Oculus Rift ist zu teuer: 400 Euro die Schmerzgrenze für PC Games-Leser
Oculus Rift kann seit vergangener Woche zum Preis von 699 Euro vorbestellt werden. Der hohe Preis löste kontroverse Diskussionen in der Community aus. Aus unserer mittlerweile ausgewerteten Umfrage lässt sich ablesen, dass ein Großteil der PC Games-Leser der Anschaffung der VR-Brille noch skeptisch gegenübersteht.
699 Euro (exklusive Versandkosten und Zollgebühren). Bei Bekanntgabe des Kaufpreises von Oculus Rift haben viele Gamer fassungslos mit dem Kopf geschüttelt, entsprach der doch ganz und gar nicht ihren Erwartungen. Diesen Eindruck gewannen wir beim Überfliegen der Kommentare auf pcgames.de und anderen Webseiten. Daraufhin haben wir eine Umfrage ins Leben gerufen, um ein Meinungsbild zur VR-Brille einzuholen. Mehr als 2.249 Leser haben ihre Stimme abgegeben, die Resultate bestätigen unseren gewonnen Eindruck. Ein Großteil der Umfrageteilnehmer sieht derzeit von der Anschaffung von Oculus Rift ab.
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Quelle: PC Games
Umfrage-Resultate zu Frage 2
Oculus Rift Umfrage - Hoher Preis hält Spieler vom Vorbestellen ab
Die wichtigste Frage in der Umfrage gleich zu Beginn: Ist der Preis von Oculus Rift gerechtfertigt? Mehr als 1.685 Teilnehmer (78 Prozent) finden das augenscheinlich nicht. Leser "XDave78" schlussfolgert: "Ich find halt schon, dass 700€ von den damals propagierten Preisen zu weit entfernt ist, um VR schnell massentauglich zu machen." Er merkt an, dass der Preis angesichts der in Oculus Rift verbauten Technik womöglich zwar angemessen ist, dennoch würde er dem VR-Hype nach der Nachricht nun skeptisch gegenüberstehen. Andere Kommentatoren sehen das ähnlich, insgesamt 95 Prozent der Teilnehmer sehen (vorerst) von einer Vorbestellung der Cyber-Brille ab.
Quelle: PC Games
Umfrage-Resultate zu Frage 2
Dass Hersteller Oculus VR mit Bekanntgabe des Preises auf derart viel Gegenwind gestoßen ist und sich Mitgründer Palmer Luckey mehrfach genötigt sah, sich zu rechtfertigen, lag womöglich an der verfehlten Kommunikationspolitik. Die im Vorfeld schwammigen Aussagen zum voraussichtlichen Preis von Oculus Rift hätten bei Interessenten zu völlig falschen Erwartungen geführt. Leser "Hanfred" schlussfolgert: "Wer aus Angst vor zu hohen Preisvorstellungen absichtlich viel zu niedrige Vorstellungen schürt, darf sich natürlich nicht wundern, wenn die Interessenten später nichts mehr mit einem zu tun haben wollen."
Quelle: PC Games
Umfrage-Resultate zu Frage 10
Dass "Hanfred" mit seiner Annahme nicht alleine steht, darauf lassen unsere Umfrageergebnisse schließen. Auf die Frage nach der Erwartungshaltung im Bezug auf den Preis von Oculus Rift, antworten 901 Teilnehmer (41 Prozent) mit 300 bis 400 Euro, gefolgt von 400 bis 500 Euro (773 Stimmen, 35 Prozent). Nur 10 Prozent der Teilnehmer haben mit einem Preis jenseits von 500 Euro gerechnet. Unsere Umfrage zeigt außerdem: Bei 300 Euro (37 Prozent), maximal aber 400 Euro (23 Prozent), wären PC Games-Leser schwach geworden und hätten sich Oculus Rift angeschafft. Nur zwölf Prozent der Teilnehmer kennen beim Preis überhaupt keine Schmerzgrenze und haben sich die High-Tech-Brille aus anderen Gründen nicht vorbestellt.
Quelle: PC Games
Umfrage-Resultate zu Frage 9
Oculus Rift Umfrage - PC das eigentliche Kostenproblem?
Entsprechend groß ist die Skepsis, dass Oculus Rift bei dem angekündigten Preis den Massenmarkt wohl nicht erreicht. Oculus VR-Mitgründer Palmer Luckey entgegnete auf die Kritik, dass ein niedrigerer Verkaufspreis der VR-Brille wohl nicht aus dem Nischenmarkt katapultieren würde. Denn das eigentliche Kostenproblem sei die für VR-Gaming erforderliche PC-Hardware. Unsere Umfrage zeichnet in Teilen ein anderes Bild. Auf die Frage nach den Gründen gegen den Kauf von Oculus Rift (Mehrfachnennungen möglich) gaben lediglich 422 Leser (knapp 20 Prozent) einen zu schwachen PC an. Der hohe Preis von Oculus Rift, das unattraktive Angebot an Spielen und die allgemeine Skepsis gegenüber VR wurden häufiger angeführt. Auch scheinen viele nicht die Katze im Sack kaufen zu wollen und warten deshalb lieber auf verlässliche Tests von Experten (706 Stimmen, 34,5 Prozent).
Oculus Rift Umfrage - Vive und PlayStation VR gute Alternativen? Mehrheit unentschlossen
Quelle: PC Games
Umfrage-Resultate zu Frage 11
Oculus VR legte die Karten zuerst auf den Tisch, nun muss die Konkurrenz nachziehen. Auf HTC Vive, PlayStation VR oder ein anderes Gerät wollen sich die meisten Teilnehmer aber nicht festlegen; lediglich 283 Leser (14 Prozent) planen derzeit den Kauf von Vive. PlayStation VR wollen sich 233 Teilnehmer (11 Prozent) unbedingt zulegen, wohingegen die Mehrheit (1124 Stimmen, 55 Prozent) noch unentschlossen ist - womöglich die Folge des Preisschocks. Weder HTC / Valve noch Sony haben konkrete Preise genannt; Experten rechnen damit, dass Vive und PlayStation VR zwischen 400 und 600 US-Dollar kosten werden. Bei PlayStation VR entfällt die Anschaffung zusätzlicher Hardware, was die VR-Brille womöglich attraktiver macht. Allerdings sei Sonys VR-Lösung nach Meinung von Oculus VR-Chef Luckey auch längst nicht so hochwertig wie Oculus Rift, was der limitierten PlayStation 4-Hardware geschuldet sei.
Oculus Rift gekauft - Vorbesteller verließen sich auf eigene Erfahrung mit VR
Wer in unserer Umfrage angegeben hat, Oculus Rift vorbestellt (fünf Prozent aller Teilnehmer) zu haben, dem stellten wir eine Reihe zusätzlicher Fragen. So auch eine zur Kaufentscheidung. 62 Prozent der Teilnehmer gaben an, Oculus VR vorher ausprobiert zu haben. Der Rest verließ sich auf das Bauchgefühl und bestellte die Brille "blind" vor. Auf Frage nach dem meist erwarteten VR-Spiel nannte die Mehrheit Chris Roberts Weltraum-Oper Star Citizen, gefolgt von Elite: Dangerous, The Climb und Adr1ft. Diagramme zu allen Fragen unserer mittlerweile geschlossenen Oculus Rift Umfrage könnt ihr in der BIlderstrecke weiter unten einsehen. Überraschen euch die Ergebnisse oder entsprechend die Resultate euren Erwartungen? Sagt uns eure Meinung im Kommentarbereich!

Wenn ich drei Monitore kaufe, mit 27" Diagonale und Display-Port, zahle ich schon 750 Euro bei Amazon.
So und nun kommt eine Videobrille die mir eben all diese Dinge abnimmt.
In VRDesktop kannst du allerhöchstens Mails schreiben, aber für etwas komplexere Arbeiten ist die Auflösung von VR-Brillen derzeit viel zu niedrig.
Er lügt weiterhin wie gedruckt und versucht den Preis künstlich kleinzureden.
Dass so ein Produkt 600$ kostet, glaube ich sofort (naja, jetzt weiss ich es ja auch). Aber mit so viel tieferen Preisen zu werben... das ist ja schlimmer als im Baugewerbe. :-B
Wenn man dann alles zusammen rechnet gibt man tausende von Euro aus um die erste Zeit hirnverbrannte Spiele zu spielen, die zwar tolle effekte bieten aber inhaltlich wohl total flach sind.
Ich denke nicht das sich das durchsetzen wird,zumal so viele Hardcor PC Spieler gibts auch nicht mehr. Davon mal abgesehen musste ich bei der Umfrage lachen, wo steht das es bei den meisten nicht am PC liegt. Das mag aber nur für diese Art von Foren gelten. Die mehrzahl der PC spieler nutzen schwache Rechner für ihre Browser Games und die zu einem neuen Rechner zu bewegen wird schwierig. Mal sehen ob die Spieleindustrie da richtig mitzieht. Vorstellen kann ich mir das nicht.