Unfertiger Spaß: Early-Access-Games, die (mal wieder) einen Blick wert sind
Early-Access-Games gibt es inzwischen unzählige. Doch welche davon sind bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung spielbar und spaßig? Wir werfen einen Blick auf eine Reihe von Early-Access-Titeln, die derzeit einen Blick wert sind und zu denen ihr nach einigen Monaten der Weiterentwicklung wieder guten Gewissens zurückkehren könnt, um euch eurer frühzeitigen Investition zu erfreuen.
Der Kauf eines unfertigen Early-Access-Titels ist immer wieder ein Risiko. Nicht alle Spiele bieten in ihrem Alpha-Stadium genügend Inhalte, um die Frühkäufer langfristig zu unterhalten, geschweige denn sie bis zur finalen Veröffentlichung am Ball zu halten. Immer wieder stagnieren die Fortschritte, technische Mängel blockieren den Spielspaß und im schlimmsten Falle wird die Produktion gar eingestellt. Jenes Schicksal ereignete bereits eine Reihe von Early-Access-Spielen. Doch welche Titel sind eigentlich ihr Geld wert?
Im heutigen Special werfen wir einen Blick auf eine Reihe von Spielen, die sich noch in Entwicklung befinden, derzeit jedoch einen Blick wert sind - vielleicht auch wieder einen Blick wert sind. Der erst kürzlich erschienene Team-Shooter Squad erfreut sich derzeit größter Beliebtheit und abgesehen von einigen Technik-Mängeln beschreiben Shooter-Veteranen das Spiel bereits im jetzigen Zustand als perfekte Mischung aus Bohemia Interactives Arma-Reihe und der altehrwürdigen Online-Shooter-Serie Battlefield.
Seit jeher Anklang finden auch kleine Perlen wie die Survival-Simulation The Long Dark. Als einer der wenigen Genre-Vertreter seiner Art verzichtet Studio Hinterland nicht nur auf Zombies, sondern kann auch stetige Fortschritte und ein bereits in der Alpha-Version stabiles Erlebnis in kanadischer Wildnis garantieren. In Kürze erwartet Fans der finale Release und damit auch die Einführung der Story-Kampagne. Derzeit ist also, auch aus finanzieller Sicht, ein idealer Zeitpunkt, ins Spiel einzusteigen.
Wie gewohnt werden Early-Access-Spiele bei Erreichen entwicklungstechnischer Meilensteine ein wenig teurer. Kurz vor Release ist also oft der beste Zeitpunkt, das Spiel zu kaufen. Ähnlich wie das bereits 2013 erschienene Starbound, das jüngst mit drei großen Updates um neue Kampfmechaniken, Quests und Fahrzeuge bereichert wurde. Auch ARK: Survival Evolved nähert sich der Version 1.0 und fast täglich wird das Spiel vorbildlich mit neuen Updates erweitert. Mehr in der folgenden Bilderstrecke.

Das Spiel stammt von einem kleinen Team das u.a. aus ex-Iron Lore (Titan Quest) Entwicklern besteht. Sie haben sich nach dem Aus für Iron Lore die Rechte an der Titan Quest Engine gesichert und auf dieser Basis ein neues Spiel entwickelt. Das Ergebnis wirkt vertraut und doch neu. Ein Komplett anderes Setting, schneller, düsterer als Titan Quest aber auch mit guten Ideen die aus dem inoffiziellen Vorgänger übernommen und weiterentwickelt wurden.
Für meinen Geschmack ein besseres Spiel als Diablo 3 und wer Titan Quest gemocht hat wird auch mit Grim Dawn viel Spaß haben.
Ich halte übrigens auch nicht viel von Early Access und Grim Dawn ist der einzige Early Access Titel den ich bisher gekauft habe, aber bei dem Spiel hat es sich gelohnt.
Nur Spiele wie Ark kann ich schwer nachvollziehen. Die Performance wird sich da niemals bessern, wer glaubt dass das besser wird, der glaubt auch an eine finale Version von Day Z. ;)
Die stopfen Ark anscheinend täglich mit neuen Inhalten zu, da wird nur eins helfen: noch mehr Hardware-Power. An Optimierungen denken die sicher weniger, eher an ein Dx12-Wunder, das natürlich ausbleiben wird. Entschuldigt meine pessimistische Einstellung dazu, aber zu 99% wird sich da kaum was tun. Es bleibt eine 1%-Überraschung. Aber anscheinend scheint es die meisten ja nicht zu stören, schließlich gibt es genug Käufer und Spieler.
Als Fazit zu Early Access Spielen: Die meisten werden immer etwas unfertig wirken und viele werden es auch bleiben. Early Access heißt nun mal auch Experimentieren.
Jeder hat seine Meinung, die ich auch Respektiere.
Ich meine nur, man soll sich kein solches Spiel kaufen und sich am Ende darüber aufregen, wenn es eben nicht Released wird, oder die Entwicklung nicht wirklich voran schreitet.
Da diese beiden Möglichkeiten ja auch überall Bekannt gemacht werden, dass solch ein Szenario eben eintreten könnte.
Ob solch ein Modell nun gut oder schlecht ist, wie gesagt, dazu hat jeder seine eigene Meinung und das ist auch vollkommen gerechtfertigt.
/insert Monty Python Argument Sketch
Die Chance, im Lotto einen Sechser zu gewinnen, liegen bei 1:15.537.573.
dh: wenn man fünfzehneinhalb Millionen Mal beim Lotto mit macht, hat man nach statistischer Wahrscheinlichkeit 1x einen Sechser getroffen.
Bis dahin aber eben auch schon 15,5 Millionen eingezahlt. Was übrigens einer Lebenserwartung von knapp 150.000 Jahren entspricht.
Und deshalb kann man eben begründeterweise dagegen sein, weil beim Lotto mit den Millionengewinnen massenhaft Opfer angelockt werden, die ihr ganzes Leben nur in den Gewinnfond einzahlen und nie was gewinnen
Genauso wie man bei EA eben dagegen sein kann, daß Kunden jetzt fürs Betatesten bezahlen sollen.
Diesen Vergleich könnte man sicherlich jetzt noch mit dutzenden anderen Beispielen heranziehen aber das bringt uns wohl auch nicht weiter.
Ich persönlich habe auch 2-3 Early Access Spiele in meiner Bibliothek.
Diese haben mich bisher immer wunderbar unterhalten und auch wenn sie nicht Releasen sollten, haben sich die Kosten bisher, zumindest für mich relativiert :-)