Sherlock Holmes: The Devil's Daughter in der Vorschau

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Sherlock Holmes: The Devil's Daughter in der Vorschau
Quelle: Bigben Interactive

Die Entwickler von Frogwares waren in der Redaktion zu Gast und haben die aktuelle Fassung von Sherlock Holmes: The Devil's Daughter vorgestellt. Wir durften uns an der Jagd nach ersten Hinweise zu einem weiteren spannenden Fall des Meisterdetektiv versuchen. Unsere Eindrücke lest ihr hier in der Vorschau.

Seit inzwischen über 120 Jahren begeistert Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle die Krimifans auf der ganzen Welt. Der Meisterdetektiv aus der Baker Street 221b in London und sein Freund John Watson überführten schon in zahlreichen Geschichten die Täter von schweren Verbrechen mit scharfem Verstand und wissenschaftlicher Präzision. Seit 2002 löst Holmes seine Fälle auch auf PC und verschiedenen anderen Plattformen. Sieben Serienteile haben die ukrainischen Entwickler von Frogwares inzwischen veröffentlicht. In knapp zwei Monaten soll nun mit Sherlock Holmes: The Devil's Daughter der achte Teil der Reihe erscheinen.

Angekündigt ist der Titel bereits seit Oktober vergangenen Jahres. Bis auf eine handvoll Screenshots und eines schicken CGI-Trailers gab es bisher jedoch wenig vom Projekt zu sehen. Aus diesem Grund haben uns die Entwickler von Frogwares direkt in der Redaktion besucht, um die aktuelle Fassung des Spiels vorzustellen. Neben einer Einführung in die neuen Spielelemente und verbesserten Features durch 3D-Artist Yevheniia Sydorenko, durften wir uns dann auch erstmals selbst auf die Spurensuche im ersten Fall wagen. Neben der PC-Version des Spiels hatten die Macher jedoch auch die Nachricht von der Verschiebung des Titels auf den 10. Juni 2016 im Gepäck.

Watson hat abgenommen

Mit den nun noch rund acht Wochen bis zum Release von Sherlock Holmes: The Devil's Daughter bleibt den Entwicklern noch Zeit die verbliebenen Macken zu beheben. So konnten wir in der vorgeführten Version noch hin und wieder leichte Ruckler und Hänger feststellen. Holmes und Watson mit rund-erneuertem Äußeren. Quelle: Bigben Interactive Holmes und Watson mit rund-erneuertem Äußeren. Technisch macht der achte Teil der Detektiv-Reihe jedoch trotzdem schon einen sehr guten Eindruck. Wie beim Vorgänger kommt die Unreal Engine 3 zum Einsatz, allerdings mit deutlichen Verbesserungen in der grafischen Darstellung. So kommt zum ersten Mal das sogenannte Physically Based Rendering zum Einsatz, das deutlich realistischere Darstellung von Licht und Texturen ermöglicht.

Entsprechend gut hat uns das viktorianische London gefallen, das nun mit mehr Details und größerer Offenheit glänzt. Auch die Charaktere haben von den verbesserten grafischen Möglichkeiten profitiert. Für die Hauptfiguren haben die Entwickler die Gelegenheit sogar direkt genutzt, um diese komplett zu überarbeiten. So haben Holmes und Watson ein deutlich jüngeres Aussehen spendiert bekommen. Die Neuinterpretation des Charakters Sherlock Holmes wird auch direkt bei der englischen Stimme des Helden deutlich, die nicht mehr von Kerry Shale gesprochen wird. Übrigens: The Devil's Daughter wird als erster Teil der Reihe auch mit komplett deutscher Vertonung erscheinen.

Vorschau-Video zum Detektiv-Adventure

"Watson, ich kombiniere"

Wer sich nun Sorgen macht, ein völlig verändertes Spiel vorzufinden, sei beruhigt. Vom Kernaufbau entspricht der Titel völlig dem erfolgreichen Vorgänger Crimes and Punishment. In fünf verschiedenen Fällen müsst ihr mit Sherlock Holmes Spuren untersuchen, Personen analysieren und befragen, Experimente durchführen und schließlich die richtigen Schlussfolgerungen aus euren Erkenntnissen ziehen. Dabei haben die Entwickler behutsame Verbesserungen vorgenommen. Bei der Analyse eines Gesprächspartners müsst ihr jetzt zum Beispiel bei einigen Merkmalen selbst entscheiden, was diese zu bedeuten haben.

Bereits bei der Analyse von Charakteren müsst ihr die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Quelle: Big Ben Interactive Bereits bei der Analyse von Charakteren müsst ihr die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Ein Junge mit rot unterlaufenen Augen: Hat der Kleine geweint oder handelt es sich um das Symptom einer Krankheit? Meist könnt ihr die richtige Antwort aus dem Kontext anderer Beobachtungen herleiten. Auch während Dialogen bekommt ihr jetzt hin und wieder Multiple-Choice-Antworten zur Auswahl. Ob und wie sich diese Entscheidungen auf die Handlung auswirken, konnten wir noch nicht erkennen. Neben den klassischen Adventure-Elementen bereichern die Entwickler das neue Abenteuer des Meisterdetektivs allerdings auch mit neuen Action-Sequenzen. Dabei nehmt ihr zum Beispiel mit dem Straßenjungen Wiggins die Verfolgung eines Verdächtigen durch Gassen und über die Dächer von London auf und dürft dabei trotz Zeitdruck nicht entdeckt werden. In einer anderen Szene führt Holmes als Priester verkleidet eine Dämonenaustreibung mit Quick-Time-Events durch.

Sherlock Holmes als Mensch

Neu ist auch die zu großen Teilen offene Spielwelt. Ihr könnt wie gewohnt über das Tagebuch per Kutsche direkt zu den wichtigsten Schauplätzen fahren. Aber nun ist es auch möglich zum Beispiel von der Baker Street zu Fuß bis ins Polizeihauptquartier von Scotland Yard zu laufen. Ob sich diese Ausflüge in die Spielwelt wirklich lohnen, muss sich jedoch erst noch zeigen. Die weitläufigen Areale machen sich die Entwickler allerdings auch bei der Gestaltung der Fälle sinnvoll zu Nutze. So kamen wir in ein Viertel mit engen Gassen, in denen unsere Kutsche nicht weiter fahren konnte. Also machten wir uns per pedes durch die verwinkelten Straßen auf die Suche nach der Adresse, die uns der Klient genannt hat.

Manchmal steht uns nicht mal eine Adresse zur Verfügung und wir suchen das Haus eines Verdächtigen anhand von markanten Hinweisen auf einem verblichenen Foto. Allgemein hat uns die Vielfältigkeit der Methoden gefallen, mit denen Holmes an die nötigen Informationen kommt. Natürlich kommen dabei auch wieder seine detektivischen Sinne und seine Vorstellungskraft zum Einsatz. Neben seiner methodischen Arbeit zeigt sich der Meisterdetektiv jedoch erstmals auch von einer emotionalen Seite. Die fünf Fälle von The Devil's Daugther stehen zwar für sich, allerdings gibt es auch eine gewissen Rahmenhandlung. Dabei bekommt es Sherlock mit Familiengeschichten zu tun, die den sonst so rationalen Menschen mit starken Emotionen auf eine harte Probe stellen.

Sherlock Holmes: The Devil's Daughter erscheint am 10. Juni 2016 für PC, PS4 und Xbox One.

Meinung

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Neawoulf Mitglied
        Ist wohl letztendlich Geschmackssache. Ich mochte die "alten" Holmes und Watson Charaktere aus den Spielen vor allem deswegen, weil sie auf den Darstellern aus der 80er Jahre Holmes Serie mit Jeremy Brett und David Burke basieren. Meiner Meinung nach die besten Darsteller der beiden (auch wenn ich natürlich längst nicht alle Filme und Serien gesehen habe, die in den letzten ca. 100 Jahren gedreht wurden).

        Die neuen wirken auf mich irgendwie zu modern, fast schon ein wenig amerikanisch. Holmes sieht für mich irgendwie aus wie ein Hollywoodstar und das passt einfach nicht zur Rolle.

        Ich fänd's ja cool, wenn das Spiel Mod-Support hätte und jemand die "alten" 3d Modelle (z. B. aus Crimes and Punishments, das ich auch noch zocken muss) reinbasteln würde.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Ist wohl letztendlich Geschmackssache. Ich mochte die "alten" Holmes und Watson Charaktere aus den Spielen vor allem deswegen, weil sie auf den Darstellern aus der 80er Jahre Holmes Serie mit Jeremy Brett und David Burke basieren. Meiner Meinung nach die besten Darsteller der beiden (auch wenn ich natürlich längst nicht alle Filme und Serien gesehen habe, die in den letzten ca. 100 Jahren gedreht wurden).

        Die neuen wirken auf mich irgendwie zu modern, fast schon ein wenig amerikanisch. Holmes sieht für mich irgendwie aus wie ein Hollywoodstar und das passt einfach nicht zur Rolle.

        Ich fänd's ja cool, wenn das Spiel Mod-Support hätte und jemand die "alten" 3d Modelle (z. B. aus Crimes and Punishments, das ich auch noch zocken muss) reinbasteln würde.
      • Von Gast1669461003 Mitglied
        Habe letztens Testament angespielt. Bin kein Adventure-Typ, fand die Erkundung in der Ego-Perspektive und die didaktischen Rätsel sehr cool. Für mich als unerfahrenen Adventure-Spieler war die stark schwankende Schwierigkeitskurve allerdings etwas störend, zumal ich erst einmal nachschauen musste, wie man denn Schach spielt. Die Figur von Watson gefällt mir zudem überhaupt nicht. Liegt wohl zum Teil am Sprecher und damit seiner Art, aber er wirkt auf mich wie ein Depp. Bin nicht wirklich mit dem Spiel warm geworden. The Devil's Daughter macht auf mich einen wesentlich sympathischeren Eindruck, was die Charaktere anbelangt. So schnell werde ich es dann aber wahrscheinlich nicht spielen.
      • Von Krampfkeks Mitglied
        Die Sherlock Holmes Reihe entwickelt sich echt spannend und adressiert mit jedem Teil ganz klar Kritikpunkte vom Vorgänger. Wenn die Entwicklung so fortschreitet kommen in ein paar Jahren echte Hits auf uns zu :)

        War schon von Crimes & Punishments erfreulich überrascht und freu mich auf den Teil. Actionsequenzen gehören da aber echt nicht rein.
      • Von Matthias Dammes Redakteur
        Zitat von Neawoulf
        Aber ich weiß nicht, ob ich mich an das neue Aussehen von Holmes und Watson gewöhnen werde.
        Ja, für Kenner der Vorgänger ist das durchaus erstmal ungewöhnlich.
        Besonders Watson sieht ja völlig anders aus als noch im Vorgänger.
        Aber während ich mich mit dem Spiel beschäftigt habe, merkte ich auch, wie ich mich immer mehr dran gewöhnt habe.

        Was die Action-Sequenzen angeht stimme ich dir da zu.
        Was ich bisher gesehen habe, hielt sich noch im Rahmen.
        Solange es bei diesem dezenten Einsatz bleibt, kann ich damit noch leben.
      • Von Neawoulf Mitglied
        Atmosphärisch und grafisch sieht das echt gut aus. Aber ich weiß nicht, ob ich mich an das neue Aussehen von Holmes und Watson gewöhnen werde. Gerade Holmes wirkt eher, als würde er aus unserer Zeit stammen, nicht aus dem späten 19. Jahrhundert. Auch in Sachen Action/Quicktime-Events bin ich nicht wirklich begeistert. Naja, mal schauen, was draus wird.
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