Cebit 2016 - Hardware-Neuheiten und Trends
Die Cebit 2016 schloss am Freitag ihre Pforten - wie haben uns genauer anschaut, welche auch für Gamer interessanten Hardware-Neuheiten es gab und Trends die Messe beherrschten.
Die Cebit in Hannover gehört zu den weltweit wichtigsten jährlichen Messen rund um Informationstechnologie und zeigt regelmäßig auch aktuelle Trends auf, egal ob es um Computer, Handys oder auch allgemeine eher gesellschaftliche Entwicklungen im Zusammenhang mit Computern und IT geht.
In diesem Artikel
In Sachen PC-Hardware gibt es ebenfalls immer wieder einige interessante Neuigkeiten zu sehen, die von den Herstellern gezeigt werden. Wir fassen das Wichtigste für euch zusammen und starten zuerst mit einem allgemeinen Themenbereich, welcher die Cebit maßgeblich mitbestimmte: das Internet der Dinge. Danach werden wir einige interessante Hardware-Neuheiten vorstellen, unterteilt nach Herstellern. Da bei Prozessoren und Grafikkarten erst im Sommer mit Innovationen zu rechnen ist, liegt der Schwerpunkt auf Gehäusen, Mini-PCs und Mainboards.
Cebot 2016: Das Internet der Dinge und digitale Transformation
Was sich beinahe anhört wie ein eher avantgardistischer Filmtitel, muss man ganz einfach nur wortwörtlich verstehen. Das Internet der Dinge meint lediglich, dass immer mehr, oft alltägliche Dinge in irgendeiner Art und Weise mit dem Internet verbunden sind. Schon eine Paketverfolgung gehört zu dem Themenkomplex, denn das das Ding, also das Paket, kann durch das regelmäßige Scannen beispielsweise im Paketzentrum oder vom Paketboten jederzeit über das Internet verfolgt werden - zumindest der letzte Bearbeitungsschritt ist ersichtlich. Natürlich gehören erst Recht Gegenstände mit einem eigenen Internetzugang zum Internet der Dinge, auch IoT genannt, abgeleitet aus dem Englischen (internet of things). Zum Beispiel können einige moderne Kühlschränke per Kamera die im Inneren vorhandenen Lebensmittel erkennen und per Internet passende Rezepte abrufen oder auch neue Lebensmittel bestellen, wenn etwas zu Neige geht.
Ein modernes Auto kann die Landkarten für eine Navigation aus dem Internet beziehen und ist gleichzeitig auch per Internet ortbar, falls es gestohlen wird. Immer mehr Menschen vernetzen ihre Wohnung derart, dass sie theoretisch vor dem Abflug in London schon per Internet ihre Heizung in der Frankfurter Wohnung aufdrehen und die elektrischen Rollläden öffnen können, und auch der Backofen kann per Internet-Fern-Timer so eingestellt werden, dass er bei Ankunft perfekt vorgeheizt für eine Pizza oder Lasagne bereitsteht. Viele dieser Dinge bieten durchaus praktische Vorteile, und zwar nicht nur für private Nutzer. So hat beispielsweise der Hersteller einer per Internet verbundenen Produktionsmaschine die Möglichkeit, dass er die bei einem Kunden stehende Maschine aus der Ferne überwacht, wartet und analysiert, dadurch dann auch die Software optimieren kann, ohne dass der Kunde, in dessen Werkhalle die Maschine steht, selber aktiv werden muss. Aber es gibt auch Nachteile. Zum einen bieten die Gegenstände, die wirklich ständig vernetzt sind, auch Angriffspunkte, und zwar nicht nur durch Hacker, sondern auch durch die Firmen, die eventuell unbemerkt unnötige persönliche Daten der Besitzer oder Bewohner sammeln. Zum anderen benötigen die Internetfunktionen mehr Strom - dies mag zwar pro Nutzer nur sehr wenig sein, aber in der Summe sammelt sich ein extrem hoher zusätzlicher weltweiter Strombedarf an.
Quelle: Thermaltake
Thermaltake Core X31 RGB Edition
Und zwar ein häufig völlig unnötiger Strombedarf, da viele Produkte Internetfunktionen bieten, die viele Kunden überhaupt nicht nutzen. Trotzdem kommen immer mehr Produkte auf den Markt, bei denen man vor wenigen Jahren niemals an einen Zusammenhang mit dem Internet gedacht hätte - andere Produkte wie die bei Fitness-Fans beliebten Wearables sind durch die mögliche Internetverbindung überhaupt erst verbreitet worden. Das Thema Internet der Dinge geht Hand in Hand mit dem Leitthema der Cebit: Digitale Transformation. Damit ist die Tatsache gemeint, dass mehr und mehr Vorgänge in unserem privaten, aber auch im Firmen- und Industrie-Alltag digitalisiert stattfinden oder zumindest durch Computer und IT-Services unterstützt werden und somit optimiert werden können. Die digitale Transformation findet also durch das Internet der Dinge statt, und das Internet der Dinge wächst immer weiter, je mehr Gesellschaft und Industrie zu digitalen Services transformieren.
Cebit 2016: Hardware-Neuheiten
Nach diesem Ausflug in eine gesellschaftliche Entwicklung, die vor 20 Jahren in einem Film wohl eher als pure Science-Fiction belächelt worden wäre, widmen wir uns aber nun einigen interessanten Hardware-Vorstellungen, die auf der Cebit zu sehen waren. Nicht alles, was auf der Cebit zu sehen war, feierte dort Premiere. Aber einige interessante Hardware-Produkte haben wir für euch herausgesucht und die Zusammenfassungen nach Herstellern aufgeteilt.
Cooler Master
Auf die Cebit zeigte Cooler Master Produkte vor allem aus zwei Themenbereichen: Gehäuse und CPU-Kühler. Das Gehäuse MasterCase Maker 5 soll dabei die beiden bereits erhältlichen MasterCase 5 und MasterCase Pro 5 um ein etwas weniger auffälliges Modell ergänzen, von den inneren Werten her aber das gleiche bieten.
Dies bedeutet unter anderem, dass Grafikkarten bis zu 29,6 Zentimeter lang sein dürfen (mit entferntem mittleren Festplattenkäfig auch über 41 Zentimeter) und CPU-Kühler mit einer Höhe von bis 19 Zentimetern hineinpassen. Der große und für einen leisen Betrieb auch bei Übertaktung konzipierte CPU-Kühler MasterAir Maker 8 passt mit seiner Höhe von knapp über 16 Zentimetern also problemlos in das Gehäuse hinein. Die gleich zwei mit roten LEDs beleuchteten Lüfter schmiegen sich vom Design her perfekt an den Kühlkörper an, eine Abdeckung verstärkt noch ein Eindruck, eine Gesamtheit vor sich zu haben und nicht nur einen Kühlkörper mit einem dort befestigten Lüfter. Da der - zumindest optisch gesehen - Vorgänger, der Cooler Master V8, allerdings etwa 90 Euro kostet, dürfte auch der MasterAir Maker 8 eher in den Bereich der Edel-Kühler fallen. Im Frühsommer soll er im Handel erhältlich sein.
Shuttle
Die seit 1990 auch in Deutschland mit einer Niederlassung vertretene taiwanesische Firma Shuttle hat sich schon vor 15 Jahren auf besonders kleine PCs spezialisiert. Mit mehreren PCs der XPC-Serie hat Shuttle seit dem immer wieder neue Modelle auf den Markt gebracht.
Quelle: Shuttle
Shuttle SZ170R8 Barebone
Auf der Cebit wurde dabei der Barebone SZ170R8 vorgestellt, also ein bereits teilweise ausgestatteter Mini-PC: neben dem Cube-artigen Gehäuse ist bereits ein Netzteil und eine Hauptplatine eingebaut, und zwar mit dem Intel Z170-Chipsatz passend für moderne Skylake-Prozessoren. Im Gehäuse ist dabei genug Platz für bis zu vier 3,5-Zoll-Laufwerke, auf einen externen 5 1/4-Zoll-Schacht für optische Laufwerke wird verzichtet. Heatpipes und eine durchdachte Lüftung sind speziell auf die Nutzung aller vier Festplatten-Montageplätze optimiert, so dass der Barebone auch zum Betrieb als Server sehr gut geeignet ist. Durch das 500-Watt starke Netzteil könnt ihr auch Gaming-Grafikkarten einbauen, wobei wir leider keine genauen Maximal-Maße herausfinden konnten. Da das Netzteil aber nur einen PCIe-6Pin-Stecker bietet, ist ohnehin eher die Nutzung von maximal einer Nvidia GTX 960 ratsam, von der es wiederum genügend nicht allzu lange Modelle im Handel gibt. Eine Dicke von zwei PCIe-Slots, die bei Gamergrafikkarten üblich ist, stellt für den Barebone allerdings kein Problem dar, und die Gehäusetiefe von etwas über 33 Zentimetern lässt vermuten, dass zumindest Grafikkarten mit bis zu 26 Zentimetern in jedem Falle hineinpassen. Deratige Nvida GTX 960-Modelle gibt es zahlreich. Sollte die mögliche Länge gar an die 32 Zentimeter heranreichen, muss man sich ohnehin keinerlei Sorgen machen.
Das eingebaute Mainboard kann übrigens mit bis zu vier Riegeln DDR4-RAM ausgestattet werden, maximal 64 Gigabyte insgesamt. Gelistet ist der Barebone im Handel derzeit ab etwa 320 Euro.
Fractal Design
Der schwedische Hersteller Fractal Design stellte das seit einigen Wochen erhältliche Define Nano S aus seiner beliebten Gehäusereihe Define vor, deren Hauptmerkmal das edle Monolith-Design mit einer komplett aus einem Stück bestehenden, geschlossenen Frontpartie ist, die bei vielen Define-Gehäusen auch zur Schalldämmung dient. Das Define Nano S ist für Mini-ITX-Mainboards konzipiert, es ist 34,4 Zentimeter hoch, 20,3 Zentimeter breit und 41,2 Zentimeter tief und bietet Platz für Grafikkarten bis zu 31,5 Zentimetern Länge. Es gibt zwar noch kleinere ITX-Gehäuse auf dem Markt, die auch genügend Platz für lange Grafikkarten bieten, allerdings ermöglicht das Define Nano S sogar die Montage eines Radiators für eine Wasserkühlung mit zwei Lüftern - ideal also für einen All-in-One-Wasserkühler für die CPU mit einem Radiator der Größe 240 oder 280, aber selbst an eine Wasserkühlung aus Einzelkomponenten hat Fractal Design gedacht und einen Montageplatz für eine passende Pumpe vorgesehen. Auch für Luftkühler ist genug Raum (bis zu 16 Zentimeter maximale Höhe für CPU-Kühler). Unsere Kollegen der PCGamesHardware haben zum Define Nano S, welches mit und ohne Sichtfenster erhältlich ist, noch weitere Infos und auch ein Gewinnspiel in Petto.

Aber in den letzten Generationen war es an sich immer so, dass die x70-Karten und die x80-Karten nur langsam im Preis fielen und bei Release der neuen Modelle dann halt die alten Karten ziemlich genau so viel kosteten wie die gleichguten Neuen, und nach ein paar Wochen wurden die alten sogar oft teurer, weil es nur noch Restposten gab und manche unbedingt noch - auch wegen SLI - eine "alte" wollten.
zu Deiner Karte: was ist mit einer AMD R9 390?
@Tommy: naja, eine der teuersten x80 Ti-Karten seit langem mit einer "mittlere Oberklasse"-Karte wie der 770 zu vergleichen ist aber schon was unfair ;) Die GTX 770 kostet damals, wo sie neu war, um die 300-350€. Da wäre eher eine GTX 970 ein fairer Vergleich. Die damalige x80 Ti, also die 780 Ti, wäre auch schon 40-50% schneller gewesen als die GTX 770, obwohl sie "nur" 500€ kostete, und der Preis war an sich schon eine Frechheit wenn man bedenkt, dass die kaum langsamere AMD R9 290X nur 400-450€ kostete. Und nebenbei: du HAST die "nächste Generation", denn eine 800er-Serie gab es im Desktopbereich nie ;)
Aktuel habe ich die GTX770 mit 4GB Vram drin. Bei Witcher 3 musste ich schon einige Abstriche machen und bei Assassins Creed Syndicate und Dying Light schient sie Probleme oder einen Defekt zu haben. Mir friert immer kurz das Bild ein Ton macht dan drrrrrt und weiter gehts. Kommt und geht wie es will. Da ich eh ein sehr altes Mainboard habe und der Prozessor nur ein i5 2400 ist und der auch mehr Bums haben könnte wollte ich upgraden.
Jedoch traue ich mich einfach nicht an die GTX970 ran mit dem ganzen Vram Thema da ich es immer schaffe den Vram richtung 4GB zu prügeln . Hatte dann überlegt die 980 zu nehmen aber ich sehe dann immer wieder 170eur mehr für nur im besten fall 10fps mehr. Das ist dann schon ein Saftiger Aufschlag.
Aktuel spiele ich auch nur in 1080p hätte aber shcon lust auf 1440 hoch zu gehen. Für 4K ist es einfach noch zu Früh. Man sieht ja ohne SLI kann man es komplett knicken wenn man gute FPS haben möchte. 4K wird denke ich erst interessant wenn eien Single Karte 60fps auf 4K schafft was noch eine weile dauern wird ^^
@Tommy: naja, eine der teuersten x80 Ti-Karten seit langem mit einer "mittlere Oberklasse"-Karte wie der 770 zu vergleichen ist aber schon was unfair ;) Die GTX 770 kostet damals, wo sie neu war, um die 300-350€. Da wäre eher eine GTX 970 ein fairer Vergleich. Die damalige x80 Ti, also die 780 Ti, wäre auch schon 40-50% schneller gewesen als die GTX 770, obwohl sie "nur" 500€ kostete, und der Preis war an sich schon eine Frechheit wenn man bedenkt, dass die kaum langsamere AMD R9 290X nur 400-450€ kostete. Und nebenbei: du HAST die "nächste Generation", denn eine 800er-Serie gab es im Desktopbereich nie ;)