Final Fantasy 15 im Test: Wir haben die PC-Version getestet - Update mit PC-Wertung

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Test Viktor Eippert - Redaktionsleiter Susanne Braun - Autorin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Final Fantasy 15 im Test: Wir haben die PC-Version getestet - Update mit PC-Wertung
Quelle: Square Enix

Aufgebrezelte Optik und neue Features - ist mit der Windows Edition von Final Fantasy XV alles gut im Staate Lucis? Wir haben die PC-Version des japanischen Rollenspiels getestet und verraten euch in unserem aktualisierten Testartikel, wie gut die PC-Umsetzung von Final Fantasy 15 gelungen ist.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Update: Final Fantasy XV ist unbestritten ein Erfolg für Square Enix, trotz der Kritik am für die Serie eher untypischen, aktiven Kampfsystem und obwohl das japanische Rollenspiel mit extrem westlichem Open-World-Einschlag der Hauch eines weichgespülten Boygroup-Abenteuers umweht. Sieben Millionen Mal wurde das Abenteuer des Prinzen Noctis bislang verkauft. Und geht es nach den Machern des JRPGs, so werden es jetzt noch einmal rund zwei Millionen mehr. Anderthalb Jahre nach dem Konsolen-Release von Final Fantasy XV geht's nun auch auf den heimischen Rechnern rund, im bequemen Komplettpaket. Nicht nur die Hauptstory ist enthalten, auch sämtliche bislang erschienenen DLCs lassen die PC-Fans mitfiebern - oder eben nicht, je nachdem wie viel sie der Story des Thronfolgers abgewinnen. Wir sind für euch nach Lucis gereist und schauen dem Rollenspiel unter die Haube: Kann die aufgebohrte Optik bisherige Mängel des Spiels aufwiegen? Wir haben den Artikel um einen Abschnitt zur PC-Umsetzung ergänzt und vergeben eine PC-Wertung für das Rollenspiel. Für die PC-Wertung springt einfach direkt zur letzten Seite.

Originalartikel zum PS4-Test: Kaum ein anderes Spiel hat eine dermaßen turbulente Entwicklung hinter sich wie Final Fantasy XV. Von seiner Erstankündigung 2006 als PS3-exklusives Final Fantasy Versus XIII bis hin zur Veröffentlichung als Final Fantasy XV für PS4 und Xbox One hat der neuste Teil von Square Enix' Flaggschiff-Reihe viel durchmachen müssen. Bei der Transformation von FF Versus zu FF XV musste nicht nur das ursprüngliche Story-Script angepasst werden, auch das Spielsystem musste das neue Entwicklerteam unter Hajime Tabata von Grund auf neu für die aktuelle Konsolengeneration erschaffen.

Obendrein standen die Entwickler vor der schweren Aufgabe, die einzigartigen Gütesiegel der Final Fantasy-Reihe mit modernen Genre-Konventionen wie einer offenen Spielwelt und ausgeklügelten Physik-Systemen in Einklang zu bringen. Und all das mit dem Ziel, das laut Tabata beste und qualitativ hochwertigste Final Fantasy überhaupt auf die Beine zu stellen. Ein enorm ambitioniertes Vorhaben, gepaart mit einer schwierigen Grundsituation also. Bleibt nun die Frage: Ist der Plan aufgegangen oder leidet das Endergebnis unter seiner schweren Vergangenheit? Wir haben die PS4-Fassung komplett durchgespielt und einen Großteil der Nebenaufgaben und optionalen Dungeons erledigt. Im Folgenden verraten wir euch, was das japanische Rollenspiel zu bieten hat. Die Xbox-One-Version lag uns zum Test nicht vor.

Final Fantasy 15 im Test: Update - jetzt auch mit PC-Wertung


Lese-Tipp: Unser Einsteiger-Guide zu Final Fantasy 15 liefert euch Tipps (jetzt kaufen ) zum perfekten Start ins Rollenspiel-Epos.

Final Fantasy 15 im Test: Eine Reise, die ist lustig ...

Analog zum aufreibenden Entwicklungspfad, den Final Fantasy XV hinter sich hat, begibt sich auch die vierköpfige Protagonisten-Gruppe rund um den spielbaren Helden Prinz Noctis Lucis Caelum auf eine beschwerliche Reise. Begleitet von seinen engsten Freunden Gladiolus Amicitia, Ignis Scientia und Prompto Argentum bricht Noctis zu einem benachbarten Reich auf, um dort in der Stadt Altissia mit seiner Jugendfreundin Lunafreya Nox Fleuret vermählt zu werden. Die Hochzeit ist Teil einer Friedensverhandlung zwischen Noctis' Königreich Lucis und dem übermächtigen, aggressiven Imperium Niflheim, das mit Ausnahme der Hauptstadt von Lucis und deren Umland bereits die gesamte Welt unter seiner Kontrolle hat. Was zu Beginn als lockerer Ausflug von vier Kumpels losgeht, wird jedoch schon bald zum erbitterten Kampf gegen das Imperium, bei dem Noctis nicht nur seinen Thron zurückerobern, sondern sich auch seinem Schicksal stellen muss. Auf der einen Seite erzählt FF XV dabei eine sehr menschliche Geschichte über Freundschaft und Vertrauen sowie den Konflikt zwischen persönlichen Gefühlen und der Pflichterfüllung. Auf der anderen Seite wäre FF XV aber natürlich kein Final Fantasy, wenn es nicht auch um Götter, Dämonen und allerhand abgefahrenen Kram ginge.
Während ihr mit dem Auto duch die Gegend fahrt, könnt ihr unter anderem die schöne Landschaft begutachten oder Musik hören. Quelle: PC Games Während ihr mit dem Auto duch die Gegend fahrt, könnt ihr unter anderem die schöne Landschaft begutachten oder Musik hören.

Moment, fehlt da nicht noch was?

Dieser Mix funktioniert an sich gut, trotzdem hängt unser größter Kritikpunkt mit der Hauptstory zusammen - oder viel eher deren Narration. Wie zuvor bereits von den Entwicklern verraten wurde, lässt sich FF XV grundlegend in zwei zentrale Abschnitte unterteilen. Im ersten und wesentlich größeren Teil könnt ihr einen kompletten Kontinent der Spielwelt Eos mehr oder weniger frei erkunden und selbst entscheiden, ob ihr den zahlreichen Nebenbeschäftigungen nachgeht oder der Haupthandlung folgt. Sobald ihr diesen Kontinent jedoch verlasst, ist der Rest des Spiels fortan komplett linear - wobei es die Möglichkeit gibt, an Rastpunkten in den ersten Abschnitt zurückzukehren, um offene Quests und dergleichen zu erledigen. Der plötzliche Umschwung auf einen linearen Aufbau wäre an sich gar nicht problematisch, wenn die Erzählstruktur nicht so stark unter diesem Ungleichgewicht leiden würde. Fast im gesamten ersten Spielabschnitt kommt die Handlung nur sehr langsam in die Gänge, während sie sich im zweiten Part plötzlich regelrecht überschlägt und an mehreren Stellen massiv gehetzt wirkt. Auf der einen Seite wird man mit enorm imposanten Wow-Momenten wie den epischen Esper-Kämpfen verwöhnt, wie man sie von der Final Fantasy-Serie kennt und liebt. Die Handlung wird vornehmlich mit Dialog-Szenen forangetrieben. Bis sie ins Rollen kommt, vergeht reichlich Zeit. Quelle: PC Games Die Handlung wird vornehmlich mit Dialog-Szenen forangetrieben. Bis sie ins Rollen kommt, vergeht reichlich Zeit. Doch gleichzeitig werden zentrale Ereignisse kaum in Kontext gesetzt oder geschehen mitunter sogar komplett off screen. Zudem hält man sich in einigen Gebieten nur wenige Augenblicke auf, bevor es direkt weiter geht. Auch schade ist, dass ein paar Nebenfiguren in den ersten Kapiteln erst eingeführt werden, dann aber entweder gar nicht mehr auftauchen oder nur sehr kurz abgehandelt werden. All das deutet darauf hin, dass die ursprüngliche Vision hinter Final Fantasy Versus letztlich leider doch nur mit Abstrichen in FF XV umgesetzt werden konnte und schlussendlich Zeit oder Entwicklungsressourcen zur Neige gingen. Das würde auch erklären, wieso FF XV für Serienverhältnisse relativ kurz ausfällt. Sofern ihr nicht einen Großteil der Nebenaufgaben links liegen lasst, werdet ihr mit dem Spiel "nur" etwa 40 bis 60 Stunden beschäftigt sein. Immerhin kriegt Final Fantasy XV handlungstechnisch zum Ende hin noch die Kurve zu einem befriedigenden und emotionalen Abschluss.

Lese-Tipp: Unsere Final Fantasy 15 Komplettlösung mit Tipps zu allen Hauptquests.

Sympathisches Heldengespann

Das Ende erzielt vor allem auch deshalb eine eindringliche Wirkung, weil die Reise der vier Kameraden wirklich grandios umgesetzt ist. Sowohl das Roadtrip-Feeling als auch der freundschaftliche Umgang zwischen den vier Hauptfiguren werden klasse vermittelt. Da Noctis und seine Freunde zum ersten Mal die Königsstadt Insomnia verlassen, ist die Erkundung der Welt für sie ebenso neu wie für den Spieler selbst. Immer wenn ihr ein neues Gebiet erreicht, eine interessante Sehenswürdigkeit in der Nähe ist, ihr eine Nebenquest angeht oder einen Dungeon unsicher macht, mit Noctis' Luxusschlitten Regalia über die Autobahnen und Feldwege tingelt, rastet oder was auch immer sonst macht: Stets reagieren eure Begleiter mit neuen Dialogen darauf. Ein paar Sprüche, vor allem in Kämpfen, wiederholen sich mit der Zeit zwar, doch in den allermeisten Fällen sorgen diese kleinen Interaktionen für eine dichte, freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Jungs. Sie veralbern einander, agieren in Kämpfen als Team und zoffen sich natürlich auch mal. Kurz gesagt, die vier Protagonisten werden richtig glaubwürdig in Szene gesetzt und es entsteht eine richtig tolle Gruppendynamik. Dabei kommen die verschiedenen Persönlichkeiten von Noctis, Ignis, Prompto und Gladio wunderbar rüber. Viel von der tollen Atmosphähre des Spiels liegt an der sehr guten und vor allem glaubwürdigen Darstellung der vierköpfigen Heldentruppe. Quelle: PC Games Viel von der tollen Atmosphähre des Spiels liegt an der sehr guten und vor allem glaubwürdigen Darstellung der vierköpfigen Heldentruppe.

Ignis ist der Stratege, was sich nicht nur in seinen Kampf-Fähigkeiten widerspiegelt, sein analytisches Talent und seine Kochkünste helfen der Heldentruppe in allen Lebenslagen. Gladio ist der harte Kerl fürs Grobe, der manchmal zwar etwas ruppig sein kann, auf den aber Verlass ist, wenn es wirklich drauf ankommt. Die quirlige Prompto ist die Seele des Teams, immer gut drauf und nie ohne seine Foto-Kamera unterwegs. Mit der knipst er automatisch Fotos während eurer Reise, die ihr beim Rasten dann durchsehen und auf Wunsch speichern oder gar auf Sozialnetzwerken teilen könnt. Noctis ist der behütet aufgewachsene Prinz, der sich schwertut, mit den hohen Erwartungen klar zu kommen, die seine Stellung mit sich bringt. Im Verlauf des Spiels machen die Helden zudem eine spürbare Entwicklung durch - all die Strapazen und Erlebnisse ihrer Reise merkt man dem Vierer-Gespann zum Ende hin klar an. Unterstrichen wird das von einer sehr guten englischen Vertonung; die erstmals ebenfalls verfügbare deutsche Sprachausgabe kommt da zwar nicht mit, ist aber ordentlich. Unabhängig von der gewählten Sprache richtig klasse in Szene gesetzt ist übrigens auch der Antagonist, dem die Entwickler genau die richtige Mischung aus mysteriös, schelmisch und fies verpasst haben.

Lese-Tipp: Außerdem nutzt ihr unseren Final Fantasy 15-Guide samt Tipps zu allen Nebenquests.

Schöner Aufenthalt in Eos

Eine weitere große Stärke ist die abwechslungsreiche Spielwelt, die mit vielen wirklich schönen und erinnerungswürdigen Gebieten glänzt. Da dieses Final Fantasy der realen Welt nachempfunden ist, kommt ihr oft an Orte, die man sich wunderbar auch in der Realität vorstellen könnte. Gepaart mit dem schönen Beleuchtungssystem des Tag-/Nacht-systems sowie dem Wettersystem ergaben sich bei der Erkundung der Spielwelt immer wieder Momente, in denen wir einfach nur den Ausblick genossen oder die schöne Stimmung aufgesaugt haben. Rein technisch ist die Grafik von Final Fantasy XV sehr gut, wenn auch kein Augenöffner (gerade bei den Texturen), doch durch das gute Art Design und das bahnbrechende Monsterdesign ist es dennoch die meiste Zeit ein toller Anblick. Auch die Dungeons sind optisch wie inhaltlich spitze umgesetzt, wobei keiner dem anderen gleicht. Unter anderem besteigt ihr einen imposanten Vulkan, kämpft euch durch einen tiefen, dschungelartigen Wald, durchstöbert eine stillgelegte Mine, tastet euch durch ein labyrinthartiges Kanalisationssystem, erforscht alte Ruinen, infiltriert imperiale Armeebasen oder macht es euch auf einer Chocobo-Farm gemütlich. Unser absoluter Favorit ist aber die an Venedig angelehnte Wasserstadt Altissia, in der ihr in erster Linie mit Gondeln durch die vielen Kanäle fahrt und dabei den umwerfenden Ausblick genießen könnt. Uns ist ohne Übertreibung noch nie eine optisch dermaßen beeindruckende Stadt in einem Rollenspiel untergekommen! Die Kanalstadt Altissia und der dazugehörige Spielabschnitt zählen zu den Höhepunkten in Final Fantasy XV. Den Großteil der Stadt könnt ihr übrigens selbst erkunden. Quelle: PC Games Die Kanalstadt Altissia und der dazugehörige Spielabschnitt zählen zu den Höhepunkten in Final Fantasy XV. Den Großteil der Stadt könnt ihr übrigens selbst erkunden.

Frischer Open-World-Ansatz

Bei der mechanischen Umsetzung der offenen Spielwelt orientieren sich die Japaner nicht an den etablierten Systemen, wie man sie aus Assassin's Creed, Far Cry, GTA 5 oder Skyrim zur Genüge kennt. Statt die Karte mit Sammelobjekten, Tätigkeiten und Sonstigem komplett zu überfluten, bietet Final Fantasy XV einen guten Mittelweg aus Beschäftigung und Freiraum. Wer möchte, kann sich daher problemlos einfach nur etwas umsehen, Gegner umlaufen oder mit dem Chocobo über die Steppe flitzen, ohne das Gefühl zu haben, ständig etwas zu verpassen. Ganz im Gegenteil, denn nur wer die Welt ausgiebig erkundet, findet diverse optionale Dungeons, einzigartige Monster sowie das ein oder andere Secret. Neben den zuvor erwähnten gefiederten Tempovögeln ist euer bevorzugtes Reisemittel der Regalia. Ihr könnt den Luxuswagen wahlweise selbst fahren (wenig sinnvoll, da ziemlich eingeschränkt) oder Ignis automatisch zu einem von euch bestimmten Punkt fahren lassen. Das ermöglicht euch nicht nur, die Umgebung in euch aufzunehmen, ihr könnt derweil auch die Karte studieren oder Items ein- und verkaufen. Serientypisch stehen einige Nebenbeschäftigungen und Mini-spiele zur Wahl. Unter anderem könnt ihr angeln oder in Chocobo-Rennen antreten. Quelle: PC Games Serientypisch stehen einige Nebenbeschäftigungen und Mini-spiele zur Wahl. Unter anderem könnt ihr angeln oder in Chocobo-Rennen antreten. Außerdem dient der Regalia auch für die Schnellreise: Sofern ihr bereits einmal einen Partplatz oder eine Stadt angefahren seid, dienen diese Punkte fortan als mögliche Ziele für die Schnellreise. Besonders toll für Final Fantasy-Fans: Während der Autofahrten (und mit einem bestimmten Item auch zu Fuß) könnt ihr die Hits von den bisherigen Final Fantasys anhören. Ein wenig One Winged Angel oder Terra's Theme auf dem Weg zur nächsten Location? Kein Problem! Ihr müsst die Playlists zuvor lediglich bei Händlern für eine Handvoll Gil erwerben. Upgrades für den Regalia sowie optisches Tuning sind ebenfalls möglich. Selbst mit einem Flugmodus könnt ihr die Nobelkarosse aufmotzen. Ach, und wo wir gerade beim Thema Musik waren: Die Musikuntermalung von Komponistin Yoko Shimomura (Kingdom Hearts-Reihe, Paper Mario-Reihe, Xenoblade Chronicles) sucht mal wieder ihres Gleichen.

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  1. Seite 1 Final Fantasy 15 im Test: Story, Charaktere und Spielwelt
  2. Seite 2 Final Fantasy 15 im Test: Kampfsystem, Charakterentwicklung und Fazit
  3. Seite 3 Final Fantasy 15 im Test - PC-Wertung und Fazit zur PC-Version
    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Havly NPC
        Ambitioniertes Manga-Rollenspiel das letztlich enttäuscht

        Nachdem ich eigentlich gerne mal RPG und Third-Person-Shooter spiele dachte ich, es sei an der Zeit, dem Manga-Styl-angehauchten Final Fantasy XV eine Chance zu geben. Zumal dieses mit dem Slogan beworben wird, „Ein Final Fantasy für Fans und Neueinsteiger“. Die Grafik und Optik des Spiels kann sich durchaus sehen lassen. Und auch mit Videosequenzen zwischen den einzelnen Missionen wird nicht gespart, weshalb ich zunächst einen recht positiven Eindruck von dem Spiel hatte. Doch je länger ich mich damit beschäftigte, um so deutlicher kamen die Schwächen des Spiels zum Vorschein. Hier ein paar davon:

        1. Die Geschichte an sich. – Ich bin kein ausdrücklicher Fan von Manga, wusste aber worauf ich mich eingelassen hatte. Und trotz einer positiven Grundhaltung konnte ich irgendwann der Story, ihren Wendungen und den Verstrickungen einfach nicht mehr folgen.
        Bsp. Da kämpft man, um den Thron zurück zu erobern, doch hat man dieses endlich geschafft, wird man „ins Licht“ gezogen, um dort den gerade aus der realen Welt gemeuchelten Endschurken wieder gegenüber zu stehen. -So ein Quatsch!
        Oder aber, die geliebte Verlobte des Protagonisten stirbt in Verlauf des Spiels. Sie erscheint dann in diversen Visionen wieder ohne weiteren Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Gegen Ende wäre eigentlich ein Happy End mit ihrer Reinkarnation möglich. -Schließlich vereint der Held alle möglichen Götter zu seinen Zwecken hinter sich. Aber nein. Stattdessen träumt man irgendwie von deren Hochzeit ohne, dass die wirklich stattfindet. -Irgendwie wirr! ... Und solcherlei Verstrickungen gibt es viele in dem Spiel.

        2. Das Gamplay! Es wird mit einer großartigen „open World“ geworben. Das stimmt schon. Aber diese ist nicht frei durchwanderbar. Vielmehr wird diese Stück um Stück, je nach Fortschritt in der eigentlichen Story freigeschaltet. Und dann die Wege: Anfangs ist es ja noch lustig, sich zu Fuß, mit dem Auto oder auf dem Laufvogel durch die Gegend zu bewegen. Aber selbst fahrend benötigt man enorm lang, um auch nur kürzeste Strecken zurückzulegen. Und da viele der Missionen einen Startort, einen Erfüllungsort und einen Endort haben, wird die Warterei während der Reisen echt zur Belastungsprobe. Hat man einen Ort bereits besucht, gibt es danach eine Schnellreisefunktion. -Doof ist nur, dass die Ladezeiten, die während der Schnellreise vergehen, fast genauso lange oder sogar noch länger dauern, wie die Reise, wenn sie selbst ausführt wird.

        3. Das Kampfsystem: Die Möglichkeiten auf seine Gegner einzudreschen sind vielfältig. Allein, die Steuerung des eigenen Charakters ist über die diversen Tastenkombinationen schon recht anspruchsvoll. Dann soll man auch noch über ein Kombo-Kampfsystem seine drei Gefährten steuern, währenddessen man aber wiederum keinen Einfluss auf seine eigene Person hat. Darüber hinaus kann man über Erfahrungspunkte Special Moves freischalten, die sich dann aber wieder nicht oder nur unzureichend im eigentlichen Kampf einsetzen lassen.
        Gegner mit etwa ähnlichem Erfahrungslevel sind für die Protagonisten machbar. Gelegentlich trifft man aber auch auf Gegner die wegen ihres hohen Levels einfach unverhältnismäßig stark sind. Gerade bei den Endgegnern auf der Zielgeraden des Spiels, wo es auch keinen anderen Weg Drumherum, wie nur den Kampf gibt, ist das extrem nervig. Diese Gegner konnte ich nur unter Einsatz von extrem vielen Heilmitteln und Zaubertränken besiegen. -Ein Hilfsmittel, was vorher im Spiel maximal eine untergeordnete Rolle spielte.

        4. Das Ende: Nachdem man die Story durchgespielt hat kommt noch der Abspann und dann ist fertig. Ich hätte erwartet, dass man die jetzt wieder befreite Welt jetzt wirklich auch frei bereisen kann, um ggf. noch unerledigte Rest-/Nebenmissionen zu Ende zu bringen. -Alte Freund wiederzusehen, die enthaltenen Minigames zu spielen oder mit dem sagenumwobenen, fliegenden Regalia (Auto) durch die Gegend zu cruisen. Stattdessen NIX! Nach Abschluss der Hauptmission landet man zurück auf dem Startbildschirm, um dort ggf. einen alten Speicherstand wieder aufrufen zu können. Wer da nicht zu jedem entsprechenden Kapitel einen Speicherstand parat hat ist ggf. echt aufgeschmissen. Was für ein Manko!

        Alles in allem betrachten hat das Spiel zwar durchaus auch nett gemachte Seiten aber wer kein Fable für Manga hat, wird dieses Gamplays und der Geschichte wahrscheinlich schnell überdrüssig. Wem Spiele wie Dragon Age Inquisition, Witcher3 oder auch Fallout4 gefallen, der wird hier voraussichtlich enttäuscht. Auch wenn es bestimmt Anhänger dieser Serie gibt, die viele meiner Kritikpunkte nicht nachvollziehen können werde ich für meinen Teil der Final Fantasy Serie nach diesem Versuch wieder für lange Zeit den Rücken zukehren.

        Havly
      • Von Havly NPC
        Ambitioniertes Manga-Rollenspiel das letztlich enttäuscht

        Nachdem ich eigentlich gerne mal RPG und Third-Person-Shooter spiele dachte ich, es sei an der Zeit, dem Manga-Styl-angehauchten Final Fantasy XV eine Chance zu geben. Zumal dieses mit dem Slogan beworben wird, „Ein Final Fantasy für Fans und Neueinsteiger“. Die Grafik und Optik des Spiels kann sich durchaus sehen lassen. Und auch mit Videosequenzen zwischen den einzelnen Missionen wird nicht gespart, weshalb ich zunächst einen recht positiven Eindruck von dem Spiel hatte. Doch je länger ich mich damit beschäftigte, um so deutlicher kamen die Schwächen des Spiels zum Vorschein. Hier ein paar davon:

        1. Die Geschichte an sich. – Ich bin kein ausdrücklicher Fan von Manga, wusste aber worauf ich mich eingelassen hatte. Und trotz einer positiven Grundhaltung konnte ich irgendwann der Story, ihren Wendungen und den Verstrickungen einfach nicht mehr folgen.
        Bsp. Da kämpft man, um den Thron zurück zu erobern, doch hat man dieses endlich geschafft, wird man „ins Licht“ gezogen, um dort den gerade aus der realen Welt gemeuchelten Endschurken wieder gegenüber zu stehen. -So ein Quatsch!
        Oder aber, die geliebte Verlobte des Protagonisten stirbt in Verlauf des Spiels. Sie erscheint dann in diversen Visionen wieder ohne weiteren Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Gegen Ende wäre eigentlich ein Happy End mit ihrer Reinkarnation möglich. -Schließlich vereint der Held alle möglichen Götter zu seinen Zwecken hinter sich. Aber nein. Stattdessen träumt man irgendwie von deren Hochzeit ohne, dass die wirklich stattfindet. -Irgendwie wirr! ... Und solcherlei Verstrickungen gibt es viele in dem Spiel.

        2. Das Gamplay! Es wird mit einer großartigen „open World“ geworben. Das stimmt schon. Aber diese ist nicht frei durchwanderbar. Vielmehr wird diese Stück um Stück, je nach Fortschritt in der eigentlichen Story freigeschaltet. Und dann die Wege: Anfangs ist es ja noch lustig, sich zu Fuß, mit dem Auto oder auf dem Laufvogel durch die Gegend zu bewegen. Aber selbst fahrend benötigt man enorm lang, um auch nur kürzeste Strecken zurückzulegen. Und da viele der Missionen einen Startort, einen Erfüllungsort und einen Endort haben, wird die Warterei während der Reisen echt zur Belastungsprobe. Hat man einen Ort bereits besucht, gibt es danach eine Schnellreisefunktion. -Doof ist nur, dass die Ladezeiten, die während der Schnellreise vergehen, fast genauso lange oder sogar noch länger dauern, wie die Reise, wenn sie selbst ausführt wird.

        3. Das Kampfsystem: Die Möglichkeiten auf seine Gegner einzudreschen sind vielfältig. Allein, die Steuerung des eigenen Charakters ist über die diversen Tastenkombinationen schon recht anspruchsvoll. Dann soll man auch noch über ein Kombo-Kampfsystem seine drei Gefährten steuern, währenddessen man aber wiederum keinen Einfluss auf seine eigene Person hat. Darüber hinaus kann man über Erfahrungspunkte Special Moves freischalten, die sich dann aber wieder nicht oder nur unzureichend im eigentlichen Kampf einsetzen lassen.
        Gegner mit etwa ähnlichem Erfahrungslevel sind für die Protagonisten machbar. Gelegentlich trifft man aber auch auf Gegner die wegen ihres hohen Levels einfach unverhältnismäßig stark sind. Gerade bei den Endgegnern auf der Zielgeraden des Spiels, wo es auch keinen anderen Weg Drumherum, wie nur den Kampf gibt, ist das extrem nervig. Diese Gegner konnte ich nur unter Einsatz von extrem vielen Heilmitteln und Zaubertränken besiegen. -Ein Hilfsmittel, was vorher im Spiel maximal eine untergeordnete Rolle spielte.

        4. Das Ende: Nachdem man die Story durchgespielt hat kommt noch der Abspann und dann ist fertig. Ich hätte erwartet, dass man die jetzt wieder befreite Welt jetzt wirklich auch frei bereisen kann, um ggf. noch unerledigte Rest-/Nebenmissionen zu Ende zu bringen. -Alte Freund wiederzusehen, die enthaltenen Minigames zu spielen oder mit dem sagenumwobenen, fliegenden Regalia (Auto) durch die Gegend zu cruisen. Stattdessen NIX! Nach Abschluss der Hauptmission landet man zurück auf dem Startbildschirm, um dort ggf. einen alten Speicherstand wieder aufrufen zu können. Wer da nicht zu jedem entsprechenden Kapitel einen Speicherstand parat hat ist ggf. echt aufgeschmissen. Was für ein Manko!

        Alles in allem betrachten hat das Spiel zwar durchaus auch nett gemachte Seiten aber wer kein Fable für Manga hat, wird dieses Gamplays und der Geschichte wahrscheinlich schnell überdrüssig. Wem Spiele wie Dragon Age Inquisition, Witcher3 oder auch Fallout4 gefallen, der wird hier voraussichtlich enttäuscht. Auch wenn es bestimmt Anhänger dieser Serie gibt, die viele meiner Kritikpunkte nicht nachvollziehen können werde ich für meinen Teil der Final Fantasy Serie nach diesem Versuch wieder für lange Zeit den Rücken zukehren.

        Havly
      • Von Guru1984 NPC
        Nochmal zum wertungsprinzip,habe von einem bekannten endlich recht bekommen wie kann man spiele so hoch bewerten wie z.b.No Mans Sky was erst nach mehren patches oder addons besser wurde! zum thema verkaufszahlen zu ff15 da kann man sich auf das neue hoffentlich freuen! nochmal zu meinem bekannte der da von lebt spiele zu verkaufen und auch leidenschaftlicher zocker is als ich ihm gesagt habe das ich von ff15 sehr enttäuscht bin ! sagte er endlich , ich denke viele zocker wollen es nicht zu geben das sie viel geld ausgegeben haben für ein "neues" spiel was schlechter is als alte spiele wie skyrim the witcher plus alle dlcs fallout dieses technodancer oder!Und es kann nicht sein als ich nachts unterwegs war von soldaten ,eisengikant plus bomber das die" gute" Kamera nicht mit kommt und noch besser das es abstürzt indem es mir ein ladebildschirm sachen zeigt die erst viel später vorkommen !Ich vergleiche ff15 mit dem fc bayern es ist eine große marke und viele sind dann enttäuscht wrnn bloß das nötige getan wurde und ein 1- 0 rausgesprungen ist! Das macht halt der name ! Ich glaub auch das viele zeitschriften bei einem nicht sobekannten spiel schlechter und anders bewertet hätten ! Bestes beispiel ride to hell was nur Schrott gewalt abet in vielen" Fachzeitschriften " als das spiel zu Son of Anarchy angepriesen worde!!! Es wurde leider mit einem großen spiel viel Werbung und warum ach immer einer verschiebung( nehme an da noch nicht alle werbefilme fertig waren) zur verbesserung kann es geführt haben !Schreibe sonst nie aber das war verarschung !! Gut geschmäcker sind verschieden aber wenn ich es auch zum testen umsonst bekomme kann ich auch höher bewerten !!!
      • Von Guru1984 NPC
        Bin ff zocker der ersten stunde und nach so langer zeit so ein produkt aufen markt zu bringen wo ich nach paar stunden meine eigene musik anmachen weil die figuren bloß wir sätze bringen dann lieber keine sprachausgabe! Man hätte sich vollazf ff15 einlassen sollen anstatt kh2.5 oder ein Abklatsch von pokemon wie ffworld ! Weniger auf grafik und bombast und mehr seele das nächste mal!Da soll konami lieber suoikoden reaktivieren wenn die rechte noch vorhanden sind !schön war die zeit mit ff 7und8 oder ältere teile
      • Von Elektrostuhl Mitglied
        Zitat von RedDragon20
        Aber hier zeigt sich wieder, dass es die allerwenigsten Entwickler schaffen, Open World mit einer gut erzählten Story zu verbinden. ^^
        Allerwenigsten ist gut. Eigentlich nur CDPR und Rockstar.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von RedDragon20
        Naja, du hast deine Aussage, dass Persona ganz geiler Scheiß ist, damit begründet, dass es sich gut verkauft hat... Du hast es also durchaus in einen Topf geworfen. Du bist von Persona 5 gehyped und dein quasi einziges Argument war: Es ist im Konsolenbereich populär und hat sich gut verkauft. Soll ich es zitieren oder erkennst du deinen eigenen Denkfehler selbst?

        Ich würde ja gern mal wissen, was Personal deiner Meinung nach so gut machen soll. Für mich ist das Spiel nichts. Da warte ich lieber auf Hoffnungsträger, wie Divinity OS 2, Kingdom Come o.ä. ;)

        Liebe Grüße
        Ein Bewohner der RPG-Welt.
        Wie Scholdarr schon selbst angemerkt hat, ich wollte ihn nur ein wenig ärgern. Ich weiß natürlich, dass Persona insbesondere aufgrund des Manga-Grafikstils längst nicht für jeden was ist, wie JRPGs allgemein halt starke Geschmackssache sind.

        Was es für mich so besonders macht sind etliche Faktoren, weil es sich erfrischend von normalen RPGs aus dem Standard 08/15 Fantasy- oder Sci-Fi Setting abhebt. Es gibt nicht viele RPGs, die in der "echten" Welt in der heutigen Zeit spielen (mit natürlich jeder Menge fantastischer Elemente). Außerdem ist die soziale Komponente bei Persona sehr wichtig, d.h. das was Bioware seit geraumer Zeit macht, dass einen die NPC Mitstreiter mehr oder weniger mögen lernen, das macht Persona seit jeher nur viel, viel aufwendiger und komplexer, man könnte Teile des Spiels z.T. fast als eine Art Dating- / Lebens-Sim betrachten. Dies gesagt, die Charaktere sind alle sehr ausgeklügelt und interessant und eben nicht immer nur die typischen Klischee-Abziehbilder, natürlich teilweise ein wenig übertrieben, wir sprechen hier immerhin von einem Spiel und nicht der Realität, immerhin ist einer der Sidekicks eine sprechende Katze. Auch die Story ist natürlich abgefahren und kann sich deswegen schon abheben, davon ab ist sie viel präsenter und dominanter als in vielen West-RPGs, wo sie eher so nebenher läuft und man als Retter der Welt einen Großteil seiner Zeit damit verbringt Bauer Macholkes entlaufene Schweine wieder einzufangen und ähnliches. So einen Blödsinn gibt es bei Persona nicht. Man lebt hingegen seinen Alltag, man hat eben noch ein normales Leben nebenher, und arbeitet dort ausschließlich darauf hin, nachts dann effektiver in den Kampf ziehen zu können.

        Auch das Kampfsystem gefällt mir, obwohl es rundenbasiert ist. Das sammeln und fusionieren der Personas macht Laune und bringt einen zusätzlichen Strategieaspekt rein.
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