Superhelden: Immer wieder das Gleiche ...
Hollywood wird geradezu überflutet von Reboots und Remakes. Stimmen erheben sich überall, die keine Lust mehr auf Wiederaufgewärmtes haben. Aber genau genommen sollten wir uns nicht beschweren, wenn die Filme einander immer ähnlicher werden. Immerhin sind Superhelden-Filme momentan extrem stark vertreten - und beliebt! Dabei sind diese Heroen auch nicht gerade allzu individuell...
Wer unser Magazin regelmäßig liest, wird bemerkt haben, dass unser Redakteur Thomas Raab Eines so überhaupt nicht mehr ab kann: Filme über Superhelden. Und da scheint es dem Kollegen egal zu sein, ob es um Marvel oder DC geht.
Das ist nicht allzu verwunderlich. Schließlich scheinen sich einige Figuren und Charakterzüge doch stark zu wiederholen.
Man denke etwa an Batman.
Quelle: Concorde; Warner
Bruce Wayne oder Tony Stark? Hauptsache genug Geld für das Superhelden-Outfit!
Ein wirklich gut betuchter Mann, mit einer schwierigen Vergangenheit, der, außer ein paar Muskeln und teurem Spielzeug, Superhelden-technisch nicht viel zu bieten hat. Erinnert das nicht so ein bisschen an Iron Man? Natürlich ist Tony Starks Anzug doch ein bisschen krasser, als Batmans Fledermaus-Kostüm. Aber schließlich gilt: Nimmt man den beiden die Ausrüstung weg, bleibt nicht viel Heroisches über.
Der nächste große DC-Held ist - na? Ganz klar: Superman, alias Clark Kent.
Quelle: Disney; Warner
Captain America und Superman sind sich schon ziemlich ähnlich. Thor setzt noch das Cape drauf.
Hübscher Kerl, übermenschliche Kräfte und kein allzu großes Talent für Verkleidungen. Zugegeben, Superman ist eigentlich ein Alien und kann fliegen, aber mit seiner leichten Spießigkeit und den bereits genannten Punkten kann man ihn doch ein wenig mit Captain America vergleichen. Immerhin: Beide sind unsterblich und irgendwie aus ihrer eigenen Welt gerissen.
Noch näher an Superman dran ist ja eigentlich Thor, auch wenn der gerne vergessen wird. Übrigens gibt es hier auch noch ein paar Ähnlichkeiten im Plot: Unsere beiden Lieblingsaußerirdische müssen in den Filmen auch häufig die Erde gegen Bedrohungen aus ihrer eigenen Welt (Krypton oder Asgard) verteidigen. Beispiel? General Zod in den ersten beiden "Superman"-Filmen von Richard Donner, und Loki, Thors verhasster und doch geliebter Adoptivbruder.
Wem das noch zu Wischi-Waschi ist, sollte sich auf Flash besinnen.
Quelle: Fox; DC; Disney
Egal ob Quicksilver, Flash oder... Quicksilver - hauptsache er rennt schnell!
Der "Schnellste Mann der Welt" hatte in "Suicide Squad" seinen ersten Auftritt, was Fan-Herzen auf der ganzen Welt höher schlagen ließ. Aber, ganz ehrlich, so großartig wie die Einführung von Quicksilver in "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" kann das gar nicht gewesen sein. Apropos Quicksilver, den gibt es ja sowieso schon zweimal - einmal im "echten" Marvel-Universum, einmal bei Fox, für die X-Men. Und mit Flash bilden die eine Art Triumvirat der schnellen Läufer.
Quelle: Fox
Metall, Wetter... Die Mutanten aus X-Men können irgendwie immer etwas manipulieren. Andere aber auch!
Und wenn wir schon bei den X-Men sind: Nein, Mystique ist nicht die Einzige, die das Aussehen anderer imitieren kann - das hat uns Loki bereits eindrucksvoll bewiesen. Während Magneto Metalle und Storm das Wetter kontrollieren kann, hält DCs Aquaman mit Wasser dagegen. Wie genau das aussieht können wir allerdings erst mit dem Kinostart von "Justice League" beurteilen.
(Die ersten Eindrücke sind aber schon ganz ordentlich.)
Quelle: Warner
So ganz mithalten können die Anarchisten des Suicide Squads irgendwie nicht.
"Aber was ist mit Suicide Squad? Die sind so anders!"
Eigentlich nicht wirklich. Wen gibt es da schon groß? Deadshot, Captain Boomerang oder Rick Flag sind nichts mehr als Auftragskiller, die eben sehr, sehr gut in ihrem Job sind. Man könnte sie gewissermaßen mit Hawkeye oder Black Widow im Marvel-Universum vergleichen. Der interessanteste Charakter scheint, wenn wir uns auf die Fähigkeiten beziehen, El Diablo, der nicht nur durch seine Ganzkörper-Tattoos auffällt. Denn Chato Santana, so sein bürgerlicher Name, kann Flammen aus seinen Händen schießen lassen - genau, wie der X-Men Pyro (die "Menschliche Fackel" lassen wir mal außen vor und ignorieren die "Fantastic Four" geflissentlich).
Man könnte das ewig weiterspinnen, noch weitere Beispiele - oder Gegenbeispiele anbringen, doch irgendwie sind Superhelden eben ein Einheitsbrei geworden.
Ein größerer Film im Stil von "Batman v Superman" oder "Captain America: Civil War" wäre sicher interessant. Einen, in dem man etwa die Avengers gegen die Justice League oder das Suicide Squad gegen die X-Men antreten lässt. Dazu bedürfte es allerdings wirklich guter Vorarbeit, denn die Ausgeglichenheit zwischen den Teams, die ja gerade verlockend ist, könnte auch eine große Gefahr für die innere Spannung eines solchen Films darstellen - denn irgendwie sind sie sich alle so ähnlich!
Was meint ihr? Findet ihr, es gibt genug Unterschiede zwischen den Helden? Oder wünscht ihr euch einmal etwas ganz Neues? Was für eine Fähigkeit sollte ein solcher neuer Heroe haben?

Ironman hingegen ist ein ziemlicher Playboy der tagsüber gegen ganz andere Feinde zu Feld zieht. Bei Nacht in einer Gasse um Mörder oder Räuber dingfest zu machen habe ich ihn nie gesehen. Aber genug davon.
Der eigentliche Punkt ist, dass es sich hierbei um klassische Doppelmoral handelt. Es gibt zu viele Superhelden Filme die sich zu sehr auf wiederholende Themen verlassen? Und was ist mit den sich immer wiederholenden Mustern in Actionfilmen oder Komödien? Kein Genre kommt heute ohne Wiederholungen aus und von diesen Mainstream-Genres gibt es um ein vielfaches mehr!
Die Thor Filme strotzen doch nur so vor Magie und Fantasy- und Sagen Figuren. Aber letzten Endes ist der Hammer von Thor nur ein Hammer und kein technisches Meisterwerk, welches zB per installiertem Computer die Schwerkraft beeinflußt.
Grundsätzlich finde ich die Marvelfilme in Punkto Charaktere vergleichsweise deutlich besser ausgearbeitet, besonders schlimm an DC finde ich das "ein Bruchteil meines Gesichts ist bedeckt also erkennt mich keiner".
Das gewisse Helden einfach nursehr gut in einer Sache sind stört mich da weniger, nur solche ich hab in 5 Jahren gelernt wo andere ein Leben für brauchen.
Und meine Schwester, meine ExFreundin, mein Schwipp-Schwager und mein Stiefvater im übrigen auch.
Sowas geht einfach nicht!
Batman schraubt sich mittels Technologie "Superkräfte" an seine Rüstung, Leonidas nicht. Der hat eine heldenhafte Idee und den Willen, eine Heldentat auf Kosten seines Lebens zu begehen. Aber er ist einfach nur ein Spartaner. Comichaft verzerrt dargestellt zwar, aber letztendlich hat er keine Superkraft.
Black Widow könnte man nach dieser Definition durchaus den Superhelden Status absprechen. Oder man könnte darüber diskutieren, daß ihre Ausbildung ihr unmenschliches abverlangt hat und ihre Fähigkeiten für normale Menschen nicht zu erreichen sind. Oder einfach eine andere Definition für "Superhelden" verwenden. ;)
Superhelden sind für mich Helden mit Superkräften, die Menschen nicht haben.