Virtual Reality - Infos zu VR-Brillen und passenden Spieletiteln

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Oculus Touch: Controller für Oculus Rift
Quelle: Oculus VR

Virtual Reality ist sicher das Thema des Jahres. Wir fassen alles Wissenwerte zu den aktuellen VR-Brillen zusammen. Zudem werfen wir einen Blick darauf, welche passenden Spiele angekündigt sind und wie es in Sachen Exklusivität einzelner Games aussieht.

VR-Brillen

VR, also Virtual Reality, beherrscht seit Monaten die News rund um Gaming-Hardware, und das Jahr 2016 könnte das Jahr der VR-Brillen werden. In wenigen Tagen werden die ersten Exemplare der VR-Brille Oculus Rift an die Vorbesteller aufgeliefert. HTC Vive wird wohl ab Anfang April folgen. Auch Sonys Playstation VR, obwohl nicht für den PC gedacht, wird bei uns thematisiert. Für alle der drei VR-Brillen haben wir auf der ersten Seite zunächst alles Wichtige rund um Technik und Release zusammengefasst, auf der zweiten Seite kümmern wir uns dann um das Thema Spiele und gehen auch hier separat auf jede der drei Brillen ein.

Oculus Rift

Die langersehnte VR-Brille hatte die wohl größte Aufmerksamkeit der Gamer-Gemeinde. Anfang des Jahres startete die Vorbestellphase - und sorgte vor allem bei europäischen Nutzern für Ernüchterung.

Oculus Rift, der Sensor, ein Xbox-One-Pad und eine Fernbedienung. Quelle: Games Aktuell Oculus Rift VR-Brille mit Zubehör Denn durch die Preispolitik sowie Zoll und Versand kostet Oculus Rift für Europäer beinahe 750 Euro, für den US-Markt sind es 599 Dollar - umgerechnet wären dies eigentlich unter 550 Euro. Im April, eventuell auch schon im März werden die ersten Vorbestellungen ausgeliefert. Mit im Lieferumfang sind neben den nötigen Sensoren und Kabeln auch zwei Spiele (Lucky's Tale und Eve: Valkyrie) sowie ein Xbox One Controller. Die für Oculus Rift entwickelten Controller Oculus Touch werden für Sommer dieses Jahres erwartet. Von der technischen Seite her wird ein OLED-Display mit einer Auflösung von 2160 mal 1200 Pixeln (also pro Auge 1080 mal 1200 Pixel) verwendet, welches mit einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz arbeitet. Der abgedeckte Blickwinkel beträgt 110 Grad. An der Brille sind auch optionale Kopfhörer vorhanden, man kann natürlich den Sound bei Bedarf auch über Lautsprecher oder ein eigenes Headset hören.

Bei Oculus Rift, oder besser gesagt bei VR-Brillen allgemein, müssen mehr FPS (Bilder pro Sekunde) erzielt werden als beim Spielen über einen Monitor, um ein angenehmes Spielgefühl zu entwickeln. Denn da sich die Augen viel näher am Display befinden und das Gehirn anhand der eigenen Kopfbewegung an sich eine sofortige optische Reaktion erwartet, würde jede kleine Verzögerung viel unangenehmer auffallen als beim Spielen über einen Monitor. Aus diesem Grunde sind die Systemanforderungen von Oculus Rift recht hoch, denn es wir mindestens ein moderner Core i5 sowie eine AMD R9 290 oder Nvidia GTX 970 empfohlen.

Oculus Touch: Controller für Oculus Rift Quelle: Oculus VR Oculus Touch: Controller für Oculus Rift Die Spiele müssen mit möglichst hohen FPS-Werten laufen, und bei modernen Titeln würde eine schwächere Hardware selbst bei niedrigen Details eventuell nur 50 bis 60 FPS schaffen, was zu wenig für ein angenehmes Spielgefühlt ist. Neben den Hardware-Leistungseckdaten wird HDMI mit dem Mindeststandard 1.3 verlangt, dazu noch je ein USB-Port für das Positionstrackinggerät, die Brille selbst und einen Controller. Um allgemein festzustellen, ob euer PC geeignet ist, bietet Oculus auch ein Test-Tool an, welches ihr auf der Oculus-Shop-Website herunterladen könnt.

HTC Vive

Wer Oculus Rift schon viel zu teuer findet, der sollte um das in Zusammenarbeit mit Valve (Steam) entstandene HTC Vive einen großen Bogen machen: 899 Euro sind zu berappen. Mit im Lieferumfang enthalten sind zwei für die Brille entwickelte, kabellose Controller sowie alles für die Erfassung der Positionsdaten benötigte Zubehör. Die Auflösung des Displays der HTC Vive beträgt wie bei Oculus Rift 1200 mal 1080 Pixel pro Auge.

VR-Brille HTC Vive Quelle: Valve VR-Brille HTC Vive Allerdings bietet HTC Vice neben einer genauen Erfassung der Kopfposition durch mehrere Sensoren auch eine Bestimmung eurer Position im Zimmer mit Hilfe von zwei Stationen - Spiele können also auch eine Positionsveränderung des Users umsetzen, bei Oculus Rift hingegen wird nur die Kopfstellung erfasst, nicht aber euer Standort im Zimmer. Damit man nicht blind durch sein Zimmer läuft, lässt sich bei Bedarf über eine in der Brille integrierte Kamera auch ein transparentes Bild des Zimmers über die Spielegrafik einblenden. Was die Anforderungen an den PC angeht, kann man sich an dem orientieren, was wir schon zu Oculus Rift erläutert haben: es sollten durch die Nähe zu den Augen möglichst hohe FPS-Werte erreicht werden, ein moderner PC mit einem Intel Core i5 und einer Grafikkarte ab 300 Euro ist als Minimum zu empfehlen.

Einige Tipps zur passenden Hardware inklusive einigen Beispiel-PC-Konfigurationen hatten wir übrigens schon Ende Februar für euch aufbereitet. Auch einen Eignungstest eurer Hardware, wie wir ihn oben schon für Oculus Rift verlinkt hatten, findet ihr für HTC Vive, und zwar natürlich direkt bei Steam. Ein interessantes Feature der HTC Vive ist der Desktop-Theater-Modus: hier handelt es sich um kein echtes VR, sondern ihr seid mit Hilfe der Brille quasi in einen virtuellen Raum, in dem ein großer Flachbildschirm hängt, auf dem ihr wiederum das Game seht, welches ihr spielt. Ein Zweck dieses Modus könnte sein, dass man damit einen Monitor simulieren kann, der deutlich größer als der eigene reale Monitor ist, um auf diesem großen virtuellen Monitor dann Games zu spielen, die eigentlich nicht VR-Kompatibel sind.

Sony Playstation VR

Sonys Brille, die während der Entwicklung auch unter dem Codenamen Morpheus auftauchte, ist preislich die derzeit attraktivste vollwertige VR-Brille. Sie soll ab Oktober ausgeliefert werden und ist aktuell ab 399 Euro vorbestellbar, wie ihr auch in unserer News vom Dienstag erfahren könnt.

Frau mit PlayStation VR spielt mit zwei PlayStation-Move-Controllern. Quelle: Sony Playstation VR im Einsatz mit zwei Move-Controllern Allerdings fehlen bei diesem Angebot die für VR nötige Kamera, ebenso sind die zwar nicht zwingend erforderlichen, aber für VR nützlichen Move-Controller nicht mit im Lieferumfang. Für eingefleischte PC-Spieler ist der große Nachteil an der Playstation VR allerdings, dass sie bis auf Weiteres nur zur Nutzung mit einer Playstation 4 gedacht ist. Das heißt: wer ohnehin schon einen starken Spiele-PC besitzt oder zwar aktuell noch nicht über die für VR ausreichende Hardware verfügt, sie aber als PC-Fan definitiv anschaffen möchte, für den bietet der vergleichsweise günstige Preis der Playstation VR am Ende trotzdem nur einen schwachen Kaufanreiz. Denn es kommen ja noch die Anschaffungskosten einer Playstation-Konsole hinzu. Man steht vor der Wahl: soll man 750 bis 1000 Euro ausgeben für eine Brille, die zum PC kompatibel ist, oder etwa 800 Euro für eine Playstation 4 inklusive Playstation VR und Kamera investieren? Selbst wer nicht komplett auf der Seite der PC-Fans steht: pro PC spricht immer noch, dass die Spielepreise traditionell eher günstiger sind als bei den Spielekonsolen.

Die Technik der Playstation VR hinkt auf dem Papier den beiden für PCs gedachten Brillen leicht hinterher: es werden zwei OLED-Panels mit einer Auflösung von je 960 mal 1080 Pixeln genutzt - bei den beiden für PCs konzipierten Brillen sind es somit 25 Prozent mehr Pixel. Die Bildwiederholfrequenz ist mit 120, Hertz allerdings hoch. Für die vergleichsweise eher schwache Hardware einer Playstation 4 wird es auch mit der geringeren Gesamtauflösung sehr schwierig werden, Games in dieser Auflösung und mit genügend Bildern pro Sekunde für ein flüssiges Spielerlebnis darzustellen. Eine Grafik wie von Blockbuster-Titeln, bei der die Playstation 4 selbst für eine Full-HD-Auflösung oft mit Ach und Krach nur 30 FPS erreicht, ist derzeit für Playstation VR nicht denkbar. Um die Position des Kopfes festzustellen, werden übrigens LEDs genutzt, die von der Kamera erkannt werden. Dies kann zu einem kleinen Nachteil werden, denn wenn man beim Spielen versehentlich eine oder mehrere LEDs verdeckt, was bei Verwendung der Move-Controller durchaus passieren kann, könnte es zu Fehlberechnungen oder gar zu einer Fehlermeldung kommen. Einen gewissen Bewegungsradius hat man allerdings trotz der Erfassung per Kamera, so dass man sich auch ein wenig im Zimmer bewegen kann und nicht strikt am gleichen Ort verharren muss.

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  1. Seite 1 Virtual Reality: VR-Brillen im Detail (Technik und Releaseinfos)
  2. Seite 2 Virtual Reality: VR-Spiele für Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Seegurkensalat Mitglied
        Zitat von Isometer
        "Man steht vor der Wahl: soll man 750 bis 1000 Euro ausgeben für eine Brille, die zum PC kompatibel ist, oder etwa 800 Euro für eine Playstation 4 inklusive Playstation VR und Kamera investieren? "

        Da musste ich schmunzeln. Denn wer sich eine PC VR Brille kauft... der muss genauso, wenn man schon die PS4 als Kaufvoraussetzung ins Spiel bringt, auch den nicht VR fähigen PC ins Spiel bringen :) Denn die wenigsten haben einen VR PC zuhause, für dessen Aufrüstung oder Neukauf mindestens 500€ ausgeben muss (Neukauf 1400-2000€). Somit bezahlen die PC User: 1400€- 3000€ für ihr VR Vergnügen, wobei die 45 Mio PS4 Spieler, lediglich 399€ für die VR Brille ausgeben müssen.
        Es lässt sich eben nicht genau beziffern, ob und was ein PC Spieler investieren muss. Neukauf ist aber Unsinn, niemand komplett ohne Spiele PC sagt sich auf einmal "Geil, VR, da fange ich mit dem Spielen an und lege mal ein paar Tausender auf den Tisch". Irgendein Grundgerüst hat jeder zu Hause. Bei mir z.B. hat eine 180 Euro Grafikkarte gerreicht, um meinen 5,5 Jahre alten PC nach 3dMark und Steamtest VR tauglich zu machen.

        PS4 + VR Brille sind aber schon so günstig bzw. günstiger, dass manch ein PC Spieler überlegt, für VR auf das Komplettset mit der Konsole zu gehen. Ich persönlich würde allerdings sogar den Preis der Neo zur Brille ansetzen, die Grafik auf der "alten" PS4 soll ja nicht so überragend sein.
      • Von Seegurkensalat Mitglied
        Zitat von Isometer
        "Man steht vor der Wahl: soll man 750 bis 1000 Euro ausgeben für eine Brille, die zum PC kompatibel ist, oder etwa 800 Euro für eine Playstation 4 inklusive Playstation VR und Kamera investieren? "

        Da musste ich schmunzeln. Denn wer sich eine PC VR Brille kauft... der muss genauso, wenn man schon die PS4 als Kaufvoraussetzung ins Spiel bringt, auch den nicht VR fähigen PC ins Spiel bringen :) Denn die wenigsten haben einen VR PC zuhause, für dessen Aufrüstung oder Neukauf mindestens 500€ ausgeben muss (Neukauf 1400-2000€). Somit bezahlen die PC User: 1400€- 3000€ für ihr VR Vergnügen, wobei die 45 Mio PS4 Spieler, lediglich 399€ für die VR Brille ausgeben müssen.
        Es lässt sich eben nicht genau beziffern, ob und was ein PC Spieler investieren muss. Neukauf ist aber Unsinn, niemand komplett ohne Spiele PC sagt sich auf einmal "Geil, VR, da fange ich mit dem Spielen an und lege mal ein paar Tausender auf den Tisch". Irgendein Grundgerüst hat jeder zu Hause. Bei mir z.B. hat eine 180 Euro Grafikkarte gerreicht, um meinen 5,5 Jahre alten PC nach 3dMark und Steamtest VR tauglich zu machen.

        PS4 + VR Brille sind aber schon so günstig bzw. günstiger, dass manch ein PC Spieler überlegt, für VR auf das Komplettset mit der Konsole zu gehen. Ich persönlich würde allerdings sogar den Preis der Neo zur Brille ansetzen, die Grafik auf der "alten" PS4 soll ja nicht so überragend sein.
      • Von Isometer Stille/r Leser/in
        "Man steht vor der Wahl: soll man 750 bis 1000 Euro ausgeben für eine Brille, die zum PC kompatibel ist, oder etwa 800 Euro für eine Playstation 4 inklusive Playstation VR und Kamera investieren? "

        Da musste ich schmunzeln. Denn wer sich eine PC VR Brille kauft... der muss genauso, wenn man schon die PS4 als Kaufvoraussetzung ins Spiel bringt, auch den nicht VR fähigen PC ins Spiel bringen :) Denn die wenigsten haben einen VR PC zuhause, für dessen Aufrüstung oder Neukauf mindestens 500€ ausgeben muss (Neukauf 1400-2000€). Somit bezahlen die PC User: 1400€- 3000€ für ihr VR Vergnügen, wobei die 45 Mio PS4 Spieler, lediglich 399€ für die VR Brille ausgeben müssen.
      • Von Neawoulf Mitglied
        An reinen Exklusivtiteln bin ich eigentlich wenig bis gar nicht interessiert. Ich freue mich hauptsächlich auf den VR-Support diverser Simulationen wie Assetto Corsa, Automobilista, Elite Dangerous und später natürlich Star Citizen. ADR1FT werde ich mir (trotz der dämlichen Schreibweise) aber trotzdem mal anschauen. Eve Valkyrie evtl. auch, auch wenn mir das Spiel von dem her, was ich bisher gesehen habe, zu sehr in Richtung Arcade-Arena-Shooter geht. Ich mag's lieber langsamer und simulationslastiger, mit ner spannenden Singleplayer-Kampagne.

        Dann kommt demnächst auch noch das neue Spiel von den Myst-Entwicklern, Obduction, das auch VR-Support bekommen soll. Wird definitiv gespielt!

        Hach ja, wo bleibt der Juni? Wo bleibt die neue Nvidia-Generation?
      • Von efgrib Mitglied
        "...um auf diesem großen virtuellen Monitor dann Games zu spielen, die eigentlich nicht VR-Kompatibel sind."

        oder kinofilme?
      • Von Loosa Senior Community Officer
        Zitat von Bonkic
        bis zum release im jahr 2020+ wird die hardware das packen. ;-)
        Bis zum Release brauchen wir kein VR mehr. Da fliegen wir selber. :D
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