Civilization: Beyond Earth - Rising Tide - Die neuen Features im Überblick
Die erste Erweiterung für Civilization: Beyond Earth steht mit Rising Tide kurz vor der Veröffentlichung. Wir fassen für euch einmal die wichtigsten Neuerungen und Features des Add-ons zusammen. Im Fokus von Rising Tide stehen ganz klar die Ausdehung der Reiche auf die Meere und das von Grund auf überarbeitete Diplomatie-System.
Ende dieser Woche erscheint mit Rising Tide die erste Erweiterung zu Civilization: Beyond Earth. Vor nicht ganz einem Jahr erschien der neueste Ableger der beliebten Rundenstrategie-Reihe und verlegte das bewährte Spielprinzip in die Zukunft und auf fremde Planeten. Vollständig überzeugen konnte das neue Konzept die wenigsten. "An Genreprimus Civilization 5 kommt Beyond Earth jedoch nicht heran, bietet aber eine hübsche Science-Fiction-Alternative mit leichterem Einstieg", schrieb damals Tester Stefan Weiß. Auch für viele Fans blieb Beyond Earth hinter den Erwartungen an ein Civilization zurück.
Mit Rising Tide wollen die Entwickler von Firaxis das Spiel nun verbessern, ausbauen und mit neuen Features und Inhalten versehen. Bereits die beiden Erweiterungen von Civilization 5 haben bewiesen, dass die Macher es verstehen ein bereits gutes Spiel weiter zu verbessern. So wird vielleicht auch Beyond Earth noch zu dem Spiel, das es schon immer sein sollte. Doch was gibt es mit dem Add-on eigentlich alles neues? Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel auf den Grund und geben euch einen kompakten Überblick über die neuen Features und Inhalte.
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Waterworld - Städte im Ozean
Quelle: 2k Games
Städte jetzt auch im Wasser.
Die größte Neuerung von Rising Tide steckt in der Möglichkeit Städte und zugehörige Infrastruktur im Ozean zu errichten. Damit steht euch auf jedem Planeten nun im Grunde die gesamte Oberfläche zur Kolonialisierung zur Verfügung. Durch die Besiedlung der Meere erhaltet ihr Zugang zu neuen natürlichen Ressourcen vom Grund des Meeresbodens. Dabei müsst ihr euch natürlich auch mit den Bestien der Aliens auseinandersetzen, die die weiten der Ozeane bevölkern. Anders als bei Städten an Land werden die Grenzen von Ozeansiedlungen nicht durch Kultur ausgedehnt.
Dafür können sich die schwimmenden Städte bewegen und ihre Grenzen auf diese Weise verschieben. Natürlich ist auch der gewohnte Kauf von einzelnen Hexfeldern möglich. Während die Bewegung der Meeresstädte zunächst nur in Küstennähe möglich ist, sorgt die Erforschung von Planetenvermessung zur Ausdehnung auf die Ozeane. Während eine Stadt bewegt wird, können keine Einheiten oder Gebäude gebaut werden, da die Produktion zur Fortbewegung eingesetzt wird. Wie lange eine Stadt für die Fortbewegung braucht, hängt auch von der Anzahl der in ihr errichteten Gebäude ab.
Etwas mehr Diplomatie wagen
Im Hauptspiel kommt die Diplomatie zwischen den Fraktionen ein wenig zu kurz. Für Rising Tide haben die Entwickler nicht nur ein paar Veränderungen vorgenommen, sondern das ganze System von Grund auf neu entworfen. Bei der Interaktion mit den KI-Spielern kommen nun sogenannte Furcht- und Respektpunkte zum Einsatz, die für verschiedenste Vereinbarungen eingesetzt werden können. Die Höhe der Furcht vor eurer Zivilisation hängt direkt von der Größe eures Militärs ab. Wer seine Beziehungen allein auf Furcht aufbaut läuft allerdings auch Gefahr von anderen Zivilisationen hintergangen zu werden.
Quelle: 2k Games
Das Diplomatiesystem wurde komplett überarbeitet.
Respekt verdient ihr euch bei den anderen Staatenlenkern auf verschiedene Weisen. Wirtschaftliche Stärke oder eine gesunde Bevölkerung sorgen genauso für Respekt wie der Bau von Wundern. Auch eine Kriegserklärung an einen Feind kann bei einer anderen Zivilisation Respekt einbringen. Schließlich wirken sich auch erfolgreiche diplomatische Abkommen positiv auf euer Verhältnis aus. Zu jedem KI-Spieler könnt ihr nun verschiedene Formen der Beziehung eingehen, die jeweils eigenen Vor- und Nachteile haben.
Während eurer Verhandlungen mit den Staats- und Regierungschefs kommt auch eine neue Ressource zum Einsatz, das diplomatische Kapital. Produziert wird es durch Wunder einige Gebäude wie das Relikt der alten Erde. Während Verhandlungen mit einer anderen Zivilisation kann das Kapital eingesetzt werden, um ein Abkommen zu erreichen. Im Grunde wie ein System aus Gefallen und Gegengefallen. Wichtig im direkten Kontakt mit den anderen Fraktionen ist nun auch der Charakter der verschiedenen Anführer.
Sowohl Spieler als auch KI-Herrscher verfügen über verschiedene Charakterzüge, die sich je nach den getroffenen Entscheidungen im Spiel unterschiedlich entwickeln. Die erste Eigenschaft ist dabei stets vorgegeben. Drei weitere könnt ihr im Spielverlauf aus den drei Kategorien Einheimisch, Politisch und Militärisch erwerben. Die Charakterzüge können dann im weiteren Verlauf auch noch in drei Stufen ausgebaut werden. Diese Eigenschaften beeinflussen auch euren Erfolg bei diplomatischen Verhandlungen.
Vier neue Fraktionen braucht das All
Mit gerade einmal acht Fraktionen fiel die Zahl der spielbaren Parteien im Hauptspiel für Civilization-Verhältnisse sehr gering aus. Mir Rising Tide führen die Entwickler nun vier neue dieser sogenannten Sponsoren ein. Die neuen Fraktionen werden wie gewohnt von einem einzigartigen Charakter angeführt, die jeweils auf ihre Weise ihre Herkunft auf der Erde repräsentieren und ihre Erscheinung je nach Affinität auch verändern.
Lena Ebner - Integr
Quelle: 2K Games
Lena Ebner - Integr
Hinter Integr verbirgt sich eine Fraktion, die ihre kulturellen Wurzeln vor allem im deutschsprachigen Mitteileuropa hat. Groß, blond und blauäugig entspricht Anfürherin Lena Ebner dann auch einem typischen Klischee. Die Hauptstadt von Integr wird Weltgeist genannt, auch im englischen Original. Ihre Stärken hat die Fraktion vor allem in der Diplomatie. Der Volksbonus sorgt für günstigere diplomatische Abkommen, senkt die Kosten für Gebäude und Einheiten, die mit diplomatischem Kapital gekauft werden.
Duncan Hughes - Nordsee-Allianz
Quelle: 2K Games
Duncan Hughes - Nordsee-Allianz
Bei der Nordsee-Allianz handelt es sich, wie der Name bereits andeutet, um eine Fraktion, die sich rund um die Nordsee-Staaten von Großbritannien und Skandinavien gebildet hat. Geführt wird die Allianz von Duncan Hughes, einem Experten für Baukonstruktionen auf hoher See. Entsprechend ist die Nordsee-Allianz eine von zwei neuen Fraktionen, die direkt ihre erste Stadt auf dem Ozean gründen können. Auch der Volksbonus, mit dem sich Wasserstädte schneller bewegen und einen höheren Angriffswert besitzen, machen die Ausrichtung der Fraktion auf die Meere deutlich.
Arshia Kishk - Al Falah
Quelle: 2K Games
Arshia Kishk - Al Falah
Die aus dem nahen Osten und Nordafrika stammende Fraktion Al Falah unterscheidet sich von allen anderen Fraktionen in einem wichtigen Punkt. Statt mit Cry-Schiffen, reisten die Al Falah mit einem Generationenschiff. Alle Menschen, die in der neuen Heimat ankommen, wurden also erst während der Reise geboren und alle, die die Erde noch persönlich kennen, sind längst verstorben. Ihre einzigartige Zivilisation ist vom ständigen Mangel an Ressourcen geprägt. Da die Al Falah unter Führung von Arshia Kishk gelernt haben, mit knappen Mitteln auszukommen, erhält die Fraktion einen Bonus auf den Fortschritt von Städten.
Han Jae Moon - Chungsu
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Han Jae-Moon - Chungsu
Chungsu ist die zweite Fraktion, die ihre erste Stadt direkt im Ozean gründen können. Ursprünglich von der koreanischen Halbinsel stammend, waren die Angehörigen von Chungsu schon immer von Wasser umgeben und haben ihr Land in die tiefen des Meeres ausgedehnt. Das von Han Jae Moon geführte Volk verfügt jedoch nicht nur über Know-How der Wasserbesiedlung. Als Fraktionsbonus startet Chungsu mit einem kostenlosen verdeckten Agent. Außerdem gewähren Erfolgreiche Spionageaktionen zehn Wissenschaftspunkte pro Rang des Agenten.
Das gehört in ein Museum - Die Artefakte
Auf den Karten von Beyond Earth gibt es nun wesentlich mehr zu entdecken. Mächtige Relikte und uralte Artefakte wollen gefunden und geborgen werden, um eurem Volk Zugang zu neuen Vorteilen, Einheiten-Verbesserungen und Gebäuden zu verschaffen. Gefunden werden die Artefakte durch Entdecker, die Expeditionen ausführen oder durch die Eroberung anderer Zivilisationen. Der Spieler kann dann entscheiden, ob er ein Artefakt sofort für einen Bonus einsetzen möchte, oder lieber wartet, um eine Dreigruppe zu kombinieren. Dadurch werden neue Perks, Einheitenupgrades, Wunder und Gebäude freigeschaltet. Artefakte gibt es in drei verschiedenen Ausführungen, je nach dem, ob sie aus menschlichen Siedlungen, Aliennestern oder alten Ruinen stammen. Zusätzlich werden die Relikte in drei verschiedenen Qualitätsstufen unterschieden.
Die Mischung machts - Hybrid-Affinitäten und -Einheiten
Die drei Affinität Harmonie, Vorherrschaft und Reinheit stehen in direkte Konkurrenz zueinander. Mit Rising Tide soll es nun jedoch auch einfacher sein einen Mittelweg einzuschlagen. Spezielle Hybrid-Einheiten und weitere Verbesserungen belohnen Spieler, die sich nicht vollkommen für eine Seite entscheiden wollen. An der Funktionsweise der Affinitäten soll sich wenig ändern. Mit den Hybriden sollen nun jedoch auch Spieler belohnt werden, die zwei Affinitäten ausbauen.
Quelle: 2k Games
Vorherrschaft-Reinheit
Vorherrschaft-Reinheit verkörpert demnach nun eine Gesellschaft, die die menschliche Rasse und das eigene Volk als die dominante Spezies ansieht. Zur Durchsetzung dieser Ideologie setzen sie allerdings auf Roboter. Die Menschen herrschen, die Maschinen führe ihre Befehle aus. Reinheit-Harmonie setzt dagegen auf genetische Entdeckungen der neue Welt, ohne die eigentliche menschliche Form aufzugeben. Bei Harmonie-Vorherrschaft setzt die Gesellschaft sowohl auf Technologie als auch das planetare Ökosystem, um sich die besten Vorteile von Maschinen und Organismen zu sichern.
Jede dieser Kombinationen erhält Zugriff auf einzigartige Einheiten. So benötigt ihr zum Beispiel die Technologie Bioengineering und jeweils Stufe 5 in Vorherrschaft und Reinheit, um den Golem, eine mächtige Verteidigungseinheit, zu bauen. Zusätzlich gibt es für einige bekannte Einheiten auch spezielle Upgrades je nach Hybrid-Affinität. Mit guter Planung soll es Spielern auch möglich sein, alle drei Affinitäten zu kombinieren.
Heiß und kalt - Die neuen Biome
Quelle: 2k Games
Kalte Welten, eines von zwei neuen Biomen.
Um für mehr Abwechslung zu sorgen, führen die Entwickler mit Rising Tide auch zwei neue Welttypen, die sogenannten Biome, ein. Diese Planetenarten könnten unterschiedlicher nicht sein. Urzeitliche Welten sind Planeten, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, und erst seit kurzem überhaupt in der Lage sind Leben zu beherbergen. Die chaotischen Landschaften sind von kahlen und felsigem Terrain geprägt sowie starker Vulkanaktivität geprägt.
Anders sieht es da bei den kalten Welten aus. Diese Planeten haben ihre besten Zeiten längst hinter sich und haben sich entsprechend stark abgekühlt. Gefrorene Einöden mit gewaltigen Gletschern und in weiten Teilen von Eis bedeckte Ozeane bestimmen das Bild. Das wirkt sich auch auf die Aliens auf diesen Planeten aus, die nur selten die schützende Wärme ihrer Nester verlassen. Dafür verteidigen sie diese aber auch besonders aggressiv gegen Bedrohungen.

Dasselbe gilt ebenos für Handelsverträge. Das gleiche Spiel wie in Civ 5: Wir wollen diese 4 Favor/Steine/Eisen, etc nicht mehr an euch für 1 Energie/Gold senden. Eine Runde später: 4 Favor für 1 energoe? Seriously`????