Call of Duty: Black Ops 3 im Test - das beste CoD seit Jahren
Bringt Call of Duty: Black Ops 3 im Test endlich die Trendwende für die etwas in die Jahre gekommene Shooter-Serie? Unser PC-Review mit Video klärt pünktlich zum Release, ob Entwickler Treyarch sein Versprechen eingehalten hat und das diesjährige CoD ohne schlauchartige Levels auskommt. Außerdem sagen wir, wie viel Spaß der Multiplayer- und der Zombie-Modus machen.
Black Ops 3 im Test: Bekanntlich bläst Activision im Spätherbst Jahr für Jahr zum Großangriff. Im nunmehr zwölften Ableger der berühmt-berüchtigten Call of Duty-Serie wollen der große Publisher und das zuständige Studio Treyarch nicht das gewohnt bombastisch inszenierte, aber sehr geradlinige Popcornkino auf die heimischen Bildschirme bringen, sondern die Ego-Shooter-Reihe erstmals von ihren festen Schienen in die - von vielen Fans seit Jahren geforderte - spielerische Freiheit entlassen. Wie gut das vielversprechende Vorhaben den kalifornischen Entwicklern gelungen ist, wie groß der Umfang ausfällt und wie frei man tatsächlich in CoD: Black Ops 3 vorgehen darf, verraten wir euch in unserem Review.
Zum Kauf der PC-Version können wir derzeit allerdings nicht uneingeschränkt raten. Die kämpft Spielerberichten zufolge nämlich mit allerlei technischen Problemen. Wir berichteten bereits über Abstürze und Freezes bei Black Ops 3. Auf unserem Testsystem lief die Release-Fassung ohne erkennbare Probleme, unsere Kollegen der PC Games Hardware berichten allerdings von Schwierigkeiten bei den Benchmarks zu Black Ops 3.
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Black Ops 3 im Test: Abgedrehte Handlung
Quelle: PC Games
Mit den DNI-Fähigkeiten könnt ihr zum Beispiel Drohnen kontrollieren.
Seit nunmehr vier Titeln zeichnet Treyarch für die Entwicklung der jährlich erscheinenden Call of Duty-Ableger verantwortlich. Während die Serienschöpfer von Infinity Ward mit den Modern Warfare-Teilen uns zumeist in den nächsten Weltkrieg voller amerikanischer Helden entführt haben, ging es bei der von Treyarch entwickelten Black Ops-Serie meistens um eine globale Terrorgefahr mit deutlich weniger der oft lächerlich wirkenden patriotischen Momente. Auch in Black Ops 3 bleiben uns die sonst CoD-typischen weltrettenden US-Cowboys größtenteils erspart; insgesamt könnte man sogar sagen, dass es sich dieses Mal um den ersten Teil der Reihe handelt, der wegen seiner ziemlich tiefgründigen und zum Ende hin echt abgefahrenen Geschichte tatsächlich zum Nachdenken anregt. Ein so sehr unter die Haut gehendes Erlebnis wie etwa in der Bioshock-Reihe oder in Spec Ops: The Line sollte man hier nicht erwarten, aber wir waren beim Review schon wirklich erstaunt, wie gut durchdacht und intelligent die Handlung von Black Ops 3 im Anbetracht der Vorgänger ist.
In der im Jahr 2065 angesiedelten Kampagne schlüpfen wir in die Haut eines namenlosen Soldaten, der nach einem missglückten Einsatz in Äthiopien eigentlich seine Militärkarriere an den Haken hängen müsste. Am Ende einer Geiselrettungsmission wird er (oder sie, wir dürfen erstmals das Aussehen und das Geschlecht des Hauptcharakters selbst bestimmen) von einem Militärroboter so schwer verletzt, dass er seine Arme verliert und sein Überleben nach heutigen medizinischen Standards mehr als fraglich wäre. Doch in der relativ glaubwürdigen Zukunftsvision von Treyarch stellt das kaum ein Problem für unseren Helden dar: Statt einer Invalidenrente bekommt er in einem Militärkrankenhaus frische Cyberarme verpasst, die ihn zu einem regelrechten Überkrieger machen. Noch weitaus mächtiger wird er dank einer Technologie namens DNI (Direct Neural Interfac). Dabei handelt es sich um ein Implantat im Kleinhirn, das unserem Alter Ego zum Beispiel die Möglichkeit gibt, ohne Worte mit seinen Teamkameraden zu kommunizieren und so feindliche Positionen zu markieren oder sogar Militärdrohnen durch Gedankenkraft zu kontrollieren.
Black Ops 3 im Test: Gelungenes Leveldesign
Quelle: PC Games
Serien-Junkies kommen in Black Ops 3 voll auf ihre Kosten. Neben der bezaubernden Katee Sackhoff (Kampfstern Galactica) ist auch Christopher Meloni (Oz: Hölle hinter Gittern) mit an Bord.
Am Anfang der etwa sieben Stunden langen Kampagne werden wir in die von einem alten Haudegen namens John Taylor angeführte Anti-Terror-Einsatztruppe versetzt und lernen den Umgang mit den neuen Fähigkeiten unseres Helden. Mit unseren Kameraden, die allesamt in der englischen Fassung hervorragend von bekannten TV-Serien-Schauspielern wie Katee Sackhoff (Kampfstern Galactica) oder Christopher Meloni (Oz - Hölle hinter Gittern) gemimt werden, machen wir uns auf, einer angeblichen Terrororganisation die Leviten zu lesen. Die Einsätze finden überall auf der Welt statt - etwa in der Schweiz oder in Ägypten - und sind wie gewohnt grandios inszeniert. Ergo: Der Bildschirm füllt sich bei Black Ops 3 fast im Sekundentakt mit heftigen Explosionen, zig Feinde ballern zeitgleich auf uns - und obendrein können sich die Umgebungen dank vieler Details sehen lassen. Und das alles, obwohl im Inneren "nur" eine stark überarbeitete Version der betagten Black Ops 2-Engine ihre Dienste leistet.
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Ebenso wenig mangelt es der neuen CoD-Kampagne an Abwechslung: Mal kämpften wir uns beim Review von Black Ops 3 durch die engen Gänge eines Silos, mal sind wir mit einem Kampfgleiter unterwegs oder dürfen uns um die Verteidigung einer Stadt kümmern. Außerdem erfreulich: Statt der gewohnt schlauchartigen Umgebungen bewegen wir uns in den Einsätzen für Serienverhältnisse ungewohnt frei und können zudem selbst darüber entscheiden, wie wir die Scharen von Gegnern erledigen. Vor jeder Mission suchen wir überdies aus, welche durch Erfahrungspunkte freischaltbaren Waffen und DNI-Fähigkeiten wir in die Einsätze mitnehmen. So können wir uns zum Beispiel ein Scharfschützengewehr mit Schalldämpfer schnappen und die meisten Gegner unbemerkt aus guter Entfernung ausschalten. Außerdem ist für diese Taktik eine DNI-Tarnfähigkeit hilfreich, damit wir uns gegebenenfalls leicht verstecken können. Ebenso gut können wir aber auch zur altbewährten Rambo-Methode zurückgreifen und mit einem fettem Maschinengewehr und einem brachialen Granatwerfer die Widersacher in den Missionen zu Klump schießen.
Quelle: PC Games
Wenn ihr die Kampagne durchgespielt habt, wird der Nightmare-Modus freigeschaltet. In dieser Variante bevölkern auch Zombies die Level.
Unserer Test-Erfahrung nach ergibt sich durch die unterschiedlichen Technik-Gadgets und die zahlreichen Lösungswege insgesamt ein ähnliches Spielgefühl wie in der Crysis-Reihe - allerdings sind die Missionsareale in Call of Duty: Black Ops 3 nicht ganz so groß wie in den Crytek-Spielen. Zudem macht man sich - um es höflich auszudrücken - wegen der eher standardmäßigen Gegner-KI nur in den höheren Schwierigkeitsgraden auf die Suche nach einem optimalen Lösungsweg. Wer sich zum Beispiel als Rekrut - dem einfachsten Schwierigkeitsgrad - durch die Levels ballert, wird bis auf die größeren Einsatzgebiete höchstwahrscheinlich kaum einen Unterschied zu den Vorgängern bemerken - und so auch eine Menge von den guten Vorsätzen der Entwickler verpassen.
Black Ops 3 im Test: Nach der Kampagne ist vor der Kampagne
Quelle: PC Games
Das Leveldesign von Black Ops 3 ist ziemlich offen gestaltet. Wie ihr die Scharen von Gegnern ausschaltet, dürft ihr selbst entscheiden.
Dadurch, dass wir in den Aufträgen stets zwischen leicht unterschiedlichen Lösungswegen, Ausrüstungsteilen und Waffen wählen dürfen, ergibt sich ein Novum für die Call of Duty-Serie: Es macht bei Black Ops 3 tatsächlich Spaß, die Missionen mehrmals durchzuspielen. Schön ist auch, dass Sammlernaturen dieses Mal bedient werden. Um die Missionen vollständig abzuschließen, muss man Ausschau nach besonderen Gegenständen halten und nebenbei entdeckt man dadurch auch mal neue Areale in Levels. Zudem bietet Black Ops 3 die Möglichkeit an, die gesamte Kampagne mit bis zu drei Mitspielern zu absolvieren, was den Wiederspielwert nochmals ein wenig erhöht. Die Koop-Kampagne gleicht von der Story-Inszenierung der Einzelspielervariante, jedoch wird die Gegner-KI den Teilnehmern angepasst. Vor allem in den späteren Missionen ist es daher ratsam, sich mit dem eigenen Team abzusprechen und darauf zu achten, dass man zum Beispiel einen guten Scharfschützen und einen starken Nahkämpfer mit an Bord hat.
Nachdem man die Kampagne von Black Ops 3 einmal durchgespielt hat, wird der Nightmare-Modus freigeschaltet. Dabei handelt es sich nicht um einen absurd hohen neuen Schwierigkeitsgrad, sondern um eine komplett andere Fassung der Kampagne, in der wir neben den normalen Soldaten sowie Robokriegern auch gegen Zombies antreten müssen. Auch die Geschichte wird hier aus einer etwas anderen Perspektive erzählt, jedoch nur in der Form einer Erzählerstimme. Die Herausforderung ist im Nightmare-Modus zwar sehr hoch, wir können diese Kampagnenvariante aber jedem ans Herz legen - vor allem im Koop-Modus!
Black Ops 3 im Test: Die klassischen Mehrspielermodi ganz nach Treyarch
Neben der Koop-Kampagne bietet Black Ops 3, wie man es von einem Call of Duty gewohnt ist, auch einen mehr als ausgereiften Mehrspielermodus mit riesigem Umfang. Zu den Neuerungen gehören dieses Mal eine höhere Bewegungsfreiheit durch Wallruns, die Möglichkeit auch im Wasser zu schießen und neun freischaltbare Spezialisten, die sich neben dem Aussehen durch besondere Perks unterscheiden. Mit Safeguard hat Treyarch zudem einen interessanten neuen Spielmodus für die Multiplayer-Partien beschert. Hier muss ein Team einen Roboter zu einem Punkt auf der Karte eskortieren, während die andere Seite versucht, dies zu verhindern. Uns haben die insgesamt elf Mehrspielermodi im Test wieder einmal sehr gut gefallen; und wäre da nicht der Zombie-Modus und die dieses Mal tatsächlich gelungene Kampagne, würde wir sie als die größte Stärke von Black Ops 3 ansehen.
Doch gerade der bereits aus den anderen Treyarch-Titeln bekannte Kampf gegen Wellen der Untoten hat uns dieses Mal mehr denn je überzeugt. In Black Ops 3 schlüpfen wir in einer Art Film-Noire-Abenteuer in die Rollen von vier archetypischen 40er-Jahre-Helden, die allesamt ohne Erinnerung an die letzte Nacht in einer Gasse aufwachen. Wie üblich, gilt es hier so lange wie möglich zu überleben, indem man mit bis zu drei weiteren Spielern Zombies tötet und durch verdiente Erfahrungspunkte das eigene Arsenal aufrüstet. Jedoch kann man auch tatsächlich versuchen, dem Albtraum zu entkommen. Dafür muss man sich mithilfe eines Altars in ein Biest verwandeln und Ausschau nach bestimmten Ritualgegenständen halten. Sobald man alle Teile gefunden hat und sie an die richtigen Plätze bringt, soll das Abenteuer ein Ende finden. Es ist aber offensichtlich nicht vorgesehen, dass man den Zombie-Modus bereits nach wenigen Partien durchspielt, vielmehr bestreitet man zig Runden und entdeckt immer mehr hilfreiche Gegenstände sowie Waffen und kommt so des Rätsels Lösung stets ein Stück näher. Trotz des beinharten Schwierigkeitsgrades motivierten uns die Kämpfe gegen die Untoten ungemein und wir konnten kaum aufhören, den Mysterien des Zombie-Modus nachzugehen.
Black Ops 3 im Test: Fazit
Quelle: PC Games
Um die Rätsel des Zombie-Modus' lösen zu können, müsst ihr euch in ein Biest verwandeln.
Auch wenn die Einzelspielerkampagne unserer Meinung nach gut und gerne einige Stunden länger hätte ausfallen können, müssen wir sagen: Treyarch hat mit Black Ops 3 ein wahres Umfangsmonster abgeliefert. Wenn man bedenkt, dass neben der normalen Kampagne auch der Nightmare-Modus mit seinen Untoten auf die Spieler wartet und der Multiplayer-Teil für Monate Online-Spaß verspricht, kann man nur den Hut vor den fleißigen Entwicklern ziehen. Außerdem gibt es ja noch den Zombie-Modus, der mit seinem Film-Noire-Look fast schon ein eigenständiges Spiel ist. Ergo: Wer nach Jahren der Abstinenz wieder ein bombastisches Call of Duty erleben möchte, wird den Kauf von Black Ops 3 höchstwahrscheinlich nicht bereuen.

Story kann ich jetzt nicht so viel zu sagen da mich der SP nicht interessiert. Ich bin da doch eher so der MP Zocker und da hatte ich schon lange nicht mehr so viel Spaß wie in COD BO 3. Die letztes Teile die ich auch alle gezockt hatte da ich halt COD Fan bin waren eher schei...e und war schon am überlegen evtl. ganz von COD wegzugehen. Hab es mir dann letztendlich doch geholt und es ist topp.
Toll wäre es aber wenn die noch mal einen 2 Weltkrieg MP rausbringen würden wo man mit Kimme und Korn sich gegenüber steht und weniger futuristisch ist.
Die Frage, warum PcGames nicht vor dem Kauf der PC-Version gewarnt hat, erübrigt sich. Es wurde wie schon bei so vielen Spielen zuerst die Consolenfassung getestet, da meist nur diese rechtzeitig vorher zu Testzwecken vorliegt. Ein Nachtest der Pc-Version erscheint in der Regel am Releasetag oder kurze Zeit später. In dem Fall hätte das aber nicht zwangsläufig bedeuten müssen, dass der Tester auf besagte Probleme gestoßen wäre (wie es dem Tester der Gamestar erging). Es gibt schließlich mehr als genug Leute, die das Spiel auch auf einem älteren System problemfrei spielen können.
es freut mich das du keine Probleme hattest, genügend andere Käufer hatten und haben Probleme.
Und ja, es ist toll, dass ein Problem am selben Tag noch behoben wurde. Es hätte allerdings erst gar nicht zu Problemen kommen dürfen (vorausgesetzt alle Treiber sind auf dem aktuellen Stand).
Entgegen deiner Meinung halte ich inzwischen viel mehr von der ungeschönten Art und weise wie in Foren (z.B. Steam) über ein Game berichtet wird, anstatt mich blind auf die Berichterstattung von profesionelen Websites zu verlassen, die es nicht für nötig halten vor dem Kauf zu warnen. Es ist mMn nur möglich eine so hohe Wertung zu vergeben, wenn auch alle Käufer in den Genuss kommen können. Dies war allerding hier nicht der Fall.
PS.: Ja, ich würde es auch vorziehen, wenn sich die Konfigurationen der PCs nur so stark voneinander unterscheiden würden wie von einer PS4 zu einer anderen PS4 und die Entwickler daddurch weniger Probleme hätten. Aber ich möchte nun einmal nicht dazu gezwungen sein, Shotter mit Analogsticks zu spielen. (auch etwas worauf in Tests nicht ausreichend hingewisen wird, miese Steuerung, da lagern 60 Euro für einen, für mich, unspielbaren Witcher 3 im Schrank)
Beste Grüsse.