Assetto Corsa: PS4-Version angespielt - Klasse Fahrgefühl, überzeugende Optik
Im April 2016 wagt die erfolgreiche Rennsimulation Assetto Corsa aus Italien den Sprung vom PC auf die PS4 und möchte Kreise um die Konkurrenz fahren. Kann das gelingen?
Das Jahr 2016 wird für alle Rennsport-Fans mit einer PS4 großartig! Nicht nur, dass endlich das erste Gran Turismo für die aktuelle Konsolengeneration erscheint, nein: Mit Assetto Corsa buhlt auch noch ein neuer Titel um eure Gunst und möchte den Platzhirschen ordentlich einheizen. Wir hatten die Gelegenheit, eine frühe Konsolenversion der Simulation auszuprobieren und mit einem der Gründer des Entwicklerstudios Kunos Simulazioni zu sprechen.
Vom PC auf die PS4
Ein ganz neuer Titel ist Assetto Corsa nicht. Bereits Ende 2014 konnten sich PC-Spieler ins Vergnügen stürzen und das Rennspiel über Steam kaufen. Die Kritiken waren sehr gut, vor allem die glaubwürdige Fahrphysik und die realistische Optik wussten auf Anhieb zu begeistern. Seit Release wurde das Spiel konsequent weiterentwickelt und optimiert. Neben obligatorischen Patches, die Stabilität und Performance erhöhten, reichten die Herren von Kunos auch gratis Bonus-Content nach und veröffentlichten insgesamt drei kostenpflichtige DLCs mit weiteren Fahrzeugen und Strecken. Gleichzeitig haben die Entwickler damit begonnen Assetto Corsa auch für die aktuelle Konsolengeneration zu portieren. Ein ganzes Stück Arbeit, wie Marco Massarutto erklärte.
Nach einigen Monaten war das Kunststück vollbracht und das Spiel lief zum ersten mal auf einer PS4. Mit komplett abgeschalteten Grafikeffekten und nur fünf Autos auf der Strecke flimmerte der Titel mit 15fps über den Bildschirm. Unzumutbar natürlich und so haben die fleißigen Programmierer ein gutes Jahr damit verbracht den Code zu optimieren. Mit beeindruckendem Ergebnis: Die gezeigte Pre-Alpha-Version gestattete 17 Wagen gleichzeitig auf der Strecke, lief dabei aber ohne erkennbare Einbrüche der Framerate mit 60fps in 1080p. Abgesehen von der Auflösung wird Assetto Corsa auf der PS4 zu 100 % identisch mit der PC-Fassung sein. Alle Spielmodi und sämtlicher Content stehen euch also ab dem 22. April zur Verfügung. Und ja, explizit auch alle Bonusfahrzeuge und -strecken, die es für den PC bis dato als DLC zu kaufen gibt - vorbildlich!
Schnörkellose Simulation
Quelle: Kunos Simulazioni
Geniale Fahrphysik: Der McLaren P1 ist eines der stärksten Straßenfahrzeuge im Spiel. Sein Fahrverhalten unterscheidet sich (trotz ähnlicher Leistung) massiv von einem Rennwagen. Generell müsst ihr euch an jedes Auto erstmal gewöhnen und oftmals euren Fahrstil deutlich anpassen.
Die Entwickler wollen Konsolenspielern vor allem ein Rennspiel bieten, das es in dieser Form bisher nur auf dem PC gibt. Und wenn man genau zuhört, verwendet Marco Massarutto auch kaum das Wort "spielen". Im Zusammenhang mit Assetto Corsa spricht er bevorzugt von "fahren". Diese Nuance zeigt sehr deutlich, in welche Richtung die Reise geht: Euch erwartet eine Hardcore-Fahrsimulation mit enorm ausgeklügelter Fahrphysik. Klar, das behaupten auch Konkurrenztitel wie Gran Turismo oder Project Cars von sich. Aber glaubt uns: Das Physikmodell in Assetto Corsa stellt wirklich alles in den Schatten, was ihr jemals auf einer Konsole erlebt habt. Kein Wunder, entwickeln Kunos Simulazioni doch auch Fahrsimulatoren für die Automobilindustrie. Unter anderem greift Ferrari auf Software der Entwickler zurück. Mit einem vernünftigen Lenkrad ist die Immersion wirklich enorm. Aber auch mit dem Gamepad soll ein unvergleichliches Fahrgefühl aufkommen, verspricht Massarutto.
Überragend dank Laser-Power!
Der zweite Trumpf neben der großartigen Fahrphysik sind die Strecken in Assetto Corsa. Sämtliche Kurse wurden per Laser gescannt und aufwendig in eine sogenannte 3D-Point-Cloud übersetzt. Selbst bei verhältnismäßig kurzen Rundkursen kommen da schnell 50 GByte an Daten zusammen. Der Aufwand ist also gigantisch, lohnt sich aber, denn auf diese Weise werden mit hoher Präzision sämtliche Fahrbahnunebenheiten, wie Randsteine oder Bodenwellen, abgebildet. So sind auch vermeintlich einfache Streckenteile eine echte Herausforderung. Ein Beispiel: Der Abschnitt "Fuchsröhre" auf der Nordschleife ist ein relativ gerades Stück Fahrbahn, das in so ziemlich jedem Spiel mit Vollgas ohne große Probleme bewältigt werden kann.
Am Steuer eines Ferrari 458 GT2 in Assetto Corsa war dieser Streckenteil ein echtes Stück Arbeit. Durch den welligen Asphalt habt ihr alle Mühe, den Karren auf der Strecke zu halten und nicht die Haftung zu verlieren. Da hilft nur: gut am Lenkrad festklammern und blitzschnell reagieren. Nach einer Runde auf der Nordschleife habt ihr garantiert Schweißperlen auf der Stirn und feuchte Hände. Und vor allem große Lust, euch in der nächsten Runde zu verbessern. Das perfekte Zusammenspiel aus toller Fahrphysik und den akkurat abgebildeten Kursen macht den großen Reiz an diesem Titel aus.
Mehr Spiel, bitte!
Quelle: Kunos Simulazioni
Top Model: Sämtliche Fahrzeuge wurden akribisch genau modelliert und gleichen ihren realen Pendants bis ins kleinste Detail.
Die Entwickler haben aber noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Der Umfang ist in Relation zur Konkurrenz überschaubar. Über 90 Fahrzeuge und an die 20 Strecken sind im Spiel enthalten. Die Qualität ist zwar jeweils herausragend, dennoch werden verwöhnte Zocker ob der nackten Zahlen mit der Nase rümpfen. Auch was die Spielmodi angeht, reißt Assetto Corsa keine Bäume aus. Es wird die übliche Standardkost geboten: Hotlap, schnelle Rennen, ganze Rennwochenenden und Drift- sowie Drag-Rennen. Auch einen Karrieremodus gibt es, dieser wirkt aber etwas überflüssig. Genau wie in Project Cars stehen euch nämlich alle Strecken und Autos ohnehin sofort zur Verfügung. So dient die Karriere bestenfalls als ausgedehntes Tutorial, das euch allmählich an immer stärkere Fahrzeuge gewöhnt und vor knifflige Aufgaben stellt. Ein aufwendiges Wettersystem fehlt bis dato leider ebenso. Da das Spiel aber konsequent weiterentwickelt wird, rechnen wir in Zukunft mit Patches und DLCs, die das ein oder andere Feature nachreichen.

Das System gab es doch auch schon mal in ähnlicher Form bei Bioware. Der DLC kostete zum Beispiel 18 Biowarepoints. Kaufen konnte man aber nur Punkte in Schritten von 5, 10, 20. Dann wurde das System gestrichen und noch vorhandene Punkte waren ersatzlos verfallen.
Was soll der Mist? Sollen die Punkte den wahren Preis kaschieren ? Denn wenn sie wollen, daß man einen Preis X bezahlt kann man ja den Preis gleich hinschreiben der dem nächst möglich kaufbaren Punkten entspricht, die man sonst kaufen müßte, um den DLC zu kaufen. Der Umweg über die Punkte ist doch Mumpitz.
Beispiel. Ich kaufe mir für 10 €uro soundsoviel Punkte. Wenn ich dann damit shoppen gehe bleibt meist immer ein Rest über. Mit dem Rest kann ich aber nichts mehr anfangen. Also Geld das ich zum Fenster geworfen habe.
Entweder ich kaufe mir neue Punkte und das Spielchen geht wieder von vorne los, oder ich verzichte darauf und habe die Arschkarte. Solche Praktiken sind für mich Abzocke Pur und zeigen ganz genau auf worauf der Betreiber hinaus will.
Wieso kann man sich die Strecken nicht ganz einfach per €uro kaufen. Neues Auto 3,50€, neue Strecken 4€, neues Pack 19,99€ u.s.w.
Nein, ich muss mir erst Punkte kaufen die ich meist gar nicht Sinnvoll einsetzen kann. Entweder ich muss mehr Punkte für eine Strecke/Auto/Pack zahlen, oder/und es bleibt was übrig.
Sorry, so gut das Spiel auch ist, und es ist verdammt gut, aber solche Geschäfts Methoden muss man nicht unbedingt unterstützen.
Hatte ne gute Pack zusammenstellung, wo ich 14€ gezahlt hätte. Das war spät Abends. Dann dachte ich mir "ach, kaufste morgen" und PAM, über Nacht haben die Packs 26€ gekostet.. Ich warte jetzt auf so ein Zwischending. Dann schlag ich zu.
Btw. der Free-Content ist echt ein Witz. Klar zum Testen reichts, aber wie auf der Steamseite mit "Free! Rennspaß für die ganze Familie" geworben wird.. ist etwas lächerlich. ;)