Star Wars - Episode VII: Das Erwachen der Macht: Filmrezension

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"Star War - Episode VII: Das Erwachen der Macht" (2015)
Quelle: Disney

Endlich gab es ein Erwachen und mit ihm auch gleich eine neue Hoffnung. J. J. Abrams macht alles richtig und setzt den Startpunkt für eine neue, spektakuläre Heldenreise.

Luke Skywalker ist verschwunden. So lautet der erste Satz des legendären Title Crawl von Das Erwachen der Macht. Ist das schon ein Spoiler? Glauben Sie uns, es ist keiner. In dieser Hinsicht böte Episode VII weitaus bedeutendere Enthüllungen. Aber so wie der Name Luke Skywalker in der cineastischen Realität der letzten 30 Jahre zur Legende und zum Mythos wurde, so ist er es auch im Star Wars-Universum geworden. Vom Retter der weit, weit entfernten Galaxis, dem letzten der Jedi sind nur noch Geschichten geblieben. Doch während seiner Abstinenz breitete sich erneut ein dunkler Schatten aus. Die dunkle Seite der Macht erstarkte und aus der Asche des Imperiums erwuchs die Neue Ordnung. Ihr gegenüber setzt General Leia Organa als Anführerin der Widerstandsbewegung alles daran ihren verschollenen Bruder wieder zu finden. Diese Anstrengungen führen schließlich auch dazu, dass die neuen Protagonisten zusammenfinden und gemeinsam auf eine abenteuerliche Reise ins Ungewisse geschickt werden, jedoch nicht ohne die Hilfe und Unterstützung altbekannter Heroen.

Eine neue Hoffnung

Mehr zum Inhalt von Episode VII zu verraten, wäre beinahe schon eine Todsünde. J.J. Abrams und Drehbuchautor Lawrence Kasdan gelang es eine Geschichte zu erschaffen, die man als Zuschauer einfach durchleben muss, um sie wirklich erleben zu können. Vielleicht klingt das für weniger eingefleischte Star Wars-Fans verklärt, doch es macht Episode VII einfach aus. Selbst völlig distanziert und objektiv muss man anerkennen, dass Das Erwachen der Macht ein mit modernsten Mitteln erzähltes Sci-Fi-Abenteuer der alten Schule ist. Dabei blitzt immer wieder diese augenzwinkernde Ironie, dieses Sich-nicht-so-ernst-Nehmen der Episoden IV bis VI auf, was diese Filme unter anderem so zeitlos und besonders machte. Ein Weltraum-Märchen eben, das die junge Generation packt und echte Fans der Saga in Verzückung versetzt. Da gibt es Anspielungen und alt-vertraute Momente, die aber nie aufgesetzt oder erzwungen wirken, Star Wars-Neulinge aber auch nicht vor den Kopf stoßen. So fügt sich Alt und Neu, Jung und Alt nahtlos aneinander und verbindet sich zu einem fulminanten Aufbruch in ein neues Star Wars-Zeitalter, das fantastische neue Figuren zu bieten hat, die darstellerisch absolute Glanzleistungen abliefern, allen voran Daisy Ridley als Rey und Adam Driver als Kylo Ren.

Die Rückkehr zur guten Seite

Losgelöst von allem Hype und Star Wars-Fandom finden sich bei Das Erwachen der Macht natürlich auch mögliche Kritikpunkte. Stellenweise mutet die Story etwas sprunghaft an, das Helden-Glück wird mitunter sehr stark strapaziert, einige Szenen und Dialoge wirken wie Echos der Vergangenheit, aber war das bei den bisherigen Filmen anders? Und diese - allen voran Episode IV bis VI - wurden zu filmgeschichtlichen Legenden.
Zweifelsfrei lässt J.J. Abrams' Film aber den sterilen CGI-Videospiel-Look und die oberflächliche Charakterzeichnung der zweiten Trilogie endgültig vergessen. Erst jetzt zeigt sich überdeutlich, wie stark sich George Lucas zwischen 1999 und 2005 von Star Wars eigentlich entfernt hat, um ein nahezu schon lächerliches CGI-Puppentheater aufzuführen. Lucas' Leistung - ohne welche die Saga nie zu dem geworden wäre, was sie heute ist - in allen Ehren, aber seine Schneller-bunter-greller-Mentalität bei Episode I bis III hat ihm viel Ansehen gekostet und der Reihe geschadet.

Der Kreis schließt sich und öffnet sich neu

So ist das Schlimmste an Das Erwachen der Macht eigentlich nur, dass wir noch so lange auf Episode VIII warten müssen. Denn der Film beantwortet viele Fragen, die uns seit Monaten auf den Nägeln brennen, doch es werden mindestens genauso viele offen gelassen oder neu aufgeworfen. Aber sogar hier schließt sich der Kreis zur alten Trilogie. Denn der ersten Star Wars-Generation, der auch J.J. Abrams angehört, erging es vor fast 40 Jahren nicht anders, als Jahre vergingen, bis sich das Schicksal von Luke, Leia, Han und Vader und all den anderen Ikonen endlich erfüllen konnte.

Wertung zu Star Wars: Episode 7 - Das Erwachen der Macht

Wertung:

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