Blizzard: Deutscher Bundesgerichtshof entscheidet über Bot-Nutzung

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News Dennis Reisdorf - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
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Quelle: Blizzard

Der Rechtsstreit zwischen Blizzard und der deutschen Firma Bossland GmbH, die für Blizzard-Spiele wie World of Warcraft und Diablo 3 sogenannte Bots bereitstellt, geht in die nächste Runde - und damit vor den deutschen Bundesgerichtshof. Im kommenden Oktober sein ein Urteil gefällt werden, das von großer Bedeutung für Online-Spiele in Europa sein könnte.

Blizzard Entertainment vs. Bossland: Bereits seit geraumer streiten sich das bekannte Spieleunternehmen Blizzard und die deutsche Firma Bossland GmbH um die Nutzung sogenannter Bots, automatisierte Spielhilfen, die von Bossland beispielsweise für Diablo 3 und World of Warcraft angeboten werden. Spieler nutzen dieses Angebot rege, um langwierige Prozesse zu automatisieren und Erfahrung, Itemes und Währung durch "Botting" zu generieren. Eine offizielle Rechtssprechung zur Sachlage bestand bisher nicht.

Dies soll sich nun ändern, wie Anwalt Marian Härtel gegenüber den Journalisten des Online-Magazins VentureBeat bestätigt. Am 6. Oktober 2016 erfolgt eine Anhörung vor dem Deutschen Bundesgerichtshof, dem obersten Gericht der Bundesrepublik Deutschland. Dies sei unter Umständen für die gesamte Branche und insbesondere für Online-Spiele in Europa von großer Bedeutung, erklärt Härtel. Auch international könne eine klare Entscheidung des Deutschen Bundesgerichtshofs dann relevant werden.

Verschiedene Grundsätzlichkeiten könnten im Zuge der Anhörung von Blizzard und Bossland zur Sprache kommen und womöglich durch eine etwaige Rechtssprechung geklärt werden. Einen von Härtel aufgestellten Katalog solcher potentieller Fragen seht ihr nachstehend am Ende dieser Zeilen. Weitere News und Informationen rund um Blizzard, das sich nun bereits seit Jahren im Rechtsstreit mit Bossland befindet, erhaltet ihr auf unserer verlinkten Übersichtsseite.

  • Ist die Nutzung von Bots für Blizzard geschäftsschädigend und konnte dies nachgewiesen werden? Führte es zu finanziellen Schäden? Oder helfen die Bots sogar Spieler zu halten?
  • Verstößt die Entwicklung und Verbreitung der Software gegen die Gesetze für den freien Wettbewerb in Deutschland? Oder betrifft die Drittanbieter-Software nur die vertragliche Beziehung zwischen Blizzard und den Kunden?
  • Können im Laden oder online erworbene Spiele nur privat oder auch kommerziell genutzt werden? Muss der Publisher konkret darauf hinweisen, inwiefern seine Software genutzt werden darf?
  • Sind die AGBs von Blizzard in Deutschland rechtsbindend?

Quelle: VentureBeat

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Todesglubschi NPC
        Botting ist Cheating, ein unfairer Vorteil bleibt ein unfairer Vorteil.
        In einer Welt in der mir ein Farm Bot-User erklärt er müsse dies tun um den Zeitvorteil haben, zu kompensieren, werde ich anfangen Aimbots zu benutzen und begründe dies mit meinen alterbedingt schlechten Reflexen und ich müsse diesen Vorteil der anderen Spieler durch einen Bot kompensieren, nee da gibt es nicht s schönzureden.

        "Sind die AGBs von Blizzard in Deutschland rechtsbindend?" Das ist für mich die entscheidende Frage.
        Und da wäre es nicht undebingt vorteilhaft für die Nutzer, sollte das Gericht das bestätigen.
      • Von Todesglubschi NPC
        Botting ist Cheating, ein unfairer Vorteil bleibt ein unfairer Vorteil.
        In einer Welt in der mir ein Farm Bot-User erklärt er müsse dies tun um den Zeitvorteil haben, zu kompensieren, werde ich anfangen Aimbots zu benutzen und begründe dies mit meinen alterbedingt schlechten Reflexen und ich müsse diesen Vorteil der anderen Spieler durch einen Bot kompensieren, nee da gibt es nicht s schönzureden.

        "Sind die AGBs von Blizzard in Deutschland rechtsbindend?" Das ist für mich die entscheidende Frage.
        Und da wäre es nicht undebingt vorteilhaft für die Nutzer, sollte das Gericht das bestätigen.
      • Von Triplezer0 Hobby-Spieler/in
        Na hoffentlich wird das eine vernünftige Entscheidung zugunsten von Blizzard. Das wäre mal ein erster Schritt in Richtung juristischer Verfolgung, wenn schon nicht der Cheater selbst, dann wenigstens der Hersteller.
      • Von Orzhov Mitglied
        Zitat von Meisterhobbit
        Ich sage ja gar nicht, dass das expilizit DEIN Ansatz ist, bei dir jedoch heißt es "ICH kann dir sagen, dass es klügere Ideen gibt...". Ist also wohl nicht dein eigener Ansatz, liest sich aber immerhin so, als würdest du den Ansatz so befürworten oder zumindest als gegeben hinnehmen. Sollte ich das so fehlinterpretiert haben, bitte ich dafür um Entschuldigung.
        Erfolgsquoten in Sachen Ausschluss von Cheatern und/oder Unterbindung des Cheatens allgemein hin oder her, deshalb die weiße Flagge zu hissen und somit quasi den marodierenden Mogel-Horden das Feld zu überlassen, ist meiner Meinung auch keine Lösung und eher noch ein Signal in die falsche Richtung.
        Ja ich denke du hast mehr in meine Worte hineininterpretiert als wirklich da war. Das ist aber in Ordnung, niemand ist perfekt.
      • Von Meisterhobbit Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Orzhov
        Wieso denkst du es wäre mein Ansatz? Die Problematik besteht doch seit gut einem Jahrzehnt. Nur die bisherigen Ansätze mit Bans und Ausschlüssen funktionieren im virtuellen Raum scheinbar nicht gut.
        Ich sage ja gar nicht, dass das expilizit DEIN Ansatz ist, bei dir jedoch heißt es "ICH kann dir sagen, dass es klügere Ideen gibt...". Ist also wohl nicht dein eigener Ansatz, liest sich aber immerhin so, als würdest du den Ansatz so befürworten oder zumindest als gegeben hinnehmen. Sollte ich das so fehlinterpretiert haben, bitte ich dafür um Entschuldigung.
        Erfolgsquoten in Sachen Ausschluss von Cheatern und/oder Unterbindung des Cheatens allgemein hin oder her, deshalb die weiße Flagge zu hissen und somit quasi den marodierenden Mogel-Horden das Feld zu überlassen, ist meiner Meinung auch keine Lösung und eher noch ein Signal in die falsche Richtung.
      • Von Orzhov Mitglied
        Zitat von Loosa
        Das wäre auch mal ein Ansatz. Erkennen kann man sie ja. Dann werden sie eben zukünftig nicht mehr gebannt, dürfen aber nur noch auf speziellen Servern mit ihresgleichen spielen.
        Auf normalen Servern können sie dann nur noch mit Wattebällchen schießen und ausschließlich Babywindelrüstungen tragen. :D
        Das nicht, aber es gibt z.B. in GTA 5 für öffentliche Lobbies ein Matchmaking das besonders aggressive Naturen zusammen bringt.

        Zitat von Meisterhobbit
        Cheater existieren = Cheater gewinnen. Mutiger Ansatz...
        Mir persönlich kanns ja eigentlich halbwegs egal sein, in der Regel ziehe ich ohnehin storylastige SP-Spiele wettbewerbsorientierten MP-Titeln vor, bin in der Debatte an sich also eher passiver Beobachter denn direkt Betroffener.
        Aber jedes Online-Spiel ist mit solch einer Einstellung früher oder später ziemlich gef***t.
        Wieso denkst du es wäre mein Ansatz? Die Problematik besteht doch seit gut einem Jahrzehnt. Nur die bisherigen Ansätze mit Bans und Ausschlüssen funktionieren im virtuellen Raum scheinbar nicht gut.
      Direkt zum Diskussionsende
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