CPU-Kaufberatung: Intel Xeon, Core i5, Core i7 oder AMD FX - Welcher Prozessor ist für Gaming am besten gewappnet?
Grafikkarten sind in Sachen Detailreichtum bei Games der wichtigste Faktor, ohne eine gute CPU fehlt aber die entsprechende Leistungsbasis. Wir klären, welche Prozessoren besonders gut geeignet sind und geben euch auch Kauftipps inklusive einigen Aufrüst-Kits, bestehend aus CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher.
CPUs: allgemeine Kauftipps
Die für PC-Spiele nötige CPU-Leistung ist in den letzten Jahren nur moderat gestiegen - deutlich wichtiger für ein Spielvergnügen auf hohen Grafikdetailstufen ist die verwendete Grafikkarte. Trotzdem verlangen manche Titel eine gewisse Mindestleistung, was den Prozessor angeht, und viele Titel profitieren auch von einer höheren CPU-Power.
In diesem Artikel
Wir schauen uns daher näher an, welche CPUs aktuell empfehlenswert sind, wenn ihr einen neuen Spiele-PC zusammenstellen oder auch nur aufrüsten wollt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Intels aktuellem Sockel 1151, aber auch zu den älteren Sockeln 1155 und 1150 sowie zum Enthusiastensockel 2011-3 haben wir Infos zusammengetragen. Und natürlich behandeln wir in diesem Special auch AMD-CPUs.
Quelle: Gigabyte
Sockel 1150, ohne Übertaktung: Gigabyte GA-H97-HD3, ab 80 Euro
Zum Abschluss haben wir dann noch eine Übersicht mit empfehlenswerten Prozessoren sowie einige Aufrüstpakete aus CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher in einer kleinen Kaufberatung vorbereitet.
CPU-Wechsel nötig?
Um auch neueste Spieletitel genießen zu können, sind manche ältere Prozessoren inzwischen nicht mehr stark genug. Dank der Tatsache, dass so gut wie jedes aufwendigere PC-Spiel auch für Spielekonsolen entwickelt wird und daher die Grundbestandteile eines Spiels die CPU nicht überfordern dürfen, sind für viele Games zwar selbst noch Quadcore-CPUs für die Sockel Intel 775 (zum Beispiel ein Q9500) oder AMD (zum Beispiel X4 965 oder FX-4300) ausreichend, um flüssig spielen zu können. Ein Wechsel zu einem stärkeren Prozessor ist aber inzwischen anzuraten. Ebenso lohnt sich ein Wechsel bei den meisten CPUs für die Intel Sockel 1156 und 1366. Immer noch recht fit sind aber Core i5 oder Core i7-CPUs für den Intel Sockel 1155, obwohl dieser inzwischen auch schon über fünf Jahre alt ist. Wobei hier die 3000er-Generation, also Ivy-Bridge (zum Beispiel Core i5-3570) im Vergleich zu den Sandybridge-Modellen (zum Beispiel Core i5-2500) bereits Vorteile bieten. Doch welche CPUs sind derzeit zu empfehlen, wenn man aufrüsten muss oder es auch einfach nur gerne möchte oder einen PC komplett neu zusammenstellt?
Sockel 1150 oder 1151?
Derzeit kommen für einen Neukauf in Sachen Preis-Leistung nur die beiden Intel-Sockel 1150 oder 1151 in Frage. Der Sockel 2011-3 ist viel zu teuer, AMD-CPUs sind leider abgeschlagen - zu beiden Themen erfahrt ihr in eigenen Abschnitten später noch mehr. Bei den Sockeln 1150 und 1151 sieht es derzeit so aus, dass die neueren Skylake-Prozessoren (also Sockel 1151) bei gleichen Taktwerten nur minimal schneller als die mittlerweile auch schon drei Jahre alten Haswell-CPUs für den Sockel 1150. Bei den derzeitigen Preisen ist ein System basierend auf einem Haswell-Prozessor teilweise sogar ein wenig günstiger als die modernere Plattform. Dafür bietet der Sockel 1151 beziehungsweise die dazu passenden Chipsätze nativ die Schnittstelle M.2 an, mit der entsprechende SSDs deutlich höhere Datenraten erreichen können als per SATA.
Quelle: Asrock
Sockel 1150, für Übertakter: ASRock Fatal1ty Z97X Killer, ab 135 Euro
Allerdings sind passende SSDs selten und zudem deutlich teurer als die gängigen 2,5-Zoll-Sata-SSDs, die wiederum im Gegensatz zu M.2-SSDs selbst für schon viele Jahre alte PCs und Notebooks problemlos nachrüstbar sind. Es ist daher schwer abzuschätzen, ob M.2 dauerhaft Bestand haben wird, zudem bringt die pure Datenübertragungsrate im Alltag und bei Spielen nur einen minimalen Vorteil im Vergleich zu einer Standard-SSD. Ein zweiter Vorteil der Sockel 1151-Chipsätze ist ein nativer USB3.1-Support. Auch hier stellt sich die Frage, ob dies relevant ist. Durch die Massen an PCs und Notebooks, die keinen 3.1-Port haben, werden Produkte auch über viele Jahre weiterhin die alten Standards 2.0 und 3.0 unterstützen - USB3.1 scheint bisher nur für die User ein Vorteil zu sein, die externe Laufwerke mit dem 3.1-Standard nutzen wollen, um mehr Kopiergeschwindigkeit zu erreichen als mit den älteren Standards. Der letzte aus unserer Sicht relevante Vorteil des Sockels 1151 ist unserer Einschätzung nach der wichtigste: man kann bei Bedarf auch noch in ein bis zwei, vielleicht auch drei bis vier Jahren noch neue CPUs nachkaufen und die Leistung steigern.
Noch ist zwar nicht klar, was die kommenden CPUs für Vorteile bringen, aber mit Cannonlake hat Intel bereits Prozessoren in der Pipeline, die interessant sein könnten. Wem Preis-Leistung aber der klar wichtigste Punkt ist, der kann je nach Budget durchaus immer noch zum Anfangs genannten Sockel 1150 greifen. In unserer auf der zweiten Seite folgenden Kaufberatung werdet ihr sehen können, wie die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Sockel 1150 und Sockel 1151-Prozessoren und passenden Mainboards aussehen können.
Sockel 2011-3
Mit CPUs, die nicht unter 380 Euro kosten, scheint der Sockel 2011-3 der leistungsstärkste zu sein. Doch der Scheint trügt, zumindest wenn es um Spiele geht. Die passenden Prozessoren haben zwar mehr Kerne als die Prozessoren für den Sockel 1150 oder 1151, dafür aber auch einen geringeren Takt. Die zusätzlichen Kerne bringen in Spielen wiederum keinen nennenswerten Vorteil.
Quelle: Asus
Sockel 1151, für Übertakter: ASUS Z170-K, ab 125 Euro
Im Durchschnitt sind die Sockel 2011-3-Prozessoren nicht schneller als Sockel 1150-CPUs, teilweise sogar langsamer, teilweise ein wenig schneller. Durch die hohen Preise wären die Sockel 2011-3-CPUs aber selbst dann nicht zu empfehlen, wenn sie 10 bis 20 Prozent schneller wäre, denn zu den CPU-Preisen kommt noch hinzu, dass selbst das günstigste Mainboard mindestens 200 Euro kostet. Zwar sind alle Sockel 2011-3-Mainboards zum Übertakten geeignet, aber selbst ein sehr gutes Übertakter-Mainboard für den Sockel 1150 oder 1151 muss nicht mehr als 150 Euro kosten.
Was ist mit AMD-CPUs?
AMD hat derzeit auf dem für Spiele-PC interessanten Leistungs- und Preisbereich leider nichts Empfehlenswertes zu bieten. Die mittlerweile recht veraltete Technik von CPUs der FX-Reihe (zum Beispiel FX-6300, FX-8350 oder FX-9590) kann mit Intels Core-CPUs seit dem mittlerweile über fünf Jahre alten Sockel 1155 nicht mehr mithalten. Die FX-9000er-Prozessoren kommen zwar teilweise bei der Leistung noch mit, verbrauchen aber enorm viel Strom und sind selbst nach einer mittlerweile teilweise erfolgten Preissenkung zu viel zu teuer, um von uns empfohlen werden zu können. Wer ein günstiges System aufbauen will, dem man aktuell auf Seiten von AMD einzig den FX-8320E oder FX-8300 ans Herz legen. Beide CPUs kosten etwa 120 bis 130 Euro und kosten inklusive Mainboard somit knappe 200 Euro. Die Leistung reicht aus, um noch recht gut spielen zu können. Wer also nicht die etwa 50 Euro mehr für einen Intel Core i5 übrig hat, der kann dieses AMD-Paket wählen. Insgesamt raten wir aber eher zu Intel - möglicherweise wird AMD aber mit den neuen CPUs der Zen-Familie, an denen AMD derzeit arbeitet, wieder zur ernsten Konkurrenz von Intel. Allerdings wird dies wohl frühestens zum Weihnachtsgeschäft so weit sein.

Dann waren meine Infos in der Tat sehr veraltet^^
Bitte ich, mir nachzusehen, da ich nur aus der Not heraus, (Einmal ganz böse von sogenannten Computerspezis über den Tisch gezogen worden), meinen Rechner und den meiner Freundin von Zeit zu Zeit zusammenschraube.
Ich bin sogar zu dämlich um zu kapieren wie RAID funktioniert *schäm*.
Aber oki, ist ja nicht Dein Problem.
Nochmals vielen Dank für Deine schöne "Aufklärung".
MfG, Angel
Dann hast du aber sehr viele falsche Infos ^^ Eine SSD mit 120GB - reicht dicke für Windows und alle "normalen" Anwendungen - kostet nur 40-50€, was bei einem Gesamtpreis des PCs von um die 1000€ an sich ein Klacks ist. Und von der Haltbarkeit von SSDs her sind es zig Jahre, wenn du nicht grad jeden Tag dutzende Gigabyte an neuen Daten kreierst/speicherst. Dass SSDs nicht lange halten ist eine alte und falsche Legende aus einer Zeit, wo SSDs wegen anderer "Kinderkrankheiten" RELATIV oft recht schnell kaputtgingen, was fälschlicherweise der begrenzten Anzahl an Schreibvorgängen zugeschuldetet wurde, die eine SSD hat. Aber bei über 4000-5000 Schreibvorgängen pro Speicherzelle, die eine normale SSD hat, kann man sich leicht ausrechnen: überschreibt man JEDEN Tag die GANZE SSD ein Mal, und die Zellen lassen sich 5000x nutzen, dann sind es 5000 Tage Haltbarkeit, also 8 Jahre, bis die SSD "verbraucht" ist. Schreibt man weniger, ist die Haltbarkeit länger. ;) bei vielen SSDs steht auch zur Vereinfachung ein TBW-Wert dabei, das sollen die Terabyte an Daten sein, die man mindestens draufschreiben kann - 120GB-SSDs haben idR mind 50TB TBW, das wären also 10 Jahre Lebensdauer, wenn man jedes Jahr 5TB schreibt, was ca 14GB jeden Tag bedeuten würde.
Dann waren meine Infos in der Tat sehr veraltet^^
Bitte ich, mir nachzusehen, da ich nur aus der Not heraus, (Einmal ganz böse von sogenannten Computerspezis über den Tisch gezogen worden), meinen Rechner und den meiner Freundin von Zeit zu Zeit zusammenschraube.
Ich bin sogar zu dämlich um zu kapieren wie RAID funktioniert *schäm*.
Aber oki, ist ja nicht Dein Problem.
Nochmals vielen Dank für Deine schöne "Aufklärung".
MfG, Angel
Auch die Haltbarkeit (Überschreibbarkeit des Speichers), überzeugt mich nicht.
Ich hätte aber unbedingt eine SSD mit eingebaut, das macht alles deutlich flotter im Alltag
SSD's sind mir persönlich noch viel zu teuer für die geringe Speichermenge die sie bieten.
Auch die Haltbarkeit (Überschreibbarkeit des Speichers), überzeugt mich nicht.
Aber trotzdem Danke^^
Leider ist mein I7-3770K nicht aufgeführt, welcher zusammen mit einer GTX 980-TI betrieben wird.
The Division spiele ich fast auf max settings, damit sollte die CPU noch ausreichend sein, oder?
LG
Thomas