Just Cause 3 Vorschau: Ordnung ins Chaos bringen - So spielt sich die Story-Kampagne
1000 Quadratkilometer: So gigantisch groß ist die Spielwelt von Just Cause 3. Zum Vergleich: Das komplette Berlin bringt es nur auf 892 Quadratkilometer. Wir verraten euch, wie sich die Story-Kampagne in der gigantischen Welt spielt.
1000 Quadratkilometer: So gigantisch groß ist die Spielwelt von Just Cause 3. Zum Vergleich: Das komplette Berlin bringt es nur auf 892 Quadratkilometer. Allerdings ist der fiktive Mittelmeerstaat Medici dezent idyllischer als unsere vollgebaute Hauptstadt: Die Inseln erinnern mit ihren weißen Häuschen und blühender Vegetation stark an Griechenland. Trotzdem herrscht mieseste Laune bei der Bevölkerung: Denn Diktator Di Ravello hat das Land in seinem eisernen Griff und hortet einen mächtigen Rohstoff namens Bavarium. Letzteres klingt zwar nach Bayern, ist aber eine Art Metall, aus dem Medicis Rüstungsindustrie fiese Mordwerkzeuge bastelt.
Und so ist es wieder mal an Rico Rodriguez und seinem alten Kumpel Mario, eine ganze Nation aus der Unterjochung zu befreien. Probieren geht über Studieren Zum Start der Story-Kampagne führt Just Cause 3 alle seine Spielelemente behutsam ein. Das Tutorial dauert circa eine Stunde und ergibt durchaus Sinn, denn Rico Rodriguez ist ein besonderer unter den Open-World- Helden. Das liegt vor allem an drei genialen Gadgets: Fallschirm, Greifhaken sowie Wingsuit können jederzeit auf Knopfdruck aktiviert werden und sorgen für ein ganz eigenes Spielgefühl – vor allem in Sachen Fortbewegung. So schwebt man mit dem Fallschirm durch die Lüfte und nutzt den Greifhaken, um sich schnell nach vorne zu katapultieren.
Der Wingsuit eignet sich indes perfekt für rasante Flüge durch enge Schluchten und die überraschende Annäherung an Feinde. Wer Ricos Werkzeuge beherrscht, kann ergo problemlos durch die komplette Spielwelt düsen, ohne auch nur einmal den Boden zu berühren oder eines der zahlreichen Fahrzeuge zu benutzen. Dennoch ist der Einsatz von Helikopter, Düsenjet, Motorboot, Rennwagen und Co ratsam, schließlich verfügen nicht wenige der Vehikel über mächtige Bordbewaffnung wie etwa zielsuchende Raketen.
Quelle: PC Games
Klassische Schießereien inszeniert Avalanche zwar ordentlich, aber nicht überragend - die Stärken des Spiels sind Ricos verrückte Gadgets.
Der hat einen Kollateralschaden!
Der Spielfortschritt im Rahmen der Handlung ist an die Befreiung einzelner Provinzen gekoppelt. Um
Quelle: PC Games
Typische Szene: Den Konvoi können wir mit Waffengewalt stoppen - oder aber die Brücke zum Einsturz bringen.
Di Ravellos Macht einzudämmen, müssen Städtchen und militärische Einrichtungen erobert werden. Die Übernahme der zahlreichen Gebiete geschieht jedoch alles andere als subtil: Wo andere Action-Recken vorsichtig durch Basen schleichen, sprengt Rico Rodriguez lieber alles in die Luft. So nehmen wir ein Dorf ein, indem wir zuerst sämtliche Propaganda- Installationen (Lautsprecher, Plakate, Statuen) zerdeppern und zuletzt die Fahne der Rebellion auf dem Marktplatz hissen. So imposant die einhergehende Explosionsorgie auch ist, Just Cause 3 gibt sich in Sachen Zerstörung etwas zu wählerisch: So kann zwar die Station der korrupten Polizei dem Erdboden gleichgemacht werden, umstehende Häuser der Zivilbevölkerung bleiben jedoch stets heil. Apropos Zivilisten: Die Bewohner von Medici laufen und fahren zwar individuell herum, der Eindruck einer lebendigen Welt kommt aber kaum auf – dafür gibt es hier schlichtweg viel zu wenige Passanten. Allerdings stört dieser Fauxpas im Eifer des Gefechts nur marginal, wenn erst mal Dutzende von Ravello-Truppen mit Panzern aufmarschieren, bleibt sowieso keine Zeit mehr für Sightseeing.
Das funktioniert wie am Schnürchen
Ja, Rico Rodriguez verfügt auch über normale Waffen wie Pistolen oder Maschinengewehre. Aber nein, die Dinger bringen einen hier nicht weiter. Vielmehr schafft es Just Cause 3 auf geradezu absurde Weise, den Spieler für seine Offensiv- Besonderheiten einzunehmen. Der Greifhaken spuckt beispielsweise mehrere Seile gleichzeitig aus, mit denen man Objekte aneinander binden kann – ein Druck auf die linke Schultertaste verringert dann abrupt die Länge der Leine. So ergibt die Formel "Gegner + Benzinfass + Wachturm" eine herrlich alberne Szene, bei der man sich ein diabolisches Lachen kaum verkneifen kann. Zudem hat der virtuelle Revoluzzer einen unendlichen Vorrat an C4-Sprengpaketen dabei – einzig die Menge der parallel einsetzbaren Bomben variiert je nach Upgrade-Stand. Letzterer ist von der Story losgelöst: Um Ricos Fähigkeiten zu verbessern, muss man entsprechende Herausforderungen erfüllen. Diese insgesamt über 100 Minimissionen teilen sich in unterschiedliche Kategorien auf: Von klassischen Wettrennen über Wingsuit-Stunts bis hin zu möglichst spektakulären Sprengungen. Je nach Ergebnis erhält man bis zu fünf Zahnräder, mit denen wiederum neue Modifikationen freigeschaltet werden. Richtig gelesen: Just Cause 3 pfeift auf typische Verbesserungen der Marke "10 Prozent mehr Nahkampfschaden".
Vielmehr entscheidet man, ob beispielsweise Ricos Sprengsätze wie ein Raketenantrieb funktionieren sollen oder Granaten erst bei Feindkontakt explodieren. Jede Mod lässt sich jederzeit per Menü ein- oder abschalten – der Experimentierfreude sind also keine Grenzen gesetzt. Der
Teufel steckt im Detail
Just Cause 3 erscheint zwar auch für die PS4 und die Xbox One, der PC spielt bei der Entwicklung aber ganz offenbar die erste Geige. So bietet das Menü zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für Grafik und Steuerung – sämtliche Tasten sind hier frei belegbar. Optisch erwartet uns kein Meilenstein, aber sympathisch kunterbunte Kost: Während einige Texturen arg detailarm daherkommen, stimmt der Gesamteindruck zu jeder Zeit – besonders die Weitsicht und das Effektfeuerwerk sind atemberaubend. Schade indes, dass die Charaktere in den Zwischensequenzen nicht nur steif, sondern auch recht Charisma-frei rüberkommen – aber das gehört inzwischen wohl schon zu den Markenzeichen der Serie.
Quelle: Square Enix
Just Cause 3: Ordnung ins Chaos: So spielt sich die Story-Kampagne.
