Heimat für Hardware - Kaufberatung zu PC-Gehäusen mit Tipps und einer Marktübersicht mit 90 Gehäusen

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Heimat für Hardware - Kaufberatung zu PC-Gehäusen mit Tipps und einer Marktübersicht mit 90 Gehäusen
Quelle: Corsair

PC-Gehäuse gibt es schon ab etwa 20 Euro, aber auch über 200 Euro wird man fündig. Hier erfahrt ihr, was ihr bei der Gehäusewahl für Gamer-Hardware beachten solltet. Zudem bieten wir eine Auswahl von 90 Gehäusen in einer Marktübersicht.

Man kann als PC-Gehäuse einen schnöden 25-Euro-Kasten aus dünnem Blech nutzen, man kann aber auch auf stabilere Materialien, ein gute Belüftungskonzept, einfachen Einbau von Hardware und Design Wert legen und deutlich mehr investieren. Wir geben euch allgemeine Tipps zur Gehäusewahl und bieten zudem eine große Marktübersicht mit 90 Gehäusen, 70 davon im ATX-Format sowie je 10 in µATX- und Mini-ITX-Größe.

Gehäusegröße und Formate

Die weitaus meisten PCs in Haushalten setzen auf ein Gehäuse im ATX- oder µATX-Format. Hierbei geht es um die Frage, welche maximalen Maße ein Mainboard haben darf, um noch in das Gehäuse eingebaut werden zu können. ATX ist dabei das größere Format, wobei es auch moderne Gehäuse im ATX-Format gibt, die kaum größer als viele µATX-Modelle sind. Wer einen besonders kleinen PC zusammenstellen will, der wählt ein Gehäuse im ITX beziehungsweise Mini-ITX-Format.

Fractal Design Node 202 Quelle: Fractal Design Mini-iTX im Konsolendesign: Fractal Design Node 202. Beim Netzteil wird das SFX-Format genutzt. Besonders große Gehäuse bieten wiederum teilweise Platz für Mainboards, die einen der größten Standards (E-ATX und XL-ATX verlangen - hiervon raten wir allerdings ab, außer ihr müsst aus bestimmten Gründen zu einem derart großen Mainboard greifen, zum Beispiel weil ihr ganz spezielle von euch gewünschte Mainboard-Features nicht bei einem ATX- oder µATX-Modell findet. Generell gilt: ein Mainboard mit einem kleineren Formfaktor passt immer in ein Gehäuse mit einem größeren Standard. Ein ITX-Mainboard könntet ihr also in ein ATX-Gehäuse einbauen, wobei dies wenig Sinn macht, da Mini-ITX-Mainboards teurer sind als gleichwertige µATX- und ATX-Modelle. Ein ATX-Mainboard in ein µATX- oder gar Mini-ITX-Gehäuse einzubauen hingegen ist nicht möglich. Unsere Empfehlung ist eindeutig ein ATX-Gehäuse. Denn hier könnt ihr beim Mainboard frei zwischen etlichen ATX- und µATX-Modellen auswählen. Und auch wer ein eher kleines Gehäuse haben möchte, findet inzwischen auch bei ATX-Baugröße sehr kompakte und gut durchdachte Gehäuse. Lediglich wer wirklich einen sehr kleinen PC sein Eigen nennen will, beispielsweise als Wohnzimmer-PC mit einem konsolenartigen Design, sollte sich bei µATX- oder Mini-ITX-Modellen umsehen, dabei aber vor allem für Gamerhardware sehr auf die Innenmaße achten, die für Grafikkartenlängen und CPU-Kühler-Höhen wichtig sind.

Wichtige Gehäuse-Eigenschaften

Gerade für Spiele-Hardware ist es wichtig, dass euer Gehäuse genügend Platz auch für längere Grafikkarten bietet. Da moderne Grafikkarten immer effizienter und deren Kühllösungen immer besser werden, gibt es zwar immer mehr sehr starke Grafikkarten, die mit 24 bis 28 Zentimetern nicht besonders lang sind. Aber um alle Optionen offen zu halten, sollte ein Gehäuse mehr als 28 Zentimeter Platz haben, am besten mindestens 32 Zentimeter.

Herausgenommener Festplattenkäfig. Gut sichtbar: Festplatten und SSD werden hier seitlich eingeschoben. Quelle: PC Games Hardware Herausgenommener Festplattenkäfig. Gut sichtbar: Festplatten und SSD werden hier seitlich eingeschoben. Bei vielen Gehäusen lässt sich ein Teil des Festplattenkäfigs entfernen, so dass oft sogar über 40 Zentimeter Platz geschaffen werden kann - natürlich sind danach trotzdem noch einige Einbauplätze für SSDs und Festplatten übrig. Ein zweiter Punkt ist die CPU-Kühler-Höhe. Eine recht leise Kühlung wird mit Kühlern ermöglicht, die 13 bis 15 Zentimeter hoch sind. Wer es etwas leiser haben möchte oder einen Übertaktungskühler sucht, wird aber schnell über 16 Zentimeter Kühlerhöhe unterbringen müssen. Mehr als 17 Zentimeter sind wiederum nur für einige wenige Monster-Kühler nötig. Unser Tipp: 16 bis 17 Zentimeter Platz sollte das Gehäuse bieten. Die Infos über die mögliche Grafikkartenlänge mit und ohne herausgenommenen Käfig-Part sowie die maximal mögliche CPU-Kühler-Höhe findet ihr in aller Regel beim Gehäusehersteller, aber auch in vielen Preisvergleichseiten oder Internetshops sind die Werte häufig verfügbar. In unserer Marktübersicht haben wir selbstverständlich bei allen 70 Gehäusen diese beiden wichtigten Infos zum Platzangebot vorliegen. Wir raten zudem, da jedes moderne Mainboard USB3.0-Onboardanschlüsse besitzt, zu zwei USB3.0-Ports an der Gehäusefront, noch besser sind je zwei Ports im 2.0- und 3.0-Standard. Die weiteren Eckdaten bleiben eher euch überlassen - beispielsweise gibt es immer mehr Gehäuse, die keinen Schacht für ein DVD-Laufwerk mehr bieten, da Windows bei modernen PCs per USB-Stick installiert werden kann und viele Nutzer auch Spiele und Programme nur noch als Download auf ihre Festplatte bringen. Wer eine Wasserkühlung einbauen will oder in Zukunft plant, muss natürlich genau darauf achten, wie viele und welche Art von Radiatoren in das Gehäuse hineinpassen. Was Gehäuselüfter angeht: hier besitzen alle Gehäuse, die genügend Platz für Spielehardware bieten, stets auch genügend Montageplätze für mehrere Gehäuselüfter. Mehr zum Thema Belüftung erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Belüftungskonzept und mehr

Bei Gehäusen ab etwa 40 Euro sind oft schon ein oder zwei Lüfter dabei, die bei aktuellen Modellen häufig auch selbst bei recht günstigem Gehäusepreis erstaunlich leise sind. Daher raten wir euch, zunächst die mitgelieferten Lüfter auszutesten.

Vorgeschlagenes Belüftungskonzept beim Thermaltake Versa H34 Quelle: Thermaltake Vorgeschlagenes Belüftungskonzept beim Thermaltake Versa H34 Sind diese zu leise oder zu schwach, könnt ihr leisere oder auch zusätzliche Lüfter nachkaufen. Bei vielen PCs würde theoretisch sogar ein einziger Lüfter, nämlich hinten oben, Luft herausblasend, ausreichen. Der Unterdruck durch den Lüfter sowie den CPU-Lüfter sorgt dafür, dass frische Luft durch Ritzen und Gitter in den PC gesaugt wird. Mit einem oder zwei Lüftern vorne unterstützt ihr den Luftzug aber. Wer einen leisen PC will, der sollte darauf achten, dass vorne ein 140-Millimeter-Lüfter eingebaut werden kann. Denn dieser kann bei geringer Drehzahl viel Luft befördern. Oder aber ihr nehmt ein Gehäuse, bei dem gleich zwei Lüfter mit 120 Millimeter Rahmenbreite vorne hineinpassen, die dann gemeinsam bei langsamer Drehzahl viel Luft befördern können. Um einen guten Luftzug zu erzeugen, reicht wiederum schon ein einzelner 120-Millimeter-Lüfter hinten, eher oben im Gehäuse und die Luft herausblasend, völlig aus. Dieser kann auch für einen leisen Betrieb mehr Drehzahl als die vorderen Lüfter haben, denn da der hintere Lüfter weiter von euch weg ist, werdet ihr die höhere Drehzahl entsprechend weniger wahrnehmen.

Viele Gehäuse bieten weitere Montageplätze oben, an der Seite oder auch unten im Gehäuse. Hier solltet ihr aber aufpassen: zu viele Lüfter können sich eventuell gegenseitig so sehr stören, dass der PC mit beispielsweise fünf Lüftern am Ende für schlechtere Hardwaretemperaturen sorgt und lauter ist, als wenn ihr es bei je einem Lüfter vorne und hinten belassen hättet. Lüfter oben und unten, eher im vorderen Bereich, sorgen für mehr Frischluft, die dann von den vorderen Lüftern nach hinten geblasen wird und dabei über Grafikkarte und CPU fließt. Der CPU-Kühler wiederum wird so ausgerichtet, dass er diesen Luftstrom unterstützt: er bläst von vorne nach hinten. Ein weiterer Punkt, der die Belüftung indirekt betreffen kann, ist das Kabelmanegement. Gute Gehäuse bieten zwischen dem (von vorne gesehen) rechten Seitenteil und der Mainboard-Montageebene genug Raum, um dort die Kabel, vor allem die des Netzteils, unterzubringen. In diesen Zwischenraum können durch Ausparungen in der Montageebene de Kabel zudem geschickt und weitesgehend unsichtbar verlegt werden. Nur die letzten paar Zentimeter bis zum Anschlussort am Mainboard befinden sich die Kabel dann im eigentlichen Innenraum. Und je weniger Kabel dort sind, desto mehr Raum für frische Luft ist vorhanden.

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  1. Seite 1 PC-Gehäuse: Größe, Eigenschaften, Belüftungskonzept
  2. Seite 2 PC-Gehäuse: passende Preisklasse und große Marktübersicht
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat
        Sind diese zu leise oder zu schwach, könnt ihr leisere oder auch zusätzliche Lüfter nachkaufen.
        Klar, wenn mir die Lüfter zu leise sind, kann ich leisere kaufen ;)
      • Von Wut-Gamer Spiele-Kenner/in
        Zitat
        Sind diese zu leise oder zu schwach, könnt ihr leisere oder auch zusätzliche Lüfter nachkaufen.
        Klar, wenn mir die Lüfter zu leise sind, kann ich leisere kaufen ;)
      • Von Konstantin1995 Mitglied
        Zitat von sauerlandboy79
        Hab mich zum ersten Wahl an ein mATX-System gewagt - und mit dem Sharkoon MA-W1000 einen Volltreffer gelandet.
        Sehr kompakt, geringes Gewicht (und dennoch stabil), unhörbare Einbau-Lüfter, üppige Front-Anschluss-Möglichkeiten, ein weder zu billig noch zu aufdringliches Design und clever durchdachte Lösungen für den SSD/HDD-Einbau.

        Wenn man außer einer Graka keine weiteren Zusatzkarten braucht und vorwiegend bzw. ausschließlich SSD einsetzt, aber auch ein externe Laufwerk nutzen möchte, dann macht man damit nix verkehrt. Und es kostet gerade mal 35,-€.
        Kann ich so unterschreiben, das Gehäuse habe ich auch. :-)
        Man mag kaum glauben, was da so alles rein passt. Bei mir ist das Teil mit 2 SSDs, 1 HDD, BluRay-Laufwerk, einer iChill Herculez GTX770 und einem ShadowRock 2 ausgestattet und trotzdem das Gehäuse so dicht bepackt ist, hatte ich noch nie Probleme mit Überhitzung oder dergleichen. Zu dem Preis unschlagbar. ;-)
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Hab mich zum ersten Wahl an ein mATX-System gewagt - und mit dem Sharkoon MA-W1000 einen Volltreffer gelandet.
        Sehr kompakt, geringes Gewicht (und dennoch stabil), unhörbare Einbau-Lüfter, üppige Front-Anschluss-Möglichkeiten, ein weder zu billig noch zu aufdringliches Design und clever durchdachte Lösungen für den SSD/HDD-Einbau.

        Wenn man außer einer Graka keine weiteren Zusatzkarten braucht und vorwiegend bzw. ausschließlich SSD einsetzt, aber auch ein externe Laufwerk nutzen möchte, dann macht man damit nix verkehrt. Und es kostet gerade mal 35,-€.
      • Von Herbboy Mitglied
        Ich hab ein Sharkoon BW9000, das ist für den Preis von ca 70€ echt gut, da sins auch drei leise Lüfter dabei - ich hab eine WaKü mit 2 Radis eingebaut und "sogar" die beiden vorderen 140mm-Lüfter einfach behalten, weil die so leise sind ;) vorne ist halt ein 280er-Radi. Doof nur: es ist theoretisch genug Platz für den Radi, ABER inkl. der Anschlüsse passt es nicht unter den Käfig für optische Laufwerke - den musste ich "rausmodden", also die Haltenieten aufbohren und dann entfernen. Ich brauchte aber eh kein internes optisches LW, daher nicht so schlimm.
      • Von Svatlas Spiele-Enthusiast/in
        Ich würde mein Silent Base 900 nicht mehr hergeben wollen. Schlichtes, modernes Design und jede Menge Flexibilität/Platz.
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