World of Warcraft: Bot-Nutzer wollen rechtlich gegen Blizzard vorgehen

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News Dennis Reisdorf - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
In World of Warcraft gebannte Bot-Nutzer wollen rechtlich gegen Blizzard vorgehen.
Quelle: buffed

In World of Warcraft ist die Nutzung von Bots nicht erlaubt. Gebannte Spieler wollen aufgrund vermeintlich invadierter Privatsphäre nun rechtliche Schritte ergreifen und gegen Blizzard vorgehen. Wie in der Endbenutzervereinbarung verankert, wird zur Erkennung von Bots nämlich der Arbeitsspeicher der Spieler ausgelesen. Die sei laut betroffener Bot-Nutzer jedoch nicht rechtens.

In World of Warcraft ist sogenanntes "Botting" zur Automatisierung des Spiels mittels Software von Dritten nicht erlaubt, Verstöße werden mit temporären oder permanenten Sperrungen sanktioniert. Wer sich mit entsprechenden Paragraphen der Endbenutzervereinbarung (EULA) einverstanden zeigt, muss also auch mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Nichtsdestotrotz zeigen sich einige der gebannten Spieler uneinsichtig und drohen stattdessen mit rechtlichen Schritten: Tausende Bot-Nutzer wurden in den vergangenen Wochen in dem Online-Rollenspiel gesperrt, einige davon wollen nun gegen Entwicklerstudio Blizzard vorgehen.

Als Grundlage für die Rechtsansprüche der gesperrten Spieler dient ein in der Endbenutzervereinbarung verankerter Paragraph, welcher es Blizzard gestattet, den Arbeitsspeicher der Spieler auszulesen. Dadurch sollen Bot-Nutzer erkannt werden. Dies verstehen einige Spieler nun jedoch als Verstoß der Privatsphäre und kündigen im Netz entsprechende Schritte an. Die Bestätigung der EULA gewährt dem von Blizzard eingesetzten Anti-Cheat Programm "Warden" Erlaubnis zu folgenden Maßnahmen:

  1. den Arbeitsspeicher ("RAM"), der von einem Blizzard-Spiel belegt wird, um sicherzustellen, dass das Programm des Blizzard-Spiels nicht entgegen der Endbenutzerlizenzvereinbarung verändert oder "gehackt" wurde;
  2. den "Prozess" von Blizzard-Spielen, um herauszufinden, ob nicht autorisierte Programme oder Computercode von Drittanbietern an den Prozess von Blizzard-Spielen angehängt wurden;
  3. die Windows-Prozessliste, um festzustellen, ob zurzeit ein Cheat-, Hack- oder Botprogramm entgegen der Endbenutzerlizenzvereinbarung geöffnet ist; und
  4. die Handle-Liste von Windows, um festzustellen, welche Prozesse ein Handle auf den Prozess von Blizzard-Spielen besitzen. Anhand weiterer Informationen aus dem Arbeitsspeicher und/oder Datenträger zu den Prozessen, die ein Handle auf den Prozess von Blizzard-Spielen besitzen, wird festgestellt, ob es sich tatsächlich um ein Hack-, Bot- oder Cheatprogramm handelt, das gegen die Endbenutzerlizenzvereinbarung verstößt.

Im offiziellen Online-Forum versammeln sich im Zuge der Sperrung tausender Bot-Nutzer erboste Spieler, welche der Auffassung sind, das Auslesen des Arbeitsspeichers sei trotz Zustimmung der Spieler nicht legal. Viele WoW-Fans zeigen sich etwa auf der Community-Plattform Reddit demgegenüber verständnislos und quittieren die Forderung nach einer Klage mit entsprechender Häme. Doch wie seht ihr das? Handelt es sich bei dem Vorgehen Blizzards zur Erkennung von Bot-Nutzern um einen Eingriff in die Privatsphäre der Spieler? Hinterlasst uns eure Kommentare! Weitere News rund um World of Warcraft findet ihr auf unserer Themenseite.

Quelle: Reddit via Buffed

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Loerg
        Also das ist nicht ganz richtig.
        Die Bots bzw Programme hacken den WoW client, dadurch ist es dann möglich Lua scripts nutzen zu können, wodrauf die meisten "Profile" der Bots dann drauf laufen.
        Warum sollte man "WoW hacken", wenn man LUA scripts nutzen will?

        In dem Fall schreibe ich mir das entsprechende Marco (gerne auch mit einem Addon, was die Textmenge pro Macro erhöht), was bis dahin übrigens noch völlig im Rahmen der Eula liegt - und lasse den Bot dann einfach entsprechend die Macro auslösenden Tastenanschläge simulieren.

        Von Blizzard bereitgestellte LUA Scriptbefehle nutzen ist kein "WoW Client hacken".
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Loerg
        Also das ist nicht ganz richtig.
        Die Bots bzw Programme hacken den WoW client, dadurch ist es dann möglich Lua scripts nutzen zu können, wodrauf die meisten "Profile" der Bots dann drauf laufen.
        Warum sollte man "WoW hacken", wenn man LUA scripts nutzen will?

        In dem Fall schreibe ich mir das entsprechende Marco (gerne auch mit einem Addon, was die Textmenge pro Macro erhöht), was bis dahin übrigens noch völlig im Rahmen der Eula liegt - und lasse den Bot dann einfach entsprechend die Macro auslösenden Tastenanschläge simulieren.

        Von Blizzard bereitgestellte LUA Scriptbefehle nutzen ist kein "WoW Client hacken".
      • Von Loerg NPC
        Zitat von Worrel
        Ein Bot ist kein Programm, das in das Spiel eingreift, sondern ein Programm, welches Eingaben simuliert, die von einem Spieler stammen könnten. Das Spiel wird dabei nicht "gehackt", sondern lediglich Tastendrücke simuliert.
        Sowas gibt es schon seit Ewigkeiten - zB bei Joysticks, die eine Dauerfeuertaste hatten, die man nur einmal kurz drücken mußte, um den ganzen Sidescroller durch kontinuierlich zu feuern.

        Gut, bei WoW ist das wahrscheinlich ein wenig komplizierter, das man das Bildgeschehen irgendwie technisch auslesen muß, um zB den Maus Cursor zum Erzabbauen/Kürschnern richtig zu platzieren oder sich beim Angriff eines sich bewegenden Gegners in die richtige Richtung zu drehen - aber rein theoretisch dürfte sich vieles davon mit wenig Aufwand realisieren lassen (bspweise dreht sich der Hexenmeister mit "Seele entziehen" immer in die Richtung des Gegners, solange sich dieser beim Aktivieren des Angriff vor ihm in Reichweite befunden hat).
        Also das ist nicht ganz richtig.
        Die Bots bzw Programme hacken den WoW client, dadurch ist es dann möglich Lua scripts nutzen zu können, wodrauf die meisten "Profiele" der Bots dann drauf laufen.
        Warum Lua? Ganz einfach, Lua ist eine "anfänger" Sprache, die jeder nach ca 1-2 Tagen lernen kann.
        Würde Blizz sich gegen sowas schützen, easy, nur das prob ist das die normalen WoW Addons auch in Lua sind, was bedeuten würde, das addons dann auch wegfallen würden.

        MFG
      • Von Worrel Mitglied
        Zitat von Batze
        Allerdings, wenn man sieht wie wirkungsvoll so einige Bot Programme sind, mit welchen Features diese daherkommen, dann sollte Blizzard mal lieber an die eigenen Programmier Künste denken und sich da mal Fragen wie es möglich ist solch Hochkomplizierte Dritt Programme ins eigene Game einzubringen.
        Ein Bot ist kein Programm, das in das Spiel eingreift, sondern ein Programm, welches Eingaben simuliert, die von einem Spieler stammen könnten. Das Spiel wird dabei nicht "gehackt", sondern lediglich Tastendrücke simuliert.
        Sowas gibt es schon seit Ewigkeiten - zB bei Joysticks, die eine Dauerfeuertaste hatten, die man nur einmal kurz drücken mußte, um den ganzen Sidescroller durch kontinuierlich zu feuern.

        Gut, bei WoW ist das wahrscheinlich ein wenig komplizierter, das man das Bildgeschehen irgendwie technisch auslesen muß, um zB den Maus Cursor zum Erzabbauen/Kürschnern richtig zu platzieren oder sich beim Angriff eines sich bewegenden Gegners in die richtige Richtung zu drehen - aber rein theoretisch dürfte sich vieles davon mit wenig Aufwand realisieren lassen (bspweise dreht sich der Hexenmeister mit "Seele entziehen" immer in die Richtung des Gegners, solange sich dieser beim Aktivieren des Angriff vor ihm in Reichweite befunden hat).
      • Von Batze Mitglied
        Da gab es ja schon mal so einen Vorschlag, alle Cheater Schummler und Betrüger in Online Games auf einen speziellen Server packen, denen wird ganz schnell die Lust vergehen wenn sie es nur noch mit ihresgleichen zu tun haben und das würde eventuell mehr helfen und vor allem eventuell zum Umdenken bewegen als alle Maßnahmen die es sonst noch so gibt.

        Natürlich hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Wie @Worrel schon sagt, Blizzard und auch anderen geht es einen feuchten an was ich auf meinem PC mache und laufen lasse.
        Allerdings, wenn man sieht wie wirkungsvoll so einige Bot Programme sind, mit welchen Features diese daherkommen, dann sollte Blizzard mal lieber an die eigenen Programmier Künste denken und sich da mal Fragen wie es möglich ist solch Hochkomplizierte Dritt Programme ins eigene Game einzubringen.
        Ja ich weiß, solche Programme sind nie auszuschließen. Aber wenn man eben sieht, gerade in WoW was es da an Programmen gibt, da muss man sich schon mal die Frage stellen wie Nachlässig eventuell Blizzard selbst ist. Auch gibt es ja Zungen die seit Jahren schon behaupten das ist Masche von Blizzard und so gewollt um im Gespräch zu bleiben.:-D
      • Von WeeFilly Mitglied
        Ich bin gegen Überwachungsstaat. :-B
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