Resident Evil Zero HD: Test zur Survival-Horror-Neuauflage

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Test Marco Cabibbo - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mit doppelter Feuerkraft gegen die untoten Horden: Wer gemeinsam loszieht, muss selbst ein halbes Dutzend Zombies nicht mehr fürchten.
Quelle: PC Games

Fast dreizehn Jahre ist es nun her, seit Capcom mit Resident Evil Zero auf dem GameCube für schaurige Atmosphäre sorgte. Nachdem im vergangenen Jahr das Remake in aufpolierter Optik neu veröffentlicht wurde, folgt jetzt das Update zur sprichwörtlichen Nullnummer. Unser Test verrät euch, ob Resident Evil Zero den Wandel gut überstanden oder schon damit begonnen hat, Schimmel anzusetzen.

Neuauflagen sind unter Spielentwicklern ein beliebtes Thema. Zum einen müssen sie beim Entstehungsprozess nicht komplett bei null anfangen, zum anderen können sie auf eine bereits etablierte Fanbase setzen. Einige Serien werden von ihren Schöpfern allerdings dermaßen breit getreten, dass manche Spiele sich gleich über mehrere Konsolengenerationen hinweg erstrecken. Resident Evil aus dem Hause Capcom ist hierfür ein perfektes Beispiel. Im Jahr 2002 - sechs Jahre nach dem mit unzähligen Fassungen versehenem PlayStation-Original - erschien ein umfangreiches Remake für den GameCube, welches ebenfalls öfter portiert wurde als anfangs geplant. Nach der eher geschmälerten Wii-Version folgte im vergangenen Jahr ein HD-Port für die aktuelle Konsolengeneration, das von Spielern und Kritikern gleichermaßen positiv angenommen wurde. Kein Wunder also, dass jetzt rund ein Jahr später auch eine optimierte Fassung von Resident Evil Zero erscheint.

Bravouröser Auftritt

Mit doppelter Feuerkraft gegen die untoten Horden: Wer gemeinsam loszieht, muss selbst ein halbes Dutzend Zombies nicht mehr fürchten. Quelle: PC Games Mit doppelter Feuerkraft gegen die untoten Horden: Wer gemeinsam loszieht, muss selbst ein halbes Dutzend Zombies nicht mehr fürchten. Wer mit dem Serien-Initiator von 1996 bzw. 2002 vertraut ist, wird sich schon denken können, worum es in Resident Evil Zero geht. In den Ausläufern der Kleinstadt Raccoon City kommt es immer wieder zu ungeklärten Mordfällen mit kannibalistischen Hintergründen. Um der ausweglosen Situation Herr zu werden, wird am 23. Juli das Bravo-Team der Spezialeinheit S.T.A.R.S. entsandt, welches in den umliegenden Wäldern Untersuchungen anstellen soll. Der Hinflug mit dem Helikopter steht allerdings unter keinem guten Stern, denn das Team wird durch einen Motorausfall zur Notlandung gezwungen. Kurz darauf stößt die Gruppe nicht nur auf einen verunglückten Gefängnistransporter - allerdings ohne Passagier - sowie einem liegengebliebenen Zug. Wie es das Schicksal so will, wird letzterer ausgerechnet von der Rekrutin Rebecca Chambers entdeckt, die ihr wenige Augenblicke später selbst steuern dürft. Das zunächst verlassen wirkende Gefährt schickt euch in Form von modrigen Zombies aber schnell ein Begrüßungskomitee entgegen, das nicht besonders diplomatisch aufgelegt ist. Zum Glück bleibt Rebecca nicht lange allein, sondern erhält mit Billy Coen schnell tatkräftige Unterstützung. Dass es sich dabei um den entlaufenen Kriegsverbrecher handelt, muss sie wohl oder übel zunächst akzeptieren.

Alleine war gestern

Für manche Rätseleinlagen muss der passende Charakter vor Ort sein. Diese Fackeln kann nur Billy mit seinem Sturmfeuerzeug anzünden. Quelle: PC Games Für manche Rätseleinlagen muss der passende Charakter vor Ort sein. Diese Fackeln kann nur Billy mit seinem Sturmfeuerzeug anzünden. Ist es in den klassischen Resident Evil-Teilen normalerweise gang und gäbe, dass sich die Protagonisten frühestmöglich aufteilen, wird euch diese Entscheidung in Zero die meiste Zeit selbst überlassen. Per Tastendruck dürft ihr jederzeit zwischen beiden Akteuren wechseln, der passive Part läuft euch dann brav hinterher oder wartet an der Stelle, wo ihr ihn kurzfristig abgestellt habt. Die Vorteile für kooperatives Vorgehen liegen aber glasklar auf der Hand: Nur Rebecca ist in der Lage, chemische Substanzen und Heilkräuter zu mischen, Billy hingegen kann auch größere Holzkisten verschieben oder mit schweren Waffen besser hantieren. Zurücklassen könnt ihr logischerweise keinen von beiden. Sobald eine wichtige Story-Sequenz oder ein neues Gebiet zum Erkunden anstehen, müssen beide Helden anwesend sein. Egal ob nun Zug, Forschungseinrichtung oder Kellergewölbe: viele Räume sind anfangs noch verschlossen oder durch merkwürdige Mechanismen abgesperrt. Durch das Aufspüren und Kombinieren diverser Schlüssel-Items bahnt ihr euch aber nach und nach einen Weg durch die gruseligen Areale, die genauestens untersucht werden müssen. Stets mit der Furcht im Nacken, dass bereits erkundete Gebiete von neuen Monstern übernommen wurden, die hinter der nächsten Ecke auf euch lauern. Das sehr traditionelle Gameplay von Resident Evil Zero funktioniert also auch noch im Jahr 2016, die damals schon relevanten Kritikpunkte gelten jedoch weiterhin. So etwa müsst ihr viel Backtracking hinnehmen müssen, falls ihr an einer Stelle mal nicht weiter wisst und sämtliche bislang bekannten Räume ein weiteres Mal aufsucht. Hinzu kommt noch das sehr begrenzte Inventar, denn sowohl Billy als auch Rebecca dürfen nur sechs Items mit sich führen. Untereinander lassen sich Waffen oder Munition zwar recht komfortabel austauschen, dennoch ist das Item-Managment in Zero eine der größeren Schwächen des Spiels. Die Idee, Gegenstände an Ort und Stelle abzulegen, klingt zunächst ausgesprochen gut. Das Fehlen von miteinander verbundenen Item-Kisten sorgt aber dafür, dass ihr um ein Vielfaches mehr Laufarbeit hinnehmen müsst, um zum Beispiel den Greifhaken zu holen, den ihr im Keller liegengelassen habt. Auch das Austauschen und Kombinieren bei einem vollen Inventar gerät schnell zu einem sperrigen Ärgernis. Der Tyrant darf nicht fehlen. Das aussortierte 001-Modell ist allerdings weit weniger gefährlich als die 002-Variante im Herrenhaus. Quelle: PC Games Der Tyrant darf nicht fehlen. Das aussortierte 001-Modell ist allerdings weit weniger gefährlich als die 002-Variante im Herrenhaus.

Hübsch(er) anzusehen

Während Capcom das Spieldesign zum Großteil unangetastet ließ, sind bei Grafik und Bedienung umfangreiche Verbesserungen vorgenommen worden. Auf Wunsch könnt ihr jederzeit zwischen der altbackenen/bewährten Tank-Steuerung oder der neuen Analog-Kontrolle wechseln, mit der ihr einfach nur in die gewünschte Richtung drücken müssen. Hierdurch seid ihr fortan hochgradig mobil unterwegs und könnt Gegnern sehr effektiv davonlaufen. Nur beim Wechsel der Kameraperspektive kommt es ab und an zu Verwirrung, wenn ihr beim neuen Blickwinkel den Analogstick nur kurz verschiebt. Die meisten Ressourcen sind allerdings in die überarbeitete Optik geflossen, die sich nun hochauflösend im (optionalen) 16:9-Format präsentiert. Umgebungen und Charaktere sind jetzt zwar detaillierter denn je, doch wie schon im GameCube-Original mangelt es Zero an eindrucksvollen Locations. Wo vor allem der Zug begeistert und auch die Forschungseinrichtung noch in Ordnung geht, ähneln sich die restlichen Areale zu sehr und langweilen mit zu vielen Grau- und Brauntönen. Das trifft auch im neuen Wesker-Modus zu, der im Grunde nicht viel mehr bietet als das normale Hauptspiel, nur dass ihr statt Billy den fiesen Wesker steuert, der mit seinen charakteristischen Attacken ordentlich unter den Zombies aufräumt. Um in der Königsklasse von Resident Evil mitzuspielen reicht das alles zwar nicht, zu den besseren Vertretern der Reihe gehört es aber auch im Jahr 2016 noch.

Meinung

Wertung zu Resident Evil Zero HD Remaster (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil Zero HD Remaster (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil Zero HD Remaster (PS3)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil Zero HD Remaster (X360)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil Zero HD Remaster (XBO)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Spannender wie gruseliger Survival-Horror der alten SchuleKoop-Feature bietet neue Herangehensweise und TaktikenGegenstände können an Ort und Stelle fallen gelassen werdenUnterschiedliche Figuren mit individuellen FertigkeitenOptisch sehr gut überarbeitete HD-Version des Originals
Sperriges Inventar sorgt fürhakeliges ManagementNur wenige wirklich gelungene Ortschaften und LocationsKI des Partners nicht immer idealWiederspielwert niedriger als bei anderen Titeln der SerieArg verwaschene Videosequenzen

Bildergalerie

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von SphinxBased
        82er Wertung???.Find ich total überzogen.65 Points währen hier angebracht..aber maximal!!!!!
        ja, ganz bestimmt ...


        Zero war damals auf dem Cube ein Top-Game, wie schon das 1er Remake zuvor
      • Von LOX-TT Mitglied
        Zitat von SphinxBased
        82er Wertung???.Find ich total überzogen.65 Points währen hier angebracht..aber maximal!!!!!
        ja, ganz bestimmt ...


        Zero war damals auf dem Cube ein Top-Game, wie schon das 1er Remake zuvor
      • Von SphinxBased Mitglied
        82er Wertung???.Find ich total überzogen.65 Points währen hier angebracht..aber maximal!!!!!
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Zitat von Kartamus
        Total daneben, das Inventar als Contra anzugeben. Das gehört immerhin so zur Serie.
        Und deshalb ist es immun gegen Kritik? Unsinn.
      • Von Glantir Gelegenheitsspieler/in
        @Linktheminstrel

        Ich wollte mit meinen Beitrag eigentlich auf das remake von Resident Evil 2 hinaus das es dort ähnliche veränderungen geben könnte :D, hätte ich vll erwähnen sollen ^^.
      • Von linktheminstrel Mitglied
        Zitat von Glantir
        Ich hab die Ur Version von RE1 nicht gespielt aber bei dem Gamecube Remake haben sie soweit ich weiß diverse Räume anders verteilt und z.B. die crimson Zombies eingeführt. Vielleicht machen sie beim 2. teil was ähnliches.
        ds gmecube-remke wurde komplett neu entwickelt und bot eine villa mit neuen räumen, einer besseren ufteilung, wiederufstehende zombies, neue gegner, neue außengebiete, eine neue nebenhandlung, verbesserte steuerung etc. die hd-variante ist ein remaster dieser version. re zero hd ist ebenfalls ein remaster, kein richtiges remake.

        Zitat von Malifurion
        Seit Resident Evil: Nemesis is die gesamte Geschichte um das Franchise in den Keller erzählt worden. Und das stört mich am meisten.

        da gab's aber noch code: veronica, das zu 100% ein old-school resident evil war.
        Zitat
        Das Problem ist einfach, dass ein fleischzerfetzter Untoter einfach mehr "Angst" macht als ein willenloser Irrer, der mit ner Axt rumläuft. Beides kann ein Gruselfaktor haben, aber sicherlich nicht in einer Welt, in der ein Virus in der Luft liegt.
        für mich lag eher das "problem" in der abwendung vom horror und der zuwendung zum action-sektor, das fing zwar bei re4 schon an, breitete sich aber gerade bei teil 5 in's schier unerträgliche aus. das spieldesign wurde von frei begehbaren großabschnitten in strikte level umgewandelt, die rätsel wurden komplett durch ballereinlagen eretzt, es gab aufgrund der möglichkeit des wiederspielens alter level keine zwanghafte munitionsknappheit und das spielgefühl wurde aufgrund der meinung von capcom, die serie so gewinnbringend wie möglich machen zu wollen einfach komplett über den haufen geworfen. dass das ganze auch in guter weise funktioniert, zeigen die jill-parts in revelations 1 und auch revelations 2 aber gut. re6 habe ich nach der katastrophe von demo gar nicht erst gezockt, obwohl da auch wieder zombies waren.
        Zitat
        Was ich sagen will ist, dass RE einen ganz bestimmten Horror hatte, die im Spiel durch a) die feste Kameraperspektive, b) den T-Virus,G-Virus und c) durch das eben NICHT auf Action basiertes Gameplay, hervorgerufen wurde.
        ich würde es nicht mal an der festen kameraperspektive festmachen (no pun intended). sppiele wie silent hill s.m., project zero 2 wii, project zero 5 und wie gesagt die revelations-teile (hier v.a. teil1), aber v.a. the evil within zeigen, dass es auch in der "neuen" ansicht möglich ist, horror zu bieten.
        Zitat
        Ab Teil 4 wurde die Geschichte kompletter Unfug und konnte einfach nicht mehr mit der Finesse der alten Teile mithalten.
        naja, nach resident evil: code veeronica galt umbrella auch als vernichtet, somit musste sich herr mikami was neues einfallen lassen. ich fand das mit dem neuen virus eigentlich ganz nett, da die alternative entweder eine sofortige rückkehr der umbrella inc. oder das serienaus bedeutet hätte.
        Zitat
        Den gleichen Quatsch sieht man in den Filmadaptionen.
        boah, da sehe ich aber massig zwischenraum. der einzige grund, sich die filme anzutun, ist mmn milla jowovich ;-)
        Zitat
        Daher bin ich froh, dass es diese Remakes gibt, da es einfach wieder so nen Nostalgiefeeling hervorbringt und gleichzeitig daran erinnert, dass die alten Teile einfach immer noch besser sind als die ganzen Fortsetzungen und Fail-Spin-Offs.
        wie schon vorher erwähnt: die revelations-reihe hat durchaus ihre qualitäten und teil 1 wäre ohne die kurzen, actionlastigen sequenzen der anderen protagonisten durchaus ein hießer kandidat auf den titel: bestes re seit code:veronica gewesen. was die hauptserie anbelangt, muss ich dir aber rechtgeben. ich hoffe ja, dass sich die verantwortlichen beesinnen und teil 7 vielleicht doch wieder zu guten alten umbrella-zeiten stattfinden lassen. was machte eigentlich billy coen nach teil zero? rebecca chambers wäre auch mit sicherheit ein charakter, den man weiter beleuchten könnte, war sie doch die einzige überlebende des bravo-teams... eine rückkehr zum horror fände ich richtig gut.
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