Mirror's Edge Catalyst im Vergleich mit dem Vorgänger
Fans von Mirror's Edge setzten viel Hoffnung in den Nachfolger Catalyst. Wir vergleichen in diesem Special beide Spiele in verschiedenen Aspekten. Neben vielen Gemeinsamkeiten haben sich die Entwickler auch an diverse Neuerungen gewagt.
Über sieben Jahre ist es bereits her, dass die Entwickler von DICE mit Mirror's Edge ein Experiment wagten. Mit der Anlehnung an den beliebten Parkour-Sport verfolgte das Spiel einen ganz neuen Ansatz. Auch stilistisch wirkte das Action-Adventure erfrischend neu. Kritiker und Spieler waren begeistert. Der wirtschaftliche Erfolg blieb dem Titel jedoch versagt. Umso mehr freuen sich die Fans, dass nun endlich die Veröffentlichung eines lang ersehnten Nachfolgers unmittelbar bevor steht.
Es bleibt aber auch ein gewisser Zweifel, ob die Macher den Spirit des Vorgängers nach der langen Zeit wieder auf die Bildschirme zaubern können. Wenige Wochen vor Release ist bereits klar, dass sich Mirror's Edge Catalyst in einigen Aspekten vom Vorgänger unterscheiden wird. Was genau sind jedoch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Wir vergleichen in diesem Artikel beide Spiele miteinander. Unsere Eindrücke von Catalyst stammen aus der aktuellen Beta-Fassung des Spiels.
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Storyinszenierung
Bei der Inszenierung der Geschichte von Mirror's Edge haben die Entwickler kaum auf die Möglichkeiten der Unreal Engine 3 zurückgegriffen.
Quelle: PC Games
Die gezeichneten Zwischensequenzen gehören der Vergangenheit an.
Stattdessen wurde die Handlung zwischen den einzelnen Levels mit gezeichneten Animationssequenzen vorangetrieben. Eine stilistische Entscheidung, die für gemischte Reaktionen sorgte. Vermutlich auch weil die Story selbst eher durchschnittlich war.
In Mirror's Edge Catalyst gehören die Zeichentrick-Zwischensequenzen der Vergangenheit an. Die Story wird direkt in der Frostbite 3 Engine in cineastisch inszenierten Cutscenes erzählt. Dabei kommen vor allem die hervorragend aussehenden Charaktermodelle zum Tragen. Ob die Geschichte am Ende einen ähnlichen Qualitätssprung gegenüber dem Vorgänger hinlegt, lässt sich anhand der Beta jedoch noch nicht sagen.
Faith
Trotz dessen, dass Faith im ersten Mirror's Edge, abgesehen von den gezeichneten Cutscenes, nie wirklich zu sehen ist, bekommt der Spieler
Quelle: http://www.pcgameshardware.de
Das Ingame-Modell von Faith ist im ersten Teil so gut wie nie zu sehen.
eine ganze gute Vorstellung vom Charakter. Als Kind verlor sie ihre Mutter während der gewalttätigen November-Aufstände. Im Alter von 16 verließ sie Vater und Schwester um fortan auf der Straße zu leben. Eines Tages wird sie von Mercury beim Versuch in dessen Haus einzubrechen aufgegriffen. Er nimmt die junge Faith auf und macht aus ihr eine Runnerin.
Mirror's Edge Catalyst ist ein Reboot, der auch ein paar Änderungen für Faith mit sich bringt. Optisch haben die Entwickler ihr etwas weichere Züge verpasst, ohne jedoch wichtige Merkmale wie die asiatische Abstammung, das Tattoo am rechten Auge sowie die typische Frisur aufzugeben. Ihre Vergangenheit wurde dahingehend geändert, dass ihre gesamte Familie, also auch Vater und die Schwester, bei den November-Aufständen ums Leben gekommen ist. Dieses Ereignis verfolgt sie bis heute und ist Grundlage für ihre eher rebellische Haltung.
Parkour
Grundpfeiler der neuen Spielidee von Mirror's Edge war die akrobatische Fortbewegung durch urbanes Gelände, um von Punkt A nach B zu
Quelle: Electronic Arts
Rasant und akrobatisch von A nach B.
gelangen. Dabei führt Faith waghalsige Sprünge aus, läuft an Wänden entlang und rutscht an Seilen über Abgründe. Immer mit dem Ziel den sogenannten Flow aufrecht zu erhalten. All das findet in linearen Levels statt, in denen es meist nur wenig bis gar keine Variationsmöglichkeit bei der Wahl des Weges gibt.
In Mirror's Edge Catalyst hat sich am Bewegungskonzept kaum etwas geändert. Noch immer klettert, hüpft und rennt Faith in geschmeidigen Bewegungen über die Dächer von Glass City. Diesmal allerdings in einer offenen Spielwelt, mit zahlreichen Alternativen bei der Routenwahl. Auch die Steuerung hat sich auf PC und Konsolen kaum geändert. Und trotzdem hatten wir das Gefühl, dass uns die Bewegungen von Faith deutlich leichter von der Hand gehen. Was wir noch nicht wirklich beurteilen können, ist die Auswirkung von Neuerungen wie der Mag-Rope auf das Parkour-Feeling.
Fähigkeiten
In Mirror's Edge war Faith von der ersten Spielminute an eine Alleskönnerin. Entsprechend schnell musste der Spieler die Bewegungsabläufe
Quelle: PC Games
In Catalyst gibt es jetzt ein Skillsystem.
verinnerlichen. Als Lernphase diente lediglich ein sehr kurzes Tutorial, in dem die wichtigsten Moves komprimiert erklärt wurden. Für den restlichen Spielverlauf hat sich die Heldin dann nicht mehr weiter entwickelt.
Anders sieht es da in Catalyst aus. Frisch aus dem Gefängnis entlassen verfügt Faith zwar über ihre grundlegenden Runner-Fähigkeiten, fortgeschrittene Moves und Skills werden jedoch erst über ein Skillsystem freigeschaltet. Einige spezielle Talente erhaltet ihr außerdem durch die Absolvierung bestimmter Story-Missionen. Die Fähigkeiten-Bäume bieten dem Spieler die Möglichkeit Stück für Stück neue Möglichkeiten kennenzulernen
Kampf
Im Kampf mit den Sicherheitskräften der Stadt kommen in Mirror's Edge die Ego-Shooter-Wurzeln von DICE zum Vorschein. Neben Flucht und
Quelle: Electronic Arts
Schusswaffen, das war einmal.
Nahkampf kann Faith auch die Schusswaffen von Gegnern übernehmen, um damit weitere Feinde auszuschalten. Allerdings lässt sich das Spiel auch komplett durchspielen ohne einen einzigen Schuss abzugeben. Da der Nahkampf gegen wild ballernde Gegner selten ratsam ist, bleibt nur die Flucht, wenn man auf Schusswaffen verzichten möchte.
Wildes geballer war und sollte nie der Fokus von Mirror's Edge sein. Daher haben sich die Entwickler entschieden Faith im Reboot eine Abneigung gegen Schusswaffen zu verpassen. Stattdessen verlässt sich die Heldin auf ihre Nahkampffähigkeiten, die sie nun noch deutlich besser in ihren Bewegungsablauf einbaut. Mit leichten und schweren Angriffen setzt sie Feinden zu und bringt sich mit Ausweichbewegungen in optimale Position. Zusätzlich schützt ein durch den Flow aufgebauter Fokus vor Treffern.
Spielwelt
Ein Leben voller Komfort und mit nahezu keiner Kriminalität führen die Menschen in der Welt von Faith. Erreicht wird diese utopische Vorstellung
Quelle: Electronic Arts
Die Stadt von Mirror's Edge in Weiß getaucht.
jedoch durch ein totalitäres Regime und völlige Überwachung. Das Design von Gebäuden und Fahrzeugen entspricht dem unserer modernen Welt. So sieht man Helikopter und Hochbahnen, wie man sie in vermutlich den meisten amerikanischen Großstädten beobachten kann. Allerdings wird die ganze Szenerie in ein alles dominierendes Weiß gehüllt.
Diesem Grundkonzept bleibt auch Mirror's Edge Catalyst treu. Allerdings wirkt die City of Glass nun ein ganzes Stück futuristischer. Magnetbahnen schweben an schmalen Schienen hoch durch die Stadt und Drohnen bevölkern den Luftraum. Auch Helikopter erinnern vom Design mehr an einen Science-Fiction-Film. Beim Design der Gebäude haben zwei Architekten ihren Zukunftsvisionen verwirklicht. Aber auch hier bleibt Weiß die alles dominierende Farbe.
Soundtrack
Zur einmaligen Atmosphäre von Mirror's Edge trug auch der Soundtrack aus der Feder des schwedischen Komponisten Solar Fields aka Magnus
Quelle: Electronic Arts
Solar Fields ist als Komponist zurück.
Birgersson bei. Mit seinen Klängen wollte der Künstler die Umgebung, Story und das Gameplay wiederspiegeln. Dazu schuf Fields eine Mischung aus elektronischer und Umgebungsmusik. Im Abspann des Spiels ist zudem der Song Still Alive der schwedischen Sängerin Lisa Miskovski zu hören. Außerdem haben weitere Künstler wie Paul van Dyk und Armand Van Helden zum Soundtrack beigetragen.
Auch für Mirror's Edge Catalyst konnte sich DICE wieder die Dienste von Fields sichern. Ähnlichkeiten im Stil beider Soundtracks sind daher nicht verwunderlich. Erneut setzt der Künstler vor allem auf eine Mischung aus analogen und digitalen Synthesizern, um die typischen elektronischen Soundlandschaften zu kreieren. Die Musik soll sich dynamisch an die jeweilige Spielsituation anpassen, was besondere Herangehensweisen an die Komposition erfordert. Ob es wieder einen Credit-Song geben wird, ist bisher nicht bekannt.
Es wird deutlich, dass die Entwickler zwar am Grundkonzept von Mirror's Edge festhalten, sich jedoch nicht scheuen auch neue Wege zu gehen. Nach dem eher bescheidenen Verkaufserfolg des ersten Spiels waren gewisse Veränderungen im Grunde unumgänglich, wenn der Nachfolger nicht das gleiche Schicksal erleiden sollte. So ist Mirror's Edge Catalyst ein Spiel, das viele moderne Entwicklungen aufgenommen hat, aber seinem Grundkonzept dennoch treu bleibt. Neue Elemente wie die offene Spielwelt oder das Skillsystem werden aber auch für kontroverse Diskussionen unter Fans sorgen. Ob das Zusammenspiel aller alten und neuen Komponenten funktioniert, sehen wir, wenn Mirror's Edge Catalyst am 9. Juni erscheint.

Oder wird hier wieder EA aus Prinzip gehatet? Ist ja nicht so, das Valve oder Ubisoft nicht dasselbe machen würden.
Bezüglich Ubisoft, die gehen etwas geschickter an die Sache heran, in dem man zwar auch Ihren bescheidenden Client benötigt (weshalb ich mir auch 3 mal überlege einen Titel von denen zu kaufen), sie ihre Tietel aber prinzipiell erst einmal über Steam anbieten und abwickeln.
Oben im Reiter auf "Origin", dann auf "Konto und Datenschutz" und dort unter "Sicherheit" findest du die Option :-)
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wer heute die maximale Bandbreite der PC-Games nutzen möchte kommt an den verschiedenen Clienten nicht vorbei. Egal ob Origin, Uplay, Steam, Blizzard-Net und Co.
Diese diffuse "Mag nicht Clienten ABCD"-Einstellung ohne Fakten ist imho totaler Blödsinn. Beim WIN-Store gibt es ja handfeste Fakten für dessen Nachteile (keine externe App-Nutzung, keine Mods wie SweetFx möglich, kein reiner Vollbildmodus, kein VSync). Trotzdem habe ich dort 1 Spiel drin (Gears of War). Ein Kauf von Quantum Break kommt aus einem anderen Grund nicht in die Tüte. Ansonsten hätte ich über die Mängel im WIN-Store eventuell noch mal wieder hinweg gesehen.
Aber bei Uplay, Origin und Co. sehe ich bemerkenswerte Mängel momentan (nicht mehr) wirklich. Was ich mir noch wünschen würde wäre (aus Sicherheitsgründen) eine 2-Step-Authentifizierung bei Uplay und Origin wie es sie mittlerweile bei Steam und Blizzard.net gibt. Das sehe ich (momentan) als einzige größere Baustelle bei den beiden.
Das einzige was mich (allerdings nur geringfügig) stört ist, daß einige Spiele im Zweifelsfalle 2 Clienten starten weil ich z.B. dummerweise Anno über Steam gekauft habe.
Und daß die ganzen Spiele über die Clienten verstreut sind statt in einem Clienten vereint sind (was aber wieder bei einer manuellen Umstrickung Punkt 1 widersprechen würde wo ich mir sonst mit einer nachträglichen, freiwilligen Steam-Einbindung auch freiwillig 2 startende Clienten bei jedem Spiel einhandeln würde.
gesendet von meinem Asus Fonepad