrere flinke Jäger zeitgleich wehren. Bei den Schlachten können wir zwischen sechs Spielmodi wählen, die sich zum einen in puncto Realismus unterscheiden, aber auch darin, welche Fahrzeuge uns für die 16-gegen-16-Matches zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es noch eine Fülle von Einzelspieler- sowie Koop-Missionen, die aber relativ simpel inszeniert sind.
Am beliebtesten sind die sogenannten Arcade-Varianten, die dank Zielassistenten, automatischem Nachladen und anderen Hilfen vor allem für Einsteiger geeignet sind. Falls man aber auch kombinierte Gefechte mit Panzern und Flugzeugen erleben will, dann muss man auf "realistischen Panzerschlachten" zurückgreifen. Hier können wir - sobald man genügend Punkte durch Abschüsse und andere Erfolge eingesammelt hat - auch mit einem Flieger in die Schlacht ziehen. Allerdings ist der realistische Panzerschlacht-Modus nicht gerade für Anfänger geeignet: In dieser Variante ist das Fahr- beziehungsweise Flugmodell ein ganzes Stück realistischer als in den Arcade-Battles und so können etwa die Flügel eines Flugzeugs abbrechen, wenn man eine zu steile Kurve mit hoher Geschwindigkeit fliegt. Ebenso muss man hier auf viele weitere Hilfen verzichten, etwa auf den Zielassistenten, das automatische Nachladen von Maschinengewehren oder die Anzeige von Gegnern auf der Mini-Map. Wem das noch nicht reicht, kann sich für den Simulator-Modus entscheiden und so sich nicht nur mit der Cockpit-Ansicht und einem deutlich realistischeren Flug- beziehungsweise Fahrmodell anfreunden, sondern zugleich sich etwa um die Betankung und Aufmunitionierung der Fahrzeuge kümmern.

Jegliche Treffer können schwere Folgen für den Kampf haben. Hier hat ein feindlicher Panzer nicht nur unseren Fahrer, sondern obendrein auch den Richtschützen ausgeschaltet. Folglich können wir unsere Flak 88 weder zurückziehen, noch mit Geschütz schießen. Quelle: PC Games Jegliche Treffer können schwere Folgen für den Kampf haben. Hier hat ein feindlicher Panzer nicht nur unseren Fahrer, sondern obendrein auch den Richtschützen ausgeschaltet. Folglich können wir unsere Flak 88 weder zurückziehen, noch mit Geschütz schießen. Insgesamt bietet War Thunder durch die unterschiedlichen Modi etwas für jeden Geschmack: Für die Fans von World of Tanks sind die Arcade-Schlachten genau das richtige, realistische und Simulator-Gefechte sind hingegen für die Spieler bestens geeignet, die weniger schnelle Action und zugleich einen höheren Schwierigkeitsgrad bevorzugen. Zudem ist die Auswahl an unterschiedlichen Karten und ihren Settings ungefähr gleich mit dem großzügigen Repertoire von World of Tanks, jedoch sind die Maps deutlich größer in ihren Dimensionen. Die Größenverhältnisse haben natürlich damit zu tun, dass in War Thunder bei manchen Modi überaus schnelle Flugzeuge (es gibt in den letzten freischaltbaren Rängen gar Jetfighter wie den F-86 Sabre) gegen Flak-Panzer antreten.

War Thunder im Test: Realistische Schlachten

Das Schadensmodell von War Thunder ist beinhart. Eine Killcam zeigt uns aber, was der fatale Treffer verursacht hat. Quelle: PC Games Das Schadensmodell von War Thunder ist beinhart. Eine Killcam zeigt uns aber, was der fatale Treffer verursacht hat. Die Schlachten selbst spielen sich schon aufgrund des realistischen Schadensmodells ziemlich anders als die von World of Tanks beziehungsweise World of Warplanes. So müssen wir zum Beispiel noch mehr als bei der Konkurrenz auf feindliche Hinterhalte achten, denn oft bedeutet bereits ein Treffer das Ende für uns - und wenn nicht, hat der Einschlag zumindest erhebliche Folgen, etwa wenn der Motor auf einmal brennt oder das Kanonenrohr beschädigt wird. Da uns nach jedem Bildschirmtod anhand einer Killcam punktgenau vorgeführt wird, welchen Schaden die Geschosse verursacht haben, wirkt das System zwar hart, aber ebenso fair. Zudem ziehen wir mit Decks in die Schlachten, die mehrere Fahrzeuge oder Flugzeuge beinhalten. Deshalb ärgert man sich über ein Ableben nicht so sehr - mit dem nächsten Vehikel hat man ja bestimmt mehr Glück und kann die Schlacht vielleicht noch zu eigenen Gunsten drehen!


Wir brauchten tatsächlich eine Weile, bis wir in den Panzergefechten mit dem Deck-System und dem beinharten Schadensmodell klar kamen, aber wussten sie nach einigen Stunden Spielzeit sehr zu schätzen. Jedoch sollte man Spielern, die bei Titeln wie Armorded Warfare oder eben World of Tanks die eher actionreichen Gefechte gewohnt sind, eine Vorwarnung geben: Die Lernkurve ist in War Thunder bereits in den Arcade-Gefechten sehr steil und mit vielen Phasen verbunden, in denen man gut und gerne den Partien schlechtes Balancing vorwirft. Am Ende stellt sich unserer Erfahrung nach aber heraus, dass Gaijin in den letzten vier Jahren, sprich in der Beta-Zeit, sehr genau darauf geachtet, dass keine der Nationen übermäßige Vorteile hat oder dass es durch fehlerhaftes Matchmaking wirklich unfaire Kämpfe gibt. Womit War Thunder wohl aber noch weiterhin Probleme hat und auch in Zukunft haben wird: Cheater. Bereits seit den ersten Tagen der Open-Beta-Phase hat es immer wieder Aimbots für die Luftgefechte gegeben, deren Nutzung nicht sofort von Gaijin gestoppt werden konnte. Auch aktuell drehen sich viele Diskussionen im offiziellen Forum um die Cheater und Bots - die Problematik scheint also weiterhin für einige Spieler akut zu sein. In den von uns gespielten Gefechten hatten wir aber bis auf einen Vorfall nie das Gefühl, dass ein Feind tatsächlich von einem Aimbot Gebrauch machte.

War Thunder im Test: Schwächen in der B-Note

Grafisch ist War Thunder hingegen ein Wechselbad der Gefühle. Während alle über 800 Flug- und Fahrzeugmodelle unglaublich akkurat ausgearbeitet sind und wirklich sehr gut aussehen, wirken die Schlachtfelder oft fast schon hässlich. Immerhin: Die Optik der Umgebungen mag in den Luftschlachten kaum negativ auffallen, da man ja eh zumeist mehrere Hundert Meter über der Erde fliegt. Die Panzergefechte verlieren aber durch die eher funktionelle Umgebungsgrafik schon an Glaubwürdigkeit, vor allem auf den tristen Winter-Maps.
Die Umgebungsgrafik von War Thunder ist nicht gerade schön. Dafür sehen die Fahr- und Flugzeuge unglaublich gut aus. Quelle: PC Games Die Umgebungsgrafik von War Thunder ist nicht gerade schön. Dafür sehen die Fahr- und Flugzeuge unglaublich gut aus. Auch sonst ist War Thunder, obwohl es mit der Version 1.65 als "fertig" von den Entwicklern deklariert wurde, bei weitem nicht ohne Fehl und Tadel. So erlebten wir so einige - eher amüsante - Grafikbugs, durch die etwa Bäume in Zeitlupe gefallen sind oder einige Fahrzeuge nach einer Explosion in der Luft schwebten. Richtig ärgerlich war aber ein Fehler in den Arcade-Panzergefechten: Im Zielmodus kam es bei uns des Öfteren vor, dass unser Geschütz plötzlich wie von Geisterhand stark nach links oder rechts gedreht wurde und wir nur deshalb den Kürzeren im Duell gegen einen feindlichen Panzer zogen. Ein weiteres Problem von War Thunder ist unserer Meinung nach auch die Menüführung und die Benutzeroberfläche. Natürlich muss man bedenken, dass das Spiel sehr komplex ist und daher viele Informationen zeitgleich auf dem Bildschirm angezeigt werden müssen, trotzdem wirkt unserer Meinung nach vieles noch ein wenig unübersichtlich und oft wie "dahin geklatscht". Ein ähnlicher Fall ist auch die deutsche Lokalisierung, die auch in der Release-Fassung (sprich Version 1.65) noch an vielen Stellen ein Sprachenmischmasch aus englischen und deutschen Texten enthält.

Neben Propellerflugzeugen kann man auch mit Strahljägern und -bombern in die Schlachten ziehen. Allerdings braucht man eine Weile, bis man die hochrangigen Flieger freischaltet. Quelle: PC Games Neben Propellerflugzeugen kann man auch mit Strahljägern und -bombern in die Schlachten ziehen. Allerdings braucht man eine Weile, bis man die hochrangigen Flieger freischaltet. Zusammengefasst ist War Thunder auf jeden Fall eine gute Alternative für Spieler, die mit den actionreichen Gefechten von Titeln wie World of Tanks nicht so viel anfangen können, dafür aber viel mehr Wert auf Realismus legen. Auch über den riesigen Fuhrpark, der neben Exoten wie dem Nurflügel-Jäger Horten 229 auch so gut wie alle wichtigen Flugzeuge und Panzer des Zweiten Weltkrieges enthält, freuen sich alle (Militär-)Historiker unter uns. Man sollte aber bedenken, dass die Lernkurve in War Thunder aufgrund des beinharten Schadenmodells wirklich steil ist und zudem die Grinding-Phasen ab dem dritten Rang sehr lang ausfallen. Außerdem wundert es uns ein wenig, dass Gaijin zwar einerseits sehr fleißig darin ist, neue Fahrzeuge in das Spiel einzubauen, aber die Beseitigung der vorhandenen Probleme anscheinend nicht die höchste Priorität genießen. Wir können das wegen des Free2Play-Finanzierungsmodells zwar nachvollziehen, trotzdem wünschen wir uns statt der bereits jetzt für Vorbesteller spielbaren Seeschlachten viel eher ein wirklich bugfreies Spiel!

Meinung

Wertung zu War Thunder (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tutorials helfen EinsteigernGlaubwürdiges Schadensmodellüber 800 freischaltbare Fahr- und FlugzeugeKombinierte Panzer- und LuftschlachtenViele unterschiedliche ModiRelativ große Auswahl an riesigen MapsGutes Balancing und Matchmaking
Lange Grinding-PhasenUmgebungsgrafik eher funktioniellUnübersichtliche BenutzeroberflächeSchwache deutsche LokalisierungGrafik- und Steuerungs-Bugs

Bildergalerie

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MichaelG Mitglied
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      • Von MichaelG Mitglied
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      • Von MichaelG Mitglied
        Mein Kumpel spielt es seit 4 Jahren. Und ich wie gesagt seit Version 0.3. Mein Kumpel hat bis auf 2 Tage Premium 0 ins Spiel investiert. Die Premiumtanks die er hat hat er sich in Events erspielt oder in den monatlichen Aufgabenlisten via Warbonds geholt. Ich hingegen habe ein großes Vehicle-Deck (Standard, Premiummaschinen und auch Clanvehicles), wie bereits erwähnt sehr viele Premiummaschinen drin (teils gekauft, teils in Events erspielt) und auch einen Premiumaccount bei WT.

        Ab Stufe 3 wird es im Entwicklungstempo etwas zäher, so richtig ab Ende T3, Beginn T4 und später. Egal ob mit oder ohne Premium. Hab auch nicht übermäßig viele SL auf dem Konto. Knapp über 1 Mio. Je nach Nation bin ich mit diesem Betrag nach Kauf von 1 Fahrzeug oder Kauf von Fahrzeug+Erstausbildung Crew blank. Außer dort wo ich je nach Nation (China, Schweden) oder wo ich je nach Waffengattung (Marine Italien) noch Reserve bzw. maximal noch Stufe 2 bin.

        Den Vorteil den man sich durch etwas schnelleren Fortschritt erspielt gibt man wieder her indem man früher SL los wird um die erforschten Vehicle und Module zu kaufen.

        Meine Sieg/Niederlagenquote ist nicht anders als die von meinem Kumpel (als Randomzocker um die 50%). Die Premiumtanks, -schiffe und Flugzeuge platzen genauso schnell oder langsam wie ein nicht Premium. Je nach Gegner und Typ.

        Das Austeilen ist mit den Vehicle auch nicht anders oder effektiver als mit einem nicht Premium. Es gibt auch keine Premiummunition oder ähnliches. Auch das MM läuft vergleichbar ab. Ich hab da als Premiumuser keinerlei Vorteile diesbezüglich. Werde oft auch gegen Gegner mit + 1.0 gematcht.

        Man muß natürlich bei seinen Decks aufpassen. Wenn Du Dein Deck mischst nach dem Motto Deck größtenteils Reserve und 1 BR 4.0-5.0 im Deck weil Du glaubst, damit Robbenklatschen gehen zu können dann hast Du halt Pech. Das MM richtet sich nach dem stärksten Fahrzeug im (aktiven) Deck. Und auch als Premium werde ich wie gesagt häufig gegen Gegner mit + 1.0 BR gematcht. Das ist aber auch ein Zeichen dafür, daß man relativ gut ist. Wenn man ein mäßiger Spieler ist rutscht man eher in Matches von - 1.0 BR.

        Und dann ist das ganze kein Moorhuhnschießen sondern man muß schon die Schwächen der Gegner kennen. Teils von der Seite oder hinten kommen. Einfach frontal draufhalten bringt in den seltensten Fällen Erfolg. Dann die Mannschaft richtig trainieren....

        Als Random hat man in der Regel eine Siegquote um die 50%. Ist ganz normal. Hat man das Pech und wird gegen ein Squad gematcht die vielleicht sogar untereinander mit TS und Co. kommunizieren hat man kaum eine Chance. Das ist aber auch vollkommen unabhängig von Premium oder nicht Premium.

        Wer die Schuld beim Premium/nicht Premium sucht hat das Spielprinzip einfach nicht verstanden. Mit Premium hat man keine merklichen Vorteile. Und ob man als 20er gegen einen 100er spielt oder nicht ist auch Wurst. Deswegen hat der keine Vorteile wie stärkere Panzerung oder bessere Munition.

        Und man muß wissen was man bei einem Fahrzeug/Schiff/Flugzeug für Munition verwendet. Nicht jede ist effektiv. Wenn man die Wahl zwischen verschiedenen Geschosstypen hat muß man sich genau durchlesen, welche Werte die Waffen haben. Die reinen Pen-Werte beim Tank haben z.B. nicht unbedingt viel zu sagen. Oft sind auch Dinge wie das TNT-Equivalent entscheidend.

        Ein Spiel wie Warthunder ist leicht zu verstehen aber schwer zu meistern. Der Spruch trifft hier vollkommen zu. Selbst heute noch lerne ich bei jedem Match irgendwie immer wieder dazu.

        Selbst im AB-Modus ist das Spiel alles andere als Arcade. Das ist halt kein COD wo man einfach so hirnlos vorpreschen kann und sinnfrei draufhalten. Da sollte man schon wissen was man tut. Die Vor-/Nachteile der einzelnen Vehicle kennen, die Schwachpunkte (wo kommt man mit welchem Munitionstyp durch die Panzerung des Gegners durch) kennen und im Vergleich zum Gegner einschätzen, wie man seine potentiellen Vorteile dem Gegner gegenüber am Besten ausspielt und gleichzeitig seine Nachteile versucht so gut es geht zu kaschieren oder zu kompensieren. Es gibt auch Physik, Ballistik und Co. Vorhalten ist notwendig (nicht wie bei World of....).

        Was ärgerlich ist sind die teils zu kleinen Maps und die Spawnganker. Aber mit vergleichbaren hat man wohl in fast jedem MP-Titel zu tun.

        Nochmal einzige Vorteile von Premium sind:

        -mehr XP und damit etwas schnellerer Forschungsfortschritt und schnelleres Aufleveln des eigenen Charakters (beides hat aber im Gefecht 0 Auswirkungen) Ob man Lvl. 2 oder 100 ist hat nichts zu sagen. Der Level des Accountinhabers spiegelt nur die Spielzeit und Erfahrung wider. Sonst bringt das 0.
        -mehr SL (das reicht aber nicht um anderes zu kompensieren)
        -mehr Vehicle zur Auswahl. 99.9% der Vehicle sind aber nicht P2W. Wo es mal Ärger gab war mit der KA-50. Aber der wurde auch schon generft und das Thema ist vom Tisch.

        Sonst ist alles soweit balanced. Klar, es gibt hier und da mal Kleinigkeiten. Aber bei der Menge an Fahrzeugen und Techniken ist das fast normal. Unter dem Strich ist das Spiel aber meiner Meinung nach sehr gut. Mir gefallen vor allen Dingen die verbundenen Schlachten (Ground/Air, Sea/Air). Und es wird an weiteren Dingen gearbeitet (U-Boote werden sicher in absehbarer Zeit auch noch kommen)
      • Von cccp70 Gast
        Ich weiß nicht was du gespielt hast MattiSandqvist aber es ist so, wie es solidus246 schreibt. Ich spiele das Spiel seit 2017. Bis Rang 3 war alles schick und fair und ab Rang 4, wenn du nicht bezahlst, bist du meistens nur Kanonenfutter für die Bezahler. Nur ein Beispiel, ich habe heute den 28.05.20 10 Spiele gespielt, von denen ich 3 nach dem ersten Abschuss abgebrochen habe, welche wir im Team auch verloren haben, 6 habe ich bis zum Schluss gespielt und im Team verloren und nur eins habe ich mit Rang 3 im Team gewonnen. Fair oder Unfair?
        B.R. 7,7 fährt meist gegen B.R. 8,3 bis 8,7. Fair oder Unfair?
        Ich bin Stufe 100 und fahre gegen Spieler mit Stufe 30 und niedriger im Rang 7 und diese haben gekaufte Panzer, gegen die ich mit meinen halb erforschten keine Chance habe.
        Dies ist ein pay to win Spiel und unfair gegen die, die nur aus Spaß spielen wollen.
        Diese Spielentwickler sollten von allen Geld verlangen und alle gleich behandeln oder wenn sie es öffentlich machen, dann sollten Bezahler oder Nichtbezahler gleich behandelt werden. Die Gier dieser Spielentwickler Gaijin ist größer als die Fairness.
        So ist es nur ein Spaß bis Rang 3 ansonsten nur unfair.
      • Von MichaelG Mitglied
        Zitat von StahlWind
        Lvl 3 Spieler gegen Lvl 100 Spieler, ist das Programm mit dem Spieler zu Geldausgabe gebracht werden sollen.
        Ganz eindeutig Pay to Win, bestimmte Inhalte wie das Aufwerten der Mannschaft, lassen sich nur über Golden Eagle kaufen.
        Auch wenn man Golden Eagle bedingt auch mal als Belohnung bekommen kann!
        Ferner beherrscht auch dieses Spiel die dynamische Spielmanipulation, Dynamic difficulty adjustment (DDA), bei einigen Spiele Herstellern sogar Patentiert (Patent #9789406), EA, Activision…!
        Und 10% mehr Einnahmen in einem Milliarden Geschäft bei dem Massen an Investoren mitspielen, lässt sich niemand entgehen.
        Die Zeiten sind vorbei, bei denen Spiele-Programmierer nur ein gutes Spiel zu basteln brauchten, heute müssen sie auch die Vermarktung der Spieleinhalte im Kopf und auf dem Plan haben!

        Bericht einer Forensischen Mitarbeiterin im Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.
        Zum Frontal 21 Beitrag „Kostenfalle: Kinderspiele im Internet“ 11.12.2012 | Regine Pfeiffer

        Ich berichtete über eine Konferenz, auf der der Monetarisierungs-Experte Julian Hühnermann gesprochen hatte. Er hatte gesagt: „Entwickler müssten Spaß daran haben, Leute abzuzocken“.
        Sobald die Spieleindustrie wieder Spiele für Spieler programmiert und nicht mehr für Investoren, bezahle ich vielleicht auch mal wieder einen € für ein Online Spiel!
        Blödsinn. Du erzählst einen riesengroßen Stuß über Warthunder daß es schon richtig weh tut. Beschäftige Dich erst einmal richtig und intensiv mit dem Spiel bevor Du irgend etwas vom Pferd erzählst. Dein eigener Rang bringt Dir (bis auf Erfahrung im Spiel durch Deine Spieldauer und dem Freischalten von einigen Avataren die rein optische Sache im Profil darstellen 0 Vorteile). Darin unterscheidet sich ein Warthunder nicht von einem Battlefield, COD, CS was auch immer. Wer das Spiel halt schon länger und/oder häufiger spielt kennt in der Regel die Maps besser als ein Neueinsteiger und kann das zu seinem Vorteil nutzen.

        Selbst Premiumvehicles sind von der Kampfwirkung her absolut nicht gegenüber den normal freischaltbaren Vehicles bevorteilt sondern vergleichbar vom BR her einsortiert. Der jeweilige BR der Vehicle ist angepaßt an die restlichen Vehicle. Das gilt sowohl für den normalen Techtree wie für die Premiumvehicle.

        Man hat mit Premiumvehicles keinerlei Performancevorteil gegenüber den normalen die jeder nutzen kann. Weder von Tempo her, von der Wendigkeit noch von Durchschlagskraft oder Widerstandsvermögen her. Auch nicht was den Munitionsvorrat betrifft. Beim Arcademodus ist die Munition zudem eh unbegrenzt. Egal bei welchem Vehicle.

        Was das MM betrifft: Wenn man kaum Unterschiede vom BR und Tier-Einstufung bei den Vehicles in seinem Deck hat, bekommt man als Gegner in der Regel maximal Gegner mit einem BR von + 1,0 BR im Vergleich zum stärksten Vehicle im eigenen aktiven Deck serviert. Ab und zu (in sehr seltenen Fällen) kann es aber auch mal passieren, daß man mal Gegner mit mehr BR bekommt. Dann aber nur wenn man halt irgendwelche Typen im Team hat die ihr Reservedeck mit 1 Tier 3/4 Fahrzeug "aufpeppen". Aber selbst da kann man im Kampf etwas erreichen. Aber diese Konstellationen sind wie gesagt sehr selten. Es sei denn man hat sein eigenes Deck dämlich bestückt. Dann legt man die Ursache selbst.

        Das Spiel hat sicher einige Baustellen. Stichwort spielerische Vorteile durch ULQ-Einstellungen bei der Grafik (Hindernisse werde da teils nicht gerendert, man sieht die Gegner obwohl dort im normalen Modus z.B. ein Haus steht und kann sogar auf den Gegner schießen und treffen. Man könnte in dem Moment an einen serienmäßig eingebauten Wallhack denken). Aber das Auge spielt schließlich mit und ich will keinen Augenkrebs. Deshalb zocke ich mit dem anderen Extrem (ultra Details).

        Dann der sogenannte „russian Bias“, d.h. russische Flugzeuge/Panzer sind in Relation zu den realen Kräfteverhältnissen etwas overpowert), keine Frage. Daran muß Gajin arbeiten.

        Nicht alles läuft bei Warthunder perfekt. Das behaupte ich auch nicht. Aber was das Thema P2W betrifft sind die Anschuldigungen komplett Bullshit hoch 10.

        Das Spiel macht auch ohne Premium Spaß ohne Ende und es ist zwischen Premium und non Premium wirklich fair balanced. Mit Premium beschleunigt man nur das Forschungstempo und gewinnt etwas mehr an Silverlions. Aber das ganze hebt sich wieder drastisch gegeneinander auf, da die Kosten für die Anschaffung und Erstausbildung der Crews von Stufe zu Stufe deutlich steigen und man das Geld viel früher investieren muß als der nicht Premium Spieler, weil man die Fahrzeuge früher erforscht hat, somit früher kauft, früher die Erstausbildung der Mannschaft bezahlt und man somit trotz höheren SL-Erträgen in finanzielle Probleme mit den SL kommt. Ich habe z.B. aktuell gerade mal noch 1.3 Mio SL. Wenn man bedenkt, daß ich beim aktuellen Techtree-Level pro Fahrzeug inzwischen ungefähr 700.000-1.000.000 SL für den Kauf hinlegen muß (die Erstausbildung der Crew noch nicht mit eingerechnet, die nochmal richtige Kohle kostet) siehst Du wie es trotz Premiumaccount aussieht.

        Und im Kampf hat Premium und auch das schnellere Grinding 0 Vorteile. Denn genauso wie man schneller Fahrzeuge zur Verfügung hat ändern sich auch die Gegner. Wenn man dann mit BR 4.0 Fahrzeugen antritt statt 2.0 sind die Gegner auch nicht mehr 2.0 sondern 4.0/4.5-5.0.

        Im Zweikampf ist es vollkommen Bockwurst ob man mit oder ohne Premiummaterial/-mitgliedschaft spielt. Vom Gewinn/Sieg ist das ganze vollkommen unabhängig. Es steht und fällt mit dem eigenen Spielverständnis, Skill und dem vorhandenen oder nicht vorhandenen Teamplay der Mitspieler.

        Ich habe Warthunder bis ungefähr Lvl. 37 beim 2. Account von mir ohne Premium gezockt und seitdem zocke ich mit Premium.

        Gründe hierfür: Das Spiel lebt nur durch die Spieler die investieren. Ohne die können die kostenlosen Zocker ganz schnell im Trockenen sitzen. Fließt keine Kohle sind die Lichter schneller aus als man sich umschauen kann. Die Server und Personal überleben nicht mit Luft und Liebe.

        Ich bezahle, weil ich das Spiel gerne unterstützen will, weil es mir gefällt. Und weil mir speziellePremiumvehicle auch gefallen (z.B. Exoten wie die Bf 109 Z Zwilling oder ein Flugboot wie das russische BE-6 oder ein paar andere).

        Und das Spiel entfesselt in mir das jagen und Sammeln nach Vehiclen. :D :D Aber rein rational gesehen braucht man die wirklich nicht. Auch mit dem normalen Grundstock den man regulär ohne realen Geldeinsatz freischaltet hat man genauso große Siegchancen und ist genauso effektiv wie mit den Premiuminhalten. Wer das Gegenteil behauptet spinnt (sorry für die harten Worte).

        Ich kann hier bis auf schnellere Forschungsfreischaltungen und einem schnelleren Aufstieg beim eigenen Spielerlevel keinerlei weitere Vorteile gegenüber einem F2P-Spieler erkennen. Und der eigene Spielerlevel bringt einem nix im Kampf. Außer irgendwann einmal ein Achievement, was aber auch keinerlei Auswirkungen auf die Matches hat Nur einen goldenen Stern in der Chronik und 1.000.000 Silverlions (nicht Premium-Spielgeld). Ach und man hat halt früher mehr Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe zur Verfügung wie ein non Premiumkäufer weil man diese natürlich aufgrund der höheren XP-Beträge eher freischaltet. Aber mit im BR stärkeren Vehicles bekommt man auch gleichzeitig stärkere Gegner und hat keine Vorteile im Kampf. Das Verhältnis von Gegnern kn den Matches mit +1 und Matches mit Gegnern mit -1 ist genau so als Premiumspieler wie als F2P-Zocker.

        Und dann gibt es auch noch die gekauften Premiumvehicles. Diese haben von der Kampfkraft und dem was sie aushalten gegenüber einem normalen Fahrzeug aus dem regulären Techtree keinerlei Vorteile. Diese sind so gebalanced daß die Leistung von diesen mit den normalen Vehicles auf gleichem BR vergleichbar gut/schlecht sind. Wichtig ist nur die Stärken und Schwächen der eigenen Vehicle und vom Feind zu kennen und das entsprechend auszunutzen. Blind zu rushen und sinnfrei ungezielt auf den Feind zu schießen statt die Schwachstellen anzuvisieren ist Blödsinn. Das gilt für alle Vehicles. Das Spiel ist nichts für Hirnlose.

        Es ist auch Bullshit wie einige sinnfrei mit dem MG vom Panzer herumbolzen. Außer man will dem Feind unbedingt auf seinen aktuellen Standort aufmerksam machen.

        Einigen (sorry) Deppen auf die man ab und zu im Spiel trifft merkt man echt an, daß bei der Geburt der falsche Körperteil eine saftigen Klaps abbekommen hat.

        Und mein Kumpel zockt das Spiel ebenfalls schon seit 2013 (generell ohne Premiumaccount und -fahrzeugen) und es läuft auch ohne die Nutzung eines Premiumaccounts bei ihm sehr gut (knapp Stufe 70 ist er). Und er hat auch selbst nicht das Gefühl, daß er benachteiligt wäre. Wenn der Forschungsfortschritt bei ihm naturgemäß auch langsamer vorangeht als bei mir. Aber das hat wie gesagt 0 Auswirkungen auf die Kämpfe weil die Gegner auf die er trifft auch entsprechend niederrangiger vom BR her sind als die meinigen.

        Zusammengefaßt:

        Als Premiumuser hat man nur folgende Vorteile:

        -mehr XP und mehr SL-Generierung. Das war es auch schon. Ach und 4 Plätze für Decals statt nur 2. Das ist natürlich kriegsentscheidend, wenn man nur 2 Aufkleber platzieren kann. *ugly*

        Die Premiumvehicle muß sich auch ein Premiumuser mit Goldeagles oder Geldeinsatz selbst kaufen. Die bekommt man nicht automatisch. Das kann aber auch ein Spieler ohne einen Premiumaccount zu nutzen tun. Der Kauf von Premiumvehiclen ist unabhängig von einem Premiumaccount möglich. Und die Boni-XL-/SL-Generierung wird für diese Vehicle auch ohne Premiumaccount aktiv.

        Oder die Spieler (egal welche) können sich diverse Vehicle während irgendwelcher Veranstaltungen im Laufe des Jahres (anläßlich von irgendwelchen Jubiläen wie Geburtstag von Warthunder, Tag der Befreiung, D-Day usw. sowie anderen Anlässen wie Frühjahr und Herbst) durch die Erfüllung von irgendwelchen Tagesaufgaben freischalten. Auch ohne einen Geldeinsatz zu tätigen. Zuletzt gab es z.B. während eines Marine-Events vor 14 Tagen den russischen Zerstörer Leningrad und ein US-amerikanisches Flugboot (Bomber) PBM-3 Mariner was man sich kostenlos holen konnte. Darin besteht keinerlei Unterschied zwischen Bezahl-Spielern und F2P-Spielern.

        Auch der Zugang zu den jeweiligen Closed Betas (Marine, Helis was auch immer) ist für alle Spieler offen und möglich. Die Bedingung ist nur, daß man entweder entsprechend ein bestimmtes Premiumfahrzeugpaket kauft oder alternativ irgendwelche Aufgaben erledigt (X Siege mit Nation/Waffengattung Y z.B.). Da haben Premiumuser auch 0 Vorteile. Die Zugangsvoraussetzungen sind identisch.

        Und auch wenn man das Crewtraining mit Goldeagles im Vergleich zum regulären Tempo beschleunigen will, die Ausbildung auf Experte und Ass mit GE anheben will zahlt man genauso wie jeder F2P-Spieler extra Geld bzw. mit Goldeagles.

        Jeder Spieler kann über Wetteinsätze (die man in den täglichen Truhen per Zufallsprinzip gratis erhalten kann) an Goldeagles kommen. Da ist die Chance ebenfalls gleich groß zwischen F2P-Spielern und Premiumusern. Kenne ich im Vergleich von meinem Account davor/danach und aktuell im Vergleich zum Kumpel.

        Mein Kumpel ohne Premiumaccount hat bisher minimum! genau so viele Goldeagleswetten erhalten wie ich. Die Goldeagles muß man sich ansonsten im Spiel selbst mit Echtgeld erkaufen. Da gibt es auch beim Bezahlen (Anzahl, Summen) keinerlei Unterschiede zwischen Premium und nicht Premiumuser. Aber man braucht das nicht zu tun. Das ist weder für den Spielerfolg noch für die Siegeschancen notwendig. Dadurch erhält man in Zweikämpfen auch keinerlei Vorteile.

        Die Siegrate mit und ohne Premium ist bei vergleichbaren Skills ebenfalls gleich hoch. Ebenfalls Vergleich aus eigener Erfahrung bzw. Vergleich zum Kumpel. Spielt man generell als Random ohne Clan/TS-Verwendung kommt man mit und ohne Premium auf irgendwo zwischen 50-60% Siegrate je nach eigenem Skill (ich krauche so ungefähr bei 52% herum; mit/ohne Premium hat sich daran über die Jahre nichts verändert. Es gibt genauso mit Premium sch... Tage wo absolut nichts läuft und Tage wo man 6-7 mal hintereinander gewinnt. Das war auch vor Premium schon so gewesen. Darin unterscheidet sich ein Warthunder nicht von einem BF.

        Wenn man als Random halt irgendwelche Vollhonks im Team hat die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, die Grundlagen der entsprechenden Modi nicht begreifen können oder wollen, nicht teamplayfähig sind usw. kann man so gut spielen wie man will. Spielt das gegnerische Team teamdienlicher gewinnen die.

        Und auch bei BF treffe ich als Noob mit Lvl. 0 auf Typen mit Lvl. 100. Dort ist es sogar noch unfairer gestaltet, da der Gegner bereits freigeschaltete Waffen, Upgrades und Zubehör nutzt von denen ich nur träumen kann. Und es funktioniert auch.

        Und bei Warthunder hat das eigene Level wie gesagt absolut nichts damit zu tun. Man hat mehr Technik zur Verfügung. Ja. Aber das MM richtet sich entsprechend nach den aktiven Fahrzeugen im eigenen Deck. Habe ich dort nur Reservefahrzeuge im Deck treffe ich nicht auf einen Tiger. Hab ich allerdings in meinem Deck auch 1-2 Tier 3-4 Fahrzeuge sieht die Sache schon anders aus. Das ist aber dann mein eigenes Problem was ich mir selbst erschaffe. Bei BF ist das was ganz anderes.

        Spielt man in einem Squad mit TS-Einsatz ist die Wahrscheinlichkeit einen Sieg einzufahren naturgemäß erheblich höher (wegen möglicher Absprachen, gegenseitiger Deckung usw.). Egal ob die Clanmember nun Premiumaccounts und/oder -fahrzeuge nutzen oder nicht. Die täglichen Loginbelohnungen sind mit/ohne Premium auch die gleichen. Nur daß man halt wenn man schon alle aktuell verfügbaren Premiumvehicle besitzt keine Leihe für ein solches freischalten kann (wäre ja auch sinnfrei). Aber sonst sind die Verteilungswahrscheinlichkeiten (bezüglich den Wetteinsätzen, Bonis etc.) identisch. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, daß mein Kumpel ohne Premium höhere und bessere Bonis bekommt als ich mit Premium. Ist aber alles eine temporäre Sichtweise.

        Premiumuser werden im Kampfgeschehen definitiv nicht bevorteilt und eine P2W-Situation entsteht in den Matches ebenfalls nicht. Nicht wie bei WoW oder WoT wo man Goldmunition kaufen kann/muß. Das einzige was man hat ist ein schnellerer Forschungsfortschritt und ein schnelleres Rangaufsteigen. Aber das hat bis auf die Zahl beim Inventar 0 Auswirkungen. Und man bekommt halt eher gewisse Fahrzeuge/Flugzeuge. Aber dann hat man auch die Gegner dann. Man muß nur wissen wie man vorgeht. Wer mit einer leicht gepanzerten Flak der Meinung ist er muß vorpreschen, cappen und versuchen Tiger auszuknocken braucht sich nicht zu wundern wenn er eine auf den Deckel bekommt. Das ist eigene Dämlichkeit (sorry). Mit so leicht gepanzerten Selbstfahrlafetten bleibt man im Hintergrund (3./4. Reihe, holt mit der Flak Flugzeuge runter und weicht den abgeworfenen Bomben aus. Man geht mit solch fragilen Fahrzeugen aber nicht in den Infight gegen mittlere und schwere Panzer die einem mit einem Schuß aus dem Rennen nehmen. Das gilt aber sowohl mit wie ohne Premium auch -Vehicles. Darin gibts 0 Unterschiede.

        Man sollte sich mit dem Spiel und dessen Mechanik wirklich intensiv beschäftigen.

        Warthunder ist ein echtes Schwergewicht. Sowohl inhaltlich wie auch von der Komplexität her. Es ist anfangs leicht zu begreifen aber schwer zu meistern. Der Spruch ist für das Spiel vollkommen zutreffend. Warthunder hat eine ganz steile Lernkurve. Unabhängig vom Geldeinsatz oder nicht. Man muss lernen was seine Vehicles können was nicht. Wo die jeweiligen Stärken und Schwächen liegen, wo die Schwächen beim Feind sind, die Maps lernen zu lesen und für sich zu nutzen. Lernen welche Munition etwas bringt und welche suboptimal ist, beim Crewtraining welche Fähigkeiten wichtig sind und welche eher sekundär usw.

        Und jeder Spieler kann sich z.B. jeden Monat durch das Erspielen von Warbonds und Special Task Orden 1 Premiumvehicle über den Warbondshop erkämpfen (wenn man es denn will sich dahinter klemmt und den entsprechenden Skill dazu hat).

        Bevor man über das Spiel meckert sollte man sich mal mit der Thematik und dem Spiel und dessen Features und Mechaniken wirklich intensiv beschäftigen bevor man irgendwelchen sinnfreien und substanzlosen Stuß von sich gibt der hinten und vorne nicht stimmt.

        Was etwas stört ist das Grinding ab Ende von Tier 4. Dort wird es langsam zäh. Selbst als Premiumspieler. Aber wie gesagt im reinen Match macht es keinerlei Unterschiede ob man nun ein Premiumuser ist der Premiumfahrzeuge nutzt oder ob man ein F2P-Spieler mit normalen 08/15 Fahrzeugen aus dem regulären Techtree ist. Mich interessieren nur rein technisch einige Premiumvehicle. Die sind aber von der Effektivität her trotzdem mit den restlichen Serienfahrzeugen vergleichbar. Und ich werde im Zweifelsfall auch mal one Shot von einem nicht Premiumuser rausgenommen.

        Wenn man schon Bashing betreiben will sollte man schon Fakten auf den Tisch legen. Und nicht irgendwelchen Blödsinn schreiben der hinten und vorne nicht stimmt.

        Warthunder hat mit eines der fairsten F2P-Systeme die ich überhaupt kenne. Das Spiel funktioniert prima ohne einen einzigen Cent investieren zu müssen. Alle Investitionen die man tätigen kann sind rein fakultativer Natur, wenn man eben den Tarnanstrich oder Decal X unbedingt haben will oder das Fahrzeug/Schiff/Flugzeug Y. Tarnanstriche und Skins kann man auch jederzeit selbst erstellen und einbinden. Es gibt massig freischaltbare Tarnanstriche, massig fanmade Tarnanstriche Skins die man gratis downloaden kann. Da gibt es eine riesige frei zugängliche Datenbank. Die kaufbaren Vehicles bringen einem keinen Vorteil im Zweikampf. Nur höhere XP- (Forschung) und SL-Einnahmen. Aber das ganze ist hinten heraus sogar eher kontraproduktiv da wenn man alle Fahrzeuge etc. zeitnah nach Erforschung haben will dann trotz höherer SL-Einnahmen in finanzielle Probleme gerät und mit den Käufen teils warten muß. Und wenn man mehr Progress macht trifft man dann auch auf höhere Gegner. Hat also gegenüber dem ohne Premium keinerlei Vorteile im Zweikampf.

        Auch der eigene Rang hat 0 Auswirkungen auf die Fights. Ob mir ein Gegner mit Lvl. 7 oder 100 entgegenkommt ist mir total Banane. Da hat der 100er im Zweifelsfalle maximal eine höhere Map-Erfahrung. Da ist aber keinerlei Unterschied zu anderen MP-Shootern/Spielen wo man auch auf Typen mit höherem Spielerlevel treffen kann (z.B. BF, COD, CS). Da ist Battlefield aufgrund der besseren Ausrüstung der länger/häufiger spielenden Zocker unfairer als ein Warthunder.

        Und wenn man beim eigenen aktiven Deck auf ein geringes BR-Spreading achtet und jetzt nicht gerade mal eben Reservefahrzeuge zusammen mit Fahrzeugen von Stufe 3 oder 4 in ein Deck klatscht weil man glaubt damit Robbenklatschen gehen zu können (indem man hofft nur auf Reservevehicle zu treffen) ist das Gegnerteam fair gemixt. Da ist das Deck der Gegner maximal +1.0 im Vergleich zum stärksten Vehicle im eigenen Deck. Entscheidend in dem Spiel sind Punkte wie das Verständnis des Spielmodis (was ist für den Modi ein wichtiger zu erledigender Punkt), der Wille zum Teamplay und nicht egomanischen Vorgehen, reine Fokussierung auf K/D-Ratio und Ausblendung von allen anderen und der eigene Skill. Z.B. nutzt es nichts wenn man bei Air Eroberung nur auf K/D setzt und Bodentruppen und Caps ignoriert.

        Ich spiele Warthunder nun schon seit 2013 (der 1. Account mit Rang 39 wurde aufgrund fehlender 2 Step Auth. meinerseits irgendwann mal gehackt; war aber mein Fehler gewesen, daß ich das nicht aktiviert hatte), der 2. Account (aktuell Rang 54? weiß nicht mal genau müßte aber ungefähr passen) existiert seit nunmehr über 2 Jahren (714 Tage um genau zu sein) und das problemlos. Ich kenne das Spiel somit schon eine ganze Weile würde ich mal behaupten. Da gab es damals noch kein Groundforce, es war damals noch ein reines Airforcespiel mit 3-4 Nationen (UdSSR, USA, Deutschland und England), erst Recht gabs damals noch keine Helis, keine Marine, kein Japan, kein Italien.

        Es gibt kaum ein umfangreicheres Spiel (es steht afaik sogar im Guiness Buch bezüglich Spiel mit den meisten Vehicles) und auch von der Ära her (Vor 2. WK so Ende 20er Jahre bis in die Überschallära bei den Flugzeugen, bei den Panzern und Helis ebenfalls sogar mittlerweile bis in die 80er/90er Jahre hinein) und auch was die Matches betrifft (verbunden Sea-Air, Ground-Air) ist das Spiel etwas besonderes. Bald kommen vermutlich noch U-Boote dazu. Desweiteren ist wohl eine zusätzliche Nation geplant (Schweden gilt als am wahrscheinlichsten).

        Das Spiel ist kein Ponyhof und alles andere als leicht. Selbst im Arcademodus nicht. Auch wenn der Ausdruck Arcade das suggeriert. Von realistischem Modi oder Sim gar nicht erst zu reden. Geschenkt bekommt man in dem Spiel absolut nichts. Man muß sich alles erkämpfen/erarbeiten. Das hat aber absolut nichts mit P2W zu tun.

        Nebenbei: Ich bin ein extrem großer Kritiker von P2W-Mechaniken und würde Warthunder mit Sicherheit nicht in Schutz nehmen, wenn das Spiel auch nur ansatzweise darauf ausgerichtet wäre. Und ich spiele bis auf Warthunder auch kein anderes F2P-Spiel ansatzweise so intensiv und so lange. Eben weil es im Gegensatz zu vielen anderen F2P-Spielen (WoT und Co. hust*) hier keine P2W-Mechaniken gibt.

        Sorry für den langen Beitrag. Aber wenn ich das lese was einige zu Warthunder schreiben platzt mir echt der Otto.....
      • Von StahlWind Mitglied
        Personalkosten...

        Was sind denn 400.000 Personalkosten?
        Ferner sind es aktuell nur 100 Mitarbeiter!
        Privat geführtes Beteiligungsunternehmen (Eine Beteiligungsgesellschaft ist ein Unternehmen, dessen Geschäftstätigkeit überwiegend oder ausschließlich darin besteht, Kapitalbeteiligungen an anderen, eigenständigen und unterschiedlichen Branchen angehörenden Unternehmen zu erwerben, zu halten und zu veräußern.)

        Studie listet Top 10 der Onlinetitel, deren Spieler durchschnittlich am meisten bezahlen
        1. World of Tanks (Wargaming.net): $4,51
        2. Team Fortress 2 (Valve): $4,36
        3. Guild Wars 2 (ArenaNet): $3,88
        4. War Thunder (Gaijin Entertainment): $3,26
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