Zombies, Orks und persische Prinzen: Die 10 erfolgreichsten Videospielverfilmungen
Game-Adaptionen für die große Leinwand stoßen bei Kritikern und Zuschauern nur selten auf großen Zuspruch. An den Kinokassen machen die Streifen aber scheinbar immer gerade genug Profit, um weitere Spiele-Verfilmungen zu rechtfertigen. Wir haben für euch die zehn finanziell erfolgreichsten Genre-Vertreter zusammengestellt.
Alle Videospiel-Verfilmungen sind scheiße! - Diese Meinung teilen viele Filmfans weltweit und fühlen sich auch mit jeder neu erscheinenden Spiele-Adaption darin bestätigt. Dennoch verkaufen sich die Streifen jedes Mal scheinbar gut genug, um die Studios davon zu überzeugen, weitere Produktionen in Auftrag zu geben. Zum Kinostart von "Assassin's Creed" präsentieren wir euch die zehn Game-Verfilmungen, die bisher an den Kinokassen am meisten Geld eingespielt haben. Zusätzlich gibt es zu jedem der Streifen die dazugehörige RottenTomatoes-Wertung.
Kleine Info im Voraus: Keine Videospielverfilmung konnte jemals weltweit die 500-Millionen-Dollar-Marke knacken. Und auf RottenTomatoes blieben die Wertungen stets unter 50 Prozent. Klingt ja schon mal vielversprechend :)
Auf dieser Seite
- 1 Resident Evil: Extinction (2007)
- 2 Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens (2003)
- 3 Pokémon - Der Film: Mewtu gegen Mew (1998)
- 4 Need for Speed (2014)
- 5 Resident Evil: Retribution (2012)
- 6 Lara Croft: Tomb Raider (2001)
- 7 Resident Evil: Afterlife (2010)
- 8 Prince of Persia: Der Sand der Zeit (2010)
- 9 Angry Birds: Der Film (2016)
- 10 Warcraft: The Beginning (2016)
Quelle: Constantin
Im dritten Ableger der "Resident Evil"-Reihe kämpft sich Milla Jovovich durch die von Zombies bevölkerte Mojave-Wüste.
Resident Evil: Extinction (2007)
Weltweites Einspielergebnis: 147.717.833 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 22%
Drei Teile des erfolgreichen "Resident Evil"-Franchises sind in dieser Liste vertreten. Den Anfang macht der dritte Ableger, in dem wie gewohnt Milla Jovovich (Ehefrau von Produzent Paul W. S. Anderson) in die Rolle der taffen Alice schlüpft, um es mit Horden von Untoten aufzunehmen.
Weil das Zombie-Virus der bösen "Umbrella Corporation" mittlerweile weltweit wütet, schließt sich Alice, die einst von besagtem Unternehmen als Testobjekt für diverse Experimente missbraucht wurde, einem Trupp Überlebender an. Die planen, sich nach Alaska durchzuschlagen, doch der Weg dorthin führt durch die Mojave-Wüste. Und während Alice neben ihren Schusskünsten auch noch telekinetische Fähigkeiten entwickelt, macht die "Umbrella Corporation" gnadenlos Jagd auf sie, um ein mögliches Gegenmittel herstellen zu können. Als Fiesling Dr. Sam Isaacs ist hier übrigens Iain Glen zu sehen, der vor allem durch seine Rolle als Ser Jorah Mormont in "Game of Thrones" bekannt wurde.
Quelle: Concorde
An der Seite von Gerard Butler schlüpfte Angelina Jolie 2003 noch einmal in die aufreizenden Outfits von Titelheldin Lara Croft.
Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens (2003)
Weltweites Einspielergebnis: 156.505.388 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 24%
Zwei Jahre nach dem ersten Teil (siehe höher im Ranking) erschien das zweite Leinwandabenteuer der berühmten Game-Heldin Lara Croft, erneut verkörpert von Angelina Jolie. Das Ziel der stets aufreizend gekleideten Hobby-Archäologin ist dieses Mal die sagenumwobene Büchse der Pandora, auf die es aber auch größenwahnsinnige Wissenschaftler und ein chinesisches Verbrechersyndikat abgesehen haben. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss sie auch noch mit ihrem Ex-Freund zusammenarbeiten, dem ehemaligen Geheimagenten Terry Sheridan - gespielt von "300"-Star Gerard Butler.
Das Budget von 95 Millionen US-Dollar wurde weder in den USA (65 Millionen) oder im Ausland (90 Millionen) eingespielt. Beide zusammen sorgten allerdings dann doch für ein wenig Profit, über den sich die Studios freuen konnten.
Pokémon - Der Film: Mewtu gegen Mew (1998)
Weltweites Einspielergebnis: 163.644.662 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 14%
Der zwischen den Episoden 69 und 70 der Originalserie angesiedelte Streifen ist aktuell der sechsterfolgreichste Anime-Film aller Zeiten - und die erste Pokémon-Verfilmung überhaupt. Darin muss sich Mew, der Urvater aller Pokémon, mit dem im Labor geklonten und übernatürlich starken Mewtu anlegen. Die altbekannten Charaktere rund um Ash und Pikachu sind natürlich ebenfalls dabei.
Mit 3,22 Millionen Kinobesuchern in Deutschland avancierte "Pokémon - Der Film: Mewtu gegen Mew" zum sechsterfolgreichsten Film in Deutschland im Jahr 2000. Die deutsche Fassung ist jedoch gekürzt - darin fehlt die Vorgeschichte, in der es um Mewtus Freundschaft zu einem kleinen Mädchen namens Amber geht.
Quelle: Constantin
Aaron Paul und Dominic Cooper liefern sich halsbrecherische Verfolgungsjagden in der Rennspiel-Adaption "Need for Speed".
Need for Speed (2014)
Weltweites Einspielergebnis: 203.277.636 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 23%
Die mit Aaron Paul ("Breaking Bad"), Dominic Cooper ("Warcraft: The Beginning"), Michael Keaton ("Birdman") und Dakota Johnson ("Fifty Shades of Grey") prominent besetzte Rennspiel-Verfilmung prahlte vor allem damit, dass bei den Auto-Stunts kaum Computereffekte, sondern reale Karosserien verwendet wurden. Als "Executive Producer" war sogar Großmeister Steven Spielberg an Bord, der nach einem "Breaking Bad"-Marathon den ursprünglich als Schurken geplanten Aaron Paul in der Hauptrolle besetzte.
In "Need for Speed" verkörpert Paul den Straßenrennfahrer Tobey, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis an einem großen Rennen teilnimmt, um einen persönlichen Racheplan zu verfolgen. Doch auf ihn ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt.
Quelle: Constantin
Michelle Rodriguez (r.) verstarb eigentlich bereits in einem früheren "Resident Evil"-Ableger. Für Teil fünf, "Retribution" kehrte sie an die Seite von Milla Jovovich zurück.
Resident Evil: Retribution (2012)
Weltweites Einspielergebnis: 240.159.255 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 30%
Der fünfte Teil der Zombie-Reihe (der sechste und angeblich letzte Teil läuft bei uns im Januar 2017 an) bietet eigentlich genau das selbe wie die anderen Teile: Milla Jovovich jagt Zombies und die Umbrella-Corporation plant böse Verschwörungen. Das nennenswerteste, was es über diesen Streifen zu sagen gibt, ist eine glücklicherweise glimpflich ausgegangene Geschichte vom Set: Als beim Dreh eine Plattform umkiptte, stürzten 16 Statisten etwa 1,5 Meter tief und wurden zum Teil schwer verletzt. Aufgrund deren Zombie-Make-Up fiel es den Ärzten im Krankenhaus allerdings schwer, die echten Verletzungen festzustellen.
Quelle: Concorde
Sexy Kult-Archäologin: Angelina Jolie verkörpert 2001 die Videospiel-Ikone Lara Croft.
Lara Croft: Tomb Raider (2001)
Weltweites Einspielergebnis: 274.703.340 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 19%
Im denkbar knappen Abenteurerinnen-Outfit erweckte Sexsymbol Angelina Jolie die Videospiel-Ikone Lara Croft zum Leben. In ihrem ersten Leinwandabenteuer hat sie es auf ein magisches Dreieck abgesehen, dessen Einzelteile zusammengefügt werden müssen, bevor es zu einer bestimmten Sternenkonstellation kommt.
An Jolies Seite sind u.a. ihr Vater Jon Voight, der auch im Film Laras Vater verkörpert, und der spätere Bond-Darsteller Daniel Craig in einer zwielichtigen Nebenrolle.
Quelle: Constantin
"Resident Evil 4: Afterlife" war nicht nur der erste Teil der Reihe, der in 3D erschien. Bis heute ist er auch der erfolgreichste Ableger der Reihe.
Resident Evil: Afterlife (2010)
Weltweites Einspielergebnis: 296.221.663 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 23%
Der vierte Teil der Reihe war auch gleichzeitig er erste Ableger in 3D - wahrscheinlich sorgten die höheren Ticket-Preise letzten Endes dann auch für das (vergleichsweise) hohe Einspielergebnis. Ansonsten gibt es das gewohnte Programm: Alice (Milla Jovovich) muss mit einigen Überlebenden gegen Zombies verteidigen.
Das 3D und die Optik sind somit das einzig Besondere an "Afterlife": Der Streifen wurde mit James Camerons "Fusion Camera System" gedreht, das jener auch schon für den Mega-Hit "Avatar: Aufbruch nach Pandora" verwendete. Und mit einem 60-Millionen-Dollar-Budget war er der bis dahin teuerste Ableger der Reihe.
Quelle: Disney
"Prince of Persia - Der Sand der Zeit": Der Oscar-nominierte Jake Gyllenhaal kann mithilfe eines magischen Dolches die Zeit zurückdrehen.
Prince of Persia: Der Sand der Zeit (2010)
Weltweites Einspielergebnis: 336.365.676 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 36%
Jake Gyllenhaal als orientalischer Prinz ist vielleicht nicht die beste Casting-Entscheidung, aber allein an so etwas muss ein Film ja nicht gleich zerbrechen. Und das Einspielergebnis von "Prince of Persia: Der Sand der Zeit" ist ja mit gut 336 Millionen US-Dollar auch nicht klein zu reden. Nur leider beliefen sich die Produktionskosten bereits auf 200 Millionen (die Marketingkosten sind da noch nicht mit einberechnet), sodass der Profit am Ende um einiges geringer ausfiel als von Disney geplant.
Im Film wird die Geschichte des adoptierten persischen Prinzen Dastan erzählt, der gemeinsam mit der schönen Prinzessin Tamina einen magischen Dolch findet, mit dem die Zeit zurückgedreht werden kann. Damit will Dastan seine Unschuld beweisen, da er fälschlicherweise des Mordes am persischen König angeklagt wird.
Quelle: Sony
Selbst vor Handyspielen macht Hollywood nicht halt: Anfang 2016 kam die Verfilmung von "Angry Birds" ins Kino - mit finanziellem Erfolg!
Angry Birds: Der Film (2016)
Weltweites Einspielergebnis: 349.375.046 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 43%
Ein "Angry Birds"-Film? Wirklich? Wer sich darüber schon gewundert hat, der sollte erst mal nächstes Jahr den "Emoji"-Film abwarten. Aber ganz ehrlich: Ein Spiel, in dem es darum geht, mit bunten Vögeln die Behausungen von grünen Schweinen zu beschießen, liefert doch keinen Stoff für eine 90-minütige Filmhandlung, oder?
Scheinbar schon, denn auf RottenTomatoes ist "Angry Birds: Der Film" nach "Final Fantasy: Die Mächte in Dir" die Videospielverfilmung mit der besten Bewertung. Und auch hier im Ranking hat er es immerhin auf den zweiten Platz geschafft. Der großartige Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle sorgt zumindest in der deutschen Synchronfassung für etwas Unterhaltung.
Quelle: Universal
In den USA ein Flop, in China top: Ohne den Erfolg, den "Warcraft: The Beginning" auf dem chinesischen Markt hatte, wäre die geplante Fortsetzung wahrscheinlich nie in Auftrag gegeben worden.
Warcraft: The Beginning (2016)
Weltweites Einspielergebnis: 433.537.548 US-Dollar
Rotten Tomatoes: 28%
Und wir sind auf dem ersten Platz angekommen: Die WoW-Verfilmung "Warcraft: The Beginning" hat den Thron der erfolgreichsten Videospielverfilmungen erobert! Komischerweise war der Streifen über den Krieg zwischen Menschen und Orks in den USA ein gewaltiger Flop - bei einem 160-Millionen-Budget spielte das Fantasy-Abenteuer dort nur rund 47 Millionen US-Dollar ein. Nur dem großen Erfolg in China ist es zu verdanken, dass die Macher eine Fortsetzung in Erwägung ziehen. Denn in heimischen Landen konnte der Streifen erstaunlicherweise nicht überzeugen.
Wie "Assassin's Creed" an den Kinokassen abschneidet, werden wir in den nächsten Wochen erfahren. Die ersten Kritiken fallen allerdings leider schon eher negativ aus.
Welche ist eure Lieblings-Videospielverfilmung? Oder welches Game würdet ihr gerne mal auf der großen Leinwand sehen?

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die Animations-Filme mit Leon S. Kennedy schon eher, da die imo deutlich besser sind, als diese gefühlte B-Movies mit Mila Jokodings
Prince of Persia, Warcraft waren auch n unterhaltsame Streifen. Die Resident Evil-Reihe und Tomb Raider hab ich einmal geguckt. Nie wieder. :ugly: