Danke, reicht! Spiele-Genres, die vielen Gamern zum Hals raushängen

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Special Dennis Reisdorf - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Diese Spiele-Genres haben viele Gamer inzwischen satt.
Quelle: Collage: PC Games

Mit Paragon hat Epic Games nicht nur ein weiteres MOBA-Spiel angekündigt, sondern unter Spielern auch eine hitzige Diskussion ausgelöst: Braucht es wirklich noch einen weiteren Genre-Vertreter? Dies Fragen sich Fans anderer Spiele-Sparten schon seit Jahren. Wir präsentieren im heutigen Online-Special verschiedene Videospiel-Genres, die so manchen Gamern bereits zum Hals raushängen.

Anfang des Jahres kündigte Epic Games mit Paragon ein bis vor wenigen Tagen noch mysteriöses Spiel an - ohne dabei Details zu verraten, geschweige denn Gameplay-Material zu präsentieren. Monate lang rätselten Fans des Ende der Shooter-Spezialisten, worum es sich dabei handeln könnte. Ein geistiger Nachfolger des Microsoft überlassenen Gears of War? Ein neuer Fun-Shooter nach Bulletstorm-Machart? Oder eine lang erwartete Rückkehr zu den Wurzeln der späten Neunziger, die Erfüllung eines Traums vieler Ego-Shooter-Veteranen, die mit Half-Life 3 schon abgeschlossen haben und endlich ein neues Unreal? Nichts davon. Es ist ein weiteres MOBA-Spiel.

Genre-Fans, die in den Neunzigern und Anfang der Zweitausender einen Ego-Shooter im Laden kaufen konnten, ohne berechtigterweise nach dem Ausweis gefragt zu werden, wären angesichts eines neuen Unreals sicherlich bis zur Ekstase ausgerastet. Voller Vorfreude wären sicherlich die beiden Originale aus den Jahre 1998 und 2003 wieder auf so mancher Festplatte gelandet. Doch mit der Ankündigung von Paragon, das 2016 für PC und PS4 erscheint, hat das simultane Augenrollen unzähliger Spieler weltweit vermutlich dafür gesorgt, dass sich die Erdrotation verlangsamt. "Noch ein MOBA?" lautete die Reaktion vieler Spieler, nicht nur in der Community von pcgames.de.

Das mit Defense of the Anciens (Dota) begründete Sub-Genre der Echtzeit-Strategiespiele hat inzwischen auch die Aufmerksamkeit großer Entwickler auf sich gezogen, nachdem League of Legends sich auch einige Jahre nach Veröffentlichung immer noch als ertragreich erweist und Valve die aus Warcraft 3 stammende Mod gar offiziell mit Dota 2 fortsetzte. Allein 2015 erschienen fünf große MOBA-Spiele: Turbines Infinite Crisis im Auftrag von Warner Bros. Interactive, Blizzards Heroes of the Storm, Sins of a Dark Age, Gigantic und Strife. Zwei davon, Infinite Crisis und Sins of a Dark Age, wurden binnen weniger Monate jedoch wieder eingestampft, die Server abgeschaltet.

Braucht es da wirklich einen weiteren Genre-Vertreter? Klar, Konkurrenz belebt das Geschäft und jedem Geschmack wird dank der feinen Unterschiede etwas geboten. Paragon wird etwa, ähnlich wie der Indie-Hit Smite, aus der Third-Person-Perspektive gespielt, während die meisten anderen MOBA-Spiele eine klassisch isometrische Ansicht vorziehen. Anhand der Reaktionen im Netz ist jedoch klar, dass sich viele etwas anderes gewünscht hätten als einen weiteren Vertreter eines derzeit nahezu übersättigten Genres, in dem eine Neuankündigung auf die nächste folgt und Neueinsteiger dabei überfordert. Ähnlich verhält es sich selbstverständlich auch mit anderen Genres. Nachstehend präsentieren wir euch eine Auswahl derzeit (gefühlt) übersättigter Spiele-Genres, die vielen Spielern zum Hals raushängen. Wovon habt ihr genug?

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    • Kommentare (72)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von devilsreject
        Den künstlich geschaffenen Bedarf aber kannst du niemals ewig aufrechterhalten. Die Kritik wird immer größer je mehr man dahinter kommt, dass es eigentlich eben nicht DAS ist was man wollte. Der Witz dabei ist, dass man durchaus in vielen Bereichen auf den künstlichen Bedarf verzichten kann. Bedürfnisse der Spieler sind ja vorhanden. Man muss aber eben auch darauf reagieren.
        CoD. Bestes Beispiel seit 2007/08. Ja, die Verkaufszahlen sind zurückgegangen. Das Bedürfnis nach einem CoD ist ergo nicht mehr so groß wie vor zwei, drei Jahren noch. Aber es ist immernoch da und jeder Serienableger verkauft sich prächtig. Seit Jahren.
        Selbstverständlich stellen sich "Ermüdungserscheinungen" ein, aber hier geht's ja nicht um einige wenige, gemessen an der absoluten Käuferzahl, die Kritik üben. Sondern um die Zahlen. Und die sprechen nunmal eine klare Sprache.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von devilsreject
        Den künstlich geschaffenen Bedarf aber kannst du niemals ewig aufrechterhalten. Die Kritik wird immer größer je mehr man dahinter kommt, dass es eigentlich eben nicht DAS ist was man wollte. Der Witz dabei ist, dass man durchaus in vielen Bereichen auf den künstlichen Bedarf verzichten kann. Bedürfnisse der Spieler sind ja vorhanden. Man muss aber eben auch darauf reagieren.
        CoD. Bestes Beispiel seit 2007/08. Ja, die Verkaufszahlen sind zurückgegangen. Das Bedürfnis nach einem CoD ist ergo nicht mehr so groß wie vor zwei, drei Jahren noch. Aber es ist immernoch da und jeder Serienableger verkauft sich prächtig. Seit Jahren.
        Selbstverständlich stellen sich "Ermüdungserscheinungen" ein, aber hier geht's ja nicht um einige wenige, gemessen an der absoluten Käuferzahl, die Kritik üben. Sondern um die Zahlen. Und die sprechen nunmal eine klare Sprache.
      • Von devilsreject Mitglied
        Zitat von RedDragon20
        Kommt drauf an, denke ich.

        Beides trifft zu. Aus PR-Sicht wird erstmal ein Bedürfnis geschürt. "Kauf das! Das ist geil!" und schon will man es haben. Ist das Bedürfnis erst da, dann wird weiter produziert, weil die Spieler es wollen. Und durch PR wird das Bedürfnis aufrecht erhalten.
        Was anderes ist es bei Lebensmitteln. Natürlich wird da produziert, weil das Bedürfnis da ist. Von vornherein.
        Den künstlich geschaffenen Bedarf aber kannst du niemals ewig aufrechterhalten. Die Kritik wird immer größer je mehr man dahinter kommt, dass es eigentlich eben nicht DAS ist was man wollte. Der Witz dabei ist, dass man durchaus in vielen Bereichen auf den künstlichen Bedarf verzichten kann. Bedürfnisse der Spieler sind ja vorhanden. Man muss aber eben auch darauf reagieren.
      • Von RedDragon20 Mitglied
        Zitat von JTRch
        Es fragt sich wie die Aussage des Artikels haltbar ist. Wird gespielt weil produziert wird, oder wird produziert was gespielt wird? Nach marktwirtschaftlichen Aspekten versucht man ein Bedarf abzudecken, aber natürlich versucht man über Marketing auch Bedürfnisse zu schüren.
        Kommt drauf an, denke ich.

        Beides trifft zu. Aus PR-Sicht wird erstmal ein Bedürfnis geschürt. "Kauf das! Das ist geil!" und schon will man es haben. Ist das Bedürfnis erst da, dann wird weiter produziert, weil die Spieler es wollen. Und durch PR wird das Bedürfnis aufrecht erhalten.
        Was anderes ist es bei Lebensmitteln. Natürlich wird da produziert, weil das Bedürfnis da ist. Von vornherein.
      • Von devilsreject Mitglied
        Es wurde hier schon erwähnt der jährliche Release einiger Spiele ist extrem nervig, man ist quasi jedensmal gezwungen sich das zu holen wenn man mit seinen Jungs zocken will. Am meisten hat es mich bei Battlefield geärgert. Da hätte man ohne weiteres einfach Mappacks raushauen können, Hardline und Battlefront wären einfach als große Addons rausgekommen und gut ist. Nein jedesmal ein Einzelspiel mit eigenem Season-Dlc-Mist und zum Vollpreis.

        Man kann es schlecht vergleichen, aber da finde ich so ein WOW schon interessant, es ist und bleibt WOW und wird erstmal einfach nur erweitert. Angesichts der guten Grundlage von Battlefield 3 hätte man auch da mit minimalem Aufwand 5-8 Jahre Spiel draus machen können. Gerade ordentlich gute Maps in regelmäßigen Abständen täten solchen Spielen gut. Wie gesagt minimalster Aufwand bei maximalem Gewinn. Zudem spart man sich die enormen Werbekosten. Call of Duty hat bei mir absolut verloren. Nach MW1 kam nur noch Mist raus, mittlerweile mit Ihrem Cyber-Super-Wandlaufen und 8fach Sprung ist es fast ein Call of Unreal. Auch GTA5 war in meinen Augen ein Blender. Klar, mir haben die Missionen wirklich gefallen. Auch die Welt fand ich Anfangs super, allerdings merkt man dem Spiel schon an, dass es vorallem Online Spaß bieten soll, na was soll ich sagen, GTA habe und werde ich niemals Online spielen.

        Der selbe Mist doch auch bei Fifa, NHL usw... jedes Jahr ein neues, jedes Jahr angeblich neue innovative Steuerungen. Einfach mal in 2 oder 3 Jahresabständen bringen und in den Zwischenjahren meinetwegen nen 20er für Teamupdates. Dann könnten wenigstens mal wirklich innovative Sachen eingebaut werden und das Spiel nach vorne treiben.

        Fallout kommt mir nicht ins Laufwerk, ich mag die kaputten postapokalyptischen Welten nicht, wo liegt da auch bitte der Reiz. Zombies? Ne außer Walking Dead interessiert mich auch das nicht, und selbst da wird es immer lächerlicher. Ansich gibt es in den Genres schon wirklich gute Spiele, auch alte Spiele kann man sich heute noch gut antun. Der Pixelbrei aus den 90ern ist mal ganz lustig, für mich aber keine Referenz.

        In meinen Augen ist der Markt einfach zu beliebig geworden. Die großen Publisher überfluten uns mit den jährlichen Spielereihen. Abseits dessen muss man Spiele aber schon suchen. Einige Projekte sind dann doch sehr ambitioniert, werden aber dann wohl von der Chefetage zur nichte gemacht.. Evolved, Titanfall.. usw..

        Melken des Kunden fällt vorallem extrem bei StarWars Battlefront auf. Pünktlich vor Kinostart kommt ein reiner Multiplayer mit extrem wenig Umfang zum Vollpreis auf den Markt. Der Mist wird übelst häufig bei den Kids unter Baum liegen. Aus Marketing und Unternehmenssicht ein riesen Erfolg. Für uns Spieler die sich den Mist dann Abends nach der Arbeit geben der aboslute Graus... Es fehlt einfach die gute Seele eines Spiels. Man sieht uns häufig als anspruchslose Kinder denen man alles vorsetzen kann. Leider haben Sie damit in weiten Teilen auch recht. So wie seid Jahren die Qualität bei Filmen & Musik fällt so steigt die Summe der produzierten Scheiße.. Mal erhlich wer freut sich nicht auf den nächsten Amazing Special Hyper Spiderman????
      • Von Kartamus Mitglied
        Ja, es wäre wirklich schön, wenn die Zombie-Survival-Games mal fertig würden. DayZ ist verbuggt und inperformant wie eh und je. H1Z1 funktioniert zwar technisch und hat eine gute Performance, aber dann Pay2Win... Die Grafik ist auch nicht hübsch. Alles sieht gleich aus und die Bäume sehen aus wie mit Wasserfarben gemalt. Miscreated könnte gut werden. Habe mal kurz reingeschaut und muss sagen, dass die Grafik schon überzeugt. Schöne Außenareale und eine glaubwürdige Welt.
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