Hardware-Übersicht Monitore: Tipps zum Kauf - 49 Modelle in der Marktübersicht

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Hardware-Übersicht Monitore: Tipps zum Kauf - 49 Modelle in der Marktübersicht
Quelle: Benq

Für Spiele geeignete Monitore gibt es ab 130 Euro, aber man kann auch viele Hundert Euro, sogar über 1000 Euro auf den Tisch legen. Wir geben Tipps zur Technik und zum Kauf inklusive einer Marktübersicht mit 49 Gaming-Monitoren von 24 bis 37 Zoll und 150 bis 1250 Euro.

Monitore: Tipps zur Technik

Ein guter Monitor kann den Spielspaß deutlich steigern: Bessere Farben und Kontraste sorgen für ein lebendiges Bild und Detailreichtum, und für Spieler gibt es besondere Gaming-Features wie hohe Bildwiederholfrequenzen und neuartige Bildsynchronisations-Techniken.

Diese Features kosten zwar teils einen merkbaren Aufpreis. Aber auch wer lediglich "einen Monitor" sucht, der für Spiele geeignet ist und keine Zusatzfeatures bieten muss, findet unter 200 Euro viel Auswahl. Um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern, klären wir einiges rund um die Technik von Monitoren. Zum Abschluss bieten wir zudem eine Marktübersicht, bei der der Schwerpunkt auf Monitoren mit zusätzlichen Gaming-Eigenschaften liegt.

LCD-Displays: Funktionsweise

Grundsätzlich funktionieren moderne für Gaming geeignete Monitore gleich: Eine Hintergrundbeleuchtung strahlt ein Panel mit den Pixeln an. Die Pixel wiederum bestehen aus Kristallen, die sich je nach Bedarf anders ausrichten und mehr oder weniger Licht der Hintergrundbeleuchtung hindurch lassen. Da die Kristalle für drei Grundfarben zuständig sind (Rot, Grün und Blau) ergibt sich je nach dem, wie viel Licht für Rot, Grün oder Blau durchgelassen wird, eine andere Pixelfarbe: kommen alle drei Farben zu 100 Prozent durch, entsteht Weiß.

Farbpalette bei Paint (oberes Drittel) und sechs RGB-Farbbeispiele. Quelle: AntonioFunes Farbpalette bei Paint (oberes Drittel) und sechs RGB-Farbbeispiele. Werden alle Farben geblockt, entsteht Schwarz. Mittlere Grautöne werden erzeugt, indem alle drei Farben gleichmäßig stark mit etwa 30 bis 70 Prozent Helligkeit leuchten. Andere Farben kommen dadurch zustande, dass die drei Grundfarben jeweils unterschiedlich stark leuchten. Diese RGB-Farbpalette, die auch als Standard für die Farbdarstellung am PC genutzt wird, könnt ihr auch selber an eurem PC verinnerlichen, indem ihr bei einem Malprogramm mit der Farbpalette herumexperimentiert. Das Windows-eigene Paint reicht dafür schon aus - nutzt dazu den Menüpunkt "Palette bearbeiten", wodurch sich ein Fenster öffnet, in dem ihr rechts unten auch Zahlenwerte von 0 bis 255 eingeben könnt. Denn Diese 256 möglichen Abstufungen pro Farbe sind Standard bei der Farbdarstellung an PCs und ermöglichen bis zu knapp 16,8 Millionen Farbtöne (256 Werte und drei Farben bedeutet: 256 x 256 x 256 = 16,8 Millionen). Daher findet ihr auch die entsprechende Angabe immer wieder in den technischen Daten von Monitoren, aber auch bei Grafikkarten. Wir haben dazu links im Bild auch einige Beispielfarbtöne und die dazu passenden RGB-Werte in einer Collage zusammengestellt. Doch trotz dieser immer gleichen Grundidee für die Funktionsweise von LCD-Monitoren (Beleuchten eines Pixelpanels), gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies alles technisch im Detail umzusetzen. Daher gibt es verschiedene Displaytypen, bei denen vor allem das Ausrichten der Kristalle jeweils anders umgesetzt wird. Für euch als Nutzer ist aber nicht wichtig, wie die Displaytechnik im Detail funktioniert. Stattdessen ist die Frage: Welcher Displaytyp hat welche Grundeigenschaften und ist somit besser oder schlechter für euch geeignet? Dies wollen wir nun klären, indem wir die wichtigsten drei Displaytypen unter die Lupe nehmen.

Paneltypen: TN, IPS und VA

Die beiden beliebtesten Display-Typen sind TN- und IPS-Panels. Zu letzteren gehören auch die sogenannten PLS-Panels. Zudem gibt es als dritte relevante Displaygruppe die VA-Panels. TN-Panels sind dabei am weitesten verbreitet, vor allem unter Privatnutzern und Spielern, da die Technik besonders preisgünstig herzustellen ist und auch sehr schnelle und somit spielefähige Displays ermöglicht. Wer einen spielefähigen Monitor haben wollte, der musste viele Jahre lang zwingend zu einem TN-Panel greifen. Denn die Pixelfarbe kann sich hier bei Bedarf sehr fix ändern - man spricht dabei von einer schnellen Reaktionszeit. Dies sorgt dafür, dass auch bei schnelleren Kamerabewegungen in einem Spiel keine Schliereneffekte zu erwarten sind, die bei schwachen Reaktionszeiten in Kauf zu nehmen wären. Der Nachteil bei TN ist allerdings die Blickwinkelstabilität: Wenn man seine Sitzposition seitlich oder in der Höhe ändert, oder auch wenn man den Monitor kippt oder schwenkt, verändern sich die Farben sehr rasch. Natürlich bleiben die Farben in Wahrheit identisch, aber aus Sicht des Nutzers scheinen sie sich zu verändern, werden blasser und verfälschen.

AOC Agon AG271QX Quelle: AOC AOC Agon AG271QX Zudem kann auch das Thema Farbtreue bei vielen TN-Panels ein Problem sein. Allerdings sollte man bedenken, dass die meisten Nutzer keine 100-prozentige Farbtreue benötigen: Wichtig ist die Farbtreue eher für (semi)professionelle Anwendungen rund um Foto und Layout. Selbst ein durchschnittlicher TN-Monitor stellt aber die Farben grundsätzlich nicht komplett falsch dar: Aus einem dunklen Rot wird beispielsweise nicht einfach so ein Braunton, nur weil es sich um ein TN-Panel handelt. Viele moderne TN-Monitore gewähren inzwischen eine 99-prozentige Farbtreue bezüglich der Referenzfarbpalette. Bei IPS-Panels ist wiederum das Thema Farbtreue ein wichtiger Punkt für einen Kauf - vor allem zu Zeiten, als nur wenige TN-Panel ein für (semi)professionelle annehmbares Ergebnis lieferten. Vor einigen Jahren waren IPS-Panel aber für Spiele ungeeignet, denn technikbedingt sind IPS-Panels langsamer als TN-Panels, beziehungsweise ist es teurer, auch schnelle IPS-Panels zu verwirklichen. Allerdings gibt es inzwischen auch sehr schnelle IPS-Panels - hier ist der Preis höher als bei ansonsten vergleichbaren TN-Panel-Monitoren. Allerdings ist der Unterschied je nach sonstigen Eigenschaften nicht mehr hoch. Ebenfalls ein Vorteil von IPS: Die Blickwinkelstabilität ist deutlich besser als mit der TN-Technik. Allerdings tritt teilweise das so genannte IPS-Glow auf - viele Käufer stört dies nicht, manche Nutzer aber kommen mit diesem Phänomen nicht klar. Ohnehin gilt für viele Nutzer, dass es keinen eindeutigen Sieger bei der Frage gibt, ob man zu IPS oder TN greift. Es kann auch pure Geschmackssache sein, ob einem Käufer die Charakteristik des Bildes auf dem Monitor mit IPS oder mit TN besser gefällt. Wer aber auch häufig mit Bildbearbeitung oder ähnlichem zu tun hat, sollte im Zweifel eher zu einem IPS-Panel greifen, auch wenn die Chance hoch ist, dass ein ähnlich teures TN-Modell bezüglich der Farbtreue sehr gut dasteht. Denn wo IPS in den letzten Jahren bezüglich der Geschwindigkeit aufgeholt hat, haben viele TN-Panels auch bei der Farbtreue zugelegt.

Acer Predator Z271T Quelle: Acer Acer Predator Z271T Die dritte nennenswerte Gruppe an Panels sind die VA-Panel, zu denen auch die MVA-Panel gehören. Diese sind für Spieler aber in der Regel uninteressant, da die Reaktionszeit schwach ist. Punkten können VA-Panels eher im Bildbearbeitungsbereich oder für CAD-Arbeiten, da sie sehr gute Kontraste und Farbdarstellung bieten sowie eine gute Blickwinkelstabilität haben. Dies ist ein Vorteil, wenn Projekte auch von mehreren Leuten auf dem Monitor betrachtet werden sollen, die natürlich nicht alle exakt im 90 Grad-Winkel vor dem Monitor Platz finden. Trotz der generellen Schwäche bei der Reaktionszeit gibt es aber eine Handvoll Monitore mit VA-Panel, die sogar explizit als Gaming-Monitore vermarktet werden. Diese findet ihr natürlich später in der Marktübersicht. Weitere Panelarten neben TN, IPS und VA sind derzeit nicht relevant für den Hausgebrauch und fürs Gaming. Zusammenfassend kann man sagen: TN-Panels sind günstig und schnell, aber bei der Blickwinkelstabilität im Nachteil. IPS und VA schneiden da deutlich besser ab. Obendrein ist die Chance höher als bei TN-Panels, einen Monitor zu finden, bei dem Kontrast und Farben als sehr gut zu bezeichnen sind. Ein Vorteil von IPS zu VA ist wiederum, dass es deutlich mehr Auswahl an Spiele-tauglichen Modellen gibt - dafür muss man bei IPS im Durchschnitt einen durchaus merkbar höheren Strombedarf als bei TN und VA in Kauf nehmen.

Größe, Auflösung und Formate

Wir empfehlen 24 oder 27 Zoll als Displaydiagonale bei 16:9 als Seitenverhältnis für einen Spiele-PC. Wenn ihr sehr nah am Monitor sitzt, sind 27 Zoll eventuell zu groß, falls ihr als Auflösung nur Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) nutzt. Denn unter Umständen sind dann bereits einzelne Pixel zu erkennen. Daher ist es für viele User ratsam, beim Griff zu einem 27 Zoll-Modell WQHD (2460 mal 1440 Pixel) als Auflösung auszuwählen, auch wenn dies einen Aufpreis bedeutet.

Asus ROG Swift PG348Q Quelle: Asus Asus ROG Swift PG348Q Ansonsten spielen aber der Geschmack und der Geldbeutel die Hauptrollen bei der Entscheidung. Wer ausreichend Budget hat, kann auch zu einem 4k-Modell greifen, obwohl dies angesichts des Leistungshungers der Auflösung (3840 mal 2160 Pixel) nicht ratsam ist. Beim Format gibt es neben dem für zum Beispiel Full-HD typischen Seitenverhältnis von 16:9 auch weitere Optionen - immer beliebter werden besonders breite Monitore mit einem Seitenverhältnis von 21:9. Diese sind im Endeffekt bei einer Diagonale von 32 bis 33 Zoll so hoch wie ein 27 Zoll-Modell, aber deutlich breiter, so dass ihr bei einigen Spielegenres mehr Übersicht haben könnt. Allerdings bedeutet das bereite Format auch gleichzeitig, dass mehr Pixel vorhanden sind und berechnet werden müssen. Dies sollte man bedenken. Insbesondere Curved-Modelle (mit gebogenem Display) können aber bei 21:9-Monitoren zu einem tieferen Eintauchen in die Spielewelt sorgen. Die extrabreiten Monitore kosten freilich mehr als vergleichbare 16:9-Modelle. Für den preisbewussten Spieler ist ein oben schon erwähnter 24- oder 27 Zoll-Monitor mit Full-HD die ideale Wahl, ambitioniertere Gamer wählen WQHD als Auflösung oder auch eines der Gaming-Features, zu denen wir auf der nächsten Seite noch kommen. Die folgende Tabelle zeigt alle relevanten Auflösungen mit den Daten zum Seitenverhältnis (Format) sowie der Pixelanzahl in der Breite, Höhe und als Gesamtsumme. Ebenfalls ablesbar ist, wie viel mehr Pixel eine Auflösung im Vergleich zu Full-HD hat, und zwar zum einen als Faktor (zum Beispiel 1,78 mal so viele Pixel wie bei Full-HD), zum anderen das prozentuale Plus an Pixeln (Pixelplus). Je höher das Pixelplus, desto mehr Leistung verliert man in einem Spiel im Vergleich zu Full-HD, wenn die Detailseinstellungen identisch bleiben.

Bezeichnung Format Pixel Breite Pixel Höhe Pixel gesamt Faktor Pixelplus
Full-HD 16:9 1920 1080 2,07 Millionen entfällt entfällt
WUXGA 16:10 1920 1200 2,3 Millionen 1,11 11 Prozent
UW-UXGA 21:9 2560 1080 2,77 Millionen 1,33 33, 3 Prozent
WQHD 16:9 2560 1440 3,69 Millionen 1,78 77,8 Prozent
WQXGA 16:10 2560 1600 4,1 Millionen 1,98 97,5 Prozent
UWQHD 21:9 3440 1440 4,95 Millionen 2,39 138,9 Prozent
4k (UHD) 16:9 3840 2160 8,29 Millionen 4,00 300 Prozent
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  1. Seite 1 Monitore: Funktionsweise, Paneltypen und Auflösungen
  2. Seite 2 Bildwiederholfrequenz, Sync-Techniken und Marktübersicht
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Zybba
        Ich muss mit meiner 970 auf WQHD oft Abstriche machen. Wobei das dann bedeutet, nicht die maximale Grafik einzustellen. Außerdem spiele ich so gut wie alle Titel ohne AA.
        natürlich "Abstriche", das ist klar, aber "nur" hohe Details statt "Ultra" ist effektiv so gut wie kein sichtbarer Unterschied, und selbst "hohe" Details sehen dann halt sehr gut aus. Es ging halt darum, dass man "sogar" mit ner Karte für nur 220-260€ WQHD durchaus gut nutzen kann und dass es nicht so ist, dass man nur "niedrige" Details damit packt ;)
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von Zybba
        Ich muss mit meiner 970 auf WQHD oft Abstriche machen. Wobei das dann bedeutet, nicht die maximale Grafik einzustellen. Außerdem spiele ich so gut wie alle Titel ohne AA.
        natürlich "Abstriche", das ist klar, aber "nur" hohe Details statt "Ultra" ist effektiv so gut wie kein sichtbarer Unterschied, und selbst "hohe" Details sehen dann halt sehr gut aus. Es ging halt darum, dass man "sogar" mit ner Karte für nur 220-260€ WQHD durchaus gut nutzen kann und dass es nicht so ist, dass man nur "niedrige" Details damit packt ;)
      • Von Svatlas Spiele-Enthusiast/in
        Ich habe mir vor 3 Monaten den, Acer 4k XB280HK G-Sync, gekauft und möchte G-Sync nie mehr missen! Einfach ein tolles Spiele Erlebnis, ohne nervige Ruckler/Tearing. Der Monitor ist auch klasse.
      • Von OdesaLeeJames Mitglied
        Zitat
        Hab mir Anfang des Jahres den Asus Rog pg278q gekauft mit 144Hz und G-Sync. Der Bildaufbau ist ein Traum in Games. Hatte vorher einen 7 Jahre alten Samsung Syncmaster 24 Zoll 60Hz mit einer Auflösung von 1920x1200. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht zu meinem alten. Ich will nicht mehr ohne 144Hz und G-Sync.
        Haaa....Habe auch noch den Samsung SM2493HM und kaufe mir jetzt auch den Asus. Schön das zu hören das mit "Tag und Nacht" .... da habe ich mich wohl richtig entschieden!
      • Von restX3 Spiele-Novize/Novizin
        Zitat von Zybba
        Ich muss mit meiner 970 auf WQHD oft Abstriche machen. Wobei das dann bedeutet, nicht die maximale Grafik einzustellen. Außerdem spiele ich so gut wie alle Titel ohne AA.
        Ja.
        Hab auch noch eine GTX 970 drin die befeuert meine 1440p. Der geht die Puste bei WQHD. Alles auf Anschlag stellen bei den meisten Games wie man es mit 1080p macht geht nicht mehr. Man muss Grafik runter stellen um noch angenehme FPS zu bekommen.
        Ich liebäugel schon mit der GTX 1080. Vielleicht schenke ich mir eine zu Weihnachten. Diese sollte dann wohl die 1440p ordentlich befeuern.

        Hab mir Anfang des Jahres den Asus Rog pg278q gekauft mit 144Hz und G-Sync. Der Bildaufbau ist ein Traum in Games. Hatte vorher einen 7 Jahre alten Samsung Syncmaster 24 Zoll 60Hz mit einer Auflösung von 1920x1200. Der Unterschied ist wie Tag und Nacht zu meinem alten. Ich will nicht mehr ohne 144Hz und G-Sync. ;)
      • Von Zybba Mitglied
        Zitat von Herbboy
        also, mit ner ordentlichen Karte kann man auch die meisten Shooter&co problemlos in WQHD spielen, d.h. mit ner GTX 970
        Ich muss mit meiner 970 auf WQHD oft Abstriche machen. Wobei das dann bedeutet, nicht die maximale Grafik einzustellen. Außerdem spiele ich so gut wie alle Titel ohne AA.
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